DE20101916U1 - Neigungsverstelleinrichtung insbesondere für eine Sitz-Armstütze - Google Patents
Neigungsverstelleinrichtung insbesondere für eine Sitz-ArmstützeInfo
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Description
"Neigungsverstelleinrichtung insbesondere für eine Sitz-Armstütze"
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Neigungsverstelleinrichtung für ein relativ zu einem Basisteil um eine Schwenkachse über einen bestimmten Schwenkwinkel verschwenkbar gelagertes Bauteil, insbesondere für eine Sitz- Armstütze, mit einer Rasteinrichtung derart, dass das Bauteil ausgehend von einem Endbereich des Schwenkwinkels in mehreren verschiedenen, insbesondere zur Armauflage geeigneten, Gebrauchspositionen sowie im anderen Endbereich des Schwenkwinkels in einer Nichtgebrauchsposition jeweils rastend arretierbar ist, wobei die Rasteinrichtung ein federbelastetes Rastelement und diesem zugeordnete Steuermittel derart aufweist, dass bei einer ersten Bewegungsrichtung ausgehend von einer, beispielsweise einer ersten, Gebrauchsposition in Richtung der Nichtgebrauchsposition das Rastelement in jeder möglichen Position einrastet, während eine Bewegung in einer umgekehrten zweiten Bewegungsrichtung aus dem Bereich der Nichtgebrauchsposition in Richtung der Gebrauchspositionen ohne Einrasten des Rastelementes erfolgt.
Eine Fahrzeugarmlehne mit einer derartigen Verstelleinrichtung ist in der DE 199 04 410 A1 und auch in der DE 199 04 453 A1 beschrieben. Dabei ist ein Armlehnenteil an einem Grundteil um eine Schwenkachse verschwenkbar und mittels einer am Armlehnenteil vorgesehenen Arretiereinrichtung in bezug auf das Grundteil ratschend in einer Anzahl Armauflagepositionen unterschiedlicher Neigungen und in einer hochgeschwenkten Stellung (sogenannte Telefonierstellung) festlegbar. Zu diesem Zweck weist das Grundteil eine die Armauflagepositionen festlegende erste Rasterung und eine die Telefonierstellung festlegende zweite Rasterung auf. Die Arretiereinrichtung weist dazu ein federndes Arretierorgan auf, welches zur ratschenden Verrasterung mit der ersten oder der zweiten Rasterung am Armlehnenteil
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schwenkbar vorgesehen ist. Das Arretierorgan weist ein zur Schwenkachse parallel orientiertes Tastelement auf. Dieses Tastelement wirkt mit speziellen Kulissenführungen so zusammen, dass bei Bewegung des Armlehnenteils in Richtung der Telefonierstellung ein ratschenartiger Eingriff des Arretierorgans in alle Rasten nacheinander erfolgt, eine umgekehrte Bewegung aber ohne Rasteingriff möglich ist. Bei den bekannten Lösungen kann aber das Armlehnenteil auch aus einer Mittelstellung im Bereich zwischen der letzten (obersten) Armauflageposition und der Telefonierstellung wieder ohne Rasten zurück in die erste (unterste) Armauflageposition geschwenkt werden. Dies könnte eventuell störend sein, weil der Anwender bei einer manuellen Einstellung der Neigung vielleicht noch eine höhere Armauflageposition sucht bzw. erwartet, dann aber nach Hochbewegen des Armlehnenteils dieses plötzlich nach unten fällt, was dann aber überraschend bzw. ungewollt und störend ist. Zudem tritt zwischen dem Tastelement und den Kulissenführungen bei den Bewegungen des Armlehnenteils, insbesondere beim Rückverschwenken in der zweiten Bewegungsrichtung, stets eine Reibung auf, die eine Schmierung und gegebenenfalls Wartungsarbeiten erforderlich macht.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Neigungsverstelleinrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, die sich durch konstruktiv und herstellungsmäßig einfachen Aufbau sowie durch Robustheit, Leichtgängigkeit, Wartungsfreiheit und Störungsunanfälligkeit auszeichnet. Dabei soll insbesondere auch erreicht werden, dass eine freie Rückbewegung des verschwenkbaren Bauteils aus einer etwa mittleren Stellung in der zweiten Bewegungsrichtung ausgeschlossen ist.
Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, dass die Steuermittel ein derart mit dem Rastelement zusammenwirkendes Sperrelement aufweisen, dass das Rastelement in der ersten Bewegungsrichtung von dem Sperrelement zum federnden Rasten freigegeben wird, während in der zweiten Bewegungsrichtung das Rastelement durch das Sperrelement gegen eine Einrastbewegung insbesondere formschlüssig blockiert wird, wobei das Sperrelement jeweils nur in den Endstellungen des Schwenkwinkels selbsttätig zwischen seinen beiden das Rastelement entweder freigebenden oder blockierenden Stellungen umgeschaltet wird.
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Durch die Erfindung wird eine sehr exakte Steuerfunktion bei gleichzeitig leichtgängiger Bewegung erreicht. Beim Rückverschwenken in der zweiten Bewegungsrichtung aus der "oberen" Endstellung ist das Rastelement durch das erfindungsgemäße Sperrelement so gegen seine federnden Rastbewegungen blockiert, dass es reibungsfrei ohne Eingriff an allen Rasten vorbei bewegt wird. Erst in der "unteren" Endstellung erfolgt ein Umschalten insbesondere durch einen basisteilseitigen Anlagekontakt des Sperrelementes, so dass dann für die gesamte Bewegung in der ersten Bewegungsrichtung das Rastelement zum federnden Rasten freigegeben ist. Dadurch ist auch ein Rückverschwenken aus einer mittleren Stellung ausgeschlossen, da im jeweils eingerasteten Zustand in der zweiten Bewegungsrichtung eine formschlüssige Arretierung vorliegt. Vielmehr muss das Bauteil (insbesondere die Armstütze) erst ganz bis in die andere, "obere" Endstellung gebracht werden; in dieser ersten Bewegungsrichtung greift das Rastelement in die jeweilige Raste kraftformschlüssig ein, d. h. bei dieser Bewegung wirkt das Rastelement ratschenartig mit den Rasten zusammen. Erst in der oberen Endstellung wird das Sperrelement wieder zum Blockieren des Rastelementes umgeschaltet. Die erfindungsgemäße Neigungsverstelleinrichtung ist einfach aufgebaut und durch Vermeidung von Bewegungsreibung im Bereich der Steuermittel praktisch wartungsfrei.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungsmerkmale und Vorteile der Erfindung sind in den Unteransprüchen und der folgenden Beschreibung enthalten.
Anhand von mehreren, in der Zeichnung veranschaulichten, bevorzugten Ausführungsbeispielen soll die Erfindung genauer erläutert werden. Dabei zeigen:
Fig. 1
Fig. 2
eine schematische Perspektivansicht der wesentlichen Funktionsteile einer ersten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Neigungsverstelleinrichtung in einer ersten (unteren) Endstellung,
eine Ansicht wie in Fig. 1 in einer zweiten (oberen) Endstellung,
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Fig. 3
Fig. 4
Fig. 5
Fig. 6 und 7
Fig. 8
Fig. 9
Fig. 10 und 11
einen vergrößerten Schnitt in einer zur Schwenkachse senkrechten Ebene Ill-Ill gemäß Fig. 1,
einen entsprechenden Schnitt IV-IV gemäß Fig. 2,
eine vergrößerte, perspektivische Explosionsdarstellung der Rasteinrichtung in der Ausführung nach Fig. 1 bis 4,
Darstellungen analog zu Fig. 3 und 4 einer zweiten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Neigungsverstelleinrichtung,
eine Explosionsdarstellung analog zu Fig. 5 der zweiten Ausführung nach Fig. 6 und 7,
eine dritte Ausführungsform der Neigungsverstelleinrichtung in einer Explosionsdarstellung analog zu Fig. 8,
jeweils vergrößerte Detailansichten im Bereich des Rastelementes und des zugehörigen Sperrelementes in den beiden möglichen Stellungen zur Freigabe (Fig. 10) bzw. zum Blockieren (Fig. 11) des Rastelementes.
In den verschiedenen Figuren der Zeichnung sind gleiche bzw. gleichwirkende Teile und Komponenten stets mit den gleichen Bezugsziffern versehen und werden daher in der Regel jeweils nur einmal beschrieben.
