DE201853C - - Google Patents

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DE201853C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B4/00Electrothermal treatment of ores or metallurgical products for obtaining metals or alloys
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B4/00Electrothermal treatment of ores or metallurgical products for obtaining metals or alloys
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Description

KAISERLICHES Λ
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 40 c. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 16. Mai 1907 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Behandlung von Erzen und ähnlichen Stoffen, um die wertvollen Bestandteile aus ihnen herauszuziehen und Nebenprodukte zu gewinnen und besteht darin, daß die komplexen Mineralien der Wirkung von Hitze und chemischen Reagenzien in verschiedenen Stufen unterworfen werden, und zwar so, daß das Erz selbsttätig in dieneben- oderuntereinander anschließend angeordneten Kammern eines elektrischen Ofens eintritt, in denen die einzelnen Operationen ausgeführt werden; der Zweck ist, die verschiedenen Operationen getrennt voneinander, aber unmittelbar hinter einander durchzuführen und so die jeweiligen Produkte für sich und rein zu gewinnen.
Um bisher die einzelnen Bestandteile für sich und rein zu gewinnen, war es erforderlich, das Erzgut durch eine Anzahl verschiedener Vorrichtungen hindurchzuführen, von denen jede ein besonderes Verfahren zu erfüllen hatte. Das gesamte Verfahren war aber ungenügend und zeitraubend. So verursacht z. B. die Überführung der Erze von einem Apparat zum nächsten häufig einen Wechsel in der physikalischen oder chemischen Beschaffenheit des Gutes und bildet eine Unterbrechung im Gange des Verfahrens, was wiederum 'zu Verlusten an Material an elektrischer Energie oder an chemischen Reagenzien führt. Wenn auch hierbei gute Ausbeute erzielt wird, so wird dafür an Zeit verloren, und man hat es daher bei vielen Erzen als vorteilhaft angesehen, nur die wertvollsten Metalle herauszuziehen, den Rückstand aber verloren zu geben.
Gemäß der Erfindung unterwirft man nun die Erze nacheinander in einem Ofen eier Wirkung» einer Anzahl von elektrischen Lichtbogen, die jeder für sich eine unabhängige Regelung der Hitze in jeder Stufe des Ofens zulassen, während man gleichzeitig auf die Erze, wenn notwendig, die passenden Reagenzien einwirken lassen und die jeweiligen flüchtigen Erzeugnisse getrennt voneinander abziehen kann.
Zu diesem Zwecke wird um jedes Bogen licht herum eine Kammer angeordnet und die verschiedenen Kammern werden miteinander derart in Verbindung gebracht, daß jede ihren Inhalt an die nächst folgende abgibt.
Die leichtestflüchtigen Metalle oder Elemente der Erze werden schon in der ersten Kammer verdampft und abgezogen, während der Rückstand allmählich in die nächste Kammer übergeht, wo auf ihn, wenn es notwendig, chemische Reagenzien und weitere elektrische Erhitzung wirken, wodurch weitere sublimierbare Bestandteile entfernt werden. Dies wird in aufeinanderfolgenden Kammern wiederholt, bis schließlich alle so gewinnbaren Bestandteile gewonnen sind. Es kann dazwischen, wenn erforderlich, ein passendes Reagenz eingeführt werden, um die Gewinnung des betreffenden Bestandteils zu erleichtern.
Beispielsweise soll die Verarbeitung eines Kobalterzes nach dem Verfahren beschrieben werden: Das Kobalterz, das eine Verbindung
von Schwefel; Arsenik, Silber, Nickel, Kobalt, Magnesium, Aluminium, Silikaten und Kalk darstellt, wird in den Ofen eingebracht, in dessen oberster Kammer die Temperatur ungefahr bis 15000 C. gebracht wird, um den Schwefel zu sublimieren, der mittels eines Vakuumexhaustors aus der Kammer entfernt werden kann. In der nächsten Kammer wird der Rückstand des Erzes einer erhöhten Temperatur, ungefähr 200er C, unterworfen, um Arsenik zu sublimieren, das in bekannter Weise gewonnen werden kann.
In der dritten Kammer wird der Rückstand bis zu 25000 C .erhitzt und der Wirkung von Dampf und Salzwasser oder der Lösung eines anderen Chlorids unterworfen,
, . wodurch sich Silberchlorid bildet, das kondensiert und auf irgendeine bekannte Weise auf Silber verarbeitet wird.
In der letzten Kammer wird die Temperatur bis auf 30000 C. gebracht, wobei Nickel und' Kobalt zusammen verdampfen, die später voneinander getrennt werden können.
Die in den Rückstand des Erzes enthaltenen Bestandteile, welche aus Verbindungen des Magnesiums, Aluminiums, Calciums und Silikaten bestehen, sind gewöhnlich von zu geringem Werte, um ihre Gewinnung nutzbringend zu machen, und werden daher als Schlacke abgeführt. .

Claims (1)

  1. Patent-Anspeuch:
    Verfahren zur elektrometallurgischen Verarbeitung von Erzen, dadurch gekennzeichnet, daß man die Erze zur getrennten Gewinnung ihrer Einzelbestandteile nacheinander in aneinander anschließenden Räumen verschieden hohen regelbaren Temperaturen aussetzt. .
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