DE2008667C - Boden Verschluß für metallurgische Behälter, insbesondere Gießpfannen - Google Patents

Boden Verschluß für metallurgische Behälter, insbesondere Gießpfannen

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DE2008667C
DE2008667C DE19702008667 DE2008667A DE2008667C DE 2008667 C DE2008667 C DE 2008667C DE 19702008667 DE19702008667 DE 19702008667 DE 2008667 A DE2008667 A DE 2008667A DE 2008667 C DE2008667 C DE 2008667C
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pressure chamber
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Hans-Reinhard Dr.-Ing. Zug Fehling (Schweiz); Winkler, Hans-Joachim, Dipl.-Ing., 4150 Krefeld; Kutzer, Hans-Joachim, Dipl.-Ing., 6200 Wiesbaden-Rambach
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Stoecker and Kunz GmbH
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Description

Die Erfindung betrifft einen Bodenverschluß für metallurgische Behälter, insbesondere Gießpfannen, der aus dem Zusammenwirken einer Stopfenstange mit Stopfen und einem Ausguß besteht.
Derartige Verschlußeinrichtungen arbeiten auch heute noch mit einer im Innern der Gießpfanne, also in der flüssigen Schmelze angeordneten mit feuerfestem Material umkleideten Stopfenstange, die einen im Pfanr.enboden befindlichen Ausguß mit einem Stopfen verschließt oder durch Heben der Stopfenstange öfTnet. Die Stopfenstange ist hierbei ständig den komtinierten chemischen und mechanischen erosiven Angriffen der flüssigen Schmelze, besonders im Bereich der Schlackenzone ausgesetzt, was nicht selten zu ihrem vorzeitigen Verschleiß führen und den Gießvorgü^n beeinträchtigen, ja sogar zu einer Gefahr werden I -n kann. Verschlissene Teile der Stopfen-
ίο stange köi.· t-n sich ablösen und zufolge ihrer niedrigeren spezii' sehen Wichte an die Schmelzenoberfläche gespült werden oder aber zusammen mit der ausfließenden Schmelze in iie Kokille oder den Gießsti .»ng gelangen und Verunreinigungen im gegossenen Material bewirken. Als Folge dieses Verschleißes kann schließlich die Stopfenstange unbrauchbar werden, so daß sich der Pfannenausguß überhaupt nicht mehr schließen läßt.
Es ist zwar schon versucht worden, diese bekannten Schwierigkeiten und Mängel etwa dadurch zu beseitigen, daß bei einem bekannten Bodenverschluß die Stopfenstange aus der flüssigen Schmelze heraus außerhalb der Gießpfanne gelegt worden ist derart, daß der Stopfen in einer inneren Kappe ruht, welche teils auf dem Boden teils unten in der Pfannenwand eingebaut ist und durch einen seitlich aus der PfannenwanJ herausragenden Hebel bewegt wird, dessen eines am Pfannenstopfen angreifendes Ende ebenfalls in der Kappe gelagert ist. Die feuerfeste Kappe als Führung für Stopfen und Hebel ist aber auch bei dieser Anordnung im Inneren des Behälters angeordnet und unterliegt demzufolge denselben bereits geschilderten Verschleißerscheinuiigen mit allen sich daraus ergebenden Mangeln, wie sie bei in der flüssigen Schmelze liegenden Stopfenstangen zu verzeichnen sind. Das mag wohl auch der Grund dafür sein, daß sich dieser Bode,,Verschluß in der Praxis nicht durchsetzen konnte.
Es ist weiterhin ein Gießpfannenverschluß be-
to kanrit, mit einem innerhalb der Pfanne ortsfest angeordneten feuerfesten Verschlußstopfen, welcher mit einer axial verschiebbar im Pfannenboden angeordneten Ausgußhülse als Verschluß zusammenwirkt, wobei die axiale Verstellung mittels von außen an der Ausgußhülse angreifenden, hydraulisch arbeitendem Hebelgetriebe bewerkstelligt wird. Die im Pfannenboden befindliche, dem ferrostatischen Druck der Schmelze ausgesetzte axiale Gleitfühiung der Aussußhülse bildet naturgemäß eine Angriffsfläche für Schmelzeninfiltrationen und erhöhten erosiven Verschleiß, somit eine für den Gießbetrieb unzulässige Gefahrenquelle.
