DE201853C - - Google Patents
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Description
KAISERLICHES Λ
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 40 c. GRUPPE
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Behandlung von Erzen und ähnlichen
Stoffen, um die wertvollen Bestandteile aus ihnen herauszuziehen und Nebenprodukte
zu gewinnen und besteht darin, daß die komplexen Mineralien der Wirkung von Hitze
und chemischen Reagenzien in verschiedenen Stufen unterworfen werden, und zwar so, daß
das Erz selbsttätig in dieneben- oderuntereinander
anschließend angeordneten Kammern eines elektrischen Ofens eintritt, in denen die einzelnen
Operationen ausgeführt werden; der Zweck ist, die verschiedenen Operationen getrennt
voneinander, aber unmittelbar hinter einander durchzuführen und so die jeweiligen
Produkte für sich und rein zu gewinnen.
Um bisher die einzelnen Bestandteile für sich und rein zu gewinnen, war es erforderlich,
das Erzgut durch eine Anzahl verschiedener Vorrichtungen hindurchzuführen, von
denen jede ein besonderes Verfahren zu erfüllen hatte. Das gesamte Verfahren war
aber ungenügend und zeitraubend. So verursacht z. B. die Überführung der Erze von
einem Apparat zum nächsten häufig einen Wechsel in der physikalischen oder chemischen
Beschaffenheit des Gutes und bildet eine Unterbrechung im Gange des Verfahrens, was wiederum 'zu Verlusten an Material an
elektrischer Energie oder an chemischen Reagenzien führt. Wenn auch hierbei gute Ausbeute
erzielt wird, so wird dafür an Zeit verloren, und man hat es daher bei vielen Erzen
als vorteilhaft angesehen, nur die wertvollsten Metalle herauszuziehen, den Rückstand aber
verloren zu geben.
Gemäß der Erfindung unterwirft man nun die Erze nacheinander in einem Ofen eier
Wirkung» einer Anzahl von elektrischen Lichtbogen, die jeder für sich eine unabhängige
Regelung der Hitze in jeder Stufe des Ofens zulassen, während man gleichzeitig auf die
Erze, wenn notwendig, die passenden Reagenzien einwirken lassen und die jeweiligen
flüchtigen Erzeugnisse getrennt voneinander abziehen kann.
Zu diesem Zwecke wird um jedes Bogen licht herum eine Kammer angeordnet und die
verschiedenen Kammern werden miteinander derart in Verbindung gebracht, daß jede
ihren Inhalt an die nächst folgende abgibt.
Die leichtestflüchtigen Metalle oder Elemente der Erze werden schon in der ersten Kammer
verdampft und abgezogen, während der Rückstand allmählich in die nächste Kammer übergeht,
wo auf ihn, wenn es notwendig, chemische Reagenzien und weitere elektrische Erhitzung wirken, wodurch weitere sublimierbare
Bestandteile entfernt werden. Dies wird in aufeinanderfolgenden Kammern wiederholt,
bis schließlich alle so gewinnbaren Bestandteile gewonnen sind. Es kann dazwischen,
wenn erforderlich, ein passendes Reagenz eingeführt werden, um die Gewinnung des betreffenden
Bestandteils zu erleichtern.
Beispielsweise soll die Verarbeitung eines Kobalterzes nach dem Verfahren beschrieben
werden: Das Kobalterz, das eine Verbindung
von Schwefel; Arsenik, Silber, Nickel, Kobalt, Magnesium, Aluminium, Silikaten und Kalk
darstellt, wird in den Ofen eingebracht, in dessen oberster Kammer die Temperatur ungefahr
bis 15000 C. gebracht wird, um den Schwefel zu sublimieren, der mittels eines
Vakuumexhaustors aus der Kammer entfernt werden kann. In der nächsten Kammer wird
der Rückstand des Erzes einer erhöhten Temperatur, ungefähr 200er C, unterworfen, um
Arsenik zu sublimieren, das in bekannter Weise gewonnen werden kann.
In der dritten Kammer wird der Rückstand bis zu 25000 C .erhitzt und der Wirkung
von Dampf und Salzwasser oder der Lösung eines anderen Chlorids unterworfen,
, . wodurch sich Silberchlorid bildet, das kondensiert
und auf irgendeine bekannte Weise auf Silber verarbeitet wird.
In der letzten Kammer wird die Temperatur bis auf 30000 C. gebracht, wobei Nickel
und' Kobalt zusammen verdampfen, die später voneinander getrennt werden können.
Die in den Rückstand des Erzes enthaltenen Bestandteile, welche aus Verbindungen
des Magnesiums, Aluminiums, Calciums und Silikaten bestehen, sind gewöhnlich von zu
geringem Werte, um ihre Gewinnung nutzbringend zu machen, und werden daher als Schlacke abgeführt. .
Claims (1)
- Patent-Anspeuch:Verfahren zur elektrometallurgischen Verarbeitung von Erzen, dadurch gekennzeichnet, daß man die Erze zur getrennten Gewinnung ihrer Einzelbestandteile nacheinander in aneinander anschließenden Räumen verschieden hohen regelbaren Temperaturen aussetzt. .
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE201853C true DE201853C (de) |
Family
ID=464377
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT201853D Active DE201853C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE201853C (de) |
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