DE1621399C - Verfahren zur Vorbehandlung von Stahlteilen, die elektrophore tisch mit Email beschichtet werden sollen - Google Patents
Verfahren zur Vorbehandlung von Stahlteilen, die elektrophore tisch mit Email beschichtet werden sollenInfo
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Description
Es ist bekannt, beim Einschichtemaillieren nach geeignetem Beizen Nickel auf Eisen oder Stahl aufzubringen,
um eine ausreichende Haftung zu erreichen. Solche Emaillierungen von entsprechend vorbehandelten
Eisen- oder Stahlgegenständen nach dem Tauch-, Ablauf- oder Spritzverfahren werden z. B. im
»Industrieanzeiger«, Nr. 15, 1961, Seite 25 und in den deutschen Patentschriften 92 024, 1017 876 und
347496 beschrieben. In der deutschen Patentschrift 609 165 wird vorgeschlagen, die entsprechend vorbehandelten
Eisengegenstände durch Eisen/Nickelbzw. Eisen/Kobalt-Legierungen zu ersetzen.
Derartig vorbehandelte Bleche wurden aber nicht für die elektrophoretische Tauchemaillierung verwendet.
Wenn man sie bei der elektrophoretischen Emaillierung einsetzt, erhält man zwar eine hinreichende
Haftung, jedoch entspricht die Güte der Emailschichten nicht den an sie gestellten technischen Ansprüchen.
Die durch Elektrophorese aufgebrachte Emailschicht ist wellig und voller Gasporen, die durch den
bei der anodischen Reaktion entstehenden Sauerstoff verursacht werden.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Vorbehandlung von elektrophoretisch mit Email zu
beschichtenden Stahlteilen, das dadurch gekennzeichnet ist, daß auf den Stahlteilen eine dünne Kobaltschicht
abgeschieden wird.
Die Kobaltschicht, die vor der elektrophoretischen Emaillierung aufgebracht wird, liefert vollkommen
glatte und gut haftende Emailschichten. Die bei der elektrophoretischen Tauchemaillierung auftretende
anodische Sauerstoffentwicklung wird vermindert, so
ίο daß bei dem elektrophoretischen Emailauftrag höhere
Spannungen angewendet werden können.
Damit die eingebrannte Emailschicht gut haftet, darf die Kobaltschicht nicht zu dick sein, um die für
den Haftmechanismus notwendige Verbindung von Email und Eisen herzustellen. Im Gegensatz zum Nikkei
ist es von untergeordneter Bedeutung, ob solche Kobaltschichten elektrolytisch oder chemisch aufgebracht
sind. Während für die galvanische Abscheidung von Kobalt im allgemeinen bekannte Elektrolyte
geeignet sind, haben sich für die chemische Kobaltierung speziell alkalische Badansätze bewährt, wie sie
von A. Brenner und C. Riddell in »Proc. of AES«, Seite 156 ff, 1947 beschrieben werden.
Das überraschend gute Ergebnis, das bei der elektrophoretischen
Emaillierung auf einer dünnen Kobaltschicht erzielt wurde, wird darauf zurückgeführt,
daß sich bei Kobalt — im Gegensatz zu Nickel — bei der aus der angelegten Spannung und der Leitfähigkeit
des Emailschlickers resultierenden Stromdichte ein weniger positives Potential ausbildet. Diese Annahme
konnte durch Aufnahme von Stromdichtepotentialkurven
von anodisch-geschaltetem Nickel und Kobalt in abgefiltertem Schlickerwasser, in dem weitgehend
eine störende Feststoffabscheidung unterbunden wurde, bestätigt werden. Das Polarisationspotential
von Nickel liegt bei etwa +1450 mV, dagegen das von Kobalt bei etwa +450 mV.
Claims (2)
1. Verfahren zur Vorbehandlung von elektrophoretisch mit Email zu beschichtenden Stahlteilen,
dadurch gekennzeichnet, daß auf den Stahlteilen eine dünne Kobaltschicht abgeschieden
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf den Stahlteilen eine Kobaltschicht
einer Dicke unter 1 μ abgeschieden wird.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB0094701 | 1967-09-28 | ||
| DEB0094701 | 1967-09-28 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1621399A1 DE1621399A1 (de) | 1971-06-03 |
| DE1621399B2 DE1621399B2 (de) | 1972-09-28 |
| DE1621399C true DE1621399C (de) | 1973-04-26 |
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