Wie zunächst in Fig. 1 und 2 veranschaulicht ist, dient eine erfindungsgemäße Neigungsverstelleinrichtung dazu, ein bestimmtes Bauteil 2 relativ zu einem Basisteil 4 um eine Schwenkachse 6 über einen bestimmten Schwenkwinkel &agr; hinweg (vgl. Fig. 3 und 4) in zwei Bewegungsrichtungen hin und her verschwenkbar zu lagern und in verschiedenen Stellung jeweils rastend arretieren zu können. In einem bevorzugten Anwendungsfall ist das zu verschwenkende Bauteil 2 eine Armstütze, von der aber in
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Fig. 1 und 2 jeweils nur ein Stützrahmen (ohne Polsterung und dergleichen) dargestellt ist. Dabei liegt der von zwei Endstellungen begrenzte Schwenkwinkel &agr; etwa in der Größenordnung zwischen 80° und 150°, insbesondere etwa 100° bis 140°, im dargestellten bevorzugten Beispiel um etwa 120°. Das Bauteil 2 (der Stützrahmen) ist etwa radial zur Schwenkachse 6 an einer Welle 8 befestigt, und die Welle 8 ist mit einem Ende 10 durch eine Führungsöffnung 12 des Basisteils 4 geführt (vgl. dazu auch Fig. 5). Dabei ist eine Rasteinrichtung 14 derart vorgesehen, dass das Bauteil 2 ausgehend von einem Endbereich des Schwenkwinkels &agr; in mehreren verschiedenen, insbesondere zur Armauflage geeigneten, Gebrauchspositionen (vgl. Fig. 1 und 3) sowie im anderen Schwenkbereich des Schwenkwinkels &agr; in einer Nichtgebrauchsposition (vgl. Fig. 2 und 4) jeweils rastend arretierbar ist. Die Rasteinrichtung 14 weist ein federbelastetes Rastelement 16 sowie diesem zugeordnete Steuermittel 18 derart auf, dass bei Schwenkbewegung des Bauteils 2 in einer ersten Bewegungsrichtung (Pfeil 20 in Fig. 1 und 3) ausgehend von einer (ersten) Gebrauchsposition in Richtung der Nichtgebrauchsposition das Rastelement 16 ratschenartig in jeder möglichen Position einrastet, während eine Schwenkbewegung in einer umgekehrten zweiten Bewegungsrichtung (Pfeil 22 in Fig. 2 und 4) aus dem Bereich der Nichtgebrauchsposition in Richtung der möglichen Gebrauchspositionen ohne Einrasten des Rastelementes 16 erfolgt. Das sukzessive, ratschenartige Rasten des Rastelementes 16 in der ersten Bewegungsrichtung ist in Fig. 1 und 3 dadurch veranschaulicht, dass der Pfeil 20 gestrichelt eingezeichnet ist, während durch den durchgehend dargestellten Pfeil 22 die Bewegung ohne Rasten in der zweiten Bewegungsrichtung veranschaulicht ist.
Erfindungsgemäß weisen die Steuermittel 18 ein derart mit dem Rastelement 16 zusammenwirkendes Sperrelement 24 auf, dass das Rastelement 16 in der ersten Bewegungsrichtung 20 von dem Sperrelement 24 zum federbedingten Rasten freigegeben wird, während in der zweiten Bewegungsrichtung 22 das Rastelement 16 durch das Sperrelement 24 gegen federnde Einrastbewegungen insbesondere formschlüssig blockiert wird. Dabei wird das Sperrelement 24 jeweils nur in den Endstellungen des Schwenkwinkels &agr; selbsttätig zwischen seinen beiden das Rastelement 16 entweder freigebenden oder blockierenden Stellungen umgeschaltet.
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Die Rasteinrichtung 14 wird einerseits von dem Rastelement 16 gebildet sowie andererseits von einer im wesentlichen kreisbogen- bzw. kreissektorförmigen, zur Schwenkachse 6 koaxialen Rastbahn 26 des Basisteils 4. Die Rastbahn 26 weist einerseits mehrere die Gebrauchspositionen definierende Rasten 28 sowie andererseits eine die Nichtgebrauchsposition definierende Raste 30 auf. Zwischen dem Bereich der die verschiedenen Gebrauchspositionen definierenden Rasten 28 und der die Nichtgebrauchsposition definierenden Raste 30 erstreckt sich vorzugsweise ein Freilaufbereich 32 ohne Rasten. Das Rastelement 16 ist zum Rasten in zur Schwenkachse 6 im Wesentlichen radialer Richtung beweglich geführt und zusammen mit dem Bauteil 2 relativ zu der Rastbahn 26 verschwenkbar. Die Rasten 28, 30 der Rastbahn 26 sowie das Rastelement 16 sind derart ausgebildet, dass im jeweils eingerasteten Zustand des Rastelementes 16 eine Schwenkbewegung des Bauteils 2 in der zweiten Bewegungsrichtung entsprechend Pfeil 22 durch Formschluß blockiert, aber in der ersten Bewegungsrichtung entsprechend Pfeil 20 durch Kraftformschluß jeweils schrittweise rastend möglich ist. Im Bereich zwischen den Gebrauchspositionen und der Nichtgebrauchsposition erfolgt die Bewegung aufgrund des Freilaufbereichs 32 ohne Rastung.
