DE200423C - - Google Patents

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DE200423C
DE200423C DE1907200423D DE200423DA DE200423C DE 200423 C DE200423 C DE 200423C DE 1907200423 D DE1907200423 D DE 1907200423D DE 200423D A DE200423D A DE 200423DA DE 200423 C DE200423 C DE 200423C
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pipe
pipes
coal
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compressed air
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DE1907200423D
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21BEARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
    • E21B43/00Methods or apparatus for obtaining oil, gas, water, soluble or meltable materials or a slurry of minerals from wells
    • E21B43/16Enhanced recovery methods for obtaining hydrocarbons
    • E21B43/24Enhanced recovery methods for obtaining hydrocarbons using heat, e.g. steam injection
    • E21B43/243Combustion in situ

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Fluid Mechanics (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Filling Or Discharging Of Gas Storage Vessels (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 200423 KLASSE 56. GRUPPE
Lager auf ihrer natürlichen Lagerstätte.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 25.JuIi 1907 ab.
Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Verfahren zur Ausbeutung nicht abbauwürdiger Brennstofflager. Für den genannten Zweck ist bereits ein Verfahren bekannt, wonach das Brennstofflager dadurch ausgebeutet wird, daß es auf seiner natürlichen Lagerstätte in Brand gesetzt wird und die entstehenden nutzbaren Verbrennungs- und Destillationsgase durch Saugrohre abgeführt werden.
Es hat sich nun gezeigt, daß dieses bekannte Verfahren für die Ausbeutung von Braunkohlenlagern meist nicht geeignet ist, weil die Braunkohle fast stets mit mehr oder minder unter Druck stehendem Wasser erfüllt ist. Infolgedessen war einerseits das Anzünden des Kohlenlagers nicht möglich, andererseits erlosch das Feuer, wenn einmal das Anzünden unter besonders günstigen Verhältnissen geglückt sein sollte, schon in kurzer Zeit wieder.
Gemäß der Erfindung wird nun diesem Übelstand in der Weise abgeholfen, daß durch eines oder mehrere der zum Brennstofflager niedergebrachten Rohre Druckluft eingepreßt wird. Diese Druckluft wirkt in doppelter Weise: 1. dringt sie durch die Poren der Braunkohle und trocknet dadurch die dem Rohrende benachbarten Kohlenschichten so weit aus, daß überhaupt erst ein Anzünden der Kohle möglich wird, 2. und vor allem wird durch den Luftdruck' das Wasser aus der Umgebung des Druckrohres zurückge40
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drängt, so daß der weitere Entgasungsvorgang sich wie unter einer Taucherglocke abspielt. Diese letztere Wirkung wird noch dadurch begünstigt, daß die durch die Verbrennung der Kohle entstehende Wärme die Druckluft außerordentlich stark ausdehnt.
Die Anwendung der Druckluft ist bei Braunkohlenlagern deshalb möglich, weil die Braunkohle fast stets unter einer undurchlässigen Schicht aus sogenanntem Flammenton liegt, welche ein Entweichen der Druckluft nach oben verhütet, so daß diese sich nebst den Verbrennungsgasen den einzig möglichen Ausweg nach dem Gasentnahmerohr bahnen muß.
Der Betrieb wird zweckmäßig durch Regelung der freien Rohrquerschnitte mittels Ventile o. dgl. so eingestellt, daß die Preßluft untermischt mit den Verbrennungs- und Destillationsgasen am Fuße des Gasentnahmerohres noch mit einem geringen Überdruck anlangt.
Auf der Zeichnung sind beispielsweise zwei Einrichtungen dargestellt, wie sie zur Ausübung des neuen Verfahrens dienen können, und zwar ist
Fig. ι ein senkrechter Querschnitt durch ein Braunkohlenlager, wobei Druckluftrohr und Gasentnahmerohr getrennt angeordnet sind,
Fig. 2 ein ebensolcher Schnitt, wobei Druckluft- und Gasentnahmerohr ineinandergesteckt sind.
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Claims (3)

