DE2033940C - Vorschubvorrichtung für Bandmaterial - Google Patents

Vorschubvorrichtung für Bandmaterial

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DE2033940C
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Otto 8959 Halbblech-Füssen Bihler
Original Assignee
Otto Bihler KG, 8959 Trauchgau
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Description

Die Erfindung betrifft eine Vorschubvorrichtung für Bandmaterial, die beispielsweise in Draht- oder Bandbiegemaschinen verwendbar ist, mit einem auf einer Schlittenführung verschiebbaren Schlitten, der mit steuerbaren Zangenelementen versehen ist, mit einem angetriebenen Exzenter, welcher den Schlitten über ein Exzentergestänge vor- und zurückschiebt, und mit einer an dem Exzenter vorgesehenen Kurvenscheibe, welche die Zangenelemente an dem Schlitten über ein Steuergestänge so steuert, daß sie das Bandmaterial in der einen Schubrichtung des Schlittens erfassen und mitziehen und in der anderen Schubrichtung freigeben.
Es ist eine Vorrichtung dieser Art bekannt, bei
welcher ebenfalls die Rotationsbewegung einer Exzenterscheibe in eine Translationsbewegung des Schlittens umgesetzt wird. Die Rotationsbewegung der Exzenterscheibe wird mit einem Pleuel entweder direkt oder mit einem dazwischengeschalteten Hebel auf den Schlitten als Translationsbewegung übertragen. Auf dem Schlitten sind Zangenelemente angebracht, welche das Material beim Einziehen klemmen. Die Betätigung des einen Zangenelements auf dem Schlitten erfolgt dadurch, daß das Zangenelement mit einer Rolle versehen ist, die entsprechend dem Schlittenweg an einer Wippe abrollt Diese Wippe wird ihrerseits über einen Winkelhebel gesteuert, der eine Kurvenscheibe abtastet, die synchron mit der Exzenterscheibe umläuft. Wenn die Zangenelemente das Bandmaterial erfassen sollen, so übt die Wippe einen Druck auf die Rolle aus. Dieser Druck wird von den Zangenelementen auf den Schlitten und damit auch auf die Schlittenführung übertragen. Die Schlittenführung wird dadurch in unerwünschter Weise belastet und einer Abnutzung unterworfen.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorschubvorrichtung für Bandmaterial der eingangs beschriebenen Art so zu gestalten, daß eine Belastung der Schlittenführung durch das Betätigen der Zangenelemente, wie sie bei der bekannten Vorrichtung auftritt, weitestgehend vermieden wird.
Die Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Exzentergestänge eine gerade, hohle Pleuelstange ist, welche direkt von dem Exzenter zu dem Schlitten führt, und daß das Steuergestänge eine in der hohlen Pleuelstange verschiebbare Steuerstange ist, welche mit ihrem schlittenseitigen Ende auf die Zangenelemente einwirkt.
In dem Bestreben, die Belastung der Schlittenführung möglichst gering zu halten, kann weiterhin die Anordnung so gewählt werden, daß die Verbindungslinie zwischen der Anlenkachse der Pleuelstange an dem Exzenter und der Anlenkachse der Pleuelstange an dem Schlitten, in den Totpunktstellungen des Systems Exzenter—Pleuelstange betrachtet, parallel zur Führungsrichtung des Schlittens ist.
Um eine möglichst reibungslose Übertragung der Steuerkraft von der Kurvenscheibe auf die Zangenelemente zu gewährleisten, ist es zweckmäßig, die Steuerstange an ihrem kurvenscheibenseitigen Ende mit einer auf der Kurvenkante der Kurvenscheibe laufenden Abnahmerolle zu versehen. Die Rückstellung der Steuerstange kann durch Andrückmittel bewirkt werden, welche die Steuerstange mit der Abnahmeroüe gegen die Kurvenscheibe vorspannen.
Nach einer wegen ihrer Einfachheit bevorzugten Ausführungsform ist im Falle der Anordnung eines schlittenfesten Zangenelements und eines gegenüber diesem durch das Steuergestänge bewegten Zangenelements an dem Schlitten die Steuerung des bewegten Zangenelements durch die Steuerstange in der Weise bewerkstelligt, daß am schlittenseitigen Ende der Steuerstange ein gegenüber dem Schlitten verschiebbarer Block mit einer schiefen Ebene befestigt ist, die über eine Kugel auf das bewegte Zangenelement einwirkt.
