DE201745C - - Google Patents
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- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04L—TRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
- H04L5/00—Arrangements affording multiple use of the transmission path
- H04L5/14—Two-way operation using the same type of signal, i.e. duplex
- H04L5/1407—Artificial lines or their setting
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- Cable Transmission Systems, Equalization Of Radio And Reduction Of Echo (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 201745 KLASSE 21 α. GRUPPE
THE ROWLAND TELEGRAPHIC COMPANY in BALTIMORE, V. St. A.
Verfahren zur gegenseitigen Ausgleichung von elektrischen Leitungen,
insbesondere Telegraphenleitungen.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und Vorrichtungen zur Ausgleichung von Telegraphenlinien
und insbesondere solchen, die beim Gegensprechen verwendet werden.
Die meisten Telegraphenanlagen sind für das Gegensprechen eingerichtet. Die von einer Stelle gegebenen Zeichen dürfen auf das Empfangsrelais dieser Stelle keine Wirkung äußern; dieses darf nur auf die von der anderen Stelle einlangenden Zeichen ansprechen. Zu dem Zweck wird an der ersten Stelle eine künstliche Linie benutzt, welche alle elektrischen Eigenschaften der wirklichen Linie aufweist. Ein Relais mit zwei genau gleichen Spulen ist mit den beiden Linien derart verbunden, daß der von der Gebestelle ausgehende Strom durch eine Spule zur wirklichen und durch die andere Spule in entgegengesetzter Richtung zur künstlichen Linie geht. Ist die künstliche Linie derart eingestellt, daß durch beide Spulen gleich starke Ströme fließen, so äußert der abgesandte Strom keine Wirkung auf das Relais.
Die meisten Telegraphenanlagen sind für das Gegensprechen eingerichtet. Die von einer Stelle gegebenen Zeichen dürfen auf das Empfangsrelais dieser Stelle keine Wirkung äußern; dieses darf nur auf die von der anderen Stelle einlangenden Zeichen ansprechen. Zu dem Zweck wird an der ersten Stelle eine künstliche Linie benutzt, welche alle elektrischen Eigenschaften der wirklichen Linie aufweist. Ein Relais mit zwei genau gleichen Spulen ist mit den beiden Linien derart verbunden, daß der von der Gebestelle ausgehende Strom durch eine Spule zur wirklichen und durch die andere Spule in entgegengesetzter Richtung zur künstlichen Linie geht. Ist die künstliche Linie derart eingestellt, daß durch beide Spulen gleich starke Ströme fließen, so äußert der abgesandte Strom keine Wirkung auf das Relais.
Manchmal ersetzt man die entgegengesetzt
gewickelten Spulen des Relais durch zwei gleiche Widerstände und schaltet ein einfach
bewickeltes Relais zwischen den Anfang der künstlichen und jenen der wirklichen Linie.
Auch in diesem Falle wird, wenn gleiche Ströme durch die wirkliche und die künstliche
Linie gehen, der abgesandte Strom keine Wirkung auf das Relais äußern.
Um festzustellen, wann die Ströme in der wirklichen und künstlichen Linie gleich sind,
beobachtet man zumeist die Wirkung der 40
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ausgesandten Ströme auf das Relais und stellt dann die künstliche Linie so lange ein, bis
keine Wirkung auf das Relais mehr geäußert wird, oder höchstens eine Wirkung, die so
gering ist, daß eine Störung beim Empfang sicher ausgeschlossen ist.
Vorliegende Erfindung gibt eine Methode an die Hand, um nicht nur anzuzeigen, wann
die Ausgleichung zwischen der künstlichen und der wirklichen Linie erzielt worden ist,
sondern auch, um anzuzeigen, ob eine besondere Einstellung der künstlichen Linie im
richtigen Sinne erfolgt ist, um den Unterschied der beiden Ströme in den beiden Linien
zu verringern. In manchen Fällen pflegte man den Anfang der künstlichen und der wirklichen Linie durch' ein Galvanometer zu
verbinden, um feststellen zu können, wann die Ausgleichung erfolgt ist. Diese Methode,
gibt jedoch kein genaues Mittel an die Hand, um den Zustand der Ausgleichung ersichtlich
zu machen; sie ist kaum mehr als ein Mittel, um die Ausschläge des Hauptlinienrelais bei
Stromumkehr sichtbar zu machen.
Nach vorliegender Erfindung erfolgt die Anzeige des vollkommenen Ausgleiches durch
Nadeln elektrischer Meßgeräte nach Art der Dynamometer. Ferner wird die Art der zur
Erzielung einer vollkommenen Ausgleichung erforderlichen Einstellung der künstlichen Linie
durch gesonderte Angabe der Kapazitäts- und Widerstandseinstellung erkennbar gemacht.
