DE2065112B2 - Verwendung einer waessrigen ueberzugsmasse zum wetterfesten abdichten von eisen- und stahlaussenflaechen - Google Patents

Verwendung einer waessrigen ueberzugsmasse zum wetterfesten abdichten von eisen- und stahlaussenflaechen

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DE2065112B2 DE19702065112 DE2065112A DE2065112B2 DE 2065112 B2 DE2065112 B2 DE 2065112B2 DE 19702065112 DE19702065112 DE 19702065112 DE 2065112 A DE2065112 A DE 2065112A DE 2065112 B2 DE2065112 B2 DE 2065112B2
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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Description

Die Erfindung betrifft die Verwendung einer verspritzbaren, thixotropen, wäßrigen Überzugsmasse zum wetterfesten Abdichten von Eisen- und Stahlaußenflächen, insbesondere den Unterseiten von Automobilen, mit hohen Schichtdicken.
Es hat bisher nicht an Versuchen gefehlt, wäßrige Kunststoffdispersionen für die normale Grundierung von Metallen, der eine weitere Lackierung folgt, zu verwenden. Solche Produkte, die beispielsweise aus der deutschen Auslegeschrift 12 79 264 bekannt sind, können aber für den Dickschichtauftrag nicht verwendet werden, da sie nicht thixotrop sind und damit von senkrechten Flächen wieder abrutschen.
Des weiteren hat man auch schon Organosole und Piastisole von Polyvinylchlorid-Harzen als korrosionsschützende Überzugsmittel verwendet. Auch Dichtungsmassen auf einer Asphaltgrundlage, die neben Kautschuklösungen, Füllstoffen und Fasern noch erhebliche Mengen organischer Lösungsmittel enthalten, sind bekannt (deutsche Patentschrift 9 15 483). Solche Überzugsmittel sind für die Zwecke der vorliegenden Erfindung völlig ungeeignet, da sie nicht ausreichend beständig sind und gesundheitsschädliche Mengen an organischen Lösungsmitteln enthalten. Die Brennbarkeit der Überzugsmittel liegt auf der Hand, da sie erhebliche Mengen an organischen Lösungsmitteln enthalten.
Diese Nachteile werden erfindungsgemäß vermieden, wenn man verspritzbare, wäßrige, thixotrope Überzugsmittel, die nachfolgend genauer erläutert werden, zum wetterfesten Abdichten von Eisen- und Stuhlaußenflä chen verwendet. Die Erfindung zeichnet sich dadurcl aus, daQ die verwendeten Überzugsmassen ein' synthetische Kautschuk-Dispersion aus Mischpolymer! säten aus Styrol, Butadien und einer ungesättigtei Carbonsäure sowie einem Gehalt an organischei und/oder anorganischen Faserstoffen, ferner Verdik kungsmitteln, Pigmenten, Füllstoffen, Netzmitteln, Ent schäumern, sowie gegebenenfalls Trockenstoffen ent halten.
Besonders überraschend ist hierbei, daß die nächste hend im einzelnen erörterten, besonderen Effekt! deutlich auf die erfindungsgemäß verwendete Über zugsmasse beschränkt sind. Selbst andere Kunstkau tschuk-Latices bringen keinen vergleichbaren Erfolg.
Wegen ihrer bekanntlich sehr hohen Zähflüssigkeit is die Verarbeitung der bekannten Dichtungsmassen au; einem PVC-Plastisol oder -Organosol sowie dei bitumenhaltigen Dichtungsmassen nur mittels einei Hochdruckpumpe möglich. Demgegenüber weist die erfindungsgemäße Überzugsmasse eine wesentlich leichtere Verarbeitbarkeit auf. Beim Aufbringen mit der Spritzpistole kann hierbei die Hochdruckpumpe entfallen, und es genügt eine in der Lackierpraxis gebräuchliche Ringleitung oder ein übliches Druckgefäß.
Während die bekannten PVC-Dichtungsmassen zum Nachgelieren neigen, besitzt die erfindungsgemäß verwendete Überzugsmasse eine sehr hohe Lagerstabilität, was einen wesentlichen technischen Fortschritt bedeutet. Außerdem sind die erfindungsgemäß verwendeten Dichtungsmassen frei von Weichmachern. Es kann deshalb auch keine Weichmacherwanderung in die darunterliegende Schicht erfolgen, wie dies bei einer gelierten Polyvinylchlorid-Schicht in der Regel der Fall ist. Die erfindungsgemäß verwendete Überzugsmasse braucht ferner nicht, wie es bei einer PVC-Schicht der Fall ist, in der Wärme geliert zu werden. Sie trocknet bereits bei Raumtemperatur. Dadurch wird es z. B. möglich, Karosserieanbauteile in Werkstätten mit einer Schutzschicht zu überziehen, ohne sie bei erhöhter Temperatur behandeln zu müssen.
