DE2009147B2 - Klemmvorrichtung für das Querhaupt einer Werkstoffprüfmaschine - Google Patents
Klemmvorrichtung für das Querhaupt einer WerkstoffprüfmaschineInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Klemmvorrichtung für das Querhaupt einer Werkstoffprüfmaschine.
Bei Werkstoffprüfmaschinen wurden bisher die verütellbaren
Querhäupter mit Hilfe normaler Verschraul>ungen an den Tragsäulen festgeklemmt. Es müssen
tfabei stets, wenn ein solches Querhaupt verstellt werden muß, mehrere Schrauben gelöst und wieder befettigt
werden, wobei es bekanntlich sehr schwierig ist, eile Schrauben immer gleichmäßig Anzuziehen, abgesehen
davon, daß eine solche Arbeit auch einen größeren Eeitaufwand erfordert.
Es sind auch hydraulische Klemmen zum Festlegen von solchen Querhäuptern an den Säulen bekannt,
doch haben derartige Ausführungen den Nachteil, daß, bei einem unbeabsichtigten Druckabfall, sich die
Klemmvorrichtung von selbst löst und das Querhaupt abrutscht, was zu Schaden und sogar zu Unfällen führen
kann. Eine ähnliche Bauform ist aus der britischen Patentschrift 1 036 876 zu entnehmen, wo eine Querhauptklemmung
mit Hilfe von rohrförmigen Säulen erfolgt, die unter Öldruck ihren Durchmesser vergrößern
und auf diese Art eine Klemmung mit den Laufbuchsen des Querhauptes bewirken. Auch hier wird die Klemmung
nur so lange halten, als ein entsprechender Öldruck zur Verfugung steht.
Die Erfindung hat sich daher die Aufgabe gestellt, bei derartigen Werkstoffprüfmaschinen eine Vorrichtung
zu schaffen, die ein schnelles und unfallfreies Arbeiten ermöglicht und sicherstellt, daß die Klemmvorrichtung
nur dann gelöst und angezogen wird, wenn dies von dem Bedienungsmann der Prüfmaschine gebraucht
wird.
Die Lösung dieser Aufgabe wird nun dadurch erreicht, daß die das Querhaupt bildenden Platten an den
Säulen mit Hilfe von vorgespannten Dehnbolzcn festgeklemmt sind und daß die Dehnbolzen von je einem
Hohlkolbenzylinder umfaßt sind, die von außen mit Druck beaufschlagbar sind.
In allen jenen Fällen, wo die beiden das Querhaupl bildenden Platten in einem größeren Abstand voneinander
sind, kann man erfindungsgemäß so vorgehen, daß zwischen dem Hohlkolbenzylinder und der zweiten
zum Querhaupt gehörenden Platte eine Hülse eingesetzt ist.
Um sicherzustellen, daß das Lösen und das Klemmen der Vorrichtung gleichmäßig vor sich geht, kann man
erfindungsgemäß die Vorrichtung so ausbilden, daß die Hohlkolbenzylinder mit einer vom Wirkdruckgeber
kommenden Druckleitung verbunden sind.
Durch die erfinderische Lösung ist siehergestellt, daß
dann, wenn kein Druck auf die Hohlkolbenzylinder gegeben wird, die Klemmvorrichtung in Wirkung ist, also
das Querhaupt festgehalten wird, während andererseits durch die gleichmäßige Beaufschlagung aller Hohlkolbenzylinder
die Klemmvorrichtung für da* Querhaupt
schnell gelöst werden kann und dieses dann ohne Schwierigkeiten verstellbar ist. Es wird also unter Öldruck
die Querhauptklemmung gelöst, so daß also, gerade umgekehrt wie bei der bekannten Vorrichtung, im
Falle des Klemmens kein Öldruck vorhanden ist. Es kann also bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung kein
selbsttätiges Lösen des Querhauptes erfolgen, was bei der bekannten Vorrichtung, z. B. im Falle eines Bruches
der Ölleitung, sofort eintritt.
Weiterbildungen der Erfindung werden an Hand der folgenden Beschreibung eines Ausführungsbcispiels in
Verbindung mit der Zeichnung und den Ansprüchen erläutert. Es zeigt in schematischen Skizzen
F i g. 1 eine Ansicht einer Werksloffprüfmaschine im
Aufriß und
Fig. 2 einen Schnitt durch die erfindungsgemäßc
Klemmvorrichtung an der rechten Säu'c in F i g. I.
