DE20002278U1 - Schienenfahrzeug, insbesondere Straßen- oder Stadtbahnwagen für den Nahverkehr - Google Patents

Schienenfahrzeug, insbesondere Straßen- oder Stadtbahnwagen für den Nahverkehr

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DE20002278U1
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    • B61RAILWAYS
    • B61DBODY DETAILS OR KINDS OF RAILWAY VEHICLES
    • B61D17/00Construction details of vehicle bodies
    • B61D17/04Construction details of vehicle bodies with bodies of metal; with composite, e.g. metal and wood body structures
    • B61D17/06End walls
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61FRAIL VEHICLE SUSPENSIONS, e.g. UNDERFRAMES, BOGIES OR ARRANGEMENTS OF WHEEL AXLES; RAIL VEHICLES FOR USE ON TRACKS OF DIFFERENT WIDTH; PREVENTING DERAILING OF RAIL VEHICLES; WHEEL GUARDS, OBSTRUCTION REMOVERS OR THE LIKE FOR RAIL VEHICLES
    • B61F19/00Wheel guards; Bumpers; Obstruction removers or the like
    • B61F19/06Nets, catchers, or the like for catching obstacles or removing them from the track
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Description

1. 0430 DE J J *··· · · ·1 ·* · 3ien5eVis buewag Schienenfahrzeuge GmbH
Beschreibung
Schienenfahrzeug, insbesondere Straßen- oder Stadtbahnwagen für den Nahverkehr
Die Erfindung betrifft ein Schienenfahrzeug, insbesondere einen Straßenoder Stadtbahnwagen für den Nahverkehr, bei dem zwischen dem Schienenniveau und der Unterkante der Frontwand oder der Unterkante einer frontseitig befestigten Schürze eine spaltförmige Öffnung besteht.
Die zuvor definierte spaltförmige Öffnung hat beispielsweise bei niederflurigen Schienenfahrzeugen ein Höhenmaß in der Größenordnung von 220 mm bis 260 mm, wenn das Fahrzeug auf ebenem Gleis fährt. Bei dem Befahren von Mulden oder Kuppen der Schienenanlage beträgt das besagte Höhenmaß ca. 60 mm bzw. 350 mm. Wegen der spaltförmigen Öffnung besteht bei einem Unfall die Gefahr, dass vor dem Fahrzeug befindliche Personen oder Gegenstände unter das Fahrzeug geraten können.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, bei einem Schienenfahrzeug der gattungsgemäßen Art die spaltförmige Öffnung auf möglichst einfache Weise so zu verkleinern, dass Personen oder Gegenstände nicht unter das Fahrzeug geraten können.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass das Fahrzeug eine die spaltförmige Öffnung abdeckende, höhenverstellbare Bugschürze aufweist. Diese im Bereich unterhalb der Frontwand oder der festen Schürze angeordnete bewegliche Bugschürze nimmt eine mittlere Stellung ein, wenn das Fahrzeug auf ebenen Schienen steht oder fährt, wobei auch eine Neigung der ebenen Schienen vorliegen kann. Bei dem Befahren einer Mulde der Schienenanlage wird die Bugschürze aufwärts bewegt und bei dem Befahren einer Kuppe entsprechend abgesenkt.
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Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
Im weiteren wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels näher beschrieben, das in der Zeichnung prinzipartig dargestellt ist. Es zeigen
Fig. 1 den vorderen Bereich eines Schienenfahrzeuges auf ebenen Schienen, in Seitenansicht,
Fig. 2 das Fahrzeug nach Fig. 1 auf einer Kuppe der Schienenanlage, Fig. 3 das Fahrzeug nach Fig. 1 in einer Mulde der Schienenanlage, Fig. 4 die Einzelheit Z in Fig. 2 bzw. Fig. 3 in vergrößertem Maßstab,
Fig. 5 die Vorderansicht des Schienenfahrzeuges nach Fig. 1..
Das Schienenfahrzeug hat einen z. B. aus mehreren Modulen gebildeten Wagenkasten 5 (siehe Fig. 2), der auf einer entsprechenden Anzahl von Fahrwerken 6 abgestützt ist. Im vorderen Bereich des Fahrzeuges ist eine Bugschürze 4 angeordnet, die eine spaltförmige Öffnung 3 zwischen dem Schienenniveau 1 und der Unterkante der Frontwand 2 abdeckt, wobei diese Unterkante auch zu einer frontseitig angebrachten festen Schürze gehören kann. Es ist möglich, die Bugschürze 4 einteilig oder durch Zusammenfügen von beispielsweise drei Teilstücken herzustellen. Die vordere Außenfläche der Bugschürze 4 kann eine Beschichtung aus weichen Material aufweisen.
Die Bugschürze 4 ist höhenverstellbar, insbesondere mit Hilfe einer Verstelleinheit 7. Die gemäß Fig. 5 doppelt vorgesehenen Verstelleinheiten 7 können jeweils als elektro-mechanischer Spindelantrieb ausgeführt sein. Die Verstelleinheiten 7 befinden sich vorzugsweise hinter der Frontwand 2 des Fahrzeuges, ggf. auch in dessen Fahrerraum.
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Wenn das Fahrzeug, wie in Fig. 1 dargestellt, auf ebenen Schienen steht oder fährt, nimmt die Bugschürze 4 eine mittlere Stellung ein. Im Sinne der gewollten Abdeckung der besagten spaltförmigen Öffnung 3 wird die Bugschürze 4 nach unten verstellt, wenn das Fahrzeug eine Kuppe der Schienenanlage befährt (siehe Fig. 2). Sobald das Fahrzeug dagegen durch eine Mulde fährt, erfolgt ein Verstellen der Bugschürze 4 nach oben. In allen diesen Betriebssituationen hat die spaltförmige Öffnung 3 ein relativ geringes, weitgehend konstantes Höhenmaß (Größenordnung etwa 120 mm), so dass bei einem Unfall keine Personen oder größeren Gegenstände unter das Fahrzeug geraten können.
Um die gewünschte Höhenverstellung der Bugschürze 4 auf einfache Weise zu erreichen, ist eine Sensoreinheit 8 vorgesehen, die mindestens ein Messelement aufweist. Gemäß Fig. 4 ist die als Näherungssensor ausgebildete Sensoreinheit 8 zwischen dem Wagenkasten 5 und einem von der Drehachse 6a entfernten Rahmenteil 6b des Fahrwerkes 6 angeordnet. Dort erfasst die Sensoreinheit 8 die dem Verlauf des Schienenniveaus 1 bei Kuppen- bzw. Muldenfahrt proportionalen Nickbewegungen des Fahrwerkes 6 gegenüber dem Wagenkasten 5 und ausserdem Höhenbewegungen des Wagenkastens 5 auf Grund der Sekundärfederung des Schienenfahrzeuges. Über diese Messung des jeweiligen Abstandsmaßes zwischen Wagenkasten 5 und Rahmenteil 6b des Fahrwerkes 6 wird die Bugschürze 4 in ihrer Höhe entsprechend verstellt. Die in Fig. 4 angegebene Position A des Rahmenteiles 6b entspricht der Betriebssituation nach Fig. 1 "ebenes Schienenniveau 1"; Position B gehört zu Fig. 2 "Kuppenfahrt" und Position C zu Fig. 3 "Muldenfahrt".
Als Alternative zu der vorbeschriebenen Anordnung kann die Sensoreinheit 8 in der Nähe der Frontwand 2 des Wagenkastens 5 plaziert sein (nicht dargestellt). Die Sensoreinheit 8 erfaßt dort den jeweiligen Abstand zwischen dem Wagenkasten 5 und der Oberkante des Schienenniveaus 1 unmittelbar, wobei der jeweils gemessene Abstand für Hub- oder Senkbewegungen der Bugschürze 4 entsprechend umgesetzt wird.
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Liste der Bezugszeichen
1 Schienenniveau
2 Frontwand
5 3 spaltförmige Öffnung
4 höhenverstellbare Bugschürze
5 Wagenkasten
6 Fahrwerk
6a Drehachse
10 6b Rahmenteil
7 Verstelleinheit
8 Sensoreinheit