Eine Bitumen enthaltende Überzugsschicht blutet durch eine andere durch. Diesen Nachteil weist die erfindungsgemäß verwendete Überzugsmasse nicht auf. Außerdem hat sie den großen Vorteil, daß sie nicht entflammbar ist.
Es ist eine bekannte und lästige Erscheinung, daß beim Verspritzen von Überzugsmassen mit der Spritzpistole Spritznebel entstehen, die sich auf eine größere Fläche verteilen und eine nachfolgende Lackierung beeinflussen können. Spritznebel, die PVC oder Bitumen enthalten, schmieren und müssen mit organischen Lösungsmitteln sorgfältig abgewaschen werden. Sonst sind Filmstörungen unvermeidlich, wenn nachträglich mit normalen Lacken weitergearbeitet wird. Überraschenderweise macht das Verspritzen der erfindungsgemäß verwendeten Überzugsmasse keine Schwierigkeiten. Es entstehen feuchte Spritznebel, die innerhalb der ersten Minuten, solange der Spritznebel noch feucht ist, mit Wasser leicht und bequem abgewaschen werden können. Das ist im allgemeinen bis zu 5 Minuten nach dem Auftrag der Überzugsmasse möglich. Danach wird der Spritznebel hart und läßt sich bereits nach 10 Minuten Lufttrocknung abschleifen oder, überraschenderweise, durch jeden beliebigen Lack überspritzen, ohne daß Filmstörungen bei der nachfolgenden Lackierung eintreten.
Außerdem besitzen die durch die erfindunesgemäß
verwendete Überzugsmasse erhaltenen Filme eine wesentlich glattere Oberfläche als die üblichen PVC-FiI-me.
Ein weiterer überraschender Effekt ist eine wesentlich verbesserte Korrosionsschutzwirkung der aufgebrachten und getrockneten Überzugsschichten gegenüber den bekannten Schichten bei einer wesentlich geringeren Schichtdicke, was keinesfalls zu erwarten war. Wird ein blankes, nicht phosphaliertes Eisenblech beschichtet, so wird ein Korrosionschutz im Salzsprühtest nach der USA-Norm ASTM B 117-57 T bis zu 250 Stunden erreicht. Im Kesternich-Gerät nach der deutschen Norm DIN 50 018 bleibt die Korrosionsschutzwirkung noch nach 6 Runden in SCVAtmosphäre erhalten. An den Schnittkanten tritt keine Unterwanderung ein, und die Überzugsschicht besitzt eine gute Haftung. Werden grundierte Bleche mit den erfindungsgemäß verwendeten Überzugsmassen überzogen, so halten diese im Salzsprühtest nach der USA-Norm sogar bis zu 500 Stunden aus. Die Schichtdicke der getrockneten Überzugsschicht liegt zwischen 200 und 2000 Mikron. In der Regel bewegen sich die Schichtdicken im unteren Bereich, nur bei der Abdichtung von Nähten oder zu Entdröhnungszwecken wird eine höhere Schichtdicke bis hinauf zu 2000 Mikron erforderlich. Dabei ist es überraschend, daß eine Schicht von 200 Mikron im Salzsprühtest besser abschneidet, als eine PVC-Schicht von 2000 Mikron. Während man bei der erfindungsgemäß verwendeten Überzugsmasse mit einer Schicht von 200 Mikron auskommt, erfordert eine PVC-Schicht eine Mindestschichtstärke von 600 Mikron.
