DE2013709C - Vorrichtung zur selbständigen, zufallsabhängigen Veränderung der Schaltzeiten eines Spielautomaten - Google Patents
Vorrichtung zur selbständigen, zufallsabhängigen Veränderung der Schaltzeiten eines SpielautomatenInfo
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Description
vi
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur selbständigen, zufallsabhängigen Veränderung der Schaltzeiten
eines Spielautomaten mit einem von Distanzkörpern in einer umlaufenden Mischdose beeinflußten
Abtastorgan zur Steuerung eines Schalters, wobei 5 die Mischdose Fangtaschen für je einen der in Form
einer Zylinderrolle ausgebildeten Distanzkörper aufweist, in deren jeweils verschieden tiefe Einstiche
das Abtastorgan in der Fangtasche eingreift.
Derartige Vorrichtungen sind beschrieben in der m deutschen Patentschrift 1 207 125. Hier ist das die
Tiefe des Einstichs der Distanzkörper abtastende Organ als ein mit der Mischdose umlaufender, jedoch
um deren um die Achse in den Grenzen der Einstichtiefen frei schwingbarer Anker ausgebildet,
dessen Tastfinger jn die zur wechselweisen Aufnahme
eines Distanzkörpers dienende Fangtasche in der Zylindern and der Mischdose einzutreten vermag.
Die bekannte Mischdose weist eine Fangtasche auf, die den eingefallenen Distanzkörper bei der "
weiteren Umdrehung der Mischdose mit nach oben nimmt. Auf diesem Weg wird die Einstichtiefe des
Distiinzkörpers von dem Anker abgetastet, der sich
unter der Schwerkraft gegen den Distanzkörper anlegt.
Durch die Eintrittstiefe und die dadurch bedingle Winkelstellung des Ankers wird die Schaltstdlung
des SchuJers und damit die Zeitänderung bestimmt.
Bei der Weiterdrehung der Mischdose fällt der
Distanzkörper aus der Fangiasci ι zurück in das
Innere der Mischdose, so daß bei dem folgenden Umlauf ein anderer Distanzkörper von der Fangtasche
aufgenommen, hochgeführt und durch den Anker in seiner Einslichtiefc abgetastet werden kann.
Diese Konstruktion hat sich gut bewährt, jedoch haftet ihr der Nachteil an, daß der Steue; Vorgang
für den zu beaufschlagenden Schalter verhältnismäßig hinge dauert und daß bei der Beaufschlagung mehrerer
Schalter jedem Schalter eine Mischdose zugeordnet werden muß.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Vorrichtung der oben beschriebenen Bauart so abzuwandeln,
daß der Steuervorgang für den zu beaufschlagenden Schalter wesentlich kürzer wird und
daß dadurch beispielsweise mehrere Zahlcnschciben eines Spielautomaten mit einer einzigen Mischdose
gesteuert werden können.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß das von einer entsprechenden Steuerung
beaufschlagte Abtastorgan über einen bestimmten so Uimlrehimirswinkcl als ein die Fangtaschen gegen das
t-jnfallcn eines Distan/kürpcrs abschließender Schieber
ausgebildet ist, der nach gesteuerter Freigabe tier Fangtaschen den einfallenden Distanzkörper in
der Fangtaschc abtastend festhält.
In einer konstruktiv einfachen Ausführungsform
sind die der Anzahl der Fangtaschen entsprechenden Ahiastorgunc starr miteinander über einen Schieber-Ring
verbunden, der synchron mit der Mischdosc umläuft, dieser gegenüber aber in Umdrehungsrichtung
um das Maß zur Freigabe der Fangtaschen verdrehbar ist.
Dabei ist es vorteilhaft, wenn die Verdrehung des
Schieber-Ringes zur Freigabe der Fangtaschen über
ein durch Nocken gesteucitcs Nachschuborgan
erfolgt.
Di* Nachschuborgan ist vorzugsweise als ein die
Mischdosc auf angenähert halbem Umfang umgreifender, um eine ortsfeste Drehachse gegen die Wirkung
einer Feder verschwenkbarer Hebel ausgebildet, der mit seinem freien, zur Verdrehung des Sdiieber-Ringes
hinter entsprechende Mitnehmer greifenden Ende in Umdrehungsrichtung der Mischdose weist.
Die über den Außenumfang des Schieber-Ringes ragenden Mitnehmer sind zweckmäßig durch die Abtastorgane
selbst gebildet.
In einer zweckmäßigen Ausführungsform ist das Nachschuborgan durch synchron mit der Mischdose
umlaufende Nocken aus dem Weg der umlaufenden Mitnehmer wegbewegbar und nach Passieren jedes
Mitnehmers wieder freigebbar.
Das freie Ende des Nachschuborgans kann zweckmäßig mit einer federbelasteten Falle versehen sein.
In der Zeichnung ist eine als Beispiel dienende Ausführungsform der Erfindung dargestellt. Es zeigt
Fig. 1 die Vorrichtung in Stirnansicht mit geschlossenen Fangtaschen,
Fig. 2 einen Schnitt gemäß der Linie A-D in
Fig. 1,
Fig. 3 eine Rückansicht der Vorrichtung und
Fig. 4 eine Ansicht gemäß Fig. 1 mit geöffneten
Fangtaschen.