Claims (6)

1. Schienenfahrzeug, insbesondere Straßen- oder Stadtbahnwagen für den Nahverkehr, bei dem zwischen dem Schienenniveau (1) und der Unterkante der Frontwand (2) oder der Unterkante einer frontseitig befestigten Schürze eine spaltförmige Öffnung (3) besteht, dadurch gekennzeichnet, dass das Fahrzeug eine die spaltförmige Öffnung (3) abdeckende, höhenverstellbare Bugschürze (4) aufweist.
2. Schienenfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bugschürze (4) durch zumindest eine Verstelleinheit (7) mit dem Fahrzeug verbunden ist.
3. Schienenfahrzeug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstelleinheit (7) als elektro-mechanischer Stellantrieb ausgeführt ist.
4. Schienenfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Höhenverstellung der Bugschürze über die Signale einer den Höhenverlauf des Schienenniveaus (1) sowie Höhenbewegungen des Wagenkastens (5) auf Grund der Sekundärfederung messende Sensoreinheit (8) erfolgt.
5. Schienenfahrzeug nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Sensoreinheit (8) zwischen dem Wagenkasten (5) und einem von der Drehachse (6a) entfernten Rahmenteil (6b) des Fahrwerkes (6) angeordnet ist.
6. Schienenfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoreinheit (8) in der Nähe der Frontwand (2) des Wagenkastens (5) plaziert ist.
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