DE201462C - - Google Patents

Info

Publication number
DE201462C
DE201462C DE1907201462D DE201462DA DE201462C DE 201462 C DE201462 C DE 201462C DE 1907201462 D DE1907201462 D DE 1907201462D DE 201462D A DE201462D A DE 201462DA DE 201462 C DE201462 C DE 201462C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
mass
water
ammonia
threads
heated
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DE1907201462D
Other languages
English (en)
Filing date
Publication of DE201462C publication Critical patent/DE201462C/de
Application filed filed Critical
Priority to AT38776D priority Critical patent/AT38776B/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • H—ELECTRICITY
    • H01—ELECTRIC ELEMENTS
    • H01K—ELECTRIC INCANDESCENT LAMPS
    • H01K3/00—Apparatus or processes adapted to the manufacture, installing, removal, or maintenance of incandescent lamps or parts thereof
    • H01K3/02—Manufacture of incandescent bodies

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Inorganic Compounds Of Heavy Metals (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21/. GRUPPE
Zusatz zum Patente 194468 vom 22. Juli 1906.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 4. August 1907 ab. Längste Dauer: 21.JuIi 1921.
Gemäß dem Patent 194468 sollen plastische Massen aus Wolframverbindungen in der Weise hergestellt werden, daß saures Ammoniumwolframat trocken erhitzt wird, bis eine Probe nicht mehr klar in Wasser löslich ist, worauf die Masse weiter behandelt wird.
Die Feststellung der Erhitzung aus dem Verhalten der Probe ist unbequem. Die Erfahrung hat nun gezeigt, daß auch ohne Probenehmen mit der Erhitzung aufgehört werden kann, wenn die Temperatur auf etwa 270 ° gestiegen ist. Als zweckmäßig für das Verfahren hat sich weiter ergeben, die in Wasser erhitzte Masse zu klären und im Vakuum einzudampfen. Das Verfahren gestaltet sich danach im einzelnen wie folgt:
Eine Lösung von Wolframsäurehydrat in Ammoniak wird eingedampft, wobei sich saures Ammoniumwolframat (vorzugsweise Penta- und Heptawolframat) als weißes Kristallpulver abscheidet. Dieses wird auf dem Saugfilter gesammelt, mit kaltem Wasser gewaschen und getrocknet (zuletzt bei etwa 120 bis 150°). Das Produkt wird darauf in geeigneten Gefäßen im Vakuum (etwa 20 mm Quecksilber) unter beständigem Schütteln oder Rühren ganz allmählich bis auf höchstens 270 ° erhitzt. Dabei entweicht Ammoniak und etwas Wasser, und die Masse zeigt eine graugrünliche Färbung, die beim Erkalten wieder verschwindet. Das Pulver wird sodann in kleinen Portionen in schwach siedendes Wasser eingetragen, wobei zuweilen eine vollkommen klare, meist aber trübe, farblose oder schwach violette Lösung resultiert. Man trennt die Lösung durch Absetzenlassen von dem etwa entstandenen Niederschlag (der wegen seiner Feinheit nicht gut zu nitrieren ist) und verdampft sie im Vakuum bis zur Sirupkonsistenz und schließlich in offener Schale auf dem Wasserbad zur Trockne. Dabei muß man die Masse möglichst verteilen, weil sie sonst beim Trocknen die Gefäße zersprengt. . Die so erhaltene Substanz bildet eine glasartige, durchsichtige, farblose oder schwach gefärbte Masse. In heißem Wasser unverändert löslich, wird sie durch viel kaltes Wasser hydrolytisch gespalten.
Die chemische Analyse der Substanz ergab, daß man es nicht mit Derivaten einer der bekannten sogenannten Polywolframsäuren zu tun hat. Die Zusammensetzung ist nicht konstant, sondern die einzelnen Bestandteile (W O3, H3 N, H2 O und Spuren von C O2) variieren innerhalb gewisser, allerdings enger Grenzen, die die spätere Verwendung in keiner Weise beeinträchtigen. Der Körper repräsentiert vielmehr ein sogenanntes reversibles Hydrosol. Nach vanBemmelen u. a. lassen sich derartige Körper, eben weil sie in ihrer Zusammensetzung variieren, nicht anders definieren als durch ihren Entstehungsgang. Die Substanz, um die es sich hier handelt, stellt also ihrem chemischen Charakter nach ein Ammoniak-Wolframsäurehydrogel dar.
(2. Auflage, ausgegeben am J. Oktober igoS.J
Bei der Herstellung der Masse ist insofern Vorsicht geboten, als die leicht eintretende Bildung von Ammoniummetawolframat (N Hi)l Wi O13 möglichst zu vermeiden ist. Dieses Salz kristallisiert in großen Oktaedern und bewirkt, wenn es ' in größerer Menge in der Masse vorhanden ist, daß sie, in der Wärme noch ziemlich dünnflüssig, beim Erkalten plötzlich zu einem steifen Kristallbrei erstarrt.
ίο Dieser Brei läßt sich zwar, wenn er gut durchgeknetet wird, noch zu Fäden spritzen, diese sind aber schwer homogen zu erhalten und von so geringer Festigkeit, daß ihre weitere Verarbeitung zu guten Metallfaden beträchtliehe Schwierigkeiten bietet. Das Ammoniummetawolframat entsteht namentlich dann, wenn beim Erhitzen des normalen Ammoniumwolframates die Luft zutreten konnte, wenn die Temperatur zu hoch war, oder wenn zu lange erhitzt wurde. Schließlich scheint die Anwesenheit von Spuren von Wolframaten der fixen Alkalien die Bildung von Metawolframat zu begünstigen. Das Ammoniak-Wolframsäurehydrogel kann erstens, in heißem Wasser gelöst und genügend eingedickt, leicht in bekannter Weise zu sehr dünnen Fäden gespritzt werden. Diese besitzen eine beträchtliche Zug- und Biegungsfestigkeit und geben, in reduzierender Atmosphäre geglüht, sehr dichte und feste Metallfaden mit glänzender Oberfläche.
Das Ammoniak-Wolframsäurehydrogel kann zweitens mit einem Oxyd des Wolframs in verschiedenen Verhältnissen gemischt und in gleicher Weise verarbeitet werden. Am besten eignet sich hierzu das blaue (W2 O5 oder W3 O8 oder beide zusammen). Dasselbe ist leicht in äußerst feiner Verteilung (Suspension) oder gelöst (als Colloid) zu erhalten und in beiden Formen zu benutzen. Oxydhalfige Fäden hängen sich bei der Reduktion etwas besser aus als solche aus reinem Hydrogel und sintern weniger zusammen. Es gelingt, die Dicke der Metallfäden zu variieren bei gleichem Querschnitt der Rohfäden, indem man der Masse mehr oder weniger Oxyd zusetzt.

Claims (1)

  1. Patent-An Spruch:
    Verfahren zur Herstellung einer plastischen Masse aus Wolframverbindungen nach Patent 194468, dadurch gekennzeichnet, daß die durch Erhitzen in Wasser erhaltene Lösung geklärt und im Vakuum verdampft wird.
DE1907201462D 1907-08-03 1907-08-03 Expired - Lifetime DE201462C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT38776D AT38776B (de) 1907-08-03 1908-05-18 Verfahren zur Herstellung einer plastischen Masse aus Wolfram-Verbindungen.

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE201462C true DE201462C (de)

Family

ID=464020

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1907201462D Expired - Lifetime DE201462C (de) 1907-08-03 1907-08-03

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE201462C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2840681C2 (de) Verfahren zur Herstellung einer porösen, verschleißbaren Nickel-Chrom-Legierung
DE69825409T2 (de) Verfahren zur Herstellung von einer Elektrode für ein keramisches Sensorelement mittels stromloser Plattiertechniken
DE1104930B (de) Verfahren zur Herstellung von heisspressbarem stabilisiertem Bornitrid
EP0200102A2 (de) Verfahren zur Herstellung fester Aluminiumchlorid-Zusammensetzungen
DE1930265C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Perlmuttpigmenten
DE2904029A1 (de) Verfahren zur herstellung von zuckerfreiem kaugummi
AT38776B (de) Verfahren zur Herstellung einer plastischen Masse aus Wolfram-Verbindungen.
DE1807255A1 (de) Praeparat aus hinsichtlich ihrer Anzahl,Form und Volumen stabilisierter Suspensionen von organischen Partikelchen zur Konservierung mikroskopischer Partikelchen und zum Herstellen standardisierter Partikelchen-Suspensionen
DE1168316B (de) Verfahren zur Herstellung eines Gemisches aus Zirkoniumoxyd und Kieselsaeure
DE2846577A1 (de) Verfahren zur herstellung von widerstandsmaterial und durch dieses verfahren hergestellte widerstandskoerper
DE2217493C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Trägerkatalysatoren
DE2204420A1 (de) Elektrische Metallschichtwiderstände
DE1079599B (de) Verfahren zur Herstellung von Komplexverbindungen
DE141753C (de)
DE2541623C3 (de) Verfahren zur Herstellung eines rekonstituierten Milchprodukts von der Art gezuckerter konzentrierter Milch
DE618163C (de) Verfahren zur Polymerisation von monomeren aldehydischen Kohlenhydraten (Aldosen)
DE750633C (de) Herstellung keramischer, chromhaltiger Farbkoerper
DE739511C (de) Verfahren zur Herstellung von kolloiden Silberpraeparaten
DE864498C (de) Verfahren zur Herstellung von Formlingen aus Mischungen von Zinkchlorid und Salmiak
DE1941480C3 (de) Wäßrige phosphorsaure Anrührflüssigkeit für Silicatzahnzemente
DE659301C (de) Herstellung von schweinfurtergruenartigen Verbindungen
DE542007C (de) Verfahren zur Herstellung von Titanverbindungen
DE2350166C3 (de) Gesinterter keramischer Körper mit elektrolytischen Eigenschaften
DE887090C (de) Bleisulfat-Bleisilikat-Pigmente und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE216034C (de)