DE199532C - - Google Patents

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DE199532C
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DE
Germany
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piston
compressed air
pistons
teat
milking device
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01JMANUFACTURE OF DAIRY PRODUCTS
    • A01J5/00Milking machines or devices
    • A01J5/04Milking machines or devices with pneumatic manipulation of teats
    • A01J5/06Teat-cups with one chamber

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Husbandry (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • External Artificial Organs (AREA)

Description

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KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
'. -ΛΙ199532-KLASSE 45g. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 21. Juni 1907 ab.
Die Erfindung betrifft eine Melkvorrichtung
mit zwei oder mehr übereinanderliegenden Druckkolben, welche der Reihe nach von oben nach unten mittels periodisch wirkender Preßluft gegen die Zitze gedruckt werden.
Die Erfindung besteht darin, daß die Druckkolben, als Verteilungsschieber ausgebildet sind und in der Weise wirken, daß die einzelnen Kolben 'erst dann vorgeschoben
ίο werden, wenn der nächst obere Kolben in seiner Endlage oder in der Nähe derselben angekommen ist, und daß die Kolben erst dann in ihre Anfangsstellung zurückkehren können, d. h. die Preßluft aus ihrem Zylinder entweichen kann, wenn der nächst höhere Kolben in seine Anfangsstellung oder in die .Nähe derselben zurückgekehrt ist. Dadurch wird erreicht, daß die in der Zitze befindliche Milch mit Sicherheit vom Euter abgeschlossen und danach allmählich nach abwärts und aus der Zitze gepreßt wird.
Es sind mit übereinanderliegenden Kolben arbeitende, durch Druckwasser betriebene Melkvorrichtungen bekannt, bei welchen die nach unten fortschreitende Bewegung und Entlastung der Kolben dadurch herbeigeführt wird, daß die Druckmittelleitung eines jeden der unteren Kolben von der Leitung des nächst höheren Kolbens abzweigt oder einen immer kleiner werdenden Querschnitt aufweist. Diese Anordnung bietet nicht die Gewähr dafür, daß ein vollständiger Abschluß der Zitze gegen das Euter durch den obersten Kolben schon herbeigeführt ist, wenn die folgenden Kolben in Wirkung treten, so daß die Möglichkeit vorhanden ist, daß die in der Zitze befindliche Milch wieder in das Euter zurückgepreßt wird.
Der Gegenstand der Erfindung ist auf der Zeichnung in zwei Ausführungsbeispielen dargestellt. ■
Fig. ι zeigt einen Längsschnitt durch die eine Ausführungsform der Melkvorrichtung.
Fig. 2 ist ein Aufriß dazu, wobei die Schutzkappe teilweise fortgelassen ist.
Fig. 3 ist eine Oberansicht, Schutzkappe teilweise entfernt.
Fig. 4 bis 7 zeigen die weitere Ausführungsform im Längsschnitt, Aufriß, Oberansicht und Seitenansicht.
Die in Fig. 1 bis 3 dargestellte Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes hat vier hohle Kolben ix, 2*, 3*, 4* mit den zugehörigen Zylindern 1, 2, 3, 4. Die Zylinder sind untereinander fest und luftdicht durch Zwischenstücke 19 verbunden; sie können aber auch mit diesen Zwischenstücken aus einem Stück hergestellt sein. Der Zylinder 1 steht mit dem Zylinder 2 durch eine an seiner Unterseite angeordnete Öffnung 6, einen Kanal 7 und eine öffnung 8 am hinteren Ende des Zylinders 2 mit dem letztgenannten Zylinder in Verbindung.
An der Unterseite des Kolbens ix ist ein Loch 14 oder eine längs des Kolbenumkreises verlaufende Nut vorgesehen, die über der in den Kanal 7 führenden öffnung 6 des Zylinders τ liegt, wenn der Kolben 1* sich in seiner Anfangsstellung oder nahe derselben befindet. Das Zusammenwirken der übrigen Kolben und Zylinder wird in derselben Weise erreicht.
