DE2000794A1 - Fahrausweissystem und Vorrichtung zur Ausgabe von Fahrausweisen - Google Patents

Fahrausweissystem und Vorrichtung zur Ausgabe von Fahrausweisen

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DE2000794A1 DE19702000794 DE2000794A DE2000794A1 DE 2000794 A1 DE2000794 A1 DE 2000794A1 DE 19702000794 DE19702000794 DE 19702000794 DE 2000794 A DE2000794 A DE 2000794A DE 2000794 A1 DE2000794 A1 DE 2000794A1
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Description

Pu 1462
National Research Development Corporation Londen (England)
Pahrausv/eissystem und "Vorrichtung zur Ausgabe von Fahrausweisen . f
Die Erfindung bezieht sich auf ein Fahrausweissystem für öffentliche Verkehrsmittel sowie auf eine Vorrichtung zur Ausgabe und Wiedereinsammlung von Fahrausweisen.
Das erfindungsgemäße System und die zugehörige Einrichtung sind besonders (jedoch nicht ausschließlich) für sogenannte "Einmannfahrzeüge" oder "schaffnerlose Fahrzeuge" geeignet. Durch das neue System sollen Verzögerungen an den Eintritts- und Austrittstüren auf ein Minimum verringert werden; es soll ferner eine Überwachung der Fahrgäste erfolgen; insbesondere sollen diejenigen Fahrgäste an einem freien Verlassen des Fahrzeuges gehindert werden, die über die bezahlte Strecke hinaus gefahren sind. Die Erfindung beruht dabei auf dem Prinzip der sogenannten" "logischen Fahrpreis-Struktur", bei der jede vom Fahrgast durchfahrene Station (oder Teilstation) einer zu bezahlenden Fahrpreiseinheit entspricht.
Das erfindungsgemäße Fahrausweissystem (mit Fahrscheinen oder Fahrmarken) zur Verwendung bei Verkehrsmitteln ist im wesentlichen dadurch gekennzeichnet, daß der Fahr-
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ausweis einen Teil enthält, dessen Länge der Formel a χ + b χ entspricht, wobei a die Zahl der vor Ausgabe des Fahrscheines vom Verkehrsmittel zurückgelegten Stationen und b die Zahl der bezahlten Stationen bzw, Einheiten ist.
Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Ausgabe von Fahrausweisen (Fahrscheinen oder Fahrmarken), die die vorstehend genannten Eigenschaften besitzen.
Zur Erfindung gehört ferner eine Vorrichtung zur Annahme oder Ablehnung von Fahrausweisen (Fahrscheinen oder Fahrmarken), die erfindungsgemäße eine Einrichtung enthält, die die maßgebliche Längsabmessung des Fahrausweises mit einem Normal vergleicht, das durch die Zahl der vom Verkehrsmittel im Zeitpunkt des Vergleichs abgefahrenen Stationen bestimmt wird, wobei diese Einrichtung Fahrausweise annimmt, deren Länge gleich oder größer als die des Normals ist, und die anderen Fahrausweise ablehnt.
Die maßgebliche Länge kann die Gesamtlänge des Fahrausweises sein; in diesem Falle besitzen die an verschiedenen Stationen einer Linie bis zur Endstation ausgegebenen Fahrausweise eine unterschiedliche Länge.
Stattdessen können -die Fahrausweise auch eine gleichbleibende Standardlänge besitzen, wobei in den Fahrausweis eine Kerbe oder ein Schlitz eingeschnitten wird, so daß der Abstand zwischen dieser Markierung und dem Ende des Fahrausweises die maßgebliche Länge bildet. In diesem Falle kann es erforderlich sein, das genannte Ende mit einer erkennbaren Markierung, beispielsweise einem weiteren Schlitz oder einer weiteren Kerbe zu versehen. Die Fahrausweise können auch bezüglich einer Längslinie asymmetrisch ausgestaltet sein, wobei die Markierung zum gleichen
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Zweck an verschiedenen Stellen längs der einen oder anderen Seite angebracht wird.
Statt Verwendung von Kerben oder schlitzen zur Markierung des einen Fndes der maßgeblichen Länge kann man auch die ganze Pahrausweislänge in ihrem maßgeblichen Teil in geeigneter Weise markieren, beispielsweise mit normaler Tinte oder mit Magnettinte.
. Vorzugsweise bildet die gesamte Länge des Fahrausweises die maßgebliche Länge, die der Formel η + a χ + b χ entspricht, wobei η eine Konstante ist. Auf diese Weise f
kann man χ auf einen kleinen Bereich reduzieren, welcher der Empfindlichkeit eines Schalters oder einer sonstigen vom Fahrausweis selbst betätigten Einrichtung proportional ist. Im Rahmen der Erfindung werden somit verhältnismäßig steife Fahrausweise benutzt, verglichen mit dem sehr dünnen Papier, das beispielsweise in üblichen Fahrausweis-Druckmaschinen benutzt wird. Im Rahmen der Erfindung kann jedoch auch ein extrodierter thermoplastischer Kunststoff mit geringem Gewicht und dünnem Querschnitt benutzt werden, insbesondere ein Kunststoff-Plättchen, das sich zu einem V-förmigen Querschnitt falten läßt. Die Addition von η ergibt eine Minimallänge (beispielsweise von etwa Λ
2,5 cm), die für eine Hantierung mit dem Fahrausweis geeignet ist und einer Minimalstrecke vom Fahrtbeginn entspricht. Da X sehr klein sein kann (beispielsweise 1 mm oder-1/16 eines Zoll), ist die maximale Länge des Fahrausweises, etwa für eine Fahrstrecke von 16 Stationen, immer noch kleiner als 5 cm.