Bei den meisten. Schnelltelegraphensystemen werden Zeichen durch zeitweise Umkehrung
eines Ruhestromes gegeben, bei anderen hingegen werden Zeichen dadurch gegeben, daß
man Halbwellen eines als Ruhestrom dienenden Wechselstromes umkehrt, unterdrückt oder
anderweitig abändert. Da die in Zeitabständen umgekehrten Ruheströme als mehr oder
weniger verwickelte Übereinanderlagerungen von Wechselströmen von verschiedenen Phasen;
Frequenzen und Amplituden angesehen werden
ίο können, und da der Betrieb mit einem einfachen
Wechselstrom zur Darlegung des Wesens der vorliegenden Erfindung am geeignetsten
ist, so wird in der nachfolgenden Beschreibung ein einfacher Wechselstrom als Ruhestrom
vorausgesetzt.
Nach vorliegender Erfindung werden min-. destens zwei Anzeigevorrichtungen mit elektrischen
Feldern benutzt, welche bewegliche Spulen besitzen, die zwischen den Anfang der
wirklichen und der künstlichen Linie eingeschaltet sind. Mindestens eine dieser Vorrichtungen
hat ein Feld, das von dem Zeichenstrom selbst erzeugt wird; das Feld der
übrigen Vorrichtungen kann durch Ortsstromquellen erregt werden.
Fig. ι bis 6 sind Schaltungsschemata der Einrichtung zur Bestimmung der Ausgleichung
zwischen der wirklichen und der künstlichen Linie. Fig. 7 und 8 veranschaulichen die
Phasenbeziehungen zwischen den Strömen in den verschiedenen Ortsleitungen.
In Fig. ι ist M der Relaismagnet, dessen entgegengesetzt gewickelte Spulen k k' an die
Hauptlinie L bzw. an die bei G geerdete künstliche Linie A angeschlossen sind.
Die künstliche Linie enthält einen Widerstand R und einen aus einer Anzahl von
Teilen c bestehenden Kondensator C; von diesen Kondensatorteilen kann zwecks Erzielung
der Ausgleichung eine größere oder geringere Anzahl eingeschaltet werden. Das
Maß der Ausgleichung wird bestimmt durch zwei Vorrichtungen von der Art der Elektrodynamometer,
bestehend aus Feldspulen F F und drehbaren Spulen B und D mit Nadeln
oder Zeigern ft ft'. Die Feldspulen F F sind in Parallelschaltung in die Gebeleitung vor
dem Verzweigungspunkt E der wirklichen und der künstlichen Linie eingeschaltet. Die ' beweglichen
Spulen B und D sind in Parallelschaltung zwischen den Anfang der wirklichen
und der künstlichen Leitung geschaltet, wobei der Spule B ein Widerstand r und der Spule D
ein Kondensator ti vorgeschaltet ist. Beim Ausgleichen der Linien in der Weise, daß der
ausgesandte Strom keine Wirkung auf das Relais äußert, ist nun die künstliche Linie
so einzustellen, daß die beiden Zeiger auf die Nullpunkte ihrer Teilungen einspielen.
Die Notwendigkeit zweier Anzeigevorrichtungen ergibt sich aus folgenden Erwägungen:
Es mögen im Diagramm Fig. 7 die Strecken O L und O A die Ströme in der wirklichen
Linie L und in der künstlichen Linie A nach Phase und Scheitelwert angeben. Der Strom
in den Spulen F, der gleich ist der Summe der Ströme in den beiden Linien, wird gegeben
durch die Strecke O F, der Strom in der Spule B, der proportional ist der Differenz
der Ströme in den Linien A und L und dessen Scheitelwert von der Größe des Vorschaltwiderstandes
r abhängt, wird gegeben durch die Strecke O B, und der Strom in der
Spule D hat einen der Strecke O B proportionalen Scheitelwert, eilt aber des der
Spule D vorgeschalteten Kondensators ti wegen dem Strom in der Spule B um 900 vor und
wird gegeben durch die Strecke O D. Die Phasenunterschiede zwischen den Strömen in
den Spulen F und B bzw. D liegen in dem angenommenen allgemeinen Fall zwischen o° und
900 bzw. zwischen 90° und i8o°, und es werden
beide Zeiger ft ft' Ausschläge aufweisen, die proportional sind den Kosinus dieser
Phasenunterschiede. Ändert man nun lediglieh den Scheitelwert . des Stromes in der
künstlichen Linie, ohne dessen Phase zu ändern, so verschwindet der Ausschlag des Zeigers
ft, sobald die Scheitelwerte der Ströme in den beiden Linien gleich geworden sind, denn
dann wird der Phasenunterschied zwischen den Strömen in den Spulen F und B gleich
90°, . welches immer der Phasenunterschied zwischen den Strömen in den beiden Linien sein möge. Dies geht aus Fig. 8 hervor;
sobald OL = OA ist O F _j_ O B, welchen
Wert auch der Winkel LOA haben möge, da LOAF ein Rhombus ist. Stellt
man hingegen die künstliche Linie so ein, daß der Strom in den beiden Linien gleiche
Phase hat, so ist, wie aus Fig. 9 ersichtlich, der Phasenunterschied zwischen den Strömen
in den Spulen F und D gleich 900, und der Zeiger ft' gibt keinen Ausschlag, wenn auch
die Scheitelwerte der Ströme in den beiden Linien voneinander verschieden sind.