Ein AusfUhrungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend an Hand der Zeichnungen beschrieben.
Es zeigt
Fig. 1 eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorschubvorrichtung in Draufsicht,
F i g. 2 einen Schnitt durch die F i g. 1 dargestellte Vorschubvorrichtung.
Die in den Fig. 1 und 2 dargestellte Vorschubvorrichtung weist eine Exzenterscheibe 12 auf, die «on einem nicht dargestellten Antrieb über eine Exzenterwelle 16 angetrieben wird. Auf der Exzenterscheibe 12 ist eine Schieberführung 15 befestigt, die mittels einer Schwenkjustieranordnung 36,35 in geringem Maße gegenüber der Exzenterscheibe 12 verschwenkt werden kann. In der Schieberführung 15 ist ein Schieber 40 verschiebbar gelagert. Die Verschiebung des Schiebers 40 in der Schieberführung 15 kann mit Hilfe einer Spindel 17 vorgenommen werden. Der Schieber 40 trägt einen Kurbelzapfen 18, auf dem ein Zapfentisch 9 unter Zwischenschaltung eines Gummipuffers 10 gelagert ist. In dem Zapfentisch 9 ist eine hohle, gerade Pleuelstange 29 eingeschraubt. Mit dem Kurbelzapfen 18 ist ferner ein Kurvenscheibenträger 21 fest verbunden, welcher eine Kurvenscheibe 23 trägt. Der Kurvenrand der ao Kurvenscheibe 23 wird von einer Abnahmerolle 24 abgetastet, welche in einem Gabelkopf 37 sitzt. Der Gabelkopf 37 ist auf dem Zapfentisch 9 verschieblich gelagert. Mit dem Gabelkopf 37 ist das eine Ende einer Steuerstange 28 verbunden, welche sich durch as die hohle Pleuelstange 29 erstreckt. Die Steuerstange 28 ist gegenüber der Pleuelstange 29 verschiebbar. Eine Druckfeder 27 stützt sich gegen den Zapfentisch 9 ab und drückt den Gabelkopf 37 mit der Steuerstange 28 und der Abnahmerolle 24 gegen die 3c Kurvenscheibe 23.
Die Pleuelstange 29 dient zur Verschiebung eines auf zwei Führungsschienen 41, 42 laufenden Schlittens 1. Die Pleuelstange 29 ist dazu in ein Schwenkteil 6 eingeschraubt, welches einen Drehzapfen 11 aufweist, der an dem Schlitten 1 drehbar gelagert ist. Der Schlitten weist ein fest mit ihm verbundenes erstes Zangenelement 38 und ein als einarmiger Hebel ausgebildetes zweites Zangenelement 32 auf. Auf das freie Ende des zweiten Zangenelementes 32 drückt eine Blattfeder 30 derart, daß sie das zweite Zangenelement 32 von dem ersten Zangenelement 38 wegzubewegen sucht. Das erste Zangenelement 38 und das zweite Zangenelement 32 schließen zwischen sich einen Zangenspalt 2 ein, durch den das Bandmaterial geführt wird. An der Unterseite des zweiten Zangenelements 32 ist eine kartenförmige Ausnehmung 39 vorgesehen, in der eine Kugel 31 lagert. Ferner ist an dem Schlitten eine Kugelmaske 33 mit einem Loch 5 vorgesehen, welche dafür sorgt, daß die Kugel nicht aus der kalottenförmigen Ausnehmung 39 in das zweite Zangenelement 32 rutscht. Auf dem Schwenkteil 6 ist ein Block 4 mit einer cchiefen Ebene verschiebbar gelageit. Der Block 6 ist feet mit der Steuerstange 28 verbunden. Die Kugel 31 liegt auf der schiefen Ebene des Blockes 4 auf und schwenkt das zweite Zangenelement 32 gegen das erste Zangenelement 38, wenn sich die Steuerstange 28 nach links bewegt. Dadurch wird das durch das Zangenelement 2 laufende Bandmaterial von dem ersten Zangenelement 38 und von dem zweiten Zangenelement 32 festgeklemmt.