Einige Ausflihrungsbeispiele der Frfindung sind in der Zeichnung veranschaulicht. Es zeigen
Fig.1 einen Fahrausweis;
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Pig.2 einen anderen Fahrausweis (der ebenso wie der Ausweis gemq.ß Fig.1 von einer erfindungsgemäßen Vorrichtung ausgegeben wird);
Fig.3 und 4 abgewandelte Fahrausweise für weitere .Ausführungsbeispiele;
Fig.5 eine perspektivische Ansicht einer erfindungsge mäßen Vorrichtung zur Fahrausweisausgabe;
Fig.6 eine vergrößerte Teilansicht in Richtung des Pfeiles 6 (Fig.5);
Fig.7 eine Stirnansicht der Teile gemäß Fig.6;
Fig.8 eine vergrößerte perspektivische Ansicht eines anderen Teiles der Vorrichtung gemäß Fig.5;
Fig.9 und 10 Seitenansicht und Stirnansicht eines Teiles einer weiteren Vorrichtung;
Fig.11 eine Schemaansicht einer Vorrichtung zur Aufnahme und Überprüfung von Fahrausweisen.
Das im Folgenden beschriebene System beruht auf der Verwendung von Fahrausweisen vorgegebener, jedoch veränderlicher Län^e. Die Gesamtlänge jedes Fahrausweises entspricht η + a χ + b χ. Die Grundlänge η eines Fahrausweises kann beliebig kurz sein, beispielsweise 1". Die Fahrausweislänre wird nun durch zwei Faktoren vergrößert. Einmal durch der. Faktor a, der die Zahl der ausgebenden Station darstellt, '-'ird beispielsweise ein Fahrausweis zu Beginn der Strecke, zwischen der. Stationen 0 und 1 ausgegeben, so ist der erste Faktor gleich Null. Wird der Fahrausweis bei oder nach der Station 1 und vor der Station 2 ausgegeben, so besitzt a den Wert 1 usw. Bei einem an der Station 10 ausgegebenen Fahrausweis besitzt somit a den Wert 10. χ kann jede beliebige kleine Abmessung be-
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sitzen, wie aus der späteren Beschreibung noch hervorgeht, beispielsweise 1/16".
Der Wert des Faktors b hängt von der Zahl der Stationen ab, für die bezahlt wurde. Gilt beispielsweise nach der logischen Fahrpreisstruktur eine Einheit von 6d pro Station, so besitzt bei Zahlung von 6d der Faktor b den Wert 1. Werden 5 sh (also das Zehnfache der vorstehend genannten Zahlungseinheit von 6d) bezahlt, so hat b den Wert 10 usw.
Unter Benutzung der genannten Werte besitzt somit - i ein 6d-Fahrausweis, der an der Station O gelöst wurde, eine Länge von
n + ax + bx1" + O + 1 = 1" + O + j£ i|^
Ein an der Station 3 gelöster 2 sh-Fahrausweis be sitzt eine Länge von
Der in den Fig.1 und 2 dargestellte Fahrausweis besteht aus einem extrodierten dünnen Kunststoffstreifen 10 * mit einer Längsnut 11, durch die der Streifen V-förmig gefaltet werden kann, so daß er eine gewisse Steifigkeit erhält. Die erforderliche Steifigkeit ergibt sich aus. der weiteren Beschreibung. Fig.1 zeigt den Fahrausweis, der zwischen den Stationen 0 und 1 für 1 Station gelöst wurde. Fig*2 veranschaulicht einen nach der station 4 gelösten Fahrausweis für eine Fahrstrecke von 3 Stationen.
Wie sich aus Fig.5 ergibt, enthält die Ausgabevorrichtung spulenförmig gewickelte Magazine für das Fahrausweismaterial, das in flachem Zustand in Richtung des
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Pfeiles 14 zwischen Antriebsrollen 16 zugeführt wird, die unter der Wirkung einer Feder 15 stehen und über Zahnräder 18 miteinander getriebemäßig verbunden sind. Die Rollen 16 werden durch einen in Fig.5 nicht veranschaulichten Motor 17 angetrieben, der entweder ständig läuft oder der eingeschaltet wird, wenn die Vorrichtung durch Betätigung eines Druckknopfes oder durch Einführen von Münzen (wie später noch beschrieben) in Gang gesetzt wird.
Auf der Austrittsseite der Rollen 16 ist eine Formführung, die aus komplementären V-förmigen Teilen 19,20 besteht, die den Fanrausweis in seine endgültige Gestalt bringen und tragen.
Die genannte Führung endet an einer Schneideinrichtung 22 (vgl. Fig.6), die ein Fallmesser 24 enthält, das über einen bei 28 schwenkbar gelagerten Doppelhebel 26 betätigt wird, der an seinem anderen Ende ein Folgeglied 30 aufweist, das mit einer Nockenscheibe 32 in Berührung steht. In der Ruhestellung verschließt das Fallmesser 24 die von den Teilen 19 und 20 gebildete Führung, so daß das Fahrausweismaterial an dem Fallmesser anliegt. Jenseits des Fallmessers 24 (in Richtung des Pfeiles 14 betrachtet) befindet sich eine Skelettführung mit parallelen Seitenteilen 36 und einem beweglichen Anschlag 38. Der Abstand des Anschlages 38 von dem Fallmesser 24 entspricht dem Ausdruck η + a χ + b χ für den nächsten auszugebenden Fahrausweis.
Die Nockenscheibe 32 wird von einem Motor 40 über eine Schnecke 42 angetrieben. Die Welle 44, auf der die Nockenscheibe 32 sitzt, trägt ferner eine zweite Nockenscheibe 46, die auf ein Hebelsystem 48 wirkt, zu dem ein Stößel 50 gehört, der zwischen dem Doppelhebel 26 (von diesem geführt) beweglich ist und zwischen den Führungs-
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Seitenteilen 36 endet.
