DE201889C - - Google Patents

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DE201889C
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water
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21DSHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
    • E21D1/00Sinking shafts
    • E21D1/10Preparation of the ground
    • E21D1/12Preparation of the ground by freezing

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Underground Structures, Protecting, Testing And Restoring Foundations (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-JVI 201889/-KLASSE 5 c. GRUPPE
FRIEDRICH ZISSELER in HANNOVER.
Verfahren zur Abteufung von Schächten. Patentiert im Deutschen Reiche vom 18. August 1906 ab.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet . ein Verfahren zum Abteufen von Schächten in schwimmendem Gebirge mittels des Gefrierverfahrens, und zwar besteht das Wesen der Erfindung darin, daß unter dem Schütze einer Frostwarid, die in bekannter Weise bis unter den tiefsten Punkt der wasserführenden Schicht hergestellt ist, die geraden Gefrierrohre innerhalb dieser Schicht
ίο durch nach außen abgekröpfte Rohrstücke absatzweise ersetzt werden, um die Frostmauer allmählich nach dem Gebirge hin zu verstärken und den Schacht ohne Einschränkung seiner Lichtweite weiterteufen zu können.
In der beiliegenden Zeichnung ist das vorliegende Verfahren beim Weiterteufen eines ersoffenen Schachtes, und zwar in den einzelnen Arbeitsabschnitten in Fig. 1 bis 4 in senkrechten Schnitten und in Fig. ia bis 4 a in zugehörigen wagerechten Schnitten durch den Schacht veranschaulicht. Mit A ist der fertig bis auf die wasserführende Schicht w w abgeteufte Schacht bezeichnet, in den das Wasser bis zur Linie B C (Fig. 1) eingedrungen ist.
Zunächst werden Bohrröhren r (Fig. 1 und Fig. ι a) innerhalb des Schachtes A so tief eingetrieben, daß sie bis unter die tiefste Stelle der wasserführenden Schicht hinabreichen, und darauf die Gefrierrohre in sie eingeführt.
Dann wird mittels des gewöhnlichen Gefrierverfahrens um diese Gefrierrohre herum eine Frostwand D in bekannter Weise gebildet, die von dem Wasserspiegel bis unter die wasserführende Schicht hinunterreicht (Fig. 2).
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Nach Fertigstellung dieser Frostwand sind die Wasseradern abgeschnitten und kann das über der Schachtsohle stehende Wasser nun entfernt werden.
Jetzt werden an den Stellen α (Fig. 2 und 2 a) senkrechte Schlitze von etwa 0,60 m Breite und 1,5 m Höhe in die Frostwand D vorgetrieben. Ist hierdurch ein Gefrierrohr freigelegt, so wird es in etwa 1,5 m Länge herausgenommen, und nun schleunigst der Schlitz um eine Öffnung F (Fig. 2 a) von etwa 0,30 m Breite und 0,30 m Tiefe nach außen erweitert. Dann wird ein bereitgehaltenes gekröpftes, etwa 30 cm nach außen ausladendes Rohrstück E (Fig. 3) an Stelle des herausgenommenen geraden Stückes in das Gefrierrohr eingeschaltet und der schmale Schlitz F mit Erde oder Eis wieder zugestampft.
Nachdem dies geschehen ist, wird die kälteführende Flüssigkeit wieder in das Gefrierrohr eingelassen.
Nach Einschaltung der Röhrenverkröpfung bei α wird dasselbe Verfahren bei b (Fig. 2 a) und hiernach bei c (Fig. 3 a) durchgeführt.
Sobald sich nun die Frostwand rings um den Schacht um- die angegebenen 30 cm verstärkt hat, wird entweder mit dem Einbauen der Schachtringe vorgegangen, oder, falls die Frostwand noch nicht stark genug erscheinen sollte, wird das oben beschriebene Verfahren wiederholt, indem die Schlitze in der bereits verstärkten Frostwand noch weiter vorgetrieben und darauf weiter ausladende, verkröpfte Rohrstücke eingeschaltet werden.
Aus der Frostmauer, beispielsweise bei a (Fig. 2 a), wird nun ein Wandteil von einer
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solchen Größe und Form herausgehauen, daß der einzusetzende Tübbing gerade Raum genug hat. Sodann wird das an. dieser Stelle liegende verkröpfte Rohr herausgenommen und der entstandene Schlitz wieder mit Erde zugestampft. Sollte das Herausnehmen des ganzen verkröpften Rohrstückes des Frostes wegen zu umständlich sein, so kann man die Bogenteile herausschneiden; das zwischen
ίο beiden Abbiegungen liegende Stück des verkröpften Rohrteiles bleibt dann in der Frostwand stecken, wird unten mit einem Pfropfen verschlossen und mit Zement ausgegossen.
Nach Beseitigung des verkröpften Rohres wird der erste Tübbing eingesetzt und der Spielraum zwischen Tübbing und Schachtwand mit feuchter Erde zugestampft, so daß er sofort wieder durch den Frost geschlossen wird. Hierauf wird wieder ein gerades Rohrstück in das Gefrierrohr eingeschaltet und die Kälteflüssigkeit von neuem eingeführt. Der Tübbing ist jetzt rings von Kälte so umschlossen, daß ein Auftauen der Frostwand hinter demselben nicht stattfinden kann.
In gleicher Weise wird der benachbarte Tübbing eingesetzt. Sobald dies geschehen ist, kann unter dem ersten Tübbing das beschriebene Schlitzverfahren wieder beginnen, um das Einsetzen der zweiten Tübbingreihe vorzubereiten. Ist der zweite oder dritte. Tübbing eingesetzt, so kann der erste Tübbing — und später können einige der folgenden — durch starkes Holz gegen die Scha'chtvvand abgesteift werden, um einem etwa auftretenden Wasserdruck zu begegnen. ~
Durch dieses Verfahren wird in verhältnismäßig kurzer Zeit der erste Schachtring geschlossen. Zu gleicher Zeit ist mit dem Einschalten der verkröpften Rohrstücke auf anderthalb Meter Tiefe unter dem fertiggestellten Schachtring so weit vorgegangen, daß auch hier mit dem Einsetzen der Tübbinge begonnen werden kann. Es reiht sich so ein Schachtring von 1 m Höhe an den anderen, bis die wasserführende Schicht durchteuft ist.
Das Verfahren kann naturgemäß auch bei solchen Schächten mit Vorteil angewendet werden, die durch Wasserandrang gefährdet erscheinen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Abteufung von Schächten, dadurch gekennzeichnet, daß unter dem Schutz einer in bekannter Weise bis unter den tiefsten Punkt der wasserführenden Schicht hergestellten Frostwand die geraden Gefrierrohre in Schlitzen der Frostwand innerhalb dieser Schicht durch nach außen abgekröpfte Rohrstücke in mehreren Arbeitsabschnitten absatzweise ersetzt werden.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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