DE2000806B - Führungs- und Ausrichtvorrichtung für einen wandernden Strebausbau - Google Patents
Führungs- und Ausrichtvorrichtung für einen wandernden StrebausbauInfo
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Description
auch große Belastungen, wie sie beim Verkanten und Verfangen der Ausbaugestelle auftreten können, auszugleichen,
die ein Abkippen der Gespanne ausschließt und die es auch gestattet, die Abbaurichtung
zu ändern.
Dies wird dadurch erreicht, daß die Längsführung aus zwei nebeneinander angeordneten, ein auf diese
elastisch einwirkendes Element zwischen sich anschließenden und an den Sohlkonstruktionen der benachbarten
Ausbaugestelle anliegenden Führungsträgern besteht, die mit dem Strebfördermittel einerseits
in der zum Liegenden parallelen Ebene um einen einstellbaren Winkel von etwa 4° verschwenkbar
und andererseits in der in Schreitrichtung verlaufenden vertikalen Ebene gelenkig verbunden sind,
wobei der Hebel sich mit seinem nicht vom Schubkolbengetriebe beaufschlagbaren Ende auf dem in
Richtung des Einfallens unteren, in einer an dem zugehörigen Ausbaugestell angeordneten Gleitführung
geführten Führungsträger abstützt.
Auf Grund der Gleitführung, der gelenkigen Verbindungen der Führungsträger sowie des elastisch
wirkenden Elements können sich die Ausbaugestelle den Unebenheiten der Sohlschicht besser anpassen,
wodurch eine eventuell notwendige Unterfüllung vermieden wird, außerdem werden die auftretenden Belastungen
beim Verkanten oder Verfangen eines Gestells ausgeglichen, so daß kein Teil der Vorrichtung
besonders hohen Belastungen ausgesetzt ist, wodurch die Lebensdauer der Vorrichtung wesentlich
erhöht wird. Auch wird die Kraft zum Ausrichten nicht als Kippmoment übertragen, so daß auch
geringere Rückkräfte erforderlich sind. Durch die Verschwenkung der Führungsträger um einen einstellbaren
Winkel ist es möglich, die Abbaurichtung zu verändern.
Weitere Vorzüge der Vorrichtung nach der Erfindung werden in der nachstehenden Beschreibung
eines Ausführungsbeispiels, in der Bezug auf die Zeichnungen genommen wird, angeführt. Es zeigt
F i g. 1 eine Draufsicht auf Ausbaugestelle ohne Kappenkonstruktion mit der erfindungsgemäßen
Führungs- und Ausrichtvorrichtung und einen Teilschnitt eines Führungsträgers,
F i g. 2 einen Schnitt II-II nach F i g. 1 durch die
in Flözneigung angeordneten Ausbaugestelle.
Ein wandernder Strebausbau weist mehrere nebeneinander in Flözneigung angeordnete Ausbaugestelle
1, 2 und 3 auf und ein mit den Ausbaugestellen 1 bis 3 verbundenes Strebfördermittel 4. Jedes der
Ausbaugestelle 1, 2 und 3 enthält eine auf der Sohlschicht angeordnete Sohlkonstruktion 5 mit darauf
angeordneten Teleskopstempeln 6, die eine Kappenkonstruktion 7 tragen, welche das Hangende unterstützt.
Die Sohlkonstruktionen 5 sind mit dem Strebfördermittel 4 durch Rückzylinder 8 verbunden.
An der Seitenwand des Strebfördermittels 4 sind in Richtung der Länge der Sohlkonstruktionen 5
Längsführungen 9 gelenkig befestigt, die mit den Seitenflächen der Sohlkonstruktionen 5 zweier benachbarter
oben und unten angeordneter Ausbaugestelle beim Verschieben der Gestelle 1 bis 3 und
des Strebfördermittels 4 in Verbindung stehen und die deren Abrutschen in Richtung des Flözeinfalls
verhindern.
Zur gelenkigen Befestigung der Längsführungen 9 am Strebfördermittel 4 sind an seiner Seitenwand
steife, gabelförmige Halter 10 vorgesehen, in denen auf einer parallel zur Längserstreckung des Strebfördermittels
4 angeordneten Achse 11, verschwenkbar um diese Achse 11, ein Glied 12 befestigt ist.
Jede Längsführung 9 weist zwei Führungsträger 13 und 14 auf. Der Führungsträger 13 ist an einem
Ende mit dem Glied 12 mittels eines Zwischenglieds 15 und Achsen 16 und 17 derart verbunden, daß er
in den Ebenen verschwenkbar ist, die parallel und senkrecht zur Sohlkonstruktion 5 liegen. Der Führungsträger
14 ist an einem Ende mit dem Glied 12 über eine Achse 18 verbunden, das andere Ende
greift in eine Gleitführung 19 ein, die auf einer Schiene 20 auf der Sohlkonstruktion 5 verschiebbar
ist.
Über die Achsen 11 und 18 ist der Führungsträger 14 ebenfalls in den Ebenen verschwenkbar, die parallel
und senkrecht zur Sohlkonstruktion 5 liegen.