Schließlich ist aber auch schon ein Stopfenstangenverschluß an einer Gießpfanne bekanntgeworden, mit i:iner außerhalb der Pfanne axial beweglich gehalterten, in eine am Pfannenboden seitlich angeordnete mit dem Pfanneninneren verbundenen gasbeaufschlagten Druckkammer abdichtend hineinragenden Stopfenstange, deren axiale Bewegung durch ein dem hydrostatischen Druck entsprechendes größenveränderliches Druckmedium steuerbar ist. Die Führung der Stopfenstange im feuerfesten Mauerwerk der seitlich an der Pfanne angeordneten Ausflußkammer zwischen innerem Schmelzenraum und äußerer Druckkammer ist so ausgebildet, daß flüssige Schmelze in die Stopfenstangenführung gelangen und dort einfrieren kann, so daß die freie Beweglichkeit der Stopfenstange nicht gewährleistet ist.
Die Erfindung geht von der Aufgabe aus, einen Stopfenverschluß insbesondere für Gießpfannen, zu jchatfen, der mit einer außerhalb der Pfanne angeordneten Stopfenstange ausgerüstet ist und die geschilderten Mängel der bekannten Einrichtungen vermeidet.
Zu diesem Zweck ist nach der Erfindung bei einem Bodenverschluß für metallurgische Behälter mit außerhalb des B. !»alters angeordneter, angetriebener Stopfenstange, dessen Stopfen und Ausguß in einer in Behälterbodenhöhe seitlich am Behälter angebauten, mit dem Behälterinneren verbundenen Druckkammer untergebracht sind, welche von der Stopfenstange nach außen abdichtend durchdrungen und von einem dem hydrostatischen Druck entsprechenden größenveränderlichen Druckmedium beaufschlagt ist, der Innenraum der Druckkammer koaxial zur Stopfenstangc in Richtung auf den Stopfenstangenantrieb erweitert und mit einem Druckgas gefüllt, das bei gefülltem Behälter durch den hydrostatischen Druck komprimierbar ist und als Sperre gegen das Eindringen flüssiger Schmelze in die Stopfenstangenführung tiient. Hierdurch ist gesichert, daß praktisch nur der unmittelbar die Ausgußöffnung verschließende Stopfen mit flüssiger Schmelze in Berührung kommt, während die Stopfenstange durch ein gasförmiges Druckmedium geschützt bleibt. Etwaiges Eindringen von flüssiger Schmelze in ^ie Axialführung der Stopfenstange oder Einfrieren innerhalb derselben ist dadurch praktisch ausgeschlossen.
Als weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich, daß die Stopfenstange nicht mehr in der flüssigen Schmelze bzw. Schlacke ruht und außerdem wesentlich kürzer gehalten sein kann. Dadurch ergeben sich günstigere Voraussetzungen für eine Vergrößerung der Pfannen, wie sie heute schon bis zu einem Fassungsvermögen von mehreren 100 t verwendet werden sowie für eine vorwiegend bei hochlegierten Stählen erforderliche Heraufsetzung der Gießtemperaturen. Auch hinsichtlich der verlängerten Gießzeiten, wie sie durch größere Pfanneninhalte oder metallurgische Zwischenbehandlungen, wie z. B. Vakuumbehandlung, Legieren, bedingt sind, gestattet die Erfindung eine Erweiterung der bisherigen diesbezüglich gesetzten Grenzen.
In vorteilhafter Ausbildung des Erfindungsgegenstandes kann zwischen Biuckkammer und außerhalb der Druckkammer befindlichem Stopfenstangenende eine elastische, vorzugsweise ils Faltenbalg ausgebildete metallische Abdichtung vorgesehen sein.
