DE19908342C1 - Vorrichtung zum Abschneiden eines Glasstranges - Google Patents

Vorrichtung zum Abschneiden eines Glasstranges

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DE19908342C1
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glass
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DE1999108342
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Erhart Dick
Erich Fischer
Roland Fuchs
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Schott AG
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Schott Ruhrglas GmbH
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B33/00Severing cooled glass
    • C03B33/06Cutting or splitting glass tubes, rods, or hollow products

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Re-Forming, After-Treatment, Cutting And Transporting Of Glass Products (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Abschneiden eines Glasstranges. DOLLAR A Gemäß der Erfindung weist eine solche Vorrichtung die folgenden Merkmale beziehungsweise Elemente auf: DOLLAR A Eine Fördereinrichtung zum Fördern des Glasstranges in Richtung seiner Längsachse; mit einer Schnecke, die eine Welle sowie eine Wendel aufweist und die im wesentlichen koaxial zum Glasstrang angeordnet ist. Die Wendel ist als Schneidmesser ausgebildet und erstreckt sich nur über einen Teil des Wellenumfangs. Der Schnecke ist ein Antrieb zugeordnet.

Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Abschneiden eines Glasstranges.
Es ist eine Vorrichtung bekannt geworden, bei welcher ein Glasrohrstrang in eine Führungsrolle geführt wird, so daß er sich in Richtung seiner Längsachse bewegt. Die Vorrichtung weist ferner einen um eine Achse umlaufenden Arm auf. Dieser trägt an seinem äußeren Ende eine Kupferrolle. Die Kupferrolle beschreibt einen Flugkreis, der etwa gleich dem Abstand zwischen der Drehachse und der Mantelfläche des Glasstranges ist, so daß die Kupferrolle den Glasstrang intermittierend berührt. Bei der Berührung entstehen Risse im Glas, die zum Bruch des Glasstranges am Berührungspunkt führen.
Die gewünschte Länge der Abschnitte des Glasstranges läßt sich durch Abstimmung von Drehzahl des umlaufenden Armes und Fördergeschwindigkeit des Glasstranges einstellen.
Ein Nachteil dieser Vorrichtung besteht darin, daß der Glasstrang durch die beim Berühren auftretende Anpresskraft zerdrückt wird. Hierbei entstehen zahlreiche Glassplitter. Die Vorrichtung ist außerdem nur anwendbar bei einem Glas-Rohrdurchmesser von unter 10 mm.
Eine andere, bekannte Vorrichtung umfaßt wiederum eine Fördereinrichtung zum Führen und Fördern des Glasstranges in Richtung seiner Längsachse. Sie umfaßt außerdem als Schneidwerkzeug eine Diamantfeile, die an einem Dreharm befestigt um eine Drehachse umläuft. Zum Zwecke des Schneidens werden Dreharm und Diamantfeile an den Glasstrang herangeführt.
Diese Vorrichtung läßt sich zwar für Glasrohre mit Durchmessern von über 10 mm einsetzen. Auch ist der Splitteranteil und die Gefahr von Einrissen im Glasrohr etwas geringer, als bei der zuvor genannten Vorrichtung. Jedoch ist nachteilig, daß auf das Glasrohr hierbei ein Seitenschub ausgeübt wird.
Ferner sind Laser-Abschneider bekannt. Hierbei wird der rohrförmige Glasstrang durch einen Laser-Spot verletzt. Anschließend wird aus einer mitfahrenden Düse Wasser aufgedüst. Der Vorteil dieser Vorrichtung besteht in einem geringeren Splitteranteil sowie in einer geringeren Zahl von sogenannten Einläufern, das sind Risse im Glasrohr und damit in weniger Rohrendenverlusten. Eine Positionsanpassung bei Rohrdurchmesseränderung entfällt. Ein Nachteil besteht jedoch in dem relativ eingeschränkten Anwendungsbereich sowie in relativ hohen Kosten.
DE-PS 495 126 beschreibt eine Vorrichtung, bei welcher ein bewegtes Glasband mit Hilfe eines im wesentlichen quer zum Bad angeordneten, gewendelten Schneidmessers geteilt wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Durchschneiden oder Durchtrennen eines Glasstranges, insbesondere eines rohrförmigen Glasstranges zu schaffen, die bei allen Glasrohrdurchmessern einsetzbar ist, auch bei massiven Glasstäben, die ein geringes Splittern des Glases beim Schneiden erzeugt, die keine Höhenjustierung benötigt, die einfach und robust im Aufbau ist, und bei der auch bei kleinen Glasrohrdurchmessern ein geringer seitlicher Impuls oder Schub auf das Glasrohr ausgeübt wird.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale von Anspruch 1 gelöst.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung umfaßt als wesentliches Element eine Schnecke. Die Schnecke weist eine Schneckenwelle und eine Schneckenwendel auf. Die Schnecke ist koaxial zum Glasstrang in geringem Abstand von diesem angeordnet. Die Wendel der Schnecke erstreckt sich - in Draufsicht auf eine Stirnseite der Schnecke gesehen - nur über einen Teil des Schneckenwellenumfanges. Läuft die Schnecke um, so erfaßt die Umfangskante (Schneidkante) der Wendel die Mantelfläche des Glasstranges an einem bestimmten Eingriffspunkt. Bei entsprechender Abstimmung der Schneidkante der Wendel auf die Vorschubgeschwindigkeit des Glasstranges kann erreicht werden, daß der Eingriffspunkt in einer achssenkrechten Ebene um den Glasstrang herumwandert, so daß praktisch überhaupt keine Rohrendenverluste auftreten.
Der Glasstrang kann sowohl in vertikaler als auch in horizontaler Richtung der Abschneidvorrichtung zugefördert werden.
Die Erfindung ist anhand der Zeichnung näher erläutert. Darin ist im einzelnen folgendes dargestellt:
Fig. 1 zeigt die Vorrichtung in einer achssenkrechten Ansicht, das heißt senkrecht zur Achse des Glasstranges.
Fig. 2 zeigt die Vorrichtung in einer hierzu um 90 Grad gewendeten Ansicht.
Wie man sieht, ist der Glasstrang 1 in horizontaler Richtung angeordnet. Bei dem Glasstrang handelt es sich um ein Glasrohr. Der Glasstrang ist unterstützt und geführt von einer Andrückrolle 2. Zusammen mit weiteren, hier nicht dargestellten Führungseinrichtungen, beispielsweise der Rolle 3 findet ein Vorschub des Glasstranges 1 in Richtung des geradlinigen Pfeiles mit einer bestimmten Geschwindigkeit statt, beispielsweise mit 6 m/s. Die eigentliche Vorschubeinheit, die sogenannte Ziehmaschine, ist der Vorrichtung vorgeschaltet und hier nicht dargestellt.
Man erkennt weiterhin eine Schnecke 4. Diese umfaßt eine Schneckenwelle 4.1 und eine Schneckenwendel 4.2. Die Schnecke ist ortsfest gelagert, aber um die eigene Achse drehbar. Der Schnecke ist ein Antriebsmotor 5 zugeordnet. Die Schnecke 4 ist über einen Riementrieb mittels eines Antriebsriemens 5.1 antreibbar.
Es ist eine Gummiwalze 6 vorgesehen. Dabei kann der Walzenmantel auch aus anderen duktilen, mit Wasser benetzbaren Materialien hergestellt sein, beispielsweise aus Viton oder Silikon. Diese läuft in einer Wanne 7, die ihrerseits Wasser enthält. Die Gummiwalze 6 liegt berührend an der Arbeitskante 4.2.1 der Wendel an.
Gemäß der Erfindung ist die Wendel 4.2 in besonderer Weise ausgebildet. Sie erstreckt sich nämlich - in Fig. 1 gesehen - nur über einen Teil des Umfanges der Schneckenwelle 4.1. Im vorliegenden Falle sind dies 240 Grad, so daß ein Segment von 120 Grad frei bleibt.
Bei Umlauf der Schnecke zur Folge des Antriebes 5 gelangt die Arbeitskante 4.2.1 mit der Mantelfläche des Glasstranges 1 an einem bestimmten Punkt zum Eingriff. Werden die Umlaufgeschwindigkeit der Schnecke 4 und die Vorschubgeschwindigkeit des Glasstranges 1 entsprechend aufeinander abgestimmt, so kann man sich vorstellen, daß der Eingriffspunkt um den Glasstrang 1 in Umfangsrichtung herumwandert und dabei innerhalb einer achssenkrechten Ebene verbleibt.
Die Andrückrolle 2 kann in Zugrichtung, somit horizontal, als auch senkrecht zur Glasstrangachse verstellt werden. Die Hüllkurve der Schneckenwelle kann zylindrisch, konisch oder ballig ausgebildet sein. Ist sie konisch ausgebildet, so kann sie in Zugrichtung des Glasstranges steigend ausgebildet sein.
Ein vorteilhaftes Merkmal ist eine Anfasung 4.2.2 der Wendel 4.2. Diese Anfasung führt zu einem relativ sanften Aufsetzen der Arbeitskante 4.2.1 der Wendel 4.2 auf der Mantelfläche des Glasstranges 1.
Als Material für die Schnecke, insbesondere für die Wendel, kommen beispielsweise Keramik oder metallische Werkstoffe in Betracht.
Es ist vorteilhaft, den genannten Riementrieb vorzusehen, statt eines starren Antriebes. Der Riementrieb gewährleistet nämlich, daß keine Schwingungen vom Antriebsmotor 5 auf die Schnecke 4 übertragen werden.
Die Fördereinrichtung zum Fördern des Glasstranges kann eine an sich bekannte Zieheinrichtung sein, umfassend zwei Rollenpaare mit einer ortsfesten und einer elastisch andrückbaren Rolle.