Wegen dieser unerwartet hohen Korrosionsschutzwirkung sind die erfindungsgemäß verwendeten Überzugsmassen in besonders hohem Maße geeignet zum Auftrag auf den Unterseiten von Automobilen, Lastwagen und anderen Fahrzeugen, als Unterbodenschutz, da gerade dort die Beanspruchung des Materials durch Salz, das im Winter auf den Straßen verstreut wird, um sie eisfrei zu erhalten, am größten ist. Die erfindungsgemäß verwendeten Überzugsmittel verleihen den Karosserien außerdem auch wegen ihrer guten Haftung und Elastizität einen guten Steinschlagschutz. Die Überzugsmassen können ferner überall dort angewendet werden, wo es auf besondere Korrosionsschutzwirkung ankommt, z. B. bei dem Außenanstrich von Containern und anderen Großraumbehältern. Die erfindungsgemäß verwendete Überzugsmasse enthält eine synthetische Kautschuk-Dispersion, die aus Mischpolymerisaten aufgebaut ist, die neben Butadien Styrol, aber auch andere Monomere enthalten. Vorteilhaft ist der Einbau einer ungesättigten Carbonsäure in das Mischpolymerisat. Der Styrolanteil im Mischpolymerisat beträgt zwischen 35 und 85 Gewichtsprozent, vorzugsweise jedoch zwischen 50 und 60 Prozent. Um die Eigenschaften des erhaltenen Überzuges optimal zu gestalten, soll der Anteil des Styrol-Butadien-Mischpolymerisates im Überzug von 30 bis zu 50 Gewichtsprozent des Trockengewichtes des Überzuges betragen.
In der Regel besteht keine Veranlassung, die Styrol-Butadien-Mischpolymerisat-Dispersion mit anderen Dispersionen zu kombinieren. Zur Erzielung besonderer Filmeigenschaften, z. B. zur weiteren Plastifizierung oder zur Verlangsamung der Trocknung, können bis zu 45 Prozent des Styrol-Butadien-Mischpolymerisates durch andere Dispersionen oder wäßrige Harzlösungen ersetzt werden. Geeignet sind Dispersionen auf Basis von Acrylsäureester- oder Acrylnitril-Polymerisaten, Dispersionen oder Lösungen von trocknenden Alkydharzen oder Epoxidharzen. Im allgemeinen reduzieren solche Zusätze die Korrosionsfestigkeit des Überzuges auf blankem Eisen, sie können jedoch auf grundierten Objekten in solchen Fällen, wo eine Ofenhärtung verlangt wird, sowie auf Phosphat-Schichten allgemein, die Filmeigenschaften verbessern.
Lösungsmittel begünstigen den Vorgang der Filmbildung und können in geringen Mengen, bis zu 2% auf die
ίο flüssige Überzugsmasse bezogen, zugesetzt werden. Nach dem Verdunsten der Lösungsmittel bleibt ein der Härte des Polymerisates entsprechender Film zurück.
Das erfindungsgemäß verwendete Überzugsmittel enthält anorganische und/oder organische Faserstoffe,
is z. B. Asbest, Polyamidfasern, Polyesterfasern, Polyacylnitrilfasern mit einer maximalen Faserlänge von 3 mm. Bei der Applikation der erfindungsgemäßen Überzugsmittel aus Airless-Spiitzgeräten sollen die Faserstoffe eine maximale Faserlänge von 0,8 mm nicht überschreiten. Bei der Anwendung von Asbestfasern sind solche bevorzugt geeignet, von denen mehr als 90 Gewichtsprozent eine maximale Länge von weniger als 0,5 mm besitzen. Der Faserstoffzusatz verhindert die Rißbildung in den Fällen, wo eine Trockenfilmstärke von mehr als 700 Mikron bis hinauf zu 2000 Mikron hergestellt wird. Die anorganischen Faserstoffe sind in dem Überzugsmittel in einer Menge bis zu 30%, vorzugsweise jedocli zwischen 20 und 25%, die organischen Faserstoffe zwischen bis zu 3%, vorzugsweise jedoch zwischen 0,2 und 2%, des Trockengewichtes der gesamten Überzugsmasse enthalten.
Das erfindungsgemäß verwendete Überzugsmittel enthält außerdem noch organische und/oder anorganische Verdickungsmittel, die ein Ablaufen des feuchten
.15 Überzuges von senkrechten Flächen verhindern. Geeignet sind beispielsweise Polymerisat-Dispersionen auf Acrylester-Acrylsäure-Basis, Bentonite oder ähnliche Stoffe. Zur Herstellung einer dauerhaften Thixotropic wird vorzugsweise Magnesium-Montmorillonit verwendet. In gleicher Weise kann auch hochgereinigtes Magnesiumsilikat eingesetzt werden.
Als Pigmente sind beispielsweise geeignet: Zinksulfid, Titandioxid, Eisenoxid und andere. Als Füllstoffe lassen sich verwenden Aluminiumsilikate, Schwerspat, Kreide, Graphit, Asbestmehl, Talkum, Siliciumcarbid, Glimmer, außerdem können die üblichen Trockenstoffe, Entschäumer und Netzmittel in der Überzugsmasse enthalten sein.