Im Betrieb wird der Motor durch Druckknopfbetätigung (wie später beschrieben) gestartet. Die Welle 44 mit den Nockenscheiben 32 und 46 schwenkt die Hebel 26 und 48 (mit Hilfe nicht dargestellter Federn)ι so daß das Fahrausweismaterial längs der Führungs-Seitenteiie 36 sich bis zum Anschlag 38 vorwärts bewegen kann. Erreicht der Hebel 26 eine Endlage, so wird ein Mikroschalter 54 betätigt und der Motor 40 stillgesetzt. Der Anschlag 38 enthält einen weiterer. Mikroschalter, der den Motor erneut einschaltet, wodurch der Hebel 26 zurückgeführt und der Fahrausweis durch das Fallmesser 24 abgeschnitten g
wird. In diesem Teil der Wellenbewegung läßt die zweite Nockenscheibe 46 den Stößel 50 nach unten in die V-Form des Fahrausweises eintreten, so daß der Fahrausweis zusammengedrückt und durch die Pührungs-Seitenteile 36 in eine (in Pig.5 nicht dargestellte) Ausgaberinne 37 gefördert wird. Das Hebelsystem betätigt in diesen Zeitpunkt einen weiteren Mikroschalter 56 und setzt den Motor hierdurch still. Das Pahrausweismaterial, das einen Teil des auf der Magazinrolle befindlichen Vorrats bildet, endet dann wieder am Fallmesser 24, so daß die Vorrichtung für einen neuen Arbeitsgang bereit ist.
Die Lage des Anschlages 38 in Richtung zum Fallmes- { ser 24 und von diesem weg einstellbar (wobei der kleinste mögliche Abstand dem Wert η entspricht). Die Einstellung erfolgt durch eine Doppelsteuerung. Hierzu gehört zunächst eine Steuer-Teilanordnung mil dem Anschlag 38, die - vgl. Fig.8 - durch eine Gewindespindel 60 unter der Steuerung eines Motors 62 oder eines Drehmagnetes steht, der von einem Fahrerknopf 64 an jeder Station betätigt wird. Bei jeder solchen Betätigung wird der Motor 62 bzw. der an seiner Stelle vorgesehene Drehmagnet um eine Umdrehung weitergeschaltet, so daß der ganze Rahmen
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68 der Steuer-Teilanordnung sich um eine Stufe χ vom Fallmesser 24 wegbewegt. In der Station O befindet sich der Rahmen '68 somit in der Position O; in der Station 1 ist er um 1x gegenüber der Position 0 vorgerückt usw. Signallampen können die jeweilige stellung dieses Rahmens 68 zur besseren Übersicht anzeigen.
Der Rahmen trägt einen Satz von Elektromagneten, der elektrisch mit einer beliebig ausgebildeten Einrichtung zur Münzprüfung und eventuellen Münzablehnung angeschlossen ist. Das dargestellte Ausführungsbeispiel geht von der Annahme aus, daß Münzen von drei verschiedenen Werten benutzt werden, nämlich eine Einheit (6d), eine halbe Einheit (3d) oder ein Sechstel einer Einheit (Td). Das System könnte natürlich vereinfacht werden, wenn nur Münzen mit einem einzigen wert verwendet werden; in gleicher Weise können die benutzten Werte jedoch auch die einer Einheit und von Vielfachen dieser Einheit sein.
Es werden drei gleich ausgebildete Elektromagnete 70, 71,72 benutzt. Sie sind jeweils mit einem gesonderten MUnzwegschalter verbunden; der Durchtritt von 6d-MUnzen län^s des einen Weges betätigt somit den Elektromagnet 70; 3d-Münzen auf dem anderen Weg führen zur Betätigung des Elektromagneten 71, während 1d-Münzen schließlich zur Betätigung des Elektromagneten 72 führen. Der Anker jedes Elektromagneten ist über einen Hebel und ein Klinkensystem 74 mit einem Ritzel 75 und einer Welle 76 (im Falle des ersten Elektromagneten 70) verbunden und dreht über die genannten Teile diese Welle, Ein Zahnrad 77 mit beispielsweise 60 Zähnen steht in Eingriff mit einer ersten Zahnstange 78. Bei einer Betätigung dee Elektromagneten werden das Ritzel 75 und das Zahnrad 77 um einen festen Winkel von beispielsweise 36° gedreht und hierdurch die Zahnstange 78 um 6 Zähne verschoben. Eine Sperrklinke 80 hält das Ritzel 75 in der nach der Betä-
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tigung erreichten Lage, während das Hebelsystem des Elektromagneten beispielsweise durch federkraft in seine Ausgangslage zurückgeführt wird, so daß bei nachfolgenden gleichen Münzen der Elektromagnet wiederholt betätigt und auf diese Weise die Zahnstange um gleiche Schritte in jedem Falle weitergerückt wird. "Die Zahnstange 78 ist mit einem Teilrahmen 82 fest verbunden, an dem der zweite Elektromagnet befestigt ist. Eine durch eine Münze hervorgerufene Betätigung des ersten Elektromagneten 70 verlagert somit· den zweiten Elektromagnet 71 und bei Wiederholung auch den dritten Elektromagnet 72 und die Zahnstange 88. Der Unterschied zwischen den drei Teilen - " des Systems besteht darin, daß das vom zweiten Elektromagnet 71 betätigte Zahnrad 89 die Hälfte der Zähne aufweist und demgemäß seine Zahnstange um einen Schritt von drei Zähnen verschiebt, wenn der Elektromagnet 71 betätigt wird. Der Elektromagnet 72 betätigt das Zahnrad 90, das eine noch weiter verringerte Zahl von Zähnen (beispielsweise 10) aufweist, so daß seine Zahnstange 88 in Stufen von einem Zahn bewegt wird.
Bei dieser Anordnung entsprechen sechs Zahnstangenzähne einem Schritt von einer Station, das heißt dem Paktor χ im Ausdruck n + ax + bx. -4
Die Zahnstange 88 trägt ein weiteres Ritzel 90', das auf einer fest am Rahmen 68 angebrachten Zahnstange 92 und auf einer beweglichen Zahnstange 94 läuft. Die bei-· den Zahnstangen 88 und 94 werden somit entsprechend der Summe der zugeführten Münzen um Strecken b χ bzw. 2 b χ bewegt.
Es sei nun die häufig verwendete logische Fahrpreisstruktur betrachtet, wobei Kinder üblicherweise zu halbem Fahrpreis fahren, so daß für einen Fahrausweis einer Fahrstrecke von vier Stationen der Anschlag 38 um Ax bei einer Zahlung von zwei monetären Rinheiten (1 sh)
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bewegt werden muß. Die Bewegung der Zahnstange 94 gewährleistet dies.