Das Schema einer Werkstoffprüfmaschine zeig! F i g. 1, wo nämlich auf einer Grundplatte 1 zwei Sau
len 2 und 2' befestigt sind, an denen ein Querhaupt 3
der Höhe nach verstellbar festgelegt werden kann. Die Befestigung des Querhaupies, also die Klemmung, erfolgt
mit Hilfe von Dehnbolzen 4. An dem Querhaupt 3 ist der Druckzylinder 10 angebaut.
Der Schnitt durch eine erfindungsgemäße Klemnivorricntung
(F i g. 2) zeigt, daß das Querhaupt aus zwei Platten 3 und 3' besteht, zwischen denen die Säule 2
aufgenommen wird, wozu zweckmäßigerweise Klemm backen 6 und 6' im Bereich der Säule eingesetzt sind.
Zu beiden Seiten der Säule 2 sind je zwei Dehnbolzen 4 vorgesehen, die mit Hilfe von Muttern 5 festgezogen
werden, so daß die Klemmung der Platten 3, 3' an der Säule 2 erfolgt. Es ist in vielen Fällen angebracht, wie in
F i g. 2 dargestellt, an den Platten 3 und 3' außen, im
Klemmbcreich, Verstärkungsplatten 7 und 7' vorzusehen.
Über die Dehnbolzen 4 sind Hohlkolbenzylinder 8 gestülpt, und es isi gezeigt, daß man mit verhältnismäßig
kurzen Hohlkolbenzylindern auskommen kann, weil man zwischen die Hohlkolbenzylinder 8 und die
zsveite Platte 3 Distanzhülsen 9 einsetzen kann. Diese Distan/.hülsen 9 müssen eine solche Länge aufweisen,
daß die Klemmung mit Hilfe der Dehnschrauben 4 gewährleistet ist.
Beim Lösen der Verspannung, /. B. um das Querhaupt zu verstellen, werden die Hohlkolbenzylinder 8
mit Druck beaufschlagt, so daß die Dchnbolzcn 4 gedehnt werden und sich die Klemmbacken 6 etwas von
der Säule 2 abheben. Wenn das Querhaupl der Höhe nach versteilt werden soll, muß dies natürlich gleichzeitig
auch bei der Säule 2' geschehen. Solange die Dehnboizen in der vergrößerten Länge, durch den Druck der
Hohlkolbenzylinder, verharren, ist eine Verschiebung des Querhauptes nach oben oder nach unten ohne weiteres
möglich. Das Festklemmen an der gewünschten Stelle erfolgt dann ganz einfach nur durch die Dehnbolzcn
4, indem der Druck von den Hohlkolbenzylindern 8 wieder weggenommen wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Klemmvorrichtung for das Querhaupt einer
Werkstoffprüfmsschine, dadurch gekenn-ζ
e j c h η e t, daß die das Querhaupt bildenden Platten (3,3') an den SSulen (2,2') mit Hilfe von vorgespannten
Pehnbolzen (4) festgeklemmt sind und daß die Dehnbolzen (4) von je einem Hohlkolbenzylinder
(8) umfaßt sind, die von außen mit Druck xq beaufschlagbar sind.
2. Klemmvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Hohlkolbenzylinder
(8) und der zweiten zum Querhaupt gehörenden Platte (3) eine Hülse (9) eingesetzt ist.
3. Klemmvorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Hcihlkolbenzylinder
(8) mit einer vom Wirkdruckgeber kommenden Druckleitung verbunden sind.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702009147 DE2009147B2 (de) | 1970-02-27 | 1970-02-27 | Klemmvorrichtung für das Querhaupt einer Werkstoffprüfmaschine |
| FR7105517A FR2078759A5 (de) | 1970-02-27 | 1971-02-18 | |
| GB2219971A GB1307487A (en) | 1970-02-27 | 1971-04-19 | Materials examining machine |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702009147 DE2009147B2 (de) | 1970-02-27 | 1970-02-27 | Klemmvorrichtung für das Querhaupt einer Werkstoffprüfmaschine |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2009147A1 DE2009147A1 (de) | 1971-09-02 |
| DE2009147B2 true DE2009147B2 (de) | 1974-07-04 |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19702009147 Pending DE2009147B2 (de) | 1970-02-27 | 1970-02-27 | Klemmvorrichtung für das Querhaupt einer Werkstoffprüfmaschine |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
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| FR (1) | FR2078759A5 (de) |
| GB (1) | GB1307487A (de) |
Families Citing this family (2)
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|---|---|---|---|---|
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-
1970
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-
1971
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Also Published As
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