Der Querschnitt des Führungsträgers 13 ist U-förmig ausgebildet, wobei in dessen Hohlraum ein als
Federpaket ausgeführtes elastisches Glied 21 angeordnet ist, welches die Führungsträger 13 und 14 an
die Seitenflächen der Sohlkonstruktion 5 der jeweils benachbarten Ausbaugestelle drückt. Das elastische
Glied 21 steht durch eine Spannschraube 22 und einen Schaft 23 eines das Federpaket umfassenden
Bügels 24 mit dem Führungsträger 13 und durch einen Vorsprung 25 des Bügels 24 mit dem Führungsträger
14 in Wirkverbindung.
Die Spannschraube 22 dient zum Regeln der Vorspannung des Federpakets, die zum Zurückhalten
des Förderers 4 und des jeweils oberen Ausbaugestells vor einem Abrutschen bei ihrem Rücken erforderlich
ist.
Außerdem sind noch zwei Regelschrauben 26 und 27 mit einem zwischen ihnen liegenden Gleitstück
28 vorgesehen, wodurch die gewünschte Stellung der Ausbaugestelle 1 bis 3 in einem Winkel von 90° ± γ
zum Strebfördermittel 4 einstellbar ist, wobei der Winkel γ etwa 4° betragen kann.
Vor einem Umkippen um den Punkt »0« (Fig. 2)
in Richtung der Flözneigung werden die Ausbaugestelle 1, 2 und 3 durch eine Vorrichtung 29 zurückgehalten,
die einen auf der jeweiligen Sohlkonstruktion 5 gelenkig befestigten Hebel 30 und ein an
eine Hydraulikleitung mit konstantem Druck angeschlossenes Schubkolbengetriebe 31 enthält, die
ebenfalls auf der Sohlkonstruktion 5 angeordnet ist. Der Kolben 32 des Schubkolbengetriebes 31 beaufschlagt
das eine Ende des Hebels 30, dessen anderes Ende stützt sich auf dem Führungsträger 14
des in Richtung des Einfallens unteren Ausbaugestells ab.
Somit werden die Ausbaugestelle vor einem Umkippen durch das Kräftepaar — Reaktionskraft R
und Kraft P — bewahrt. Da der Druck der Druckflüssigkeit im Schubkolbengetriebe 31 konstant ist,
bleiben auch die Kräfte R und P konstant, wodurch das vor einem Kippen zurückhaltende Moment ebenfalls
konstant wird. Es ist damit unabhängig von dem Niveau, auf dem die Sohlkonstruktion 5 benachbarter
Ausbaugestelle infolge von Bodenunebenheiten oder Auffüllungen liegt.
Das Rücken des Strebfördermittels 4 und der Ausbaugestelle 1, 2 und 3 erfolgt wie bei den bekannten
wandernden Strebausbauen. Beim Rücken des Strebfördermittels 4 werden die Kolben der Schubkolbengetriebe
31 entlastet (das Druckmittel wird über eine Abflußleitung entfernt), so daß die Längsführungen 9
durch die Vorrichtung 29 nicht beaufschlagt werden, wodurch ein störungsloses Rücken des Strebfördermittels
4 gesichert wird.
Bei einem Strebausbau mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist immer ein der Größe nach konstantes
Moment vorhanden, welches die Ausbaugestelle vor einem seitlichen Umkippen bewahrt und das
Entstehen von zusätzlichen erhöhten Belastungen einzelner Bauteile bei Unebenheiten des Liegenden
verhindert.
Da die Längsführungen 9 nicht fest mit den Sohlkonstruktionen
verbunden sind, wird ein gutes Anpassen des Strebfördermittels 4 an die Unebenheiten
der Sohlschicht im Abbau erreicht.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Führungs- und Ausrichtvorrichtung für einen auch in der geneigten Lagerung einsetzbaren und aus nebeneinander angeordneten und mittels mit dem Strebfördermittel verbundenen Schubkolbengetrieben relativ zueinander bewegbaren Ausbaugestellen bestehenden Strebausbau, wobei zwischen je zwei Ausbaugestellen eine sich in Schreitrichtung erstreckende und mit mindestens einem der Ausbaugestelle in Verbindung stehende Längsführung angeordnet ist, auf welcher sich mit einem Ende ein Hebel abstützt, der mit einem an dem benachbarten Ausbaugestell angeordneten Schubkolbengetriebe derart beaufschlagbar ist, daß mittels des Hebels Kräfte auf das zuerst genannte Ausbaugestell übertragen werden können, die ein Abkippen des Gestells in Richtung des Einfaliens verhindern, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsführung (9; aus zwei nebeneinander angeordneten, ein auf diese elastisch einwirkendes Element (21) zwischen sich einschließenden und an den Sohlkonstruktionen (5) der benachbarten Ausbaugestelle anliegenden Führungsträgern (13, 14) besteht, die mit dem Strebfördermittel einerseits in der zum Liegenden parallelen Ebene um einen einstellbaren Winkel von etwa 4° verschwenkbar und andererseits in der in Schreitrichtung verlaufenden