Die erfindungsgemäß verwendete Überzugsmasse kann in den in der Lackindustrie gebräuchlichen Maschinen hergestellt werden. In der Regel genügt ein Mischer oder ein Dissolver. So werden z. B. für eine geeignete Überzugsmasse 40 bis 52 Gewichtsteile Styrol-Butadien-Kautschuk-Dispersion mit 50% Festkörperanteil mit 0 bis 15 Gewichtsteilen Asbestfasern und 0,4 bis 0,8 Gewichtsteilen Magnesium-Montmorillonit vermischt. Es werden dann noch so viel Pigmente und Füllstoffe zugesetzt, daß der Gesaintfeststoffgehalt der Überzugsmasse mehr als 50% beträgt; üblicherweise liegt er in der Größenordnung von 55 bis 70%.
Die Überzugsmasse ist thixotrop. Das Aufbringen auf die zu überziehenden Gegenstände kann auf verschiedene Weise erfolgen. Üblicherweise wird die Überzugsmasse mit einer Spritzpistole aufgespritzt. Es wird dabei mit einem Farbdruck von 0,5 bis 3,0 atü, einem Zerstäuberdruck von 3 bis 5 atü und einer Düsenweite der Spritzpistole von 1,4 bis 6 mm Durchmesser gearbeitet. Die Werte richten sich nach der gewünsch-
ten Schichtstärke. Ein anderes Auftragsverfahren bedient sich des Airless-Verfahrens. Bei diesem wird bei einem Farbdruck von 60 bis 400 atü mit einer Düsenweite zwischen 280 und 800 Mikron gearbeitet. Für Schichtstärken bis zu 400 Mikron ist auch die elektrostatische Auftragsmethode in geeigneten Anlagen mit mechanischer Zerstäubung m&giich.
Die aufgetragene Überzugsschicht wird unter normalen Bedingungen bei Raumtemperatur an der Luft getrocknet. Sie kann aber auch nach dem Auftrag 10 bis 15 Minuten bei nicht über 110°C beschleunigt getrocknet und anschließend bis zu 60 Minuten zwischen 130 und 1400C eingebrannt werden.
In den nachfolgenden Beispielen werden die Eigenschaften der Überzüge mit den Eigenschaften eines PVC-Überzuges und eines Bitumen-Überzuges verglichen. Alle in den Beispielen angegebenen Teile sind Gewichtsteile.
Beispiel 1
Es wird eine Überzugsmasse folgender Zusammensetzung mittels eines Dissolvers hergestellt:
52,0Teile einer Mischpolymerisat-Dispersion aus Styrol, Butadien und einer ungesättigten Carbonsäure, mit einem Feststoffgehalt von 48% und einer mittleren Teilchengröße von 0,2 Mikron und einem pH-Wert von 8,0 bis 8,5;
5,0 Teile Asbest, mindestens 90% davon mit einer Faserlänge von nicht über 0,5 mm;
2,0 Teile Eisenoxidschwarz;
21,0 Teile Aluminiumsilikate;
2,0 Teile Siliziumcarbid;
0,5 Teile Magnesium-Montmorillonit;
0,7 Teile organische Verdickungsmittel;
0,3 Teile Entschäumer;
0,2 Teile Cobaltnaphthenatlösung mit 6% Cobaltgehalt;
0,3 Teile Netzmittel;
1,5 Teile Butylglykol;
14,5 Teile Wasser.
Diese so erhaltene Dichtungsmasse ist thixotrop und wird mit der Spritzpistole mit einem Spritzdruck von 3 atü und einer Düsenweite von 3 mm auf ein blankes, gut gereinigtes Eisenblech gespritzt. Der erhaltene Überzug wird 12 Minuten bei 1100C und anschließend 60 Minuten bei 1350C eingebrannt. Die Eigenschaften des eingebrannten Überzuges sind in der nachfolgenden Tabelle zusammengestellt. Wird der Überzug nur an der Luft bei Raumtemperatur getrocknet, resultieren gleich gute Korrosionsschutzwerte.