Es ist. zwar schon vorbekannt, bei einer geschlossenen Gießpfanne die Stopfenstange gasdicht mit Hilfe einer in Richtung der Stopfenverschiebung beweglichen Metallschlauchmembran in die Pfanne einzuführen. Diese Anordnung dient aber einem anderen Zweck. Bei ihr handelt es sich um einen Bodenverschluß an einer Gießpfanne zum fortlaufenden Gießen, wo die Gießpfanne fortlaufend unter Druck nachgefüllt und in einen Ofen entleert wird, aus dem kontinuierlich unter Druck gegossen wird. Auch steht die Stopfenstange mit ihrer ganzen Länge in der flüssigen Schmelze und unterliegt somit den gleichen erhöhten Verschleißersclieinungen und den damit zusammenhängenden Nachteilen, wie eingangs bereits dargelegt.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung kann das die Druckkammer nach außen durchdringende Ende der Stopfenstange als Kolben ausgebildet in einem Druckzylinder geführt sein, dessen untere der Druckkammer zugekehrte Kammer mit dieser und zusätzlich über eine schließbare Druckausgleichsleitung mit der oberen Zylinderkammer verbunden
ist, wobei die untere Zylinderkammer und damit die Druckkammer von einem weiteren regelbaren Druckmedium beaufschlagt ist. Hierbei kann vorteilhaft bei geschlossener Druckausgleichsleitung die obere Zylinderkairimer durch ein Druckmedium von größerem
ίο Druck als dem bei vollständig gefülltem Behälter herrschenden hydrostatischen Druck und die untere Zylinderkammer durch ein Druckmedium in Höhe des jeweiligen hydrostatischen äquivalenten Gegendruckes beaufschlagt sein. Der besondere Vorteil dieser Ausgestaltung besteht darin, daß ohne zusätzlichen außerhalb des Behälters an der Stopfenstange angreifenden Antrieb die Stopfenstange gewissermaßen selbst das sie umgebende bis in die Druckkammer hineinreichende Druckmedium zum eigenen Antrieb, d. h. zur Ausführung ihr<*r Heb- und Senkbewegung, ausnutzt, unter Weglassung irgendwelcher mechanischer Abdichtungsmittel zwischen Druckkammer und die Druckkammer durchdringendem Stopferstangenende.
Für sämtliche Ausführungsformen der Erfindung kann mit Vorteil als Druckmedium Preßluft, Stickstoff oder Argon vorgesehen sein. Auch kann der in der Druckkammer und der in der oberen Zylinderkammer des Stopfenstangenantriebes herrschende
Druck mit Hilfe eines Manometers meßbar sein. Schließlich ist es vorteilhaft, daß der Ausguß von einem Bodensteiri umfaßt ist und daß Ausguß- und Bodenstein von außen in die feuerfeste Auskleidung der Vorkammer einbringbar und austauschbar sind.
Hierdurch ist ein rasches Auswechseln beim Verschleiß dieser feuerfesten Teile von außen möglich, ohne daß es eines Eingriffes in die Vorkammer von außen bedarf.
Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den erfindungsgemäßen Ausführungsbeispielen, die in den Zeichnungen dargestellt und anschließend erläutert sind. Es zeigt
Fig. 1 einen Bodenverschluß an einer teilweise dargestellten Gießpfanne im Längsschnitt,
F i g. 2 einen Querschnitt durch den Bodenverschluß nach Linie II-II in Fi g. 1,
F i g. 3 eine Gießpfanne mit zwei Bodenverschlüssen in schematischer Darstellung im verkleinerten Maßstab,
F; g. 4 eine Draufsicht auf die Gießpfanne nach Fig. 3,
Fig. 5 einen weiteren Bodenverschluß an einer teilweise dargestellten Gießpfanne im Längsschnitt und
Fig. 6 ein weitet es Ausführungsbeispiel eines Bodenverschlusses an einer teilweise dargestellten Gießpfanne im Längsschnitt.