Es wird also einmal der Zeiger ft und das andere Mal der Zeiger ft' das Nichtvorhandensein
der Ausgleichung nicht anzeigen.
Durch Einstellung der künstlichen Linie lediglich bis zum Verschwinden, des Ausschlages
des Zeigers ft kann man bei Wechselstrom nur Gleichheit der Scheitelwerte, und
durch Einstellung der künstlichen Linie lediglich bis zum Verschwinden des Ausschlages
des Zeigers ft' kann man nur Phasengleichheit der Ströme in den beiden Linien L und A
erzielen. Die Angaben keines der beiden Zeiger für sich allein ermöglichen bei Wechselstrom
eine vollkommene Ausgleichung der beiden Linien zu sichern. Es sind also bei Wechselstrom zwei Vorrichtungen nötig, um
die Ausgleichung zwischen den beiden Linien vollständig zu bestimmen, und man muß die
Ausschläge der beiden Zeiger zum Verschwinden bringen.
Das letztere wird dadurch erleichtert, daß, wenn Gleichheit der Scheitelwerte der Ströme
in den beiden Linien eingetreten ist. und so nach Fig. 8 der Zeiger p keinen Ausschlag
aufweist, der Zeiger p' für eine gegebene Phasendifferenz unter sonst gleichen Umständen
den größten Ausschlag gibt und umgekehrt bei Phasengleichheit in den beiden Linien (Fig. 9) der Zeiger p' die Nullstellung
einnimmt, aber der Zeiger p für einen gegebenen Scheitelwertunterschied unter sonst gleichen
Umständen den größten Ausschlag gibt.
Mit anderen Worten, je genauer der eine Zeiger auf Null weist, desto empfindlicher ist
der andere Zeiger.
Es gibt verschiedene Abänderungen der vorstehend beschriebenen Anordnung zur Ausführung
der vorliegenden Erfindung.
In Fig. 2 ist statt eines Kondensators eine Selbstinduktionsspule I der Spule D vorgeschaltet,
um eine Phasendifferenz zwischen den Strömen in . den beweglichen Spulen der zwei Vorrichtungen zu erzeugen. Jede Einrichtung,
welche solche Phasenunterschiede hervorbringt, wird das angestrebte Ergebnis mehr oder minder vollkommen herbeiführen.
In Fig. 3 sind die festen Spulen jeder Vorrichtung aus je zwei gleichen Unterabteilungen
hergestellt, von denen eine mit der wirklichen, die andere mit der künstlichen Linie verbunden
ist. In Fig. 4 sind die festen Spulen der zwei Vorrichtungen in einer Sonderleitung oder
einem Zweig der Hauptleitung angeordnet, die vom Geber Strom erhält. Es hat sich gezeigt,
daß es nicht in allen Fällen nötig ist, Elektromagnete für die festen Spulen beider
Vorrichtungen zu verwenden, sondern, daß in einer der Vorrichtungen ein permanenter Magnet
verwendet werden kann, wie bei P in • Fig. 5 gezeigt. Dieser Ersatz kann unter Berücksichtigung
gewisser Punkte vorgenommen werden, die bei der Ausgleichung des Relais für das Gegensprechen von großer Wichtigkeit
sind.
Beim Absenden werden die Zeichen gewöhnlich durch Stromstöße von verschiedener
Länge und entgegengesetzter Richtung gebildet, so daß bei irgendeinem gegebenen Zeichen
gewöhnlich der Strom von einer Richtung jenen von der entgegengesetzten überwiegt.
