DE206451C - - Google Patents
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- DE206451C DE206451C DENDAT206451D DE206451DA DE206451C DE 206451 C DE206451 C DE 206451C DE NDAT206451 D DENDAT206451 D DE NDAT206451D DE 206451D A DE206451D A DE 206451DA DE 206451 C DE206451 C DE 206451C
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C12—BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
- C12C—BEER; PREPARATION OF BEER BY FERMENTATION; PREPARATION OF MALT FOR MAKING BEER; PREPARATION OF HOPS FOR MAKING BEER
- C12C1/00—Preparation of malt
- C12C1/027—Germinating
- C12C1/033—Germinating in boxes or drums
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Description
&iv\aefüqi bc-z
ISERLICHES
PATENTAMT.
Cf
PATENTSCHRIFT
206451 ■-KLASSE. 6«. GRUPPE
BJARNE NISSEN in KRISTIANIA.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 26. Februar 1908 ab.
Die bekannten Malztrommeln mit zentralem, durchlochtem Röhr, durch welches dem Getreide
beim Mälzen feuchte, kalte Luft und beim Trocknen warme Luft zugeleitet wird,
werden mit dem Inhalt in langsame Um-, drehung versetzt, damit das Getreide beständig
seine Lage ändert und dadurch gleichmäßig behandelt wird.. Es ist indessen Tatsache,
daß in dieser Weise eine gleichmäßige
ίο Behandlung nicht erreichbar ist, indem z. B.
beim Trocknen diejenigen Teile der Masse, die sich am nächsten am Zentralrohr befinden
und deshalb am wenigsten ihre Lage ändern, nachweisbar schneller getrocknet werden als
15, diejenigen Teile, welche näher an dem Umfang der Trommel liegen. Der Trocknungsgrad
sinkt somit nach dem Trommelumfang zu, weil die Bewegung, die der Masse während der Umdrehung der Trommel erteilt wird,
nicht hinreichend ist, um eine gleichmäßige Behandlung herbeizuführen. Dasselbe Verhältnis
gilt beim Mälzen von Getreide und im ganzen bei jeder Trommel, in welche das einwirkende
Mittel durch ein durchlochtes, zentrales, stillstehendes oder mit der Trommel umlaufendes Rohr eingeleitet wird.
Man hat aus diesen Gründen nach Mitteln gesucht, um die Masse derart umrühren zu
können, daß die Behandlung möglichst gleichmäßig' erfolgt. .Die bisher verwendeten Mittel
zerfallen in zwei Klassen. Die erste umfaßt die Anwendung von am Zentralrohr befestigten
Vorsprüngen o. dgl., welche das Gut bis zu einem gewissen Grade umrühren, indem es
vorzugsweise durch radialgestellte Längsrippen in eine Art Umlauf versetzt wird. Bei solchen
Einrichtungen findet keine Achsialbewegung der Masse statt, und das nahe am
Zentralrohr zwischen den Rippen befindliche Gut liegt immer mehr oder weniger still.
Auch wird die Umrührwirkung nach dem Trommelumfange allmählich abnehmen. Derartige
Einrichtungen geben deshalb keine befriedigenden Ergebnisse. Die zweite Klasse umfaßt die mechanisch angetriebenen Vorrichtungen,
von denen diejenigen am vorteilhaftesten arbeiten, welche eine achsiale Beförderung
des Materials herbeiführen. Der mechanische Antrieb bildet indessen einen ernsten Übelstand, der im Brauereibetrieb
möglichst zu vermeiden ist. Einerseits macht der erforderliche, besondere Antrieb die ganze
Vorrichtung unhandlich, andererseits sind mechanisch betriebene Vorrichtungen in ihrer
Wirkung unzuverlässig. Hierzu kommt, abgesehen von der Verteuerung der Vorrichtung,
der Nachteil, daß die üblichen vielen langen Wellen innerhalb der Trommel sehr störend
wirken.
Um nun eine wirksame Umrührung zu erreichen, muß man das Gut in an sich be- :
kannter Weise in achsialer Richtung befor- :.
dem, und dies geschieht nach der vorliegenden Erfindung vermittels am Zentralrohr befestigter
Vorsprünge, welche derart schräggestellt und über dem Rohrumkreis verteilt sind, daß sie während der Umdrehung der
Trommel den jeweils nahe am Zentralrohr
befindlichen Inhalt beständig und gleichmäßig in an sich bekannter Weise in achsialer Richtung
befördern und infolge der am einen Trommelende bewirkten Anhäufung den Inhalt hier in radialer Richtung nach außen
zwingen, während am anderen Trommelende der Inhalt nach innen gesaugt wird, so. daß
das Gut bei Vermeidung aller mechanisch getriebenen Vorrichtungen in einen für die
ίο gleichmäßige Behandlung notwendigen Kreislauf
gesetzt wird.
Ein analoger Umlauf findet statt, wenn das Zentralrohr gemäß der im folgenden beschriebenen
Ausführungsform in verschiedene Abschnitte geteilt ist, wie die Zeichnung erkennen
läßt, welche die Trommel 1 im Längsschnitt und das Zentralrohr 2 in Seitenansicht
zeigt. Hiernach sind außen am Zentralrohr eine Anzahl von schräggestellten Schaufeln
befestigt, welche während der Umdrehung der Trommel und des Gutes dem nahe an dem
Zentralrohr befindlichen Gute eine Verschiebung in achsialer Richtung erteilen. Um
dieses Prinzip wirksam auszunutzen, ist die Trommel in Längsschnitte a, b, c geteilt, und
jeder derselben ist außerdem in zwei Teile zerlegt. In der linken Hälfte jedes Abschnittes
sind alle Schaufeln derart gestellt, daß sie das Gut nach rechts befördern, während
in der rechten Hälfte alle Schaufeln so gestellt sind, daß sie das Gut nach links befördern,
wie durch die Pfeile im Abschnitt a der Zeichnung angedeutet ist. In der Mitte
des Abschnittes wird somit das Gut zusammengepreßt und so hier in radialer Richtung
nach außen getrieben, während das Gut an den beiden Enden des Abschnittes angesaugt
wird und nach innen gegen das Zentralrohr wandert. Jeder Abschnitt enthält deshalb
zwei kreisende Gutschichten.
Die im Abschnitt α gezeigten Schaufeln können durch kleine schräggestellte Vorsprünge
4 ersetzt werden, wie im Abschnitt b gezeigt, und diese Vorsprünge können weiter
zu mehr oder weniger zusammenhängenden Rippen 5 vereinigt werden, welche zweckmäßig
nach Schraubenlinien verlaufen, wie im Abschnitt c angedeutet.
Die Erfindung kann natürlich ihre Anwendung nicht nur im Brauereibetriebe finden,
sondern überall, wo körnige Materialien einer Behandlung in Trommeln unterworfen werden,
in welche das einwirkende Mittel durch ein zentrales, durchlochtes Rohr eingeleitet wird.
Claims (3)
1. Trommel mit durchlochtem, stillstehendem oder umlaufendem, außen mit
Vorsprüngen o. dgl. versehenem Zentralrohr, durch welches das zur Behandlung des in der Trommel befindlichen Gutes,
insbesondere Malzgetreides, dienende Mittel, insbesondere Luft, eingeleitet wird, dadurch
gekennzeichnet, daß die außen am Zentralrohr befestigten Schaufeln oder Vorsprünge
derart schräggestellt und über dem Rohrumkreis verteilt sind, daß sie während der Umdrehung der Trommel den
jeweils nahe am Zentralrohr befindlichen Inhalt beständig und gleichmäßig in an sich
bekannter Weise in achsialer Richtung befördern und ihn infolge der an einem
Trommelende bewirkten Anhäufung hier in radialer Richtung nach außen zwingen, während am anderen Trommelende der
Inhalt nach innen gefördert wird, so daß das Gut in einen für die gleichmäßige Behandlung notwendigen Kreislauf versetzt
wird. .
2. Ausführungsform der Trommel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Trommel aus einem oder mehreren Längsabschnitten besteht, worin die außen am
Zentralrohr befestigten Schaufeln oder Vorsprünge derart gestellt sind, daß in jedem
Abschnitt die in der linken Hälfte befindlichen Schaufeln o. dgl. das Gut nach
rechts und die in der rechten Hälfte befindlichen Schaufeln das Gut nach links befördern, so daß die in der Mitte jedes
Abschnittes zusammentreffenden ■ Ströme des Gutes in radialer Richtung nach außen
getrieben werden, während das Gut an den beiden Enden des Abschnittes nach innen
gegen das Zentralrohr wandert.
3. Ausführungsform der Trommel nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die außen am Zentralrohr befestigten Vorsprünge in jeder Hälfte jedes Abschnittes zu mehr oder weniger zusammenhängenden
Rippen (5) vereinigt sind, welche zweckmäßig nach Schraubenlinien verlaufen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE206451C true DE206451C (de) |
Family
ID=468618
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT206451D Active DE206451C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE206451C (de) |
-
0
- DE DENDAT206451D patent/DE206451C/de active Active
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