DE198780C - - Google Patents
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- DE198780C DE198780C DENDAT198780D DE198780DA DE198780C DE 198780 C DE198780 C DE 198780C DE NDAT198780 D DENDAT198780 D DE NDAT198780D DE 198780D A DE198780D A DE 198780DA DE 198780 C DE198780 C DE 198780C
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H51/00—Electromagnetic relays
- H01H51/34—Self-interrupters, i.e. with periodic or other repetitive opening and closing of contacts
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- Physics & Mathematics (AREA)
- Electromagnetism (AREA)
- Breakers (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Ja 198780 KLASSE 21g\ GRUPPE 7.
EUGEN RAMDOHR in BERLIN.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 28. März 1907 ab.
Bei den bisher bekannt gewordenen Selbstunterbrechern mit zwei differential gegeneinander
wirkenden Elektromagneten, wie ein solcher beispielsweise in den Fig. ι und.2
schematisch angedeutet ist, pendelt . ein Schwingungsanker α gegenüber den offenen
Polen ρ'p2 zweier Elektromagnete e1 e2 und
ist hierzu entweder in seiner Mitte (nach Fig. ι bei o) oder auch an einem Ende drehbar
gelagert bzw. an einer Feder f aufgehängt. In ersterem Falle (Fig. i) arbeitet der
Anker α als doppelarmiger Hebel, in letzterem Falle als einarmiger Hebel. In beiden Fällen
aber findet eine Hebelarbeit statt, und zwar innerhalb eines Bewegungsfeldes x, das durch
Verschiebung des Kontaktanschlags c vergrößert oder verkleinert, d. h. für den praktischen
Betrieb in gewissen Grenzen eingestellt werden kann. Bei dieser Einregulierungsmethode
durch Bewegung einer Kontaktschraube c treten nun folgende Vorgänge bzw.
Verschiebungen ein:
1. Die wirksame differentiale Beeinflussung des Ankers α durch das Elektromagnetenpaar
e1 e2 wird verschoben, d. h. nähert man beispielsweise
den Kontaktpunkt c dem einen Elektromagneten e1, so wird die Anziehung
des Ankers α seitens seines Pols ρl verstärkt,
diejenige des Gegenpols p2 aber geschwächt;
hierdurch ändert sich die Frequenz des Unterbrecherspiels.
2. Gleichzeitig hiermit wird aber auch die wirksame Kraft der Aufhängefeder / geändert,
indem sie nun im Moment des Kontakt-Schlusses c entsprechend angespannt bleibt
(wie durch eine punktierte Linie in Fig. 1 angedeutet ist). Diese Federwirkung verstärkt
nun umgekehrt wiederum die Beeinflussung des Ankers α im Sinne der Anziehungsrichtung
durch den Elektromagneten e2. Die unter 1 (und 2) genannten, durch
Bewegung der. Regulierschraube c gleichzeitig hervorgebrachten Wirkungen widersprechen
mithin einander und machen diese Regulierungsmethode zu einer unklaren und diffizilen,
namentlich dort, wo es sich für die Erzeugung hoher Frequenzen um ein tatsächliches
Schwingungsfeld χ des Ankers a allerminimalster Ausdehnung handelt.
3. Die Größe des überhaupt möglichen .Bewegungsfeldes χ für den hebelartig schwingenden
Anker α ist räumlich begrenzt auf der einen Seite durch die unveränderliche
Lage der Pole j^p2, auf der anderen Seite
durch diejenige des unverschiebbaren Drehpunkts 0 des Ankers a, kann mitbin über ein
bestimmtes Maß hinaus nicht variiert werden. Es kommt dieses namentlich dort praktisch
zur einschränkenden Geltung, wo es sich behufs Erzeugung geringer Frequenzen um weite Ausschläge des schwingenden Ankers
handelt.
4. Die hebelartige Bewegung des Ankers a hat zur Folge, daß die Kontaktgabe c nicht
durch reinen Stoßanschlag bewirkt wird, sondem in ungünstiger Weise durch eine Art
Schleifkontakt, namentlich wenn eine elastische, beim Anschlag sich durchbiegende Kontaktfeder
h eingefügt ist, um den Kontaktschluß zeitlich zu verlängern.
5· Die Hebelbewegung des Ankers a an
einer Außenseite der Elektromagnete e1 e2 ist
in den Fällen konstruktiv unbequem, wo es sich um den geschützten Einbau des Systems
in ein röhrenförmiges Gehäuse handelt, beispielsweise in den Handgriff eines Mikrotelephons.
Demgegenüber bewegt sich gemäß der in den Fig. 3, 4 und 5 schematisch dargestellten
Erfindung der Schwingungsanker α bei wechselnder magnetischer Beeinflussung im Innern
der Differentialspulen e1 e2 nach Art eines
beiden Spulen gemeinsamen eintauchenden Kerns, indem er mit seinen beiden Enden bzw. Tragestiften s s an zwei spiralförmig
ausgestaltete Blattfedern f1/2 (Fig. 4) oder
auch an analog wirkende Membranen ti. dgl. aufgehängt ist, so daß der Unterbrecherkontakt
c durch zentralen Stoß getroffen wird.