vertikalen Ebene gelenkig verbunden sind, wobei der Hebel (30) sich mit seinem nicht vom Schubkolbengetriebe (31) beaufschlagbaren Ende auf dem in Richtung des Einfallens unteren, in einer an dem zugehörigen Ausbaugestell angeordneten Gleitführung (19) geführten Führungsträger (14) abstützt.Die Erfindung betrifft eine Führungs- und Ausrichtvorrichtung für einen auch in der geneigten Lagerung einsetzbaren und aus nebeneinander angeordneten und mittels mit dem Strebfördermittel verbundenen Schubkolbengetrieben relativ zueinander bewegbaren Ausbaugestellen bestehenden Strebausbau, wobei zwischen je zwei Ausbaugestellen eine sich in Schreitrichtung erstreckende und mit mindestens einem der Ausbaugestelle in Verbindung stehende Längsführung angeordnet ist, auf welcher sich mit einem Ende ein Hebel abstützt, der mit einem an dem benachbarten Ausbaugestell angeordneten Schubkolbengetriebe derart beaufschlagbar ist, daß mittels des Hebels Kräfte auf das zuerst genannte Ausbaugestell übertragen werden können, die ein Abkippen des Gestells in Richtung des Einfallens verhindern.Eine derartige Vorrichtung ist aus dem deutschen Gebrauchsmuster 1 982 422 bekannt. Hierbei ist die Längsführung als Gleitschiene und diese umgreifende Gleitschale ausgeführt. Die Gleitschiene ist auf einer Halterung angeordnet und starr mit dem Ausbaugestell verbunden. Die um die Gleitschiene drehbare Gleitschale ist starr mit einem Abstandshalter verbunden, an den der vom Schubkolbengetriebe beaufschlagte Hebel, der dadurch die Gleitschale an dieίο Gleitschiene drückt, versteckbar angelenkt ist. Diese Andrückvorrichtung ist derart nachgiebig ausgeführt, daß bei Überschreiten eines vorbestimmten Höchstdruckes, wie er insbesondere beim Verkanten oder Verfangen der Ausbaugestelle an Unebenheiten der Sohlschichten vorkommt, sich der Kolben des Zylinders der Andrückvorrichtung einschiebt. Hierdurch können die offenen Gleitschalen aus der Wirkverbindung mit der Gleitschiene gelangen, wodurch das Ausbaugestell abrutschen kann. Ist aber der vorbestimmte Höchstdruck zu hoch eingestellt, besteht praktisch eine starre Verbindung, so daß Verformungen auftreten können, die die Führungsvorrichtung in ihrer Wirkung beeinträchtigen.Durch diese starre Verbindung drückt die Kraft zum Ausrichten das eine Gestell nach unten und das andere nach oben, d. h., die Kraft zum Ausrichten wird nur als Kippmoment übertragen, wodurch insbesondere bei etwas nachgiebigem Sohl- oder Deckschichtmaterial ein Verkanten der Gestelle auftritt, wodurch das Nachziehen der einzelnen Gestelle erschwert, wenn nicht sogar verhindert wird.Die Gelenkverbindung zwischen Gleitschiene und Gleitschale dient nicht nur zur Aufnahme der Zugkräfte, sondern auch zur Aufnahme der Druckkräfte, wodurch sie hohen Beanspruchungen ausgesetzt ist und damit einem hohen Verschleiß unterliegt.Bei größeren Niveauunterschieden in der Sohlschicht ist, um die Wirksamkeit der Vorrichtung zu gewährleisten, oft eine Unterfüllung mit Abbaumaterial notwendig.Ist ein Ausbaugestell bereits vorgezogen und das andere noch nicht, so steht nur ein kleiner Teil der Gleitschiene und der Gleitschale in Wirkverbindung, auf den die gesamten Kräfte übertragen werden, wodurch diese Teile extrem belastet werden und damit schnell verschleißen.Durch den verstellbaren Abstandshalter ist es notwendig, zwischen den Kappenkonstruktionen der einzelnen Gestelle größere Abstände zu lassen, wodurch größere Brocken aus der Hangendschicht herabfallen und Teile der Vorrichtung beschädigen können.Außerdem ist es mit der bekannten Vorrichtung nicht möglich, eine Korrektur der Abbaurichtung vorzunehmen.Aus der deutschen Auslegeschrift 1 219 427 ist es bekannt, senkrecht zur Stempelachse wirkende Hydraulikzylinder zum Rücken zu verwenden.
Aus dem deutschen Gebrauchsmuster 1 978 624 ist ein schreitendes Ausbaugespann bekannt, mit dem es möglich ist, eine Richtungsänderung der Abbaurichtung vorzunehmen.Aufgabe der Erfindung ist es, eine Führungs- und Ausrichtvorrichtung für einen auch in der geneigten Lagerung einsetzbaren wandernden Strebausbau anzugeben, die auch bei unebener Sohlschicht ein störungsfreies Heranführen der Ausbaugestelle an das Strebfördermittel gestattet und es dabei ermöglicht,
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