Danach besteht die Vorrichtung aus einer um eine Achse 1 vom Spielantrieb in Umdrehung zu versetzenden
zylindrischen Mischdose 2, in deren Zylinderwand 3 fünf Fangtaschen 4 vorgesehen sind. In der
Mischdose befinden sich Distanzkörper 5 aus unmagnetisierbarem Material in Form von Zylinderrollen,
die alle die gleiche Größe aufweisen und mit ihren Stirnenden an den Planflächen der Mischdose
anliegen. Alle Distanzkörper weisen in ihrer Mitte nicht dargestellte, verschieden tiefe Einstiche auf.
Zusammen mit der Mischdose 2 und synchron mit ihr läuft ein Schieber in Form eines Schieber-Ringes 6
um, der der Mischdose gegenüber in Umdrehungsrichtung um das Maß zur Freigabe der Fangtaschen 4
gegen die Wirkung einer Feder 7 verdrehbar ist. Dei Schieber-Ring weist in Form von Schiebern ausgebildete
Abtastorgane 8 auf, die in die Fangtaschen 4 eingreifen und diese in Ruhestellung des Schieber-Ringes
verschließen. Jedes Abtastorgan ragt außerdem über den Außenumfang des Schieber-Ringes 6
hinaus und bildet hier Mitnehmer 9.
Die Mischdosc 2 wird auf angenähert halbem Umfang von einem Nachschuborgan 10 umgriffen, das
in Form eines Hebels ausgebildet ist, um eine ortsfeste Drehachse 11 gegen die Wirkung einer Feder 12
von der Mischdose weg verschwenkbar ist und mit seinem freien linde 13 in Umdrchungsrichtung der
Mischdosc weist und in Ruhelage mit einer unter der Wirkung einer Zugfeder 14 stehenden Falle 15
auf dem umlaufenden Schieber-Ring 6 aufliegt. Die Verschwenkung des Nachschuborgans 10 gegen die
Wirkung der Feder 12 erfolgt über eine Nockensteuerung, die aus mit der Mischdose 2 umlaufenden
Nocken 16 besteht, die von einem Finger 17 des Nachschuborgans abgetastet werden. Die Anzahl der
Nocken 16 entspricht derjenigen der Fangtaschen 4 und damit auch der Abtastorgane 8.
Die Wirkungsweise der neuen Vorrichtung ist folgende: Wird die Mischdose 2 um ihre Achse 1 in
Umdrehung versetzt, so dreht sich synchron mit ihr der Schicbcr-Ringö, wobei die hieran befestigten
Abtastorgane 8 die Fangtaschen 4 gegen das Einfallen eines DistanzkörpersS verschließen fs. Fig. 1).
Während dieser Phase greift der Finger 17 zwischen
Claims (7)
1. Vorrichtung zur selbständigen, zufallsabhängigen Veränderung der Schaltzeiten eines Spielautomaten
mit einem von Distanzkörpern in einer umlaufenden Mischdose beeinflußten Abtastorgan
zur Steuerung eines Schalters, wobei die Mischdose F'angtaschen für je einen der in Form einer
Zylinderrolle ausgebildeten Distanzkörper aufweist, in deren jeweils verschieden tiefe Einstiehe
das Abtastorgan in der Fangtasche eingreift, dadurch gekennzeichnet, daß das von einer
entsprechenden Steuerung beaufschlagte Abtastorgan (8) über einen bestimmten Umdrehuncswinkel
als ein die Fangtac--hen (4) gegen das
Einfallen eines Distanzkörpers (5) abschließender Schieber ausgebildet ist, der nach gesteuerter
Freigabe der Fangtaschen (4) den eingefallenen Distanzkörper (5) in der Fangtasche abtastend
f erhält.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die der Anzahl der Fanutaschen
(4) entsprechenden Abtastorgane (8) starr miteinander über einen Schieber-Ring (6) verbunden
sind, der synchron mit der Mischdose (2j umläuft, dieser gegenüber aber in Umdrchungs
richtung um das Maß zur Freigabe der Fangtaschen (4) verdrehbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verdrehung des
Schieber-Ringes (6) zur Freigabe der Fangtaschen (4) über ein durch Nocken (16) gcsieuert.es Nachschuborgan
(10) erfolgt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Nachschuborgan (10) als
ein die Mischdose (2) auf angenähert halbem Umfang umgreifender, um eine ortsfeste Drehachse
(11) gegen die Wirkung einer Feder (12) verschwenkbarer Hebel ausgebildet ist, der mit
seinem freien, zur Verdrehung des Schieber-Ringes (6) hinter entsprechende Mitnehmer (9)
greifenden Ende (13) in Umdrehungsrichtung der Mischdosr (2) weist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die über den Außenurr.fane ''es Schieber-Ringes (6) ragenden Mitnehmer (9)
durch die Abtastorganc (8) selbst gebildet sind
6. Vorrichtung nach Anspruch Z, 4 oder 5, dadurch
gekennzeichnet, daß das Nachschuborgan (10) durch synchron mit der Mischdosc (2) umlaufende
Nocken (16) aus dem Weg der umlaufenden Mitnehmer (9) svegbewegbar und nach
Passieren jedes Mitnehmers wieder freigebbar sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 3, 4, 5 oder ft, dadurch gekennzeichnet, daß das freie Ende (13)
des Nachschuiiorgans (10) mit einer federbelasteten Falle (15) versehen ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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