DE19908342C1 - Vorrichtung zum Abschneiden eines Glasstranges - Google Patents
Vorrichtung zum Abschneiden eines GlasstrangesInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Abschneiden eines Glasstranges. DOLLAR A Gemäß der Erfindung weist eine solche Vorrichtung die folgenden Merkmale beziehungsweise Elemente auf: DOLLAR A Eine Fördereinrichtung zum Fördern des Glasstranges in Richtung seiner Längsachse; mit einer Schnecke, die eine Welle sowie eine Wendel aufweist und die im wesentlichen koaxial zum Glasstrang angeordnet ist. Die Wendel ist als Schneidmesser ausgebildet und erstreckt sich nur über einen Teil des Wellenumfangs. Der Schnecke ist ein Antrieb zugeordnet.
Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Abschneiden eines Glasstranges.
Es ist eine Vorrichtung bekannt geworden, bei welcher ein Glasrohrstrang in
eine Führungsrolle geführt wird, so daß er sich in Richtung seiner Längsachse
bewegt. Die Vorrichtung weist ferner einen um eine Achse umlaufenden Arm
auf. Dieser trägt an seinem äußeren Ende eine Kupferrolle. Die Kupferrolle
beschreibt einen Flugkreis, der etwa gleich dem Abstand zwischen der
Drehachse und der Mantelfläche des Glasstranges ist, so daß die Kupferrolle
den Glasstrang intermittierend berührt. Bei der Berührung entstehen Risse im
Glas, die zum Bruch des Glasstranges am Berührungspunkt führen.
Die gewünschte Länge der Abschnitte des Glasstranges läßt sich durch
Abstimmung von Drehzahl des umlaufenden Armes und
Fördergeschwindigkeit des Glasstranges einstellen.
Ein Nachteil dieser Vorrichtung besteht darin, daß der Glasstrang durch die
beim Berühren auftretende Anpresskraft zerdrückt wird. Hierbei entstehen
zahlreiche Glassplitter. Die Vorrichtung ist außerdem nur anwendbar bei
einem Glas-Rohrdurchmesser von unter 10 mm.
Eine andere, bekannte Vorrichtung umfaßt wiederum eine Fördereinrichtung
zum Führen und Fördern des Glasstranges in Richtung seiner Längsachse.
Sie umfaßt außerdem als Schneidwerkzeug eine Diamantfeile, die an einem
Dreharm befestigt um eine Drehachse umläuft. Zum Zwecke des Schneidens
werden Dreharm und Diamantfeile an den Glasstrang herangeführt.
Diese Vorrichtung läßt sich zwar für Glasrohre mit Durchmessern von über 10
mm einsetzen. Auch ist der Splitteranteil und die Gefahr von Einrissen im
Glasrohr etwas geringer, als bei der zuvor genannten Vorrichtung. Jedoch ist
nachteilig, daß auf das Glasrohr hierbei ein Seitenschub ausgeübt wird.
Ferner sind Laser-Abschneider bekannt. Hierbei wird der rohrförmige
Glasstrang durch einen Laser-Spot verletzt. Anschließend wird aus einer
mitfahrenden Düse Wasser aufgedüst. Der Vorteil dieser Vorrichtung besteht
in einem geringeren Splitteranteil sowie in einer geringeren Zahl von
sogenannten Einläufern, das sind Risse im Glasrohr und damit in weniger
Rohrendenverlusten. Eine Positionsanpassung bei Rohrdurchmesseränderung
entfällt. Ein Nachteil besteht jedoch in dem relativ eingeschränkten
Anwendungsbereich sowie in relativ hohen Kosten.
DE-PS 495 126 beschreibt eine Vorrichtung, bei welcher ein bewegtes
Glasband mit Hilfe eines im wesentlichen quer zum Bad angeordneten,
gewendelten Schneidmessers geteilt wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum
Durchschneiden oder Durchtrennen eines Glasstranges, insbesondere eines
rohrförmigen Glasstranges zu schaffen, die bei allen Glasrohrdurchmessern
einsetzbar ist, auch bei massiven Glasstäben, die ein geringes Splittern des
Glases beim Schneiden erzeugt, die keine Höhenjustierung benötigt, die
einfach und robust im Aufbau ist, und bei der auch bei kleinen
Glasrohrdurchmessern ein geringer seitlicher Impuls oder Schub auf das
Glasrohr ausgeübt wird.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale von Anspruch 1 gelöst.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung umfaßt als wesentliches Element eine
Schnecke. Die Schnecke weist eine Schneckenwelle und eine
Schneckenwendel auf. Die Schnecke ist koaxial zum Glasstrang in geringem
Abstand von diesem angeordnet. Die Wendel der Schnecke erstreckt sich - in
Draufsicht auf eine Stirnseite der Schnecke gesehen - nur über einen Teil des
Schneckenwellenumfanges. Läuft die Schnecke um, so erfaßt die
Umfangskante (Schneidkante) der Wendel die Mantelfläche des Glasstranges
an einem bestimmten Eingriffspunkt. Bei entsprechender Abstimmung der
Schneidkante der Wendel auf die Vorschubgeschwindigkeit des Glasstranges
kann erreicht werden, daß der Eingriffspunkt in einer achssenkrechten Ebene
um den Glasstrang herumwandert, so daß praktisch überhaupt keine
Rohrendenverluste auftreten.
Der Glasstrang kann sowohl in vertikaler als auch in horizontaler Richtung der
Abschneidvorrichtung zugefördert werden.
Die Erfindung ist anhand der Zeichnung näher erläutert. Darin ist im einzelnen
folgendes dargestellt:
Fig. 1 zeigt die Vorrichtung in einer achssenkrechten Ansicht, das heißt
senkrecht zur Achse des Glasstranges.
Fig. 2 zeigt die Vorrichtung in einer hierzu um 90 Grad gewendeten
Ansicht.
Wie man sieht, ist der Glasstrang 1 in horizontaler Richtung angeordnet. Bei
dem Glasstrang handelt es sich um ein Glasrohr. Der Glasstrang ist
unterstützt und geführt von einer Andrückrolle 2. Zusammen mit weiteren, hier
nicht dargestellten Führungseinrichtungen, beispielsweise der Rolle 3 findet
ein Vorschub des Glasstranges 1 in Richtung des geradlinigen Pfeiles mit
einer bestimmten Geschwindigkeit statt, beispielsweise mit 6 m/s. Die
eigentliche Vorschubeinheit, die sogenannte Ziehmaschine, ist der Vorrichtung
vorgeschaltet und hier nicht dargestellt.
Man erkennt weiterhin eine Schnecke 4. Diese umfaßt eine Schneckenwelle
4.1 und eine Schneckenwendel 4.2. Die Schnecke ist ortsfest gelagert, aber
um die eigene Achse drehbar. Der Schnecke ist ein Antriebsmotor 5
zugeordnet. Die Schnecke 4 ist über einen Riementrieb mittels eines
Antriebsriemens 5.1 antreibbar.
Es ist eine Gummiwalze 6 vorgesehen. Dabei kann der Walzenmantel auch
aus anderen duktilen, mit Wasser benetzbaren Materialien hergestellt sein,
beispielsweise aus Viton oder Silikon. Diese läuft in einer Wanne 7, die
ihrerseits Wasser enthält. Die Gummiwalze 6 liegt berührend an der
Arbeitskante 4.2.1 der Wendel an.
Gemäß der Erfindung ist die Wendel 4.2 in besonderer Weise ausgebildet. Sie
erstreckt sich nämlich - in Fig. 1 gesehen - nur über einen Teil des
Umfanges der Schneckenwelle 4.1. Im vorliegenden Falle sind dies 240 Grad,
so daß ein Segment von 120 Grad frei bleibt.
Bei Umlauf der Schnecke zur Folge des Antriebes 5 gelangt die Arbeitskante
4.2.1 mit der Mantelfläche des Glasstranges 1 an einem bestimmten Punkt
zum Eingriff. Werden die Umlaufgeschwindigkeit der Schnecke 4 und die
Vorschubgeschwindigkeit des Glasstranges 1 entsprechend aufeinander
abgestimmt, so kann man sich vorstellen, daß der Eingriffspunkt um den
Glasstrang 1 in Umfangsrichtung herumwandert und dabei innerhalb einer
achssenkrechten Ebene verbleibt.
Die Andrückrolle 2 kann in Zugrichtung, somit horizontal, als auch senkrecht
zur Glasstrangachse verstellt werden. Die Hüllkurve der Schneckenwelle kann
zylindrisch, konisch oder ballig ausgebildet sein. Ist sie konisch ausgebildet,
so kann sie in Zugrichtung des Glasstranges steigend ausgebildet sein.
Ein vorteilhaftes Merkmal ist eine Anfasung 4.2.2 der Wendel 4.2. Diese
Anfasung führt zu einem relativ sanften Aufsetzen der Arbeitskante 4.2.1 der
Wendel 4.2 auf der Mantelfläche des Glasstranges 1.
Als Material für die Schnecke, insbesondere für die Wendel, kommen
beispielsweise Keramik oder metallische Werkstoffe in Betracht.
Es ist vorteilhaft, den genannten Riementrieb vorzusehen, statt eines starren
Antriebes. Der Riementrieb gewährleistet nämlich, daß keine Schwingungen
vom Antriebsmotor 5 auf die Schnecke 4 übertragen werden.
Die Fördereinrichtung zum Fördern des Glasstranges kann eine an sich
bekannte Zieheinrichtung sein, umfassend zwei Rollenpaare mit einer
ortsfesten und einer elastisch andrückbaren Rolle.
Claims (11)
1. Vorrichtung zum Abschneiden eines Glasstranges (1);
- 1. 1.1 mit einer Fördereinrichtung zum Fördern des Glasstranges (1) in Richtung seiner Längsachse;
- 2. 1.2 mit einer Schnecke (4), die im wesentlichen koaxial zum Glasstrang (1) angeordnet ist;
- 3. 1.3 die Schnecke weist eine Welle (4.1) sowie eine Wendel (4.2.) auf;
- 4. 1.4 die Wendel (4.2) ist als Schneidmesser ausgebildet;
- 5. 1.5 die Wendel (4.2) erstreckt sich - in Draufsicht auf eine Stirnseite der Schnecke (4) gesehen - nur über einen Teil des Wellenumfanges;
- 6. 1.6 der Schnecke ist ein Antrieb (5) zugeordnet.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Wendel (4.2) den Umfang der Welle (4.1) nur über einen Winkelbereich
von 10 bis 300 Grad umgibt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Arbeitskante (4.2.1) der Wendel (4.2) eine Anfasung (4.2.2) aufweist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Hüllkurve der Welle (4.1) zylindrisch ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Hüllkurve der Welle (4.1) konisch,
vorzugsweise in Zugrichtung des Glasstranges (1) ansteigend ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Hüllkurve der Welle (4.1) ballig ausgebildet ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß eine Vorrichtung (6, 7) zum Benetzen der
Arbeitskante (4.2.1) der Wendel (4.2) mit einer Flüssigkeit,
vorzugsweise mit Wasser, vorgesehen ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß diese eine
Wanne (7) zur Aufnahme eines Wasservorrates umfaßt, eine Walze (6)
aus duktilem, mit Wasser benetzbaren Material zum Berühren der
Arbeitskante (4.2.1) der Wendel sowie einen Füllstandsregler umfaßt.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß eine Andruckrolle (2) vorgesehen ist, die sowohl
einen achssenkrechten Druck auf den Glasstrang (1) ausübt, als auch
dem Vorschub des Glasstranges (1) dient.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die
Andruckrolle (2) sowohl senkrecht zur Achse des Glasstranges (1) als
auch in Richtung von dessen Achse verstellbar ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß der Antrieb der Welle (4.1) über ein
Zahnriemengetriebe sowie einen Drehstrommotor erfolgt.
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Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE19908342C1 (de) |
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1999
- 1999-02-26 DE DE1999108342 patent/DE19908342C1/de not_active Expired - Lifetime
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