Claims (11)

1. Vorrichtung zum Abschneiden eines Glasstranges (1);
  • 1. 1.1 mit einer Fördereinrichtung zum Fördern des Glasstranges (1) in Richtung seiner Längsachse;
  • 2. 1.2 mit einer Schnecke (4), die im wesentlichen koaxial zum Glasstrang (1) angeordnet ist;
  • 3. 1.3 die Schnecke weist eine Welle (4.1) sowie eine Wendel (4.2.) auf;
  • 4. 1.4 die Wendel (4.2) ist als Schneidmesser ausgebildet;
  • 5. 1.5 die Wendel (4.2) erstreckt sich - in Draufsicht auf eine Stirnseite der Schnecke (4) gesehen - nur über einen Teil des Wellenumfanges;
  • 6. 1.6 der Schnecke ist ein Antrieb (5) zugeordnet.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wendel (4.2) den Umfang der Welle (4.1) nur über einen Winkelbereich von 10 bis 300 Grad umgibt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Arbeitskante (4.2.1) der Wendel (4.2) eine Anfasung (4.2.2) aufweist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Hüllkurve der Welle (4.1) zylindrisch ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Hüllkurve der Welle (4.1) konisch, vorzugsweise in Zugrichtung des Glasstranges (1) ansteigend ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Hüllkurve der Welle (4.1) ballig ausgebildet ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß eine Vorrichtung (6, 7) zum Benetzen der Arbeitskante (4.2.1) der Wendel (4.2) mit einer Flüssigkeit, vorzugsweise mit Wasser, vorgesehen ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß diese eine Wanne (7) zur Aufnahme eines Wasservorrates umfaßt, eine Walze (6) aus duktilem, mit Wasser benetzbaren Material zum Berühren der Arbeitskante (4.2.1) der Wendel sowie einen Füllstandsregler umfaßt.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß eine Andruckrolle (2) vorgesehen ist, die sowohl einen achssenkrechten Druck auf den Glasstrang (1) ausübt, als auch dem Vorschub des Glasstranges (1) dient.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Andruckrolle (2) sowohl senkrecht zur Achse des Glasstranges (1) als auch in Richtung von dessen Achse verstellbar ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb der Welle (4.1) über ein Zahnriemengetriebe sowie einen Drehstrommotor erfolgt.
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