Die Zahnstange 94 trägt einen ersten Anschlag 38a, der eine leichte Schwenkbewegung ausführen kann und eine Klinke 98 trägt, die dann, wenn der Anschlag durch das auftreffende Ende des Fahrausweises geschwenkt ist, in Eingriff mit einer Verriegelungezahnstange 99 steht, die relativ zur ganzen Vorrichtung fest angebracht ist. Hierdurch ist der Anschlag 38a in seiner Lage verriegelt. Hinter dem Anschlag befindet sich der erwähnte Mikroschalter, der die Hebelbetätigung, das Abschneiden des Fahrausweises und seine Ausgabe bewirkt.
Der Anschlag 38a bewegt sich bei Betätigung durch Münzen mit der doppelten Geschwindigkeit wie ein zweiter Anschlag 38b, der von der Zahnstange 38 getragen wird. Der Anschlag 38b befindet sich normalerweise außerhalb der Bewegungsbahn des Fahrausweismateriales, so daß dieses Fahrausweismaterial ungehindert bis zum Anschlag 33a gelangen kann. Der Anschlag 38b kann durch einen Elektromagneten 100 in diese Bewegungsbahn des Fahrausweismateriales eingeschwenkt werden und ist ebenso wie der Anschlag 38a mit einer Klinke zur Zahnstangenverriegelung versehen.
Die Vorrichtung enthält einen Wähler (Fig.8), in dem üblicherweise die miinzbetätigte Einrichtung untergebracht ist und der Münzschlitze 102,103,104 sowie Druckknöpfe mit den Bezeichnungen "frei", "Kinder" und "Erwachsene" aufweist. Die Betätigung erfolgt durch Einwerfen der Münzen und Drücken des fraglichen Druckknopfes. Wird der Druckknopf "Erwachsene" gedrückt, so wird der Elektromagnet 100 betätigt, der Fahrausweis bis zum Anschlag 38b gemessen und auf diese Lunge abgeschnitten. Wird der Druckknopf "Kinder" gedrückt, so spricht nicht der ELektromag-
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net 100 an, sondern der Anschlag 38a bestimmt die Länge des Fahrausweises. Wird der Druckknopf "frei" gedrückt und keine Münze eingeführt, so erreicht der Fahrausweis den ersten eingestellten Anschlag 38b, ohne daß jedoch eine durch einen Elektromagneten bewirkte Rahmen- und Anschlagbewegung erfolgt. Dir Fahrausweis wird auf η + a x abgemessen. Dies ergibt nur eine Kennzeichnung der Einstiegsstelle. Wird der Druckknopf "frei" gedrückt und Geld eingeführt, bo ist das Ergebnis dasselbe, als ob der Druckknopf "Erwachsene" betätigt würde.
Die Betätigung des Hebels 26 oder des Mikroschalters J 56 beendet den Schneid- und Auswurfzyklus, betätigt ferner den Hebel 105 (Pig.8) der -alle Klinken 80 löst und damit die Ritzel und Zahnräder für eine freie Rückbewegung vorbereitet. Die Feder 106 zieht dann die beiden Teilrahmen zurück und bringt damit die drei Elektromagnete wieder in ihre Ausgangsstellung zueinander; entsprechend kommen bei Beginn eines neuen Arbeitszyklus die Klinken wieder in Eingriff.
Um zwischen Fahrausweisen des halben Preises und des vollen Preises zu unterscheiden, findet eine Kerbeinrichtung 110 (Fig.5 bis 7) Verwendung. Beim Drücken des Druckknopfes "Kinder" wird der Elektromagnet 112 betätigt, der f einen Anschlag 114 zwischen einen Anschlag 116 am Fallmesser 24 und eine Schneideinrichtung 118 einführt. Auf diese Weise wird beim Abschneiden des Fahrausweises durch das Fallmesser 24 die Schneideinrichtung 118 mitbewegt und bringt eine Kerbe im Fahrausweis an. Wird der Druckknopf "Kinder" nicht gedrückt, so bleibt diese Schneideinrichtung 118 außer Betrieb.
Statt Verwendung der in Reihe angeordneten Elektromagnet e gemäß Fig.8 kann man auch die Ausführungen der Fig.9 und 10 benutzen. Hierbei dreht ein Elektromagnet 200 die
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Welle 202, die winkelmäßig verteilte Anschläge 204 aufweist, so daß in der Bewegungsbahn des von den Förderrollen zugeführten Fahrausweismateriales 10 jeweils Anschläge in unterschiedlichen Abstandelagen errichtet werden.
Der Fahrzeugführer kann bei Erreichen Jeder Station durch DrUcken eines Druckknopfes, Drehen eines Drehknopfeβ oder Betätigen einer sonstigen Einrichtung eine Kontrollstellung auswählen derart, daß bei der ersten Station der erste Anschlag in die Bewegungsbahn des Fahrausweismateriales bewegt wird, bei der zweiten Station der zweite Anschlag usw. Werden Münzen entgegengenommen, so werden weitere Anschläge entsprechend dem wert der Münzen bewegt. Bei der dritten Station wird beispielsweise unter der Steuerung des Fahrzeugfahrers der dritte Anschlag eingestellt. Bei Zahlung von 1 sh 6d (unter Verwendung der oben genannten Wertskala) wird der sechste Anschlag eingestellt. Die Einstellung irgendeines Anschlages hebt die Einstellung des zuvor gewählten Anschlages auf, nimmt ihn also Über die Betätigungslage hinaus mit.
