DE198319C - - Google Patents

Info

Publication number
DE198319C
DE198319C DENDAT198319D DE198319DA DE198319C DE 198319 C DE198319 C DE 198319C DE NDAT198319 D DENDAT198319 D DE NDAT198319D DE 198319D A DE198319D A DE 198319DA DE 198319 C DE198319 C DE 198319C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
silicate
aluminum
solution
production
aluminum silicate
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT198319D
Other languages
English (en)
Publication of DE198319C publication Critical patent/DE198319C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B63/00Lakes

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Silicates, Zeolites, And Molecular Sieves (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
- Ja 198319 KLASSE 22/. GRUPPE
Verfahren zur Herstellung von Farblacken. Patentiert im Deutschen Reiche vom 19. Mai 1907 ab.
Die Erfindung besteht darin, daß an Stelle des bisher als Lackbildner dienenden Tonerdehydrats ein künstliches Aluminiumsilikat verwendet wird. Die Herstellung dieses Silikats geschieht durch Fällen von Aluminiumsulfat mittels alkalischen Natriumsilikats, wobei das Verhältnis von Na und Si O2 zu Tonerde so gewählt wird, daß das gebildete Aluminiumsilikat ein bestimmtes, je nach den Eigenschäften der verwendeten Farbstoffe variierendes Molekularverhältnis aufweist.
So hat sich bei Verarbeitung von Azofarben z. B. die Herstellung des neutralen Silikats Al2 O3, 3 Si O2 als günstig erwiesen.
Bei Verwendung basischer Farben ist die Herstellung eines sauren Silikats, das etwa der Zusammensetzung 2 Al2 O3, 7 Si O2 entspricht, vorteilhafter, da die meisten basischen Farbstoffe sich auf diesen Körper besonders leicht fixieren lassen, was bisher meist umständliche oder durch Verwendung teurer Lackbildner, wie Gerbsäure, Zinn- und Phosphorsäure, kostspielige Verfahren erforderte. Die mit dem oben gekennzeichneten AIurniniümsilikat gewonnenen Farben sind ganz besonders färb- und deckkräftig, leuchtend und' von ausgiebigster Streichfähigkeit, trotzdem sie infolge der hohen Ausbeute prozentual viel weniger Farbstoff enthalten.
Beispiel.
Eine Lösung von 60 kg kristallisierten Aluminiumsulfates in 1000 kg Wasser wird mit. einer ioprozentigen Lösung von 20 kg calcinierter Soda und 75 kg Wasserglas (40 Be.) gefällt. Hierzu wird eine gleichfalls iopro-40
zentige Lösung von 75 kg Glaubersalz und darauf die höchstens 2prozentige Lösung des Farbstoffes — beispielsweise Orange II, 60 kg gelöst in 3000 1 Wasser ■—■ gegeben. Hierauf läßt man eine ioprozentige Lösung von etwa 220 kg kristallisiertes Chlorbarium zulaufen. Die erforderliche Menge Soda richtet sich natürlich nach der immer etwas wechselnden Alkaliiät des Wasserglases, wobei berücksichtigt wird, daß die Gesamtalkalität zur Fällung der Tonerde hinreicht.
Die allgemein bekannte Verwendung des natürlichen Aluminiumsilikats in Gestalt von Kaolin oder China clay berührt den vorliegenden Erfindungsgedanken überhaupt nicht, weil aus ihren verschiedenen physikalischen Eigenschaften die völlig entgegengesetzte Verwendungsart des natürlichen und des künstlichen Aluminiumsilikats resultiert. Jenes, ein feiner weißer Körper, findet eine wegen seiner das Feuer und die Reinheit der Farbe beeinträchtigenden Wirkung übrigens sehr beschränkte Anwendung, und zwar lediglich zu dem Zweck, dem Farblack die nötige Deckkraft zu verleihen. Das Kaolin steht also in dieser Hinsicht auf gleicher Stufe mit Bariumsulfat.
Diesen Zweck würde man nun niemals mit dem künstlich gefällten Aluminiumsilikat erreichen, das wegen seiner durchscheinenden gallertartigen Beschaffenheit viel mehr dem einfachen Aluminiumhydrat entspricht und stets zur Erzielung eines wirklichen Lackes erst noch der Hinzufügung eines der oben genannten, Deckkraft verleihenden weißen Substrate bedarf (vgl. auch in dem Werk
Jennison, ,Die Herstellung von Farblacken, Seite 69 die Bemerkungen über China clay und Seite 74 das über Aluminiumhydrat Gesagte, welch letzteres in erhöhtem Maße von dem künstlichen Aluminiumsilikat gilt). Zwar sind Vorschriften zur Herstellung von Farblacken aus basischen Farbstoffen unter Verwendung von Natriumsilikat in Gestalt von Wasserglas bekannt, bei diesen wird aber das Wasserglas erst am Schluß der Operation und. auch nur in geringer Menge zugegeben, so daß ihm nur die Aufgabe zufällt, den Farbstoff aus seiner Lösung, auf das in der üblichen Weise zuvor gebildete ■ Aluminiumhydroxyd niederzuschlagen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zur Herstellung von Farblacken, darin bestehend, daß der Färbstoff auf künstlich gefälltes Aluminiumsilikat niedergeschlagen wird.
DENDAT198319D Active DE198319C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
FR385484T

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE198319C true DE198319C (de)

Family

ID=8895670

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT198319D Active DE198319C (de)

Country Status (2)

Country Link
DE (1) DE198319C (de)
FR (1) FR385484A (de)

Also Published As

Publication number Publication date
FR385484A (fr) 1908-05-13

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE198319C (de)
DE3586602T2 (de) Farbelement und verfahren zu seiner herstellung.
DE2410730B2 (de) Thermoplastische strassenmarkierungsfarbe
DE2127279C3 (de) Verfahren zur Phasenstabilisierung von Chromgelb- und Molybdatrotpigmenten
DE336629C (de) Verfahren zur Herstellung gelber Farbstoffe
DE223754C (de)
DE668242C (de) Hydrolyse von Titansalzloesungen
DE488199C (de) Verfahren zur Herstellung von Farblacken
DE504599C (de) Tonerdelacke aus Anthrachinondisulfosaeuren
DE217266C (de)
AT103470B (de) Verfahren zur Herstellung von Farblacken.
DE742662C (de) Verfahren zur Herstellung von sauren Disazofarbstoffen
DE521613C (de) Verfahren zur Erzeugung von Faerbungen oder Drucken auf ganz oder teilweise aus Celluloseacetat bestehendem Fasergut oder auf Filmen aus Celluloseacetat
DE2135435C3 (de) Verfahren zur Herstellung von gegen Schwefeldioxid beständigen Molybdatorange- und Molybdatrotpