DE201462C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE201462C DE201462C DE1907201462D DE201462DA DE201462C DE 201462 C DE201462 C DE 201462C DE 1907201462 D DE1907201462 D DE 1907201462D DE 201462D A DE201462D A DE 201462DA DE 201462 C DE201462 C DE 201462C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- mass
- water
- ammonia
- threads
- heated
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Lifetime
Links
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 10
- 238000000034 method Methods 0.000 claims description 4
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 claims description 3
- 150000003658 tungsten compounds Chemical class 0.000 claims description 2
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 claims 1
- 239000000126 substance Substances 0.000 description 5
- QGZKDVFQNNGYKY-UHFFFAOYSA-N Ammonia Chemical compound N QGZKDVFQNNGYKY-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 4
- 239000000017 hydrogel Substances 0.000 description 4
- WFKWXMTUELFFGS-UHFFFAOYSA-N tungsten Chemical compound [W] WFKWXMTUELFFGS-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 4
- 229910052751 metal Inorganic materials 0.000 description 3
- 239000002184 metal Substances 0.000 description 3
- QGZKDVFQNNGYKY-UHFFFAOYSA-O Ammonium Chemical compound [NH4+] QGZKDVFQNNGYKY-UHFFFAOYSA-O 0.000 description 2
- 239000002253 acid Substances 0.000 description 2
- 229910021529 ammonia Inorganic materials 0.000 description 2
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 2
- 239000013078 crystal Substances 0.000 description 2
- 239000000203 mixture Substances 0.000 description 2
- 239000000843 powder Substances 0.000 description 2
- 229910002651 NO3 Inorganic materials 0.000 description 1
- NHNBFGGVMKEFGY-UHFFFAOYSA-N Nitrate Chemical compound [O-][N+]([O-])=O NHNBFGGVMKEFGY-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 230000002378 acidificating effect Effects 0.000 description 1
- 150000007513 acids Chemical class 0.000 description 1
- 238000009835 boiling Methods 0.000 description 1
- 239000000084 colloidal system Substances 0.000 description 1
- 150000001875 compounds Chemical class 0.000 description 1
- QSHDDOUJBYECFT-UHFFFAOYSA-N mercury Chemical compound [Hg] QSHDDOUJBYECFT-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 229910052753 mercury Inorganic materials 0.000 description 1
- 235000021395 porridge Nutrition 0.000 description 1
- 239000002244 precipitate Substances 0.000 description 1
- 239000000047 product Substances 0.000 description 1
- 230000002441 reversible effect Effects 0.000 description 1
- 150000003839 salts Chemical class 0.000 description 1
- 238000005070 sampling Methods 0.000 description 1
- 239000007787 solid Substances 0.000 description 1
- 238000003756 stirring Methods 0.000 description 1
- 239000000725 suspension Substances 0.000 description 1
- 239000006188 syrup Substances 0.000 description 1
- 235000020357 syrup Nutrition 0.000 description 1
- 229910052721 tungsten Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000010937 tungsten Substances 0.000 description 1
- CMPGARWFYBADJI-UHFFFAOYSA-L tungstic acid Chemical compound O[W](O)(=O)=O CMPGARWFYBADJI-UHFFFAOYSA-L 0.000 description 1
Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01K—ELECTRIC INCANDESCENT LAMPS
- H01K3/00—Apparatus or processes adapted to the manufacture, installing, removal, or maintenance of incandescent lamps or parts thereof
- H01K3/02—Manufacture of incandescent bodies
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Manufacturing & Machinery (AREA)
- Inorganic Compounds Of Heavy Metals (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21/. GRUPPE
Zusatz zum Patente 194468 vom 22. Juli 1906.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 4. August 1907 ab.
Längste Dauer: 21.JuIi 1921.
Gemäß dem Patent 194468 sollen plastische Massen aus Wolframverbindungen in der Weise
hergestellt werden, daß saures Ammoniumwolframat trocken erhitzt wird, bis eine Probe
nicht mehr klar in Wasser löslich ist, worauf die Masse weiter behandelt wird.
Die Feststellung der Erhitzung aus dem Verhalten der Probe ist unbequem. Die Erfahrung
hat nun gezeigt, daß auch ohne Probenehmen mit der Erhitzung aufgehört werden kann, wenn die Temperatur auf etwa 270 °
gestiegen ist. Als zweckmäßig für das Verfahren hat sich weiter ergeben, die in Wasser
erhitzte Masse zu klären und im Vakuum einzudampfen. Das Verfahren gestaltet sich danach
im einzelnen wie folgt:
Eine Lösung von Wolframsäurehydrat in Ammoniak wird eingedampft, wobei sich saures
Ammoniumwolframat (vorzugsweise Penta- und Heptawolframat) als weißes Kristallpulver abscheidet.
Dieses wird auf dem Saugfilter gesammelt, mit kaltem Wasser gewaschen und
getrocknet (zuletzt bei etwa 120 bis 150°). Das Produkt wird darauf in geeigneten Gefäßen
im Vakuum (etwa 20 mm Quecksilber) unter beständigem Schütteln oder Rühren ganz allmählich bis auf höchstens 270 ° erhitzt.
Dabei entweicht Ammoniak und etwas Wasser, und die Masse zeigt eine graugrünliche Färbung,
die beim Erkalten wieder verschwindet. Das Pulver wird sodann in kleinen Portionen
in schwach siedendes Wasser eingetragen, wobei zuweilen eine vollkommen klare, meist aber
trübe, farblose oder schwach violette Lösung resultiert. Man trennt die Lösung durch Absetzenlassen
von dem etwa entstandenen Niederschlag (der wegen seiner Feinheit nicht gut zu nitrieren ist) und verdampft sie im Vakuum
bis zur Sirupkonsistenz und schließlich in offener Schale auf dem Wasserbad zur Trockne. Dabei muß man die Masse möglichst
verteilen, weil sie sonst beim Trocknen die Gefäße zersprengt. . Die so erhaltene Substanz
bildet eine glasartige, durchsichtige, farblose oder schwach gefärbte Masse. In heißem
Wasser unverändert löslich, wird sie durch viel kaltes Wasser hydrolytisch gespalten.
Die chemische Analyse der Substanz ergab, daß man es nicht mit Derivaten einer der
bekannten sogenannten Polywolframsäuren zu tun hat. Die Zusammensetzung ist nicht
konstant, sondern die einzelnen Bestandteile (W O3, H3 N, H2 O und Spuren von C O2) variieren
innerhalb gewisser, allerdings enger Grenzen, die die spätere Verwendung in keiner
Weise beeinträchtigen. Der Körper repräsentiert vielmehr ein sogenanntes reversibles Hydrosol.
Nach vanBemmelen u. a. lassen sich derartige Körper, eben weil sie in ihrer
Zusammensetzung variieren, nicht anders definieren als durch ihren Entstehungsgang. Die
Substanz, um die es sich hier handelt, stellt also ihrem chemischen Charakter nach ein
Ammoniak-Wolframsäurehydrogel dar.
(2. Auflage, ausgegeben am J. Oktober igoS.J
Bei der Herstellung der Masse ist insofern Vorsicht geboten, als die leicht eintretende
Bildung von Ammoniummetawolframat (N Hi)l Wi O13 möglichst zu vermeiden ist.
Dieses Salz kristallisiert in großen Oktaedern und bewirkt, wenn es ' in größerer Menge in
der Masse vorhanden ist, daß sie, in der Wärme noch ziemlich dünnflüssig, beim Erkalten plötzlich
zu einem steifen Kristallbrei erstarrt.
ίο Dieser Brei läßt sich zwar, wenn er gut durchgeknetet
wird, noch zu Fäden spritzen, diese sind aber schwer homogen zu erhalten und
von so geringer Festigkeit, daß ihre weitere Verarbeitung zu guten Metallfaden beträchtliehe
Schwierigkeiten bietet. Das Ammoniummetawolframat entsteht namentlich dann, wenn
beim Erhitzen des normalen Ammoniumwolframates die Luft zutreten konnte, wenn die
Temperatur zu hoch war, oder wenn zu lange erhitzt wurde. Schließlich scheint die Anwesenheit
von Spuren von Wolframaten der fixen Alkalien die Bildung von Metawolframat zu begünstigen. Das Ammoniak-Wolframsäurehydrogel
kann erstens, in heißem Wasser gelöst und genügend eingedickt, leicht in bekannter
Weise zu sehr dünnen Fäden gespritzt werden. Diese besitzen eine beträchtliche Zug-
und Biegungsfestigkeit und geben, in reduzierender Atmosphäre geglüht, sehr dichte und
feste Metallfaden mit glänzender Oberfläche.
Das Ammoniak-Wolframsäurehydrogel kann zweitens mit einem Oxyd des Wolframs in
verschiedenen Verhältnissen gemischt und in gleicher Weise verarbeitet werden. Am besten
eignet sich hierzu das blaue (W2 O5 oder W3 O8
oder beide zusammen). Dasselbe ist leicht in äußerst feiner Verteilung (Suspension) oder gelöst
(als Colloid) zu erhalten und in beiden Formen zu benutzen. Oxydhalfige Fäden hängen sich bei der Reduktion etwas besser
aus als solche aus reinem Hydrogel und sintern weniger zusammen. Es gelingt, die Dicke
der Metallfäden zu variieren bei gleichem Querschnitt der Rohfäden, indem man der
Masse mehr oder weniger Oxyd zusetzt.
Claims (1)
- Patent-An Spruch:Verfahren zur Herstellung einer plastischen Masse aus Wolframverbindungen nach Patent 194468, dadurch gekennzeichnet, daß die durch Erhitzen in Wasser erhaltene Lösung geklärt und im Vakuum verdampft wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT38776D AT38776B (de) | 1907-08-03 | 1908-05-18 | Verfahren zur Herstellung einer plastischen Masse aus Wolfram-Verbindungen. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE201462C true DE201462C (de) |
Family
ID=464020
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1907201462D Expired - Lifetime DE201462C (de) | 1907-08-03 | 1907-08-03 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE201462C (de) |
-
1907
- 1907-08-03 DE DE1907201462D patent/DE201462C/de not_active Expired - Lifetime
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2840681C2 (de) | Verfahren zur Herstellung einer porösen, verschleißbaren Nickel-Chrom-Legierung | |
| DE69825409T2 (de) | Verfahren zur Herstellung von einer Elektrode für ein keramisches Sensorelement mittels stromloser Plattiertechniken | |
| DE1104930B (de) | Verfahren zur Herstellung von heisspressbarem stabilisiertem Bornitrid | |
| EP0200102A2 (de) | Verfahren zur Herstellung fester Aluminiumchlorid-Zusammensetzungen | |
| DE1930265C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von Perlmuttpigmenten | |
| DE2904029A1 (de) | Verfahren zur herstellung von zuckerfreiem kaugummi | |
| AT38776B (de) | Verfahren zur Herstellung einer plastischen Masse aus Wolfram-Verbindungen. | |
| DE1807255A1 (de) | Praeparat aus hinsichtlich ihrer Anzahl,Form und Volumen stabilisierter Suspensionen von organischen Partikelchen zur Konservierung mikroskopischer Partikelchen und zum Herstellen standardisierter Partikelchen-Suspensionen | |
| DE1168316B (de) | Verfahren zur Herstellung eines Gemisches aus Zirkoniumoxyd und Kieselsaeure | |
| DE2846577A1 (de) | Verfahren zur herstellung von widerstandsmaterial und durch dieses verfahren hergestellte widerstandskoerper | |
| DE2217493C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von Trägerkatalysatoren | |
| DE2204420A1 (de) | Elektrische Metallschichtwiderstände | |
| DE1079599B (de) | Verfahren zur Herstellung von Komplexverbindungen | |
| DE141753C (de) | ||
| DE2541623C3 (de) | Verfahren zur Herstellung eines rekonstituierten Milchprodukts von der Art gezuckerter konzentrierter Milch | |
| DE618163C (de) | Verfahren zur Polymerisation von monomeren aldehydischen Kohlenhydraten (Aldosen) | |
| DE750633C (de) | Herstellung keramischer, chromhaltiger Farbkoerper | |
| DE739511C (de) | Verfahren zur Herstellung von kolloiden Silberpraeparaten | |
| DE864498C (de) | Verfahren zur Herstellung von Formlingen aus Mischungen von Zinkchlorid und Salmiak | |
| DE1941480C3 (de) | Wäßrige phosphorsaure Anrührflüssigkeit für Silicatzahnzemente | |
| DE659301C (de) | Herstellung von schweinfurtergruenartigen Verbindungen | |
| DE542007C (de) | Verfahren zur Herstellung von Titanverbindungen | |
| DE2350166C3 (de) | Gesinterter keramischer Körper mit elektrolytischen Eigenschaften | |
| DE887090C (de) | Bleisulfat-Bleisilikat-Pigmente und Verfahren zu ihrer Herstellung | |
| DE216034C (de) |