Der Elektromagnet 200 kann, wie erwähnt, von einer Wähleinrichtung des Fahrers betätigt werden. Am anderen Ende der Welle befindet sich eine weitere Schrittsehalt-Dreheinrichtung, die durch die MUnzauf nähmeeinrichtung betätigt wird. Für eine Fahrt von beispielsweise 11 Stationen müssen 10 Anschläge vorgesehen werden (da die Minimalstrecke eine station beträgt); diese Anschläge müssen in gleichmäßigen vinkelabständen mit ihren Betätigungsvorsprüngen verteilt sein, die in die Bewegungsbahn des Fahrausweismateriales hineinragen. Stattdessen können auch Nockenscheiben Folgeglieder in der erläuterten Weise nach außen vorstehen lassei.. Die Schrittschalt-Dreheinrichtung kann mit Drehmagneten ausgerüstet sein; ein weiterer i£Lektromagnet oder Motor kann zur Rückführung der welle und der Nocken-
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scheiben in die Ausgangslage nach jeder Ausgabe eines Fahrausweises dienen, d.h. in die vom Wählschalter des Fahrers betätigte Stellung oder in eine Nullstellung, aus der heraus der Wählschalter des Fahrers die wslle in die jeweilige Stationslage erneut einstellt.
Durch eine geeignete, vorzugsweise sehr einfach gehaltene elektrische oder mechanische Einrichtung bewirkt das Einführen von Münzen die Einstellung der Anschläge und das Vorrücken des Materiales bis zu dem gewählten Anschlag; dann führen die Transportrollen eine einfache J Gleitbewegung auf dem stillstehenden Material aus (es besteht somit eine gewisse Beziehung zwischen der Steifigkeit des Ausweismateriales und dem Reibschluß zwischen den Transportrollen und dem Material, wobei beispielsweise im Antrieb der Transportrollen eine zur Drehmomentbegrenzung dienende Kupplung vorgesehen sein kann; stattdessen können auch Führungseinrichtungen den Materialstreifen in einer geraden, flachen Lage halten). Dann wird das Fallmesser betätigt. Der auf diese Weise abgeschnittene Fahrausweis wird einer Sammelstelle zugeführt oder fällt durch Schwerkraftwirkung zu dieser Sammelstelle, an der Ausgaberollen vorgesehen sein können, die beim Hindurchziehen des Fahrausweises die Einrichtung zurückstellen; " stattdessen kann diese Rückstellung in die Ausgangslage auch selbsttätig nach der Betätigung des Fallmessers erfolgen. Die Fahrausweis-Ausgabe kann ferner den Zutritt zum Fahrzeug steuern.
Bezahlt der Fahrgast einen Fahrpreis, der das Maximum übersteigt (bezahlt er beispielsweise beim Zusteigen an der vorletzten Station den Fahrpreis für vier Stationen), so bestehen verschiedene Möglichkeiten: Der Fahrpreis kann zurückgewiesen werden auf Grund einer Kopplung zwischen der Münzannahmeeinrichtung und dem Wählschalter
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des Fahrers; stattdessen kann mittels einer automatischen Wechseleinrichtung das überschüssige Fahrgeld zurückgegeben werden; die einfachste Möglichkeit besteht schließlich darin, daß die Münzen angenommen werden und ein Fahrausweis ausgegeben wird. Ist die Nockensteuereinrichtung der Fig.9 und 10 vollständig als Dreheinrichtung ausgebildet, so ist es möglich, daß die Nocken sich über die Stellung hinaus drehen, in der ein Fahrausweis maximaler länge ausgegeben wird. Folgt man daher der oben erwähnten einfachsten Möglichkeit, so kann ein Stopp vorgesehen werden, der bei jeder durch eine Münze hervorgerufenen Betätigung verhindert, daß sich die Einrichtung über die Position maximaler Länge hinaus dreht (wenngleich dies nicht für die Fig.5 bis 8 gilt).
Gewünschtenfalls kann die abgeschnittene Länge, das heißt der Fahrausweis, durch zugehörige Stempel mit einem Aufdruck versehen werden. Aufgedruckt werden können beispielsweise die Vermerke "Fahrschein ausgegeben vor der Station" und "Bezahlte Stationen der Strecke11, ferner Zahlen (entsprechend der Einstellung der Vorrichtung) als letzter Schritt vor der Ausgabe.
Fig.3 zeigt einen symmetrischen Fahrausweis mit konstanter Gesamtlänge; die Lage einer Kerbe 220 wird durch das Meßsystem für die Stationsstufe und den bezahlten Fahrpreis fixiert und besitzt eine maßgebliche Länge m von einem erkennbaren Ende des Fahrausweises.
Fig.4 zeigt einen asymmetrischen Fahrausweis, bei dem der Abstand des Punktes ρ von einer Kerbe (q oder v) entweder längs einer Seite (q) oder längs beider Seiten (τ) die maßgebliche Länge bildet.
Am Ausgang des Fahrzeuges ist eine weitere Einrich-009830/1268
tung βowie vorzugsweise eine Barriere oder ein Drehkreuz zur Überwachung des Ausganges vorgesehen (und zwar zusätzlich zu einer gegebenenfalls am Einlaß vorgesehenen Barrie re). Biese weitere Einrichtung enthält beispielsweise einen Trichter oder eine sonstige Aufnahme für abgeworfene Fahrausweise, welche den !Fahrausweis mittels angetriebener Transportrollen ausrichtet und den Fahrausweis hin« durchtransportiert. Diesen Transportrollen ist ein Schalter zugeordnet, der die Barriere frei gibt und damit das Aussteigen des Fahrgastes ermöglicht.
Der genannte Schalter ist in eir.em vorgegebenen, veränderlichen Abstand von den Transportrollen angeordnet;
dieser Abstand entspricht η + a χ. Befindet sich das Fahrzeug zwischen den Stationen 0 und 1, so entspricht der (auf die nächste Station eingestellte) Abstand dem Ausdruck:
Der genannte Abstand entspricht der Entfernung zwischen dem Bollenspalt und dem Schalter in seinem verlagerten oder betätigten Zustand; bei χ = -γ? muß der Schalter so ausgebildet sein, daß er mit Bewegungsstrecken von weniger als -^ betätigt werden kann. Ein Mikroschalter ist hierfür geeignet. Nun verleihen jedoch die Transportrollen den Fahrausweis eine gewisse Geschwindigkeit, durch die eine Verlagerung und Betätigung des Schalters möglich ist, nachdem der Fahrausweis die Ausgaberollen bereits verlassen hat. Aus Gründen, die noch näher dargelegt werden, ist dies jedoch nur in den engen Grenzen brauchbar: Da jedoch das in Betracht kommende Material des Fahrausweises ein geringes Gewicht besitzt, ist das hiermit verbundene Moment selbst bei hoher Geschwindigkeit gering.
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Nimmt man beispielsweise an, daß sich das Fahrzeug der Station 8 nähert, so müssen alle Fahrgäste, die das Fahrzeug verlassen wollen, im Besitz eines Fahrausweises
1"
mit einer Länge von η + 8x = 1^ sein; der .Abstand des Schalters vom Spalt der Transportrollen (die in der Auswahl skon trolle inrichtung vorgesehen sind) wird entspre-
15"
chend, beispielsweise auf Λ-η& eingestellt. Die erforderten
liehe Fahrausweislänge von 1-x besitzen beispielsweise Passagiere, die in der Station 0 eingestiegen sind und
8 Einheiten bezahlt haben (n+ox+8x= 1" + 0" + ■£ ), oder die beispielsweise in Station 5 zugestiegen sind und 3 Einheiten bezahlt haben (n+5x+3x=1"+i* + Tr = 1"5 ) usw. Diese Fahrausweise werden bei Einführung
1 ff
in die Kontrolleinrichtung durch ihren hinteren 4?jr Teil gehalten, wenn sie den Schalter berühren; durch die Etapfindlichkeit des Schalters wird der Schalter betätigt, wenn die Fahrausweise den Rollenspalt verlassen.
Hat ein Fahrgast einen zu hohen Fahrpreis entrichtet, hat er beispielsweise für vier Stationen bezahlt, entschließt sich jedoch schon nach einer kürzeren Strecke auszusteigen, so ist noch ein größerer Teil des Fahrausweises im Rollenspalt, wenn der Schalter durch den Fahrausweis bereits betätigt wird.
Nach der Betätigung des Schalters fällt der Fahrausweis in eine beispielsweise durch einen Sack gebildete Aufnahme (oder wird in diese Aufnahme gefördert), so daß das Material erneut verarbeitet werden kann; hierfür eignen sich insbesondere thermoplastische Kunststoffe. Weiterhin wird dadurch gesichert, daß ein Fahrgast sich den Fahrausweis nicht nochmals zu einer mißbräuchlichen weiteren Benutzung aneignen kann.
Besitzt der Fahrausweis dagegen nicht die ausreichen-
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de Länge, wurde er beispielsweise für eine- Fährt von drei Stationen gelöst, jedoch für vier Stationen benutzt, so ist er beispielsweise (an der Station 8 oder nach der Station 7) nur IyJ" lang statt It5-". Wenn sich somit die letzten 4w" des Fahrausweises im Rollenspalt befinden, ist das vordere Ende des Fahrausweises noch um " vom Schalter entfernt und kann infolgedessen den
Schalter nicht betätigen, wenn er den Rollenspalt verläßt. Die Ausgangssperre bleibt infolgedessen geschlossen, so daß der betreffende Fahrgast das Fahrzeug nicht verlassen kann. An dieser Stelle bestehen nun - je nach dem ge- a wünschten Maß an Perfektion - verschiedene Möglichkeiten.
Vorzugsweise wird der Fahrausweis aufgenommen und einer Nachlöseeinrichtung zugeführt, die eine Meßeinrichtung enthält, welche die Fahrausweislänge mißt und hiernach den Nachlösebetrag bestimmt. Sie setzt eine weitere Einrichtung in Gang, die bei Einwurf der entsprechenden Münzen eine weitere Freigabeeinrichtung an der Ausgangssperre betätigt.
Der Abstand des Schalters von den Rollen kann durch einen f?lektromagneten oder durch eine sonstige vom Wählschalter des Fahrers betätigte Einrichtung verändert wer- i den; gleichzeitig kann ein Fernanschlag in der Meßeinrichtung der Nachlöseeinrichtung eingestellt werden, etwa durch gleiche Elemente, wie sie in der Fahrausweis-Ausgabeeinrichtung benutzt werden. Ein zweiter Anschlag kann " unter der Wirkung einer Feder zur Anlage an dem Fahrausweisende kommen, so daß der Fahrausweis zwischen den beiden Anschlägen festgehalten wird; die lage des nahen Anschlages relativ zur Nullstellung kann einen Mikroschalter einer Schaltergruppe betätigen und die Münzannahmeeinrichtung auf den gewünschten wert einstellen. Sind beispielsweise zwei Zahlungseinheiten zu wenig entrichtet,
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so ist der Fahrausweis um ·*" zu kurz; der nahe Anschlag geht dann in Stellung 2, so daß der zugehörige Mikroschalter die Münzeinrichtung auf die Entgegennahme von 1 sh einstellt und (nach Empfang dieses Betrages) die Ausgangssperre aufhebt. Der Fahrausweis wird dann zu den übrigen (ohne Beanstandung angenommenen) Fahrausweisen geführt oder gesondert gesammelt.
Zum Transport der Fahrausweise in der Kontroll- und Sammeleinrichtung können beliebige Elemente vorgesehen werden, beispielsweise paarweise angeordnete, endlose Förderbänder, zwischen denen der Fahrausweis transportiert wird und die den Fahrausweis beispielsweise zwischen den Transportrollen und dem Steuerschalter führen. Stattdessen oder zusätzlich können auch schwenkbewegliche Führungselemente vorgesehen sein, die den Fahrausweis zunächst zum Schalter führen und dann zu Aufnahme- oder Ablehnungskanälen, je nachdem, ob der Schalter betätigt wurde oder nicht. Bei diesen Hilfsmitteln können auch verhältnismäßig dünne, bandförmige Fahrausweise verwendung finden.
Die Transportrollen der Einrichtung zur Fahrausweisaufnahme besitzen vorzugsweise einen kl-einen Durchmesser; es können zwei benachbarte Paare verwendet und so angeordnet werden, daß das zweite Paar versucht, den Fahrausweis abzubiegen, indem beispielsweise nur eine Rolle dieses Paares angetrieben wird. Dies kann zur Folge haben, daß der Fahrausweis dem Schalter zugeführt und dann längs eines Annahmeweges abgebogen wird· falls dagegen das hintere Ende des Fahrausweises das erste Rollenpaar bereits verläßt, noch ehe der Fahrausweis am Schalter anstößt, so kann die erwähnte Abbiegung den (dann nicht angenommenen) Fahrausweis längs einer anderen Bahn zwecks Ablehnung führen.
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Bei einer einfacheren Ausführung wird bei Ablehnung eines Fahrausweises eine Anzeige- oder Alarmeinrichtung betätigt, woraufhin der Fahrer eine Falle öffnet, den Fahrausweis von Hand entfernt, ihn an einer Skala mißt und zunächst den Nachlösebetrag kassiert, ehe er die Ausgangssperre frei gibt.
Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel einer Aufnahmeeinrichtung ist in Fig.11 dargestellt. Sie enthält eine -FUhrung 300, Transportrollen 302 und ein drehbares Element 304 mit einem Anschlag 306. Der eingeführte Fahraus- * weis dreht das Element 304 um einen bestimmten Winkel, wobei der Fahrausweis zwischen diesem Element 304 und ei-
ner Führung 308 gefangen ist. Verläßt das hintere Ende des Fahrausweises die Transportrollen 302, so hört die Winkelbewegun** auf. Das drehbare FJlement 304 trägt eine Anzahl von in gleichmäßigen Abständen verteilten Signalelementen, beispielsweise Magnetelementen 310; der Startpunkt der Vorrichtung enthält gleichverteilte schalter 312 mit einer etwas größeren Abstandsteilung. Die wirkung beruht, wie noch näher erläutert wird, auf dem Vernier-Effekt,
Dem Fahrersitz ist beispielsweise eine Lampentafel |
zugeordnet, die in einer vertikalen Reihe Lampen 314 enthält, von denen ie nach der jeweiligen Station eine leuchtet. Bei der station 3 leuchtet beispielsweise die Lampe 314 . In der anderen Reihe leuchten diejenigen Lampen 316, deren Schalter 312 durch benachbarte Lage eines Magneten 310 betätigt sind.
Ist beispielsweise ein Fahrausweis richtiger Länge eingeführt, so sind der dritte Schalter 312 und der Magnet 310*' aufeinander ausgerichtet; es leuchtet dann die Lampe 316-, Ausgerichtet sind ferner Schalter 312^ und Magnet 310 , so daß auch die Lampe 316^ leuchtet.
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Wenn zwei nebeneinander befindliche Lampen leuchten und außerdem eine dritte, die diesen beiden direkt benachbart ist, so weiß hieraus der Fahrer, daß der entrichtete Fahrpreis stimmt; er kann dann die Ausgangesperre freigeben. -
Wurde dagegen ein um 1d zu billiger Fahrausweis gelöst, so leuchten die Lampen 316^ und 316^ auf; der Fahrer erkennt hieraus den nachzuzahlenden Fahrpreis und kann ihn einfordern, ehe er die Ausgangssperre frei gibt. Sind 2d zu wenig entrichtet, so leuchten die Lampen 3165 und 316 , somit einen (nicht beleuchtenden) Spalt von zwei Lampen, woran der Fahrer wieder auf einfache weise den Nachlösebetrag erkennt.
Besteht ein Nachlösebetrag von einer Einheit (6d), so leuchten die Lampen 316* und 316 . Ist eine Einheit sowie 1d zu wenig entrichtet, so leuchten die Lampen 316* und 316 usw. Bei Betätigung der Ausgangssperre, beispielsweise eines Drehkreuzes, schwenkt zugleich die Führung 308 beispielsweise in axialer Richtung von dem drehbaren Element 304 weg, so daß der Fahrausweis teilweise auf Grund seiner Elastizität, die ihn gerade zu richten sucht, in einen Sammelbehälter 320 fällt.
Während die obige Beschreibung eine Fahrausweislänge von η + a χ + b χ zugrunde liegt, kann man bei Strekken mit einer kleinen Zahl von Stationen auch den Ausdruck a χ + b χ benutzen, das heißt von η absehen. Dies ist im wesentlichen eine Frage der geeigneten Aueweislänge. Die kürzeste brauchbare Länge kann (unter Berücksichtigung von Handschuhen, steifen oder ungelenkigen Fingern usw.) bei etwa 1" liegen, während eine Länge von mehr als etwa 2" wohl als lästig anzusehen ist und zu Verzögerungen führt, sofern nicht Transportrollen mit sehr hoher Geschwindigkeit benutzt werden. Bei einer strecke mit zwei
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Stationen (bzw. Fahrpreisstufen) kann χ gleich 1" gewählt werden, wobei dann ein Ausweis mit a χ + b χ zufriedenstellend ist. Bei städtischen Verkehrsmitteln sind im allgemeinen Strecken mit 10 - .15 Stationen bzw. Fahrpreisstufen gebräuchlich.
Wenngleich die Erfindung vorzugsweise in ihrer Anwendung bei einem Einmannfahrzeug beschrieben wurde, bei dem also der Fahrer das einzige Begleitpersonal bildet, so kann die Erfindung selbstverständlich auch bei Anlagen vorgesehen werden, bei denen die Fahrausweis-Ausgabeeinrichtung sowie die Zugangssperre zu den Fahrzeugen stationär, beispielsweise in einem Gebäude, angeordnet sind, während sich beispielsweise die Einrichtung zur Einsaamlung und Überprüfung der Fahrausweise am Fahrzeugausgang befindet. Die Erfindung kann ferner beispielsweise bei Stadtbahnen Verwendung finden, wobei sich sowohl die Einrichtung für die Fahrscheinausgabe als auch die Einrichtungen für die Überprüfung und Einsammlung der Fahrscheine an den Stationen befinden, so daß an den Fahrzeugen selbst keine Änderungen erforderlich sind. Die Erfindung kann ferner auch dahin abgewandelt werden, daß sie zeitabhängig ermittelte Fahrpreise überprüft statt in Abhängigkeit von Stationen bestimmte Fahrpreise} in diesem Falle wird die Längenmessung mit Hilfe von Uhren vorgenommen.
