DE199341C - - Google Patents
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- DE199341C DE199341C DENDAT199341D DE199341DA DE199341C DE 199341 C DE199341 C DE 199341C DE NDAT199341 D DENDAT199341 D DE NDAT199341D DE 199341D A DE199341D A DE 199341DA DE 199341 C DE199341 C DE 199341C
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C02—TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
- C02F—TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
- C02F1/00—Treatment of water, waste water, or sewage
- C02F1/02—Treatment of water, waste water, or sewage by heating
- C02F1/04—Treatment of water, waste water, or sewage by heating by distillation or evaporation
- C02F1/042—Prevention of deposits
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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- Engineering & Computer Science (AREA)
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- Water Supply & Treatment (AREA)
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- Organic Chemistry (AREA)
- Heat Treatment Of Water, Waste Water Or Sewage (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 199341 KLASSE 85 a. GRUPPE
CARL KÖHNKE in STETTIN.
Apparat zum Verdampfen von Seewasser.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verdampfer
für Seewasser, dessen Konstruktion den bekannten Systemen gegenüber durch
Wegfall der teuren Kupferschlange bzw. des Rohrsystems eine einfachere und länger wirkende,
also billigere ist. Der Apparat bezweckt ein beständiges Verdampfen, er bietet
außerdem den Vorteil, daß er bei jedem Wetter arbeitet, und seine Regulierung während
der Arbeit selbsttätig erfolgt, so daß eine Unterbrechung in der Verdampfung nicht
eintritt. Dieser letzte angeführte Punkt kommt insofern wesentlich in Frage, weil
bei den bisher bekannten Einrichtungen eine Rohrschlange oder aber ein kompliziertes
Rohrsystem in Anwendung kommt, in dem sich die Salzrückstände des Wassers derart
festsetzen, daß diese Apparate erfahrungsgemäß alle 8 bis 14 Tage gereinigt werden
müssen. Die Reinigung bei diesen Apparaten muß erfolgen, weil das zurückbleibende Salz
sich dermaßen an der Heizschlange bzw. an dem Rohrsystem festsetzt, daß die Heizschlange
vollkommen isoliert wird und infolgedessen Wärme zum Seewasser nicht mehr gelangen kann.
Beiliegende Zeichnung stellt einen Verdampfer dar, der Seewasser dadurch zum
Verdampfen bringt, daß heißer Dampf in einen zum Teil mit Seewasser gefüllten Behälter
geführt wird, und zwar zeigt α das Ventil zum Dampf einlassen, dessen Dampfrohr
etwa 15 cm unter dem Wasserstand, und zwar in der Mitte des Wasserraumes
in einer Brause mündet, b ist ein Regulierventil,
welches durch einen Hebel mit dem Schwimmer c in Verbindung steht, d ist ein
Rohr, welches vom Regulierventil a-usgehend bis nahezu auf 'den Boden des Behälters
reicht und stets unter Wasser liegt, e stellt einen Ausblasehahn dar, während das Speiseventil
vom abgehenden Zirkulationswasser der Hauptmaschine durch f bezeichnet ist.
g ist das Ventil zur Entnahme des Dampfes, h der Lufthahn, i das Sicherheitsventil, k der
Manometer und / die Wasserstandanzeigevorrichtung.
Der Verdampfer arbeitet wie folgt:
Bei offenem Lufthahn wird das Speiseventil geöffnet und der Behälter bis zur halben Höhe des Wasserstandsglases aufgepumpt. Durch Öffnen des Dampfventils a wird nun heißer Dampf durch die Brause in das Seewasser geführt, letzteres erhitzend. Der. Lufthahn wird geschlossen und das Speiseventil so reguliert, daß ein beständiges, gleichmäßiges Abblasen des Schwimmerventils stattfindet. Hat der Dampf eine Spannung von ι bis 2 Atmosphären, so wird das Ventil g geöffnet und so reguliert, daß die Dampfspannung im Verdampfer die gleiche bleibt. Ist dies · geschehen, so verdampft das Wasser in dem Apparat ununterbrochen, zumal das durch f ständig einströmende Salzwasser das durch g abziehende verdampfte Wasser ersetzt und den Wasserstand im Behälter mehr oder weniger auf gleicher Höhe hält, so daß der Schwimmer c das mit ihm verbundene Abblasventil b betätigen kann.
Bei offenem Lufthahn wird das Speiseventil geöffnet und der Behälter bis zur halben Höhe des Wasserstandsglases aufgepumpt. Durch Öffnen des Dampfventils a wird nun heißer Dampf durch die Brause in das Seewasser geführt, letzteres erhitzend. Der. Lufthahn wird geschlossen und das Speiseventil so reguliert, daß ein beständiges, gleichmäßiges Abblasen des Schwimmerventils stattfindet. Hat der Dampf eine Spannung von ι bis 2 Atmosphären, so wird das Ventil g geöffnet und so reguliert, daß die Dampfspannung im Verdampfer die gleiche bleibt. Ist dies · geschehen, so verdampft das Wasser in dem Apparat ununterbrochen, zumal das durch f ständig einströmende Salzwasser das durch g abziehende verdampfte Wasser ersetzt und den Wasserstand im Behälter mehr oder weniger auf gleicher Höhe hält, so daß der Schwimmer c das mit ihm verbundene Abblasventil b betätigen kann.
Durch das Erhitzen bzw. Verdampfen des in dem Behälter befindlichen Wassers wird
bekanntlich das im Seewasser enthaltene feste
Salz abgeschieden und lagert sich am Boden des Behälters, d. h. in der Nähe der Mündung
des Abblasrohres d ab. Ein Festsetzen dieses Salzes an den Behälterwänden bzw.
an der Rohrmündung wird jedoch dadurch verhindert, daß infolge des stets gleichbleibenden
Höhenstandes des Wassers das Ventil b durch den Schwimmer c geöffnet wird
und der im Behälter befindliche Dampfdruck
ίο von ι bis 2 Atmosphären das in der Nähe
der Mündung des Rohres d sich befindende Wasser durch das Rohr d bzw. das Ventil b
nach außen befördert, welches naturgemäß die sich ablagernden Salzrückstände des verdampften
Wasser mit sich fortreißt. Es findet demnach eine ständige selbsttätige Reinigung des Apparates statt.
Ist der Dampfdruck so stark, daß eine größere Menge Wasser durch das Rohr d
aus dem Behälter herausgedrückt als durch die Zuleitung f eingeführt wird, so vermindert
sich die Höhe des Wasserstandes im Behälter dementsprechend, was das Schließen des Ventils b infolge Sinkens des Schwimmers c
zur Folge hat.
Hieraus ergibt sich, daß der Apparat auch die gewünschte Höhe des Wasserstandes
dauernd selbsttätig reguliert.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Apparat zum Verdampfen von Seewasser mit direktem Dampf, gekennzeichnet durch ein in dem Verdampfer befindliches Rohr, welches in das Wasser nahe dem Boden des Verdampfers ausmündet, aber auf der anderen Seite zu der Kammer eines Ventils führt, das von einem Schwimmer bei einer bestimmten Wasserstaridshöhe geöfifnet wird und dadurch das Abblasen der am Boden des Verdampfers sich ablagernden Salzrückstände ermöglicht.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen..
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE199341C true DE199341C (de) |
Family
ID=462066
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT199341D Active DE199341C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE199341C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3937608C1 (de) * | 1989-11-11 | 1990-08-09 | Jakob Dr.-Ing. 8000 Muenchen De Hoiss | |
| US5512142A (en) * | 1989-11-11 | 1996-04-30 | Hoiss; Jakob | Process and device for purifying organically polluted waste water |
-
0
- DE DENDAT199341D patent/DE199341C/de active Active
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3937608C1 (de) * | 1989-11-11 | 1990-08-09 | Jakob Dr.-Ing. 8000 Muenchen De Hoiss | |
| US5512142A (en) * | 1989-11-11 | 1996-04-30 | Hoiss; Jakob | Process and device for purifying organically polluted waste water |
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