In den F i g. 1 bis 6 sind gleiche Teile mit gleichen Bezugsziffern versehen. In Fig. 1 und 2 ist mit 1 der
Stahlmantel einer Gießpfanne 2 bezeichnet, welcher eine feuerfeste Auskleidung 3 der Pfanne umschließt. Eine gasdichte feuerfest ausgekleidete (3') Druckkammer 4 ist von einem Stahlmantel 5 umschlossen in Bodenhöhe der Pfanne seitlich vom Pfanncninnern abgesetzt angeordnet und durch einen inneren Durchflußkanal 6 mit dem Pfanneninnern verbunden. Im etwa in einer Ebene mit dem Pfannenboden liegenden Boden der Druckkammer ist ein von unten und außen
5 6
auswechselbarer Bodenstein 7 eingesetzt, welcher wird sich die Druckkammer 4 über den Kanal 6 ebeneinen wiederum von außen einsetzbaren Ausguß 8, falls schnell mit flüssiger Schmelze füllen,
beide aus feuerfestem Material, trägt. Bodenstein und Sobald der Metallspiegel beim Füllen der Pfanne 1 Ausguß sind mit Hilfe einer am unteren Stahlmantel 5' über die Decke 6 α der Druckkammer steigt, ist be der Druckkammer bei 9 anschraubbaren Platte 10 5 geschlossenem Ventil 25 ein Gasvolumen, das sich it gehalten. der zylindrischen Kammer 14 befindet, eingeschlos·
Die Druckkammer 4 hat eine nLdrige Decke 6 a, sen, weil es gasdicht von Mantel 5, Bohrung 11, Balg welche in Achsrichtung des Ausgusses 8 nach oben 16 bzw. Kammer 23 umschlossen ist. Mit steigenderr durchbohrt ist und deren Bohrung 11 zusammen mit Metallspiegel in der Pfanne wird dieses eingeschlos· einer am Stahlmantel 5. angeschraubten metallischen io senc Gasvolumen mit einem Druck zusammengepreßt Buchse 12 als axiale Führung für eine in die Druck- der dem Flüssigkeitsdruck der Metallschmelze ent· kammer von oben eingeführte, axial heb- und senk- sprich!, so daß der Metallspiegel auch innerhalb dei bare, feuerfest ummantelte Stopfenstange 13 dient. Kammer 14 noch geringfügig ansteigt. Vorausgesetzt Die Bohrung 11 ist nach unten koaxial zur Stopfen- jedoch, daß das Volumen der Bohrung 11 nur einer stange erweitert und bildet eine zylindrische Kammer 15 Bruchteil des Volumens der Kammer 14 ausmacht 14. Die Stopfenstange verschließt nach unten mit wird ein Metallanstieg in dieser Bohrung 11, der zu· ihrem Stopfen 13' die Durchflußöffnung 15 des Aus- folge seiner Erstarrung die Stopfenstange betriebs gusses 8, durchdringt nach oben den Deckel des Stahl- unfähig machen würde, nicht eintreten. Es wird dahei mantels 5 in einen metallischen Balg 16 und ist über nur ein sehr kleiner Teil am unteren Ende der Stopeine Gewindebuchse 17 mit dem Boden des am Deckel ao fenstange mit der flüssigen Schmelze in Kontakt sein des Stahlmantels 5 bei 18 dicht angeschraubten Balges während der größere Teil der Stopfenstange geschützt gasdicht verbunden. Der abnehmbare Stahldeckel, und verhältnismäßig kühl bleiben wird,
mit dem der die Druckkammer umgebende Stahl- Die Druckkammer kann über die Zuleitung 19 ar mantel 5 nach oben verschließbar ist, erleichtert die eine Zufuhr von Argon oder Stickstoff angeschlosser Bedienung und Instandhaltung der Druckkammer. 35 sein, um oberhalb des Metallspiegels in der Druck-Der Balg ist in der Lage, im Bereich der geöffneten kammer eine neutrale Atmosphäre zu sichern. Diese und geschlossenen Stellung der Stopfenstange deren Gasversorgung würde auch einen zusätzlichen Sicheraxiale Heb- und Senkbewegung aufzunehmen. Er ist heitsfaktor für den Fall darstellen, dnß sich ein kleinei außerdem an eine GäiZuleiiüiiglP angeschlossen. Zur Gasieckschaden entwickelt, uci das flüssige Mciäi! ii: Einleitung dieser Heb- und Senkbewegung dient ein 30 der Bohrung 11 ansteigen lassen würde. Der in den auf einem am Deckel des Stahlmantels 5 befestigten Balg 16 oder der Druckkammer 23 herrschende, deir Gestell 20 angeordneter hydraulischer Antrieb 21, Flüssigkeitsdruck der Schmelze in der Pfanne entspredessen Hubkolben mit der Stopfenstange bei 22 ver- chende Druck kann mittels z. B. in der Leitung 19 bunden ist. angeordneten Druckmessers gemessen und auf diese
Die Fig. 3 und 4 zeigen als weiteres Ausführungs- 35 Weise eine genaue Angabe über den jeweiligen Pfan-
bcispicl eine Gießpfanne 2 mit zwei Bodenverschlüs- ncninhalt erhalten werden. Die laufende Kontrolle dei
sen in Zwillingsanordnung. Der Stahlmantel 5 als sich ändernden Druckverhältnisse im Balg bzw
seitlicher Anbau an die Pfanne ist hier entsprechend Druckkammer in Abhängigkeit von der Entleerung