Das Wesentliche dieser Anordnung besteht darin, daß der Anker α von geringem Gewicht
einerseits vermöge der Steifigkeit der Blattfedern f1/2 in ihrer Breitenrichtung stets in
der Achsenlinie y- \ der Spulen e1 e2 freischwebend
getragen wird, mag das System auch die verschiedensten Lagen im Raum einnehmen, andererseits allein in Richtung der
Achsenlinie y-\ leicht beweglich bleibt, entsprechend der Biegungsfähigkeit der Blattfedern
nach dieser Richtung hin. Die Abstimmung dieser Federwirkung erfolgt in bequemer
Weise und in beliebig weiten Grenzen durch entsprechende Vorwärts- bzw. Rückwärtsbewegung der in ihrer Mitte an dem
Anker α befestigten Federn f1/2 wiederum
auch nur in Richtung der Achsenlinie y-\. Desgleichen kann die Kontaktfeder c, unabhängig
hiervon, in analoger Weise verschoben werden. Diese Anordnung ermöglicht es, Summereinrichtungen zu schaffen, durch deren
Wechselströme geringer Frequenz polarisierte Wecker, Klappen an Klappenschränken, Relais
u. dgl. in Tätigkeit gesetzt werden, was bisher nicht erreicht war.
Als Schaltungsanordnung für die Stromspeisung der Elektromagnete e1 e2 behufs Erzeugung
ihrer differential wirkenden Kraftlinienfelder kann bei vorliegender Erfindung jede der üblichen bekannten Methoden Anwendung
finden, beispielsweise die in Fig. 2 schematisch dargestellte. Bei dieser wird, solange
die Taste t geschlossen ist, die Spule e2 von einem schwachen Dauerstrom c2, die
Spule el hingegen nur im Moment des Kontaktschlusses
bei c .über diesen Kontakt und den Anker α von einem kräftigeren Zweigstrom
z1 durchlaufen.
Die Fig. 5 zeigt eine besondere Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Die
Elektromagnete e1 e- besitzen hohle Eisenkerne
nl ri1, ferner rohrförmige Eisenmäntel
m1 m2. Den magnetischen Schluß zwischen
beiden vermitteln die Eisenscheiben d1 d2.
Der Schwingungsanker α trägt noch die Eisenscheibe b, welche zwischen den inneren Polen
der Elektromagnete e1 e2 mitpendelt. Die
Elektromagnete e1 e2 können in dem aus
unrnagnetischer Substanz hergestellten Verbindungsrohr r vor- und zurückbewegt werden
behufs Abstimmung des Bewegungsfeldes für die Ankerscheibe b. Alle die Spulen e1 e2
umgebenden Metallteile sind zur Vermeidung von Wirbelströmen geschlitzt. Durch diese Anordnung
entstehen im Interesse der Leistungsfähigkeit des Systems sehr günstig geschlossene
magnetische Kreise. Der Übergang der Kraftlinien durch den Luftraum zwischen dem Anker α b einerseits und den
Kernen n1 n2 bzw. den Mänteln m1 m2 andererseits
wird dadurch begünstigt, daß beide Teile, verhältnismäßig großen Flächen sich
zukehren.
Claims (2)
- Pate nt-An Sprüche:i. Elektromagnetischer Selbstunterbrecher mit zwei differential gegeneinander auf den Anker wirkenden Elektromagneten, dadurch gekennzeichnet, daß der Anker zwischen den koachsial angeordneten Magneten mittels zweier durch die Magnetspulen in ihrer Achse frei durchgeführter Trag- bzw. Kontaktstifte an zwei spiralförmig ausgebildeten Blattfedern oder an Membranen o. dgl. aufgehangen ist, zum Zweck, infolge der zentralen Bewegung und des zentralen Stoßes auf den Unterbrecherkontakt eine bessere Regulierungs- ·· fähigkeit zu erhalten.
- 2. Ausführungsform des Unterbrechers nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die mit eisernem Rückschlußmantel versehenen Elektromagnete behufs Einstellung ihres Abstandes voneinander in einem aus unmagnetischem Stoffe bestehenden Verbindungsrohr bewegt werden können, zum Zweck, den magnetischen Kraftlinienfluß und damit die Empfindlichkeit des Unterbrechers regeln zu können. »»Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE198780C true DE198780C (de) |
Family
ID=461556
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT198780D Active DE198780C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE198780C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE867868C (de) * | 1942-05-02 | 1953-02-19 | Hartmann & Braun Ag | Daempfungsarmer mechanischer Schwinger fuer selbsterregte frequenzkonstante elektrische Summer |
-
0
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Cited By (1)
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|---|---|---|---|---|
| DE867868C (de) * | 1942-05-02 | 1953-02-19 | Hartmann & Braun Ag | Daempfungsarmer mechanischer Schwinger fuer selbsterregte frequenzkonstante elektrische Summer |
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