DE2045265C2 - Verfahren zur Vorbehandlung von elektrophoretisch mit Email zu beschichtenden Stahlteilen - Google Patents
Verfahren zur Vorbehandlung von elektrophoretisch mit Email zu beschichtenden StahlteilenInfo
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Classifications
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Vorbehandlung von elektrophoretisch mit Email zu beschichtenden
Stahlteilen.
Bei bekannten Verfahren tritt der Nachteil auf, daß eine einwandfreie Weißemaillierung nicht möglich
ist, da durch die anodische Polung des Werkstückes Ni und Fe oxydiert. Dadurch tritt eine Verfärbung
des abgeschiedenen Emails auf. Außerdem verfärbt sich nach dem Durchsatz von mehreren
Teilen durch diese Oxydation der im Behälter vorhandene Schlicker, und es erfolgt eine Braun- oder
Gelbfärbung.
Ein weiterer Nachteil ist, daß ein Teil des für die Emailhaftung benötigten Ni für die Haftungsreaktion
verlcengeht.
Aus der britischen Patentschrift 818 264 und aus der USA.-Patentschrift 2 056 399 ist es bekannt,
auf Zinkzwischenschichten Emaillierungen aufzubringen. Bei den in diesen Schriften beschriebenen
Emaillierungen handelt es sich jedoch offensichtlich um das übliche Auftragen des Emails durch Aufspritzen.
Dabei kommen die zu emaillierenden Stahlteile nur mit dem jeweils aufgespritzten Email in Berührung.
Die Verunreinigung eines Tauchbades mit Ni- oder Fe-Oxiden kann also nicht eintreten.
Die Aufgabe der Erfindung ist, die beim elektrophoretischen Beschichten von Stahlteilen mit Email
bekannten Nachteile zu vermeiden und ein Verfahren zur Vorbehandlung von elektrophoretisch mit
Email zu beschichtenden Stahlteilen zu offenbaren, bei welchem das abgeschiedene Email und der im
Beschichtungsbehälter befindliche Schlicker auch nach längerem Gebrauch sich farblich nicht verändert.
Zu diesem Zweck ist die Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß die Stahlteile vor dem elektrophoretischen
Beschichten mit Email und nach den üblichen Vorbehandlungen, wie Entfetten, Beizen,
Vernickeln, mit einem Zink-Überzug von 0,3 bis 5 g/m2 Oberfläche versehen werden.
Durch diese Maßnahme wird erreicht, daß bei der anodischen Polung des Werkstückes Ni und Fe nicht
oxydiert. Das abgeschiedene Email und der in dem Beschichtungsbehälter befindliche Schlicker kann
deshalb auch nicht verfärbt werden.
Befindet sich ausreichend Zink auf der Stahloberfläche, so wird dieses an Stelle des Eisens und des
Nickels oxydiert. Das entstehende Zinkoxid bzw. Zinkhjdroxid ist jedoch weiß und führt deshalb zu
keiner farblichen Veränderung.
Durch den relativ hohen Elektrolytanteil des
ίο Schlickers kommt es sowohl an der Kathode wie an
dem Werkstück (Anode) zu Gasreaktionen. Die entweichenden Gase bewirken sehr oft Blasen in der abgeschiedenen
Schicht oder lösen diese teilweise wieder auf. Durch die Zinkschicht auf ύκχ Stahloberfläche
lassen sich diese Gasreaktionen so weit unterdrücken, daß Blasen in der abgeschiedenen Schicht
oder abgelöste Emailschichten nicht mehr entstehen. Bei den bisher bekannten elektrophoretischen
Emaillierverfahren mußten die Variablen des Schlickers wie spezifisches Gewicht, Temperatur,
Leitfähigkeit, Mühlenzusätze u. dgl. in sehr engen Grenzen gehalten werden. Durch die dazwischengeschaltete
Zinkschicht können die Variablen des Schlickers in weiten Grenzen verändert werden.
Da bei den verzinkten Stahlteilen während der elektrophoretischen Beschichtung keine nennenswerten
Gasreaktionen auftreten, kann durch erhöhten Elektrolyt-Zusatz die Leitfähigkeit des
Schlickers erhöht werden. Durch die Erhöhung der Leitfähigkeit verbessert sich die Streuung und damit
lassen sich profilierte Teile besser emaillieren.
Durch die bessere Streuung wird außerdem eine bessere Schichtdickenregulierung bei profilierten Teilen
erreicht. Übermäßige Emailanhäufungen an exponierten Stellen werden vermieden. Faradaysche Kräfte
haben nicht mehr die Wirkung wie bei unverzinkten Stahiteilen.
Ein weiterer Vorteil ist, daß die elektrophoretisch aufgebrachte Beschichtung besser auf den Stahiteilen
haftet. Ein Abrutschen der Beschichtung tritt bei der Spülung nach der elektrophoretischen Beschichtung
bzw. direkt nach der elektrophoretischen Beschichtung nicht mehr ein.
Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren wird die Stahloberfläche bzw. die vernickel·« Stahloberfläche
durch die zusätzlich aufgebrachte Zinkschicht abgedeckt.
Die Stärke der aufgebrachten Metallschicht hängt von dem Abscheidungsäquivalent des Schlickers und
der geforderten Emailschichtdicke ab. Die aufgebrachte Metallschicht darf jedoch auch nicht zu dick
sein, da sich sonst eine zu schlechte Emailhaftung •ergibt. Bei einer Beschichtung mit einer Zinkauflage
von 0,3 bis 5 g/m2 Oberfläche hat sich als günstig
erwiesen, wenn ein Titan-Weißemail in einer Schichtdicke von etwa 0,12 mm anschließend elektrophoretisch aufgebracht wird.
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Vorbehandlung von elektrophoretisch mit Email zu beschichtenden Stahlteilen, dadurch gekennzeichnet, daß die Stahlteile vor dem elektrophoretischen Beschichten mit Email und nach den üblichen Vorbehandlungen, wie Entfetten, Beizen, Vernickeln mit einem Zink-Überzug von 0,3 bis 5 g/m2 Oberflache versehen werden.
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