Beim R owl and sehen System beispielsweise gehen, wenn keine Zeichen gegeben werden,
Wechselströme von verschiedener Frequenz über die Linie, und die Zeichen entstehen
durch Umkehrung gewisser Kombinationen von Halbwellen. Bei solchen Systemen äußert
ein Zeichen zwei verschiedene Wirkungen auf das Hauptlinienrelais; die eine besteht, in
regelmäßigen Schwingungen des Relais, infolge des Wechselstromes, und die andere besteht
in deutlichen Stoßen oder Ausschlägen infolge der umgekehrten Halbwellen. Die Beseitigung
dieser Stöße ist beim Ausgleichen von erheblicher Wichtigkeit. Im nachfolgenden soll
beschrieben werden, wie nach vorliegender Erfindung die beiden erwähten Wirkungen getrennt
werden können, so daß ein Zeiger die Ausgleichung für den regelmäßigen Wechselstrom
und die andere Nadel die Stöße bei der Umkehrung von Halbwellen angibt. Überdies
zeigt ein Zeiger die Ausgleichung hinsichtlich der Kapazität und der andere die Ausgleichung hinsichtlich des Widerstandes an.
In Fig. 5 hat die linksseitige Vorrichtung feste Elektromagnetspulen, wie in den vorangehenden
Figuren, während bei der rechtsseitigen Vorrichtung das Feld von einem permanenten
Magneten P erzeugt wird. Die beiden beweglichen Spulen B und D sind unter
Zwischenschaltung eines Widerstandes r in Reihe zwischen den Anfang der wirklichen
und den der künstlichen Linie geschaltet. Werden Zeichen gesendet, die das Überwiegen
des Stromes von einer Richtung hervorrufen, so wird der Zeiger p' der Spule D abgelenkt.
Die künstliche Linie wird dann so eingestellt, daß ein Überwiegen des Stromes von einer
Richtung über jenen von der anderen nicht mehr vorhanden ist, was dadurch angezeigt
wird, daß der Zeiger p' keine Ablenkung mehr aufweist. Der Zeiger p der Spule B zeigt die
Gegenwart von Wechselstrom oder umgekehrten Stromstößen an. Man sieht, daß die Spule D
an die Stelle der Spule D (Fig. 1) tritt, indem sie zusätzliche Angaben über die Einstellung
der Linie liefert und eine nicht ausgeglichene Linie erkennen läßt, wenn die Bedingungen
solche sind, daß die Empfindlichkeit der Spule B verringert wird. Es hat sich gezeigt,
daß die Spule B bei der in Fig. 5 gezeigten Anordnung die Kapazitätseinstellung der Linie
und die Spule D die Widerstandseinstellung angibt, die praktisch genommen voneinander
unabhängig sind. Es hat sich ferner gezeigt, daß die Spule B die Schwingungen des Relais
infolge des Wechselstromes und die Spule D die Umkehrungen oder Stöße infolge der umgekehrten
oder abgeänderten Wellen angibt.
Bei der praktischen Verwendung der Vorrichtungen wird beabsichtigt, einen Schalter
an den Vorrichtungen derart anzubringen, daß bei einer Stellung die Spulen, wie in Fig. 1
gezeigt, geschaltet sind und dem Feld Wechselstrom zugeführt wird. Bei der anderen Stellung
des Schalters erhält eine der Vorrichtungen, etwa D, ein konstantes Feld, entweder
durch Benutzung eines permanenten Magneten, wie in Fig. 5 gezeigt, oder durch Verbindung
der Feldspulen mit einer Gleichstromquelle. Wenn der Schalter sich in der letzteren Stellung
befindet, wird der. Widerstand der künstlichen Linie geändert, bis der Zeiger p' keine
Ablenkung mehr aufweist. Der Schalter wird dann in die erste Stellung zurückgebracht
und, indem man den Widerstand unverändert j läßt, die Kapazität der künstlichen Linie so j
lange geändert, bis die Zeiger beider Vorrichtungen die Nullstellung einnehmen. Vermöge
dieser Anordnung wird bei einer Stellung des Schalters die Widerstandseinstellung" und bei
der anderen Stellung die Kapazitätseinstellung
ίο durch die beiden Zeiger angezeigt. Obgleich
eine brauchbare Angabe der Kapazitätseinstellung durch einen Zeiger erhalten werden
kann, ist es aus den vorstehend angegebenen Gründen doch genauer, die Angaben beider
Vorrichtungen zu berücksichtigen.
Damit die Linien auch beim Empfangen ausgeglichen werden können, kann man die in
Fig. 6 gezeigte Einrichtung benutzen. In diesem Falle sind die Vorrichtungen nur während
eines gewissen Zeitabschnittes eingeschaltet. Bei Systemen mit Gleichlauf, wo von den beiden Enden der Linie gleichzeitig
Zeichen gegeben werden können, ist es möglich, das Stromschlußstück H an einem der
im Gleichlauf stehenden Teile' und ein entsprechendes Stromschlußstück am anderen
Ende der Linie derart anzuordnen, daß die Vorrichtungen eingeschaltet werden, wenn kein
Empfangsstrom eintrifft, und die Einstellung kann, wie vorstehend angegeben, vorgenommen
werden.