In Fig. ι sind die über dem Braunkohlenflöz stehenden Erdschichten mit a, b, c, d bezeichnet, während das Flöz selbst die Bezeichnung e trägt, d ist die bereits erwähnte Schicht aus undurchlässigem Flammenton. Fast bis zum unteren Ende des Flözes oder in entsprechende Tiefe ist ein Rohr/ niedergeführt, welches mit einer Preßluftquelle, z. B. dem Kompressor g, in Verbindung steht. ίο Am Fuße des Rohres / ist zweckmäßig ein Hohlraum h ausgearbeitet, welcher das Anzünden der Kohle erleichtert. In einiger Entfernung von dem Rohre/ ist ein zweites bis etwa zur Oberfläche des Flözes reichen- X5 des Rohr i niedergebracht, welches der Gasentnahme dient. Bei Beginn des Betriebes wird zunächst der Kompressor g in Gang gesetzt, wodurch der Hohlraum h mit Preßluft erfüllt wird, welche die benachbarten Kohlenschichten austrocknet und das Wasser aus der Umgebung des Rohrendes zurückdrängt. Hierauf wird in dem Hohlraum h ein Feuer entfacht und durch weitere kräftige Luftzufuhr in Brand gehalten. Die durch die Verbrennungs-, Destillations- und Generatorwirkung sich bildenden Gase bahnen sich, da sie durch die undurchlässige Schicht d am Entweichen gehindert sind, einen Ausweg zum Entnahmerohr i, durch das sie einer Sammel- oder Verbrauchsstelle zugeführt werden. Sollte das Gefüge der Kohle zwischen den Rohren/ und ζ zu dicht sein, so kann durch eine vorherige Sprengung dieses Gefüge gelockert werden. · Wenn durch die Entgasung ein Streifen, etwa von der Länge A, B, C, D, ausgebeutet ist, so kann durch Niederbringen eines zweiten Entnahmerohres in entsprechendem Abstand vom Rohre / ein weiterer Kohlenstreifen in Angriff genommen werden. Die in Fig. 2 dargestellte Einrichtung unterscheidet sich von der in Fig. ι dargestellten nur dadurch, daß das Rohr i innerhalb des Rohres/ niedergebracht ist. Hierdurch werden die Kosten für das besondere Einbohren oder Einspülen des Rohres/ vermieden oder doch ganz wesentlich verringert. Die Regelung der Gasbildung erfolgt durch Drosselung der Querschnitte der Rohre / und i sowie durch Änderung der Höhenlage dieser Rohre. Pate NT-A ν speüche:
1. Verfahren zur Ausbeutung nicht abbauwürdiger Brennstofflager, besonders Braunkohlenlager, mittels Bohrlöcher unter Verbrennung und Entgasung der Lager auf ihrer natürlichen Lagerstätte, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbrennung und Entgasung durch strömende Druckluft bewirkt wird, die an einer Stelle in das brennende Lager eingeblasen und an anderer Stelle als nutzbares Gas über Tage abgeleitet wird.
2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwei ineinanderliegende Rohre auf das Flöz niedergebracht werden, von denen das eine der Druckluftzufuhr, das andere der Gasentnahme dient.
3. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Regelung der Gasgewinnung durch Änderung der Höhenlage der Rohre erfolgt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE1907200423D 1907-07-24 1907-07-24 Expired - Lifetime DE200423C (de)

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AT37289D AT37289B (de) 1907-07-24 1908-08-27 Verfahren zur Ausbeutung nicht abbauwürdiger Brennstofflager, besonders Braunkohlenlager.

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DE (1) DE200423C (de)

Cited By (7)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2497868A (en) * 1946-10-10 1950-02-21 Dalin David Underground exploitation of fuel deposits
US2695163A (en) * 1950-12-09 1954-11-23 Stanolind Oil & Gas Co Method for gasification of subterranean carbonaceous deposits
US2780450A (en) * 1952-03-07 1957-02-05 Svenska Skifferolje Ab Method of recovering oil and gases from non-consolidated bituminous geological formations by a heating treatment in situ
DE1002910B (de) * 1953-07-17 1957-02-21 Svenska Skifferolje A B Verfahren und Vorrichtungen zur Erhitzung von untertags liegenden Vorkommen von bituminoesen Brennstoffen oder von Schwefel an ihrer natuerlichen Lagerstaette
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