breiter ausgebildet und umschließt zwei Druckkam- der Pfanne kann als Parameter für eine t utomatischc
mersysteme 4 mit je einem Ausguß und je einer Stop- 40 Regelung der jeweiligen Stellung der Stopfenstange
fenstange, die parallel in einer Ebene nebeneinander hinsichtlich einer gewünschten Ausflußmenge verwen·
angeordnet sind. Die Stopfenstangenantriebe sind der det werden sowie zur Sicherung einer gleichbleiben-
Einfachheit halber weggelassen; sie können im übri- den Strömungsgeschwindigkeit der ausfließender
gen die gleichen sein wie in Fig. 1 und 2 in einfacher Schmelze während des Absinkens des Metallspiegels
Ausführung dargestellt. Wenn dies erwünscht ist, 45 in der Pfanne. Eine automatische Regelung des Stop-
können die beiden Stopfenstangen auch in Zwillings- fenstangenantriebes kann auch dazu benutzt werd η
anordnung in einer Druckkammer vorgesehen werden. den Ausguß durch den Stopfen automatisch zu schlie-
In F i g. 5 ist eine alternative Ausfühningsform der Ben sobald der Metallspiegel unter eine Mindesthöhe
Erfindung dargestellt, bei der an Stelle eines metal- absinkt, um z. B. einen Schlackendurchfluß durch det
lischen Balges für die obere Abdichtung der Stopfen- 50 Ausguß zu verhindern.
stange eine Druckkammer23 vorgesehen ist, welche In dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 6 ist at
am Deckel des Stahlmantels 5 bei 18 gasdicht be- Stelle eines hydraulischen Stopfenstangenantriebes eir
festigt ist. Diese Druckkammer besitzt eine mit der pneumatischer Antrieb gezeigt. Das obere Ende dei
Stopfenstangenachse fluchtende Führungsbuchse 23', Stopfenstange ist dabei als in einem pneumatischer
in der ein Bolzen 24 gleitend geführt ist, welcher nach 55 Druckzylinder 26 axial verschiebbarer Kolben 27 aus-
oben mit dem Hubkolben des hydraulischen Antrie- gebildet.
bes21 und nach unten mit dem oberen Ende der Der Druckzylinder 26 ist in einem am Stahlmantel £
Stopfenstange verbunden ist. Eine Zuleitung 19 für gasdicht verschweißten Gehäuse 28 untergebracht unc
ein Druckgas führt in die Druckkammer 23 und ist sein unteres Ende weist mehrere am Umfang verteilte
durch ein Ventil 25 absperrbar. 60 Öffnungen 29 für den Eintritt eines Gases, z. B. Preß-
Die Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Boden- luft oder Argon, auf, welches zur Erzeugung eine;
verschlüsse nach den Fig. 1 bis 5 und zum Teil hydrostatisch äquivalenten Gasgegendruckes dient
auch 6 ist folgende: Der hydrostatisch äquivalente Gasgegendruck /' 1
Wenn die Gießpfanne 2 mit flüssiger Metall- wird durch ein Manometer 30 angezeigt und ist mi
schmelze gefüllt wird, ist die Stopfenstange mit Hilfe 65 Hilfe des Ventils 25 einstellbar und regulierbar. Ir
des Antriebes 21 in die unterste Stellung, die Schließ- geschlossener Stellung des Stopfens 13' herrscht in
stellung, gebracht, in der der Stopfen 13' die Durch- Druckzylinder 26 ein Druck P2 größer als Pl. Dei
flußöffnung 15 des Ausgusses 8 verschließt. Hierbei Druck P 2 wird erzeugt durch Eintritt eines Gases
ζ. Π. wiederum Preßluft oder Argon, über eine an die obere Zylinderkainmer angeschlossene Zuleitung 31 mit Absperrventil 32 und Manometer 33. Die Zuleitung 31 ist mit der Zuleitung 19 über ein Absperrventil 34 verbunden. Beim Offnen des als Druckausgleichventil wirkenden Absperrventils 34 findet ein Druckausgleich zwischen den Drücken P 1 und /' 2 statt, wodurch sich der Kolben 27 und damit die Stopfenstange um den Betrag des in der Pfanne herrschenden Überdruckes hebt. Durch Schließen des Ventils 34 und durch Zuleitung von Druckgas durch die Leitung 31 in den oberen Zylinderraum Pl bei gleichzeitigem Abblasen des entsprechenden Gegendruckes aus dem unteren Zylinderraum /' 1 über Ventil 25 kann der Kolben 27 und damit die Stopfcnslangc wieder nach unten in Schließstellung gebracht werden. Zum automatischen Schließen des Stopfenverschlusscs in Abhängigkeit vom sinkenden Metallspiegel wird der Druck P 2 auf einen vorbestimmten Gasdruck eingestellt, der so bemessen ist. daß er den einem gewünschten unteren Metallstiind äcjuivalcnten Gasdruck übersteigt und darauf über den Kolben 27 den Stopfen senkt und den Ausguß schließt. Hin Auslaufen von Schlacke in tue Kamnici 6 gegen Finde der Auslaufperiode würde auch hier mn Sicherheit zu vermeiden sein.