Im vorstehenden sind die Einrichtungen und Schaltungen zum gesonderten Anzeigen
der Konstanten der auszugleichenden TeIegraphenlinien beschrieben worden. Man kann
aber auch das vorstehend angegebene Verfahren zur Ausgleichung bzw. zum Anzeigen
des Zustandes von anderen als Telegraphenleitungen benutzen.
Claims (6)
- Patent-Ansprüche:I. Verfahren zur gegenseitigen Ausgleichung von elektrischen Leitungen, insbesondere Telegraphenleitungen, dadurch gekennzeichnet, daß die Wirkungen der verschiedenen Konstanten der beiden Leitungen auf die Phase und Stärke der durch sie fließenden Ströme durch geeignete Meßinstrumente gesondert angezeigt und die Konstanten einer dieser Leitungen geändert werden, bis nach Ausweis der Meßinstrumente Ausgleichung oder Gleichheit der Ströme in den Leitungen eingetreten ist.
- 2. Zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1 eine Anordnung, dadurch gekennzeichnet, daß zwei oder mehr bewegliche Felder (B D), die verschiedene, aber vorbestimmte Phasen- und Stärkebeziehungen zu den Strömen in den auszugleichenden Leitungen besitzen, der Einwirkung einer entsprechenden Anzahl untereinander gleicher oder proportionaler fester Felder (F F) ausgesetzt werden, die nach Phase und Stärke in vorbestimmter Beziehung zum Strom in der auszugleichenden Leitung stehen, so daß die Phasen- und Stärkebeziehungen der Ströme gesondert angezeigt werden und die Konstanten der regelbaren Leitung gesondert eingestellt werden können, bis Ausgleich oder Gleichheit der Ströme eingetreten ist.
- 3. Eine Abänderung der Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß eines oder mehrere der untereinander gleichen oder proportionalen Felder (F F) durch ein Feld bzw. Felder (P) ersetzt werden, die von den Strömen in den auszugleichenden Leitungen unabhängig sind, während die anderen Felder (B D des An-Spruches 2) von den Strömen in den auszugleichenden Leitungen abhängig bleiben, aber phasengleich sind.
- 4. Ausführungsform der Anordnung nach Anspruch 2 für Gegensprechanlagen mit wirklicher und künstlicher Linie, dadurch gekennzeichnet, daß die Ströme für die gleichen oder proportionalen Felder (F F) Strom von der die beiden Linien speisenden Ortsleitung oder von einer oder beiden dieser Linien erhalten, während die Spulen der Felder (B D) von verschiedener Phase an den Anfang der wirklichen und der künstlichen Linie gelegt sind und einer oder mehreren dieser Spulen eine Phasenänderungsvorrichtung (ein Kondensator, oder eine Induktanz) vorgeschaltet ist.
- 5. Ausführungsform der Anordnung nach Anspruch 3 und Abänderung der Anordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß eines oder mehrere der Felder (F F) durch ein konstantes Feld bzw. Felder (P) ersetzt sind und bei den Spulen ■., der anderen Felder die Vorschaltung einer Phasenänderungsvorrichtung entfällt.
- 6. Ausführungsform der Anordnung nach Ansprach 4 und 5 für Gegensprechanlagen mit im Gleichlauf stehenden Apparaten, dadurch gekennzeichnet, daß die Spulen (BD) der beiden Stellen in' Zeitabständen durch einen Schalter (H) eingeschaltet werden, der von einem der im Gleichlauf stehenden Teile des Apparates der zugehörigen Stelle bewegt wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE201745C true DE201745C (de) |
Family
ID=464275
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT201745D Active DE201745C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE201745C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE742207C (de) * | 1938-09-29 | 1943-11-24 | Siemens Ag | Schaltungsanordnung zur Einstellung der Nachbildung und zur Messung der Nachbildguete in bezug auf den Gleichstromwiderstand in Duplexschaltungen mit Doppelstrombetrieb |
-
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- DE DENDAT201745D patent/DE201745C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE742207C (de) * | 1938-09-29 | 1943-11-24 | Siemens Ag | Schaltungsanordnung zur Einstellung der Nachbildung und zur Messung der Nachbildguete in bezug auf den Gleichstromwiderstand in Duplexschaltungen mit Doppelstrombetrieb |
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