Bei der obigen Beschreibung wurde das britische Münzsystem zugrunde gelegt; selbstverständlich kann die erfindungsgemäße Einrichtung auch ohne weiteres dem Dezimal-Hünzsystem angepaßt werden.
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Claims (1)

  1. Patentansprüche
    1.) Fahrausweis-System (mit Fahrscheinen oder Fahrmarken) zur verwendung bei Verkehrsmitteln, dadurch gekennzeichnet , daß der Fahrausweis einen Teil besitzt, dessen maßgebliche Länge der Formel a χ + b χ entspricht, wobei a die Zahl der vor Ausgabe des Fahrausweises vom Verkehrsmittel zurückgelegten Stationen (bzw. Fahrpreisstufen) und b die Zahl der bezahlten Stationen bzw. Einheiten ist.
    /2.) Vorrichtung zur Ausgabe von Fahrausweisen (Fahrscheinen oder Fahrmarken), dadurch gekennzeichnet, daß eine Einrichtung zur Ausgabe von Fahrausweisen vorhanden ist, deren maßgebliche Länge dem Ausdruck a χ + b χ entspricht, wobei a die Zahl der vor Ausgabe des Fahrausweises vom Verkehrsmittel zurückgeleg ten Stationen bzw. Fahrpreisstufen und b die Zahl der bezahlten Stationen bzw. Einheiten ist.
    3.) Vorrichtung zur Annahme oder Ablehnung von Fabrausweisen (Fahrscheinen oder Fahrmarken)» dadurch gekennzeichnet, daß eine Einrichtung vorgesehen ist, die die maßgebliche Längsabmessung des Fahrausweises mit einem Normal vergleicht, das durch die Zahl der vom Verkehrsmittel im Zeitpunkt des Vergleichs abgefahrenen Stationen bestimmt wird, wobei diese Einrich tung Fahrausweise annimmt, deren Länge gleich oder größer als die des Normale ist, und die anderen Fahrausweise ablehnt.
    4·) System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die gesamte Länge des Fahrausweises die maßgebliche
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    länge bildet, die dem Ausdruck η + a χ + b χ entspricht, wobei η eine Konstante ist.
    5.) Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Einrichtung vorgesehen ist, die Fahrausweiematerial von einem Vorrat zu einem Anschlag führt, ferner eine Einrichtung, die den Fahrausweis vom Vorrat abschneidet, wobei der Anschlag und die Schneideinrichtung unter der Wirkung von zwei Steuereinrichtungen relativ beweglich sind, von denen die erste steuereinrichtung in gleichen Schritten beweglieh ist und von denen die zweite unter der Steuerung ' von Münzwähleinrichtungen beweglich und nach dem Schneidvorgang rUckführbar ist.
    6.) Vorrichtung nach Anspruch 5» dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Steuereinrichtung doppelt ausgebildet ist und ihre Bewegung gleich b χ bzw. 2 b χ ist, wobei der jeweils wirksame Teil dieser Steuereinrichtung durch eine Einrichtung auswählbar ist.
    7*) Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge des auszugebenden Fahrausweises wenigstens teilweise durch die Bewegung eines Elementes ä bestimmt wird, das von einem oder mehreren Elektromagneten gesteuert wird, die durch die Münzwähl- bzw. Münzprüfeinrichtung betätigbar sind.
    8.) Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß eine Anzahl von Elektromagneten vorgesehen ist, die je einer Münze von bestimmtem wert entsprechen und mit einer Schneideinrichtung bzw. einem Anschlag zur Herbeiführung einer Relativbewegung zwischen diesen Teilen verbunden sind.
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    9.) Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektromagaete räumlich hintereinander'angeordnet sind, so daß eine Verlängerung des Ankers des einen Elektromagneten den nächsten Elektromagneten bewegt, wobei alle Elektromagnete gleichzeitig betätigbar sind und ein summiertes Ausgangssignal liefern.
    10.) Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß der bzw. Jeder Elektromagnet so angeordnet ist, daß er eine zugehörige Zahnstange betätigt, und daß ferner eine Einwegkupplung vorgesehen ist, so daß bei Jeder Ausgabe eines Fahrausweises der bzw. Jeder Elektromagnet unter Erzeugung einer summierten Ausgangsbewegung wiederholt betätigt werden kann.
    11.) Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 1O9 dadurch gekennzeichnet, daß Elemente zur Verriegelung des Anschlages oder der Schneideinrichtung bei Betätigung der Schneideinrichtung vorgesehen sind.
    12.) Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß Elemente zur Rückführung der Schneideinrichtung und des Anschlages auf vorgegebene Abstände vorgesehen sind.
    13.) Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 oder 5 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß eine Stempel- bzw. Stanzeinrichtung zur gesonderten Markierung von Fahrausweisen zwecks Unterscheidung zwischen unterschiedlichen Fahrpreisstrukturen vorgesehen ist.
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    14.) Vorrichtung nach den Ansprüchen 6 und '13, dadurch gekennzeichnet, daß bei Auswahl derjenigen Steuereinrichtung, die eine effektive Messung von 2 b χ liefert, die Stempel- bzw. Stanzeinrichtung wirksam wird.
    15.) Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 oder 5 bis 14» dadurch gekennzeichnet, daß eine im Querschnitt V-förmige Führung für das Fahrausweismaterial vorgesehen ist, das so gewählt ist, daß es eine entsprechende, im Querschnitt V-förmige Gestalt annehmen | kann.
    16.) Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil der Führung skelettförmig ausgebildet ist und daß Elemente vorgesehen sind, die nach dem Abschneiden des Fahrausweises diesen durch einen beweglichen Stößel durch die Skelettführung hindurch auswerfen.
    17.) Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Vergleichseinrichtung angetriebene Transportrollen und einen beweglichen Anschlag enthält, denen Elemente zugeordnet sind, die Fahrausweise annehmen I oder ablehnen oder Anzeigeeinrichtungen betätigen entsprechend der lage des Fahrausweisendes relativ zu einer vorgegebenen-Einstellung.
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