Die Funktion der Vorschubvorrichtung ist wie folgt: Die Exzenterscheibe 12 bewegt den Schlitten 1 über die Pleuelstange 29 hin und her. Die mit dem Kurbelzapfen 18 fest verbundene Kurvenscheibe 23 besteht aus zwei Halbkreisbereichen, wobei der Radius des einen Halbkreises größer ist als der Radius des anderen Halbkreises. Bei der Vorwärtsbewegung des Schlittens 1 (Verschiebung nach links) ist der Kurvenscheiben-Halbkreisbereich mit dem größeren Radius wirksam. Die Steuerstange 28 ist dadurch nach links verschoben. Die Kugel 31 befindet sich im oberen Bereich der schiefen Ebene des Blockes 4 und drückt das zweite Zangenelement 32 gegen das erste Zangenelemenl 38. Dadurch wird das Bandmaterial bei der Vorwärtsbewegung des Schlittens 1 in das Zangenelement 2 eingeklemmt und mitgezogen. Bei der Rückwärtsbewegung des Schlittens 1 (Bewegung nach rechte) ist der Kurvenscheiben-Halbkreisbereich mit dem geringeren Radius wirksam. Die Steuerstange 28 ist nunmehr durch die Druckfeder 27 und durch die Blattfeder 30 in ihre rechte Endposition gedrückt. Dabei befindet sich die Kugel 31 in dem unteren Bereich der schiefen Ebene des Blokkes4. Die Blattfeder 30 drückt das zweite Zangenelement 32 von dem ersten Zangenelement 38 weg, so daß d?s Bandmaterial frei durch den Zangenspalt 2 laufen kann.
Der Vorteil der Vorschubvorrichtung liegt auf der Hand. Eine Belastung der Führungsschienen 41 und 42 durch die Steuerstange 28 kann nicht auftreten. Dadurch kann auch keine Abnützung der Führungsschienen 41, 42 auftreten.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Vorschubvorrichtung für Bandmaterial, die beispielsweise in Draht- oder Bandbiegemaschinen verwendbar ist, mit einem auf einer Schlittenführung verschiebbaren Schlitten, der mit steuerbaren Zangenelementen versehen ist, mit einem angetriebenen Exzenter, welcher den Schlitten über ein Exzentergestänge vor- und zurückschiebt, und mit einer an dem Exzenter vorgesehenen Kurvenscheibe, welche die Zangenelemente an dem Schlitten über ein Steuergestänge so steuert, daß sie das Bandmaterial in der einen Schubrichtung des Schlittens erfassen und mitziehen und in der anderen Schubrichtung freigeben, dadurch gekennzeichnet, daß das Exzentergestänge eine gerade, hohle Pleuelstange (29) ist, welche direkt von dem Exzenter (12) zu dem Schlitten führt, und daß das Steuer- »0 gestänge eine in der hohlen Pleuelstange (29) verschiebbare Steuerstange (28) ist, welche mit ihrem schlittenseitigen Ende auf die Zangenelemente (32, 38) einwirkt.
2. Vorschubvorrichtung nach Anspruch 1, da- as durch gekennzeichnet, daß die Verbindungslinie zwischen der Anlenkachse der Pleuelstange (29) an dem Exzenter (12) und der Anlenkachse der Pleuelstange (29) an dem Schlitten (1), in den Totpunktstellungen des Systems Exzenter—Pleuelstange betrachtet, parallel zur Führungsrichtung des Schlittens (1) ist.
3. Vorschubvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerstange (28) an ihrem kurvenscheibenseitigen Ende mit einer auf der Kurvenkante der Kurvenscheibe (23) laufenden Abnahmerolle (24) versehen ist, und daß Andrückmittel vorgesehen sind, welche die Steuerstange mit der Abnahmerolle (24) gegen die Kurvenscheibe (23) drücken.
4. Vorschubvorrichtung mit einem schlittenfesten Zangenelement und einem gegenüber diesem durch das Steuergestänge bewegten Zangenelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am schlittenseitigen Ende der Steuerstange (28) ein gegenüber dem Schlitten (1) verschiebbarer Block (4) mit einer schiefen Ebene befestigt ist, die über eine Kugel (31) auf das bewegte Zangenelement (32) einwirkt.
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