Vorteilhafterweise kann das Basisteil 4 für die bevorzugte Anwendung auf der Seite einer Sitz- Rückenlehne ortsfest angeordnet werden. Somit läßt sich die gesamte Verstelleinrichtung einschließlich der Rasteinrichtung in das Innere eines Sitzes bzw. einer Rückenlehne integrieren. Hierdurch wird der Vorteil erreicht, dass die Armstütze anderweitig genutzt werden, z. B. ein relativ großes Ablagefach aufweisen kann. In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung ist die Welle 8 als Hohlwelle zum Durchführen beispielsweise mindestens einer in Fig. 1 angedeuteten Leitung 34 ausgebildet. Dadurch können durch die hohle Welle 8 Leitungen, wie Kabel, Wellen oder Züge, z. B. für weitere Sitzverstelleinrichtungen, hindurchgeführt werden.
Es ist weiterhin zweckmäßig, wenn die Welle 8 an ihrem Ende 10 ein radiales Führungsteil 36 für das Rastelement 16 aufweist. Das Rastelement 16 ist nach Art eines Schloßriegels in zur Schwenkachse 6 radialer Richtung verschiebbar in einer Führungsaufnahme 38 des Führungsteils 36 gelagert und dabei in Richtung der Rastbahn 26 mit einer Federkraft F beaufschlagt. Hierzu sitzt zwischen dem Grund der
: i I.: l'J.i \
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Führungsaufnahme 38 und dem Rastelement 16 eine Druckfeder 40, bevorzugt eine Schraubendruckfeder. Das Führungsteil 36 kann aus einem starr am Wellenende 10 befestigen Rohr 42 und einem Führungseinsatz 44 bestehen (siehe insbesondere Fig. 5). Das erfindungsgemäße Sperrelement 24 ist an dem Führungsteil 36 zwischen seinen beiden Stellungen derart beweglich gelagert, dass es einerseits zum Blockieren des Rastelementes 16 seitlich (bezogen auf die Längserstreckung des Führungsteils 36) in die Führungsaufnahme 38 und in eine Blockierausnehmung 46 des Rastelements 16 eingreift (vgl. Fig. 4) sowie andererseits zum Freigeben des Rastelementes 16 außerhalb der Blockierausnehmung 46 liegt (Fig. 3).
In den einerseits in Fig. 1 bis 5 und andererseits in Fig. 9 bis 11 veranschaulichten Ausführungsformen ist das Sperrelement 24 bezüglich seiner beiden Stellungen bistabil ausgeführt und wird jeweils in den Schwenkbewegungs- Endstellungen durch Anlagekontakt an dem Basisteil 4 umgeschaltet.
Bei der Ausführung nach Fig. 1 bis 5 ist das Sperrelement 24 als Querschieber 48 ausgebildet, der quer zur Längsachse des Führungsteils 36 in diesem verschiebbar gelagert ist. In seiner das Rastelement 16 freigebenden, ersten Stellung ragt der Querschieber 48 aus dem Führungsteil 36 in dessen ersten Bewegungsrichtung 20 vor (Fig. 3), so dass er in der (oberen) Bewegungsendstellung durch direkten Anlagekontakt am Basisteil 4 - siehe dazu Fig. 4 - in seine in die Blockierausnehmung 46 des Rastelementes 16 eingreifende zweite Stellung verschoben wird. In der anderen unteren Bewegungsendstellung (Fig. 3) wird der Querschieber 48 von einem stößelartigen, in eine Durchgangsöffnung des Führungsteils 36 und des Rastelementes 16 eingreifenden Betätigungselement 50 des Basisteils 4 wieder in die erste Stellung verschoben. Dabei ist es zweckmäßig, wenn der Querschieber 48 in seinen beiden Stellungen jeweils rastend (kraftformschlüssig) gehalten ist. In Fig. 3 und 4 sind dazu entsprechende Rastnasen angedeutet.
Damit das Sperrelement 24 bzw. der Querschieber 48 in der oberen Endstellung gemäß Fig. 4 in die Blockierausnehmung 46 des Rastelementes 16 eingreifen kann, wird das Rastelement 16 zunächst gegen die Federkraft F radial zurück verschoben. Dazu ist vorgesehen, dass die Rastbahn 26 im Bereich zwischen der die Nicht-
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gebrauchsposition definierenden Raste 30 und der benachbarten Bewegungsendstellung einen radial in Richtung der Schwenkachse 6 vorspringenden Steuerflächenabschnitt 52 derart aufweist, dass durch Anlagekontakt das Rastelement 16 mit seiner Blockierausnehmung 46 in eine eingriffbereite Radialposition für das Sperrelement 24 bzw. den Querschieber 48 gebracht wird. In dieser Radialposition wird das Rastelement 16 dann formschlüssig gehalten, so dass es sich bei Bewegung in Pfeilrichtung 22 frei über alle Rasten 30 und 28 hinweg bis in die andere (untere) Endstellung bewegen kann.
In der Ausführung nach Fig. 6 bis 8 ist das Sperrelement 24 derart durch Federbelastung monostabil ausgebildet, dass es in der einen, im Bereich der Nichtgebrauchsposition liegenden, oberen Endstellung durch eine entsprechende, durch den Steuerflächenabschnitt 52 bewirkte Stellung des Rastelementes 16 federkraftbedingt in dessen Blockierausnehmung 46 eingreift. In der anderen, unteren Bewegungsendstellung wird das Sperrelement 24 durch Anlagekontakt an dem Basisteil 4 kurzzeitig zur Freigabe des Rastelementes 16 betätigt. Wie dargestellt ist das Sperrelement 24 bei dieser Ausführung als eine seitlich am Führungsteil 36 um eine quer zu dessen Längserstreckung verlaufende Drehachse 54 (Fig. 8) schwenkbar gelagerte Sperrklinke 56 ausgebildet, die in Richtung des Rastelementes 16 zum Eingriff in dessen Blockierausnehmung 46 durch eine Feder 58 (z. B. Blatt- bzw. Lamellenfeder) beaufschlagt ist. Die Sperrklinke 56 ist hierbei nach Art eines zweiarmigen Hebels ausgebildet und weist somit einen sich über die Drehachse 54 hinaus erstreckenden Betätigungsabschnitt 60 auf, der durch direkten Anlagekontakt am Basisteil die Sperrklinke 56 zur Freigabe des Rastelementes 16 gegen die Feder 58 verschwenkt (siehe Fig. 6).
Bei der dritten Variante nach Fig. 9 bis 11 ist das Sperrelement 24 wiederum bistabil ausgeführt, allerdings analog zur Ausführung nach Fig. 6 bis 8 als Sperrklinke 56 ausgebildet. Hierbei wirkt jedoch die Sperrklinke 56 mit einer Feder 62 derart zusammen, dass sie in einer ersten Schwenkstellung mit Federkraft in Richtung des Rastelementes 16 zum Eingriff in dessen Blockierausnehmung 46 oder in einer zweiten Schwenkstellung mit Federkraft von dem Rastelement 16 weg beaufschlagt ist. Das Umschalten erfolgt jeweils durch direkten Anlagekontakt am Basisteil 4 bzw.
über ein stößelartiges Betätigungselement 64 des Basisteils 4. Wie sich aus den beiden Positionsdarstellung in Fig. 10 und 11 ergibt, ist die Feder 62 als Zugfeder ausgebildet und so zwischen dem Eingriffsabschnitt der Sperrklinke 56 und einem gegenüberliegenden Widerlager 66 eingehängt, dass der Betätigungsabschnitt 60 in den beiden Stellungen der Sperrklinke 56 jeweils auf verschiedenen Seiten einer Feder- Längsachse liegt. Auf diese Weise sind die beiden Stellungen jeweils stabil (bistabil).
Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten und beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt, sondern umfaßt auch alle im Sinne der Erfindung gleichwirkenden Ausführungen. Ferner ist die Erfindung bislang auch noch nicht auf die im Anspruch 1 definierte Merkmalskombination beschränkt, sondern kann auch durch jede beliebige andere Kombination von bestimmten Merkmalen aller insgesamt offenbarten Einzelmerkmalen definiert sein. Dies bedeutet, daß grundsätzlich praktisch jedes Einzelmerkmal des Anspruchs 1 weggelassen bzw. durch mindestens ein an anderer Stelle der Anmeldung offenbartes Einzelmerkmal ersetzt werden kann. Insofern ist der Anspruch 1 lediglich als ein erster Formulierungsversuch für eine Erfindung zu verstehen.
Claims (15)
1. Neigungsverstelleinrichtung für ein relativ zu einem Basisteil (4) um eine Schwenkachse (6) über einen bestimmten Schwenkwinkel (α) verschwenkbar gelagertes Bauteil (2), insbesondere für eine Sitz-Armstütze, mit einer Rasteinrichtung (14) derart, dass das Bauteil (2) ausgehend von einem Endbereich des Schwenkwinkels (α) in mehreren verschiedenen, insbesondere zur Armauflage geeigneten, Gebrauchspositionen sowie im anderen Endbereich des Schwenkwinkels (α) in einer Nichtgebrauchsposition jeweils rastend arretierbar ist, wobei die Rasteinrichtung (14) ein federbelastetes Rastelement (16) und diesem zugeordnete Steuermittel (18) derart aufweist, dass bei einer ersten Bewegungsrichtung (20) ausgehend von einer Gebrauchsposition in Richtung der Nichtgebrauchsposition das Rastelement (16) in jeder möglichen Position einrastet, während eine Bewegung in einer umgekehrten zweiten Bewegungsrichtung (22) aus dem Bereich der Nichtgebrauchsposition in Richtung der Gebrauchspositionen ohne Einrasten des Rastelementes (16) erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuermittel (18) ein derart mit dem Rastelement (16) zusammenwirkendes Sperrelement (24) aufweisen, dass das Rastelement (16) in der ersten Bewegungsrichtung (20) von dem Sperrelement (24) zum Rasten freigegeben wird, während in der zweiten Bewegungsrichtung (22) das Rastelement (16) durch das Sperrelement (24) gegen eine Einrastbewegung blockiert wird, wobei das Sperrelement (26) jeweils in den Endstellungen des Schwenkwinkels (α) selbsttätig zwischen seinen beiden das Rastelement (16) entweder freigebenden oder blockierenden Stellungen umgeschaltet wird.
2. Neigungsverstelleinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rasteinrichtung (14) eine im Wesentlichen kreisbogen- bzw. kreissektorförmige, zur Schwenkachse (6) koaxiale Rastbahn (26) mit die Gebrauchspositionen und die Nichtgebrauchspositionen definierenden Rasten (28; 30) aufweist, wobei das Rastelement (16) zum Rasten in zur Schwenkachse (6) im Wesentlichen radialer Richtung beweglich geführt und gemeinsam mit dem Bauteil (2) relativ zu der Rastbahn (26) verschwenkbar ist.
3. Neigungsverstelleinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Rasten (28; 30) der Rastbahn (26) und das Rastelement (16) derart ausgebildet sind, dass im jeweils eingerasteten Zustand des Rastelementes (16) eine Schwenkbewegung des Bauteils (2) in der zweiten Bewegungsrichtung durch Formschluß blockiert und in der ersten Bewegungsrichtung durch Kraftformschluß schrittweise rastend möglich ist.
4. Neigungsverstelleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Bauteil (2) über eine Welle (8) schwenkbar gelagert ist, wobei die Welle (8) an ihrem in das Basisteil (4) geführten Ende (10) ein radiales Führungsteil (36) für das Rastelement (16) aufweist.
5. Neigungsverstelleinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Welle (8) als Hohlwelle zum Durchführen beispielsweise mindestens einer Leitung (34) ausgebildet ist.
6. Neigungsverstelleinrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Basisteil (4) im Wesentlichen kreissektorförmig mit einer Führungsöffnung (12) für die Welle (8) ausgebildet ist, wobei die Rastbahn (26) Bestandteil des Basisteils (4) ist.
7. Neigungsverstelleinrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Rastelement (16) verschiebbar in einer Führungsaufnahme (38) des Führungsteils (36) gelagert und radial in Richtung der Rastbahn (26) mit einer Federkraft (F) beaufschlagt ist.
8. Neigungsverstelleinrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Sperrelement (24) an dem Führungsteil (36) zwischen seinen beiden Stellungen derart beweglich gelagert ist, dass es einerseits zum Blockieren des Rastelementes (16) seitlich in die Führungsaufnahme (38) und in eine Blockierausnehmung (46) des Rastelementes (16) eingreift sowie andererseits zum Freigeben des Rastelementes (16) außerhalb der Blockierausnehmung (46) liegt.
9. Neigungsverstelleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Sperrelement (24) bezüglich seiner beiden Stellungen bistabil ausgeführt ist und jeweils in den Schwenkbewegungs-Endstellungen durch Anlagekontakt an dem Basisteil (4) umgeschaltet wird.
10. Neigungsverstelleinrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Sperrelement (24) als Querschieber (48) ausgebildet ist, der in seiner das Rastelement (16) freigebenden, ersten Stellung das Führungsteil (36) in der ersten Bewegungsrichtung (20) überragt und in der einen Bewegungs- Endstellung durch Anlagekontakt am Basisteil (4) in seine in die Blockierausnehmung (46) des Rastelementes (16) eingreifende, zweite Stellung verschoben wird, wobei der Querschieber (48) in der anderen Bewegungs- Endstellung von einem stößelartigen, in eine Durchgangsöffnung des Führungsteils (36) und des Rastelementes (16) eingreifenden Betätigungselement (50) des Basisteils (4) wieder in die erste Stellung verschoben wird.
11. Neigungsverstelleinrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschieber (48) in seinen beiden Stellungen jeweils kraft- oder kraftformschlüssig fixiert ist.
12. Neigungsverstelleinrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Sperrelement (24) als seitlich am Führungsteil (36) schwenkbar gelagerte Sperrklinke (56) ausgebildet ist, die mit einer Feder (62) derart zusammenwirkt, dass sie in einer ersten Schwenkstellung mit Federkraft in Richtung des Rastelementes (16) zum Eingriff in die Blockierausnehmung (46) sowie in einer zweiten Schwenkstellung mit Federkraft von dem Rastelement (16) weg beaufschlagt ist, wobei das Umschalten jeweils durch Anlagekontakt am Basisteil (4) oder über ein stößelartiges Betätigungselement (64) des Basisteils (4) erfolgt.
13. Neigungsverstelleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Sperrelement (24) derart insbesondere durch Federbelastung monostabil ausgebildet ist, dass es in der einen, im Bereich der Nichtgebrauchsposition liegenden Bewegungs-Endstellung durch eine entsprechende Stellung des Rastelementes (16) in dessen Blockierausnehmung (46) eingreift und in der anderen Bewegungs-Endstellung durch Anlagekontakt an dem Basisteil (4) kurzzeitig zur Freigabe des Rastelementes (16) betätigt wird.
14. Neigungsverstelleinrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Sperrelement (24) als seitlich am Führungsteil (36) um eine Drehachse (54) schwenkbar gelagerte Sperrklinke (56) ausgebildet ist, die in Richtung des Rastelementes (16) zum Eingriff in die Blockierausnehmung (46) durch eine Feder (58) beaufschlagt ist, wobei die Sperrklinke (56) einen sich über die Drehachse (56) hinaus erstreckenden Betätigungsabschnitt (60) aufweist, der durch den Anlagekontakt am Basisteil (4) die Sperrklinke (56) zur Freigabe des Rastelementes (16) gegen die Feder (58) verschwenkt.
15. Neigungsverstelleinrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastbahn (26) im Bereich zwischen der die Nichtgebrauchsposition definierten Raste (30) und der benachbarten Bewegungs-Endstellung einen radial in Richtung der Schwenkachse (6) vorspringenden Steuerflächenabschnitt (52) derart aufweist, dass durch Anlagekontakt das Rastelement (16) mit seiner Blockierausnehmung (46) in eine eingriffbereite Radialposition für das Sperrelement (24) gebracht wird.
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Legal Events
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| R207 | Utility model specification |
Effective date: 20020711 |
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| R150 | Utility model maintained after payment of first maintenance fee after three years |
Effective date: 20040330 |
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| R152 | Utility model maintained after payment of third maintenance fee after eight years |
Effective date: 20090325 |
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| R071 | Expiry of right |