An den vorderen, der Zitze zugekehrten Enden der Kolben sind Druckkissen angebracht. Die Kolben drücken die Zitze gegen einen Gegenhalter 9, welcher an einer die Melkvorrichtung umschließenden Schutzkappe 16 mittels Federn 17 nachgiebig befestigt ist. Der Gegenhalter 9 kann entweder in einem Stück (Fig. 2 und 3) oder mehrteilig (Fig. 4 und 5), wobei für jeden Kolben ein besonderer Gegenhalter vorgesehen ist, hergestellt sein, und wobei der unterste Gegenhalter an der Kappe nicht federnd befestigt sein kann. Die Kolben sind am vorderen Ende mit Hülsen 10 umgeben, welche mit Längsnuten ir versehen sind. In diese Längsnuten greifen Vorsprünge 12 der Zylinder ein. Die Hülsen sind dazu vorgesehen, die Kolben zu führen, deren Bewegung nach vorwärts zu begrenzen und sie gegen Verunreinigung zu schützen.
Für die Zurückführung der Kolben in die Anfangsstellung nach dem Aufhören der Luftpressung sind deren Vorderenden mit den zugehörigen Zylindern durch Schraubenfedern 13 verbunden.
Die Melkvorrichtung wirkt in der folgenden Weise:
Wenn Preßluft durch den Stutzen 5 in den obersten Zylinder eindringt, wird der Kolben 1* in seine von der Nut 11 begrenzte Endlage vorgetrieben, wobei das Hinterende des Kolbens die in den Kanal 7 mündende Öffnung 6 gerade noch freigibt. Der Kolben ix drückt bei seiner Vorwärtsbewegung den oberen Teil der Zitze gegen den Gegenhalter 9 zusammen und hebt die Verbindung der Zitze mit dem Euter auf. Erst nachdem der Kolben ix in seine Endlage gekommen ist, kann die Preßluft durch Bohrung 6 in den Kanal 7 und von da durch Bohrung 8 in den Zylinder 2 hinter den zugehörigen Kolben 2X eindringen und diesen vortreiben, welcher dabei die in der Zitze eingeschlossene Milch nach abwärts preßt. Der Kolben 3* bzw. 4* wird in derselben Weise vorgetrieben, jeder aber erst, nachdem der nächst obere Kolben in seiner Endlage angekommen ist.
Wenn die Luftpressung aufhört, wird der Kolben ix durch seine Spiralfedern 13 zurückgezogen, und die im Zylinder 2 eingeschlossene Preßluft kann erst, nachdem der Kolben ix in seine Anfangsstellung oder in deren Nähe zurückgegangen ist und das Loch
14 oder die entsprechende Nut über die Öffnung 6 gekommen ist, durch Bohrung 8, Kanal 7, Bohrungen 6 und 14 in den Hohlraum des Kolbens ix und von hier durch einen Auslaß 15 ins Freie gelangen. In derselben Weise können auch die anderen Kolben erst dann zurückgehen, wenn der nächst obere Kolben in seiner Anfangslage oder in deren Nähe angekommen ist.
Hieraus geht hervor, daß die hin und her gehenden Bewegungen der Kolben allmählich und nur unter bestimmten Bedingungen stattfinden, so nämlich, daß ein Kolben seine Bewegung vorwärts oder rückwärts nicht beginnen kann, ehe der darüberliegende Kolben seine Endlage eingenommen hat oder in Seine Anfangsstellung, bzw. deren Nähe zurückgegangen ist, und wobei der oberste Kolben eine feste und unveränderte Lage beibehält, die Zitze zusammendrückt und vom Euter abschließt, während der oder die unteren Kolben die Milch nach abwärts und aus der Zitze pressen, "wodurch die Melkvorrichtung dieselbe Arbeit leistet, die bei einem richtig ausgeführten Handmelken geleistet wird.
Die in Fig. 4 bis 7 dargestellte Ausführungsform stellt eine Melkvorrichtung mit nur zwei Kolben dar, von denen jeder einen besonderen Gegenhalter hat.

Claims (3)

Patent-Ansprüche: ,
1. Melkvorrichtung mit zwei oder mehr übereinanderliegenden Druckkolben, welche zeitweise der Reihe nach von oben nach unten mittels Preßluft gegen die Zitze gedrückt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Kolben als Verteilungsschieber für den Ein- und Auslaß des Druckmittels dienen.
2. Melkvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der obere Kolben die Preßluft durch einen Kanal (7) zu dem nächst unten liegenden Kolben (2*) einläßt, wenn sich der obere' Kolben in seiner Endlage befindet, . und daß die Preßluft,, falls mehr als zwei Kolben verwendet werden, jedem weiteren unten liegenden Kolben usw. in derselben Weise durch den unmittelbar über ihm liegenden Kolben zugeführt wird.
3. Melkvorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der obere Kolben (ix), wenn er in seine Anfangsstellung oder in deren Nähe zurückgegangen ist, die Druckluft des nächst unten liegenden Zylinders durch einen Kanal (7) und einen im hohlen Kolben (i*) angeordneten Auslaß (15) ins Freie treten läßt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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