Das Feueifestmalerial zum Auskleiden von Pfanne und Druckkammer muß unter dem Gesichtspunkt seiner Hignung gewählt werden, unter Berücksichtigung
ίο der Art des geschmolzenen Metalls und der beim Schmelzvorgang herrschenden Temperaturen, und es muß in hohem Maße beständig sein gegen die erodierende und korodicrcndc Einwirkung der Schmelze. Für Stahlschmelze hat sich Feuerfestmaterial mit einem ΑΙ.,Ο.,-Gchall von 25 bis über 8O11Ai erwiesen: dies gilt auch für die feuerfeste Umkleidung der Stopfenstange, lh kann außerdem zweckmäßig sein, zwischen feuerfester Auskleidung von Pfanne und Druckkammer und äußerem Stahlmantcl ein isolierendes Hinlcrmauciungsmalcrial 35 vorzusehen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen

Claims (6)

Patentansprüche:
1. Bodcnvcrschluß für metallurgische Behälter, insbesondere Gießpfannen, mit einer außerhalb des Behälters angeordneten angetriebenen Stopfenstange und mit eine,- in Bchälterbodenhöhe seitlich am Behälter angebrachten, mit dem Behälterinncren verbundenen gasbeaufschlagten Druckkammer, die von der Stopfenstange nach außen in einer Gleitführung abdichtend durchdrungen und von einem dem hydrostatischen Druck entsprechenden größenveränderlichen Druckmedium beaufschlagt ist und in welcher der Stopfen mit einem Ausguß in Wirkverbindung steht, dadurch gekennzeichnet, daß der Innenraum der Druckkammer (4) koaxial zur Stopfenstange (13) in Richtung auf den Stopf cnstangenantrieb Κ."Λ, 26, 27) erweitert und mit einem Druckgas gefüllt ist.
2. Bodenverschluß nach Anspruch 1, daaurch gekennzeichnet, daß zwischen DruckKammer und mißerhalb der Druckkammer befindlichem Stopfenstangenende eine elastische, vorzugsweise als Faltenbalg ausgebildete metallische Abdichtung (16) vorgesehen ist.
3. Bodenverschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das die Druckkammer nach außen durchdringende Ende der Stopfenstange als Kolben (27) ausgebildet in einem Druckzylinder (26) geführt ist, dessen un.ere der Druckkammer zugekehrte Kammer mit dieser und zusätzlich über eine schließbare Diuckausgleichsleitung (34) mit der oberen Zylinderkammer verbunden ist, wobei die untere Zylinderkammer und damit die Druckkammer von einem weiteren regelbaren Druckmedium (19) beaufschlagt ist.
4. Bodenverschluß nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei geschlossener Druckausgleichsleitung die obere Zylinderkammer durch ein Druckmedium (31) von größerem Druck als dein bei vollständig gefülltem Behälter herrschenden hydrostatischen Druck und cie untere Zylinderkammer durch ein Druckmedium in Höhe des jeweiligen hydrostatischen äquivalenten Gegendruckes beaufschlagt ist.
5. Bodenverschluß nach Anspruch 1 und einem der nachfolgenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß als Druckgas Preßlult, Stickstoff oder Argon vorgesehen ist.
6. Bodenverschluß nach Anspruch 1, 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß der in der Druckkammer und der in der oberen Zylinderkammer herrschende Druck mit Hilfe je eines Manometers (30, 33) meßbar ist.
DE19702008667 1969-02-27 1970-02-25 Boden Verschluß für metallurgische Behälter, insbesondere Gießpfannen Expired DE2008667C (de)

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GB1057169 1969-02-27
GB1057169 1969-02-27

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DE2008667A1 DE2008667A1 (de) 1970-10-08
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