Beispiel 2
Es wird eine Überzugsmasse folgender Zusammensetzung im Dissolver hergestellt:
39,0 Teile der in Beispiel 1 beschriebenen Mischpolymerisat-Dispersion;
16,0 Teile Asbest; mindestens 90% davon mit einer
Faserlänge von nicht über 0,5 mm;
1,0 Teil Titandioxid-Rutil;
24,0 Teile Aluminiumsilikate;
3,0 Teile Siliziumcarbid;
0,4 Teile Magnesium-Montmorillonit;
0,7 Teile organische Verdickungsmittel; 0,4 Teile Entschäumer;
0,2 Teile Cobaltnaphthenatlösung mil 6% metallischem Cobalt;
0,4 Teile Netzmittel;
2,0 Teile Butylglykol;
12,0 Teile Wasser.
Diese Überzugsmasse wird ebenfalls, wie in Beispiel 1 beschrieben, auf ein gut gereinigtes, blankes Stahlblech ίο aufgebracht und gehärtet. Die Prürergebnisse sind in der nachfolgenden Tabelle zusammengestellt.
Beispiel 3 Die Überzugsmasse hat folgende Zusammensetzung:
28,0 Teile der in Beispiel 1 beschriebenen Mischpolymerisat-Dispersion;
5,0 Teile einer Acrylsäureester-Polymerisat-Dispersion mit 50% Festkörpergehalt; 4,0 Teile einer wäßrigen, handelsüblichen Alkydharz-
lösung mit 60% Festkörpergehalt; 17,0 Teile Asbest; mindestens 90% davon mit einer
oberen Faserlänge von 0,5 mm; 5,0 Teile Zinksulfid;
5,0 Teile Eisenoxidrot;
3,0 Teile Talkum;
13,0 Teile Aluminiumsilikat;
0,6 Teile Magnesium-Montmorillonit; 0,4 Teile Entschäumer;
0,15 Teile Cobaltnaphthenatlösung; 0,4 Teile Netzmittel;
15,0 Teile Wasser.
Diese Überzugsmasse wird ebenfalls mit der Spritzpistole auf ein gereinigtes, blankes Stahlblech aufgetragen und wie im Beispiel 1 angegeben eingebrannt. Die Ergebnisse sind in der Tabelle zusammengefaßt.
B e i s ρ i e I 4
Die Überzugsmasse hat folgende Zusammensetzung:
Diese Überzugsmasse wird mit der Spritzpistole auf ein gereinigtes, blankes Stahlblech aufgetragen und wie in Beispiel 1 angegeben eingebrannt. Die Ergebnisse sind in der Tabelle zusammengefaßt.
c B e i s ρ i e 1 5
Eine zum Vergleich verwendete Dichtungsmasse auf Basis eines PVC-Plastisols hat folgende Zusammensetzung:
40,0 Teile der in Beispiel 1 beschriebenen Mischpo
lymerisat-Dispersion;
20,0 Teile Aluminiumsilikat;
7,0 Teile Glimmer;
6,0 Teile Asbestmehl;
1,0 Teil Polyamidfasern 20 Denier, maximale Faser
länge 3 mm;
4,0 Teile Graphit;
6,0 Teile Lithopone;
0,8 Teile Magnesium-Montmorillonit;
0,7 Teile eines organischen Verdickungsmittels;
0,4 Teile Entschäumer;
12,0 Teile Wasser;
1,7 Teile Butylglykol;
0,4 Teile Netzmittel.
19,0 Teile Polyvinylchlorid;
24,4 Teile Weichmacher auf Basis von Alkylsulfonsäureester des Phenols und Kresols;
2,0 Teile Dioctylphthalat;
8,0 Teile Phenol-Formaldehyd-Harz; 30.0 Teile Kreide;
14,0 Teile Aluminiumsilikat;
2,0 Teile Eisenoxidrot;
0,6 Teile Dimethyldioctadecylammoniumbentonit.
Die Dichtungsmasse wird mit einer Spritzpistole mit 6 mm Düse mittels einer Hochdruckförderpumpe auf ein blankes Eisenblech aufgebracht und 20 Minuten bei 130°C eingebrannt. Die Eigenschaften des Überzuges sind in der Tabelle enthalten.
Beispiel 6
Eine zum Vergleich benutzte Dichtungsmasse auf Bitumen-Kautschuk-Basis hat folgende Zusammensetzung:
IO 16,0 Teile 1,5 Teile 9,0 Teile 5,5 Teile 12,5 Teile 4,0 Teile 2,5 Teile 6,0 Teile 5,0 Teile 2,0 Teile 34,0 Teile 2,0 Teile
Gummi;
Wurzelharz;
Kreide;
Schwerspat;
Aluminiumsilikat;
Ruß;
Kolophonium;
Bitumen;
Toluol;
Methylethylketon;
Testbenzin;
Methanol.
Die Dichtungsmasse wird mittels einer Spritzpistole mit 6 mm Düsenweite mit Hilfe einer Hochdruckförder pumpe auf ein blankes, gut gereinigtes Stahlblecl aufgebracht. Der Überzug ist nach 24 Stunden an dei Luft bei Raumtemperatur getrocknet. Die Eigenschaf ten des Überzuges sind in der Tabelle enthalten.
Tabelle Beispiel
Eigenschaften der flüssigen Überzugsmasse
Flammpunkt kein
(nach Abel-Penski)
Lagerstabilität gut
Wcichmacherhnltig nein
Vcrspritzbnrkeit ja
ohne Hochdruckförderpumpe
Lufttrocknung möglich ja
Eigenschaften der getrockneten Überzüge
kein kein kein kein unter
+210C
gut gut gut begrenzt gut
nein nein nein ja nein
ja ja ja nein nein
Mindestschichtstürkc zur Erzielung eines geschlossenen Filmes (Mikron)
200
ja
200
ja
200
ja
200
nein
ja
600-900 500-1000
Trockcnfilmstürkc muximul 700 gut gut 2000 2000 2000 3000 2000
(Mikron) —*
Spritzncbclvcrtriiglichkcit mil gut gut " gut gut gut schlecht schlecht
ntichl'olgcndcn Lnckschichtcn 500 Stunden auf grundierten Blechen
Durchbluten beim Überspritzen. nein Bei einer Trockonschlchtstllrko nein nein nein nein ja
öl- und Benzinbestttndlgkolt gut *" ' ' ··.·£<*.··.* '25'6'"MIkWIf ·■ ■·...„ ... ^. " gut gut gut gut schlecht
Korrosionsbeständigkeit gegen Salznebel Bei elnor TrockenschichtsUlrkö nach ASTM B 117-57 T
250 Stunden auf blankem Blech, von 700 Mikron gut befrie befrie- un schlecht
bei einer TrockenschlchtstUrko digend dlgend genügend
von 250 Mikron
gut gut gut un befrie
genügend digend
"tf ill gut g'iT(*>" sturte*"" gui ■ -"
Unter-
wunderung
un den
Schnittkante
709 B32,
10
Fortsetzung
Beispiel
1 2
Bei einer Trockenschichtstärke von 2000 Mikron
gut
gut
gut
starke Unterwanderung an den Schnittkanten
gut

Claims (5)

Patentansprüche:
1. Verwendung einer wäßrigen Überzugsmasse auf Basis einer synthetischen Kautschuk-Dispersion aus Mischpolymerisaten ius Styrol, Butadien und einer ungesättigten Carbonsäure sowie einem Gehalt an organischen und/oder anorganischen Faserstoffen, ferner Verdickungsmitteln, Pigmenten, Füllstoffen, Netzmitteln, Entschäumern, sowie gege- !0 benenfalls Trockenstoffen zum wetterfesten Abdichten von Eisen- und Stahlaußenflächen.
2. Verwendung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Überzugsmasse anorganische Verdickungsmittel vom Typ des Magnesium- iS Montmorillonits enthält.
3. Verwendung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Überzugsmasse als anorganischen Faserstoff Asbest enthält, wobei mindestens 90 Gewichtsprozent eine Faserlänge von weniger als 0,5 mm besitzen.
4. Verwendung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Bindemittel der Überzugsmasse 60 bis 100 Gewichtsprozent der Styrol-Butadien-Mischpolymerisat-Dispersion und 45 bis 0 Gewichtsprozent einer wäßrigen Dispersion auf Basis von Acrylsäureester- oder Acrylnitril-Polymerisat, trocknenden Alkydharzen oder Epoxidharzen enthält.
5. Verwendung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Überzugsmasse zusätzlich bis zu 2 Gewichtsprozent, auf die flüssige Überzugsmasse gerechnet, an wassermischbaren Lösungsmitteln enthält.
35
DE19702065112 1969-03-19 1970-03-17 Verwendung einer waessrigen ueberzugsmasse zum wetterfesten abdichten von eisen- und stahlaussenflaechen Ceased DE2065112B2 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3618841A1 (de) * 1986-06-04 1988-03-31 Daimler Benz Ag Versiegelungsloesung fuer chromatierte zinkoberflaechen

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DE3618841A1 (de) * 1986-06-04 1988-03-31 Daimler Benz Ag Versiegelungsloesung fuer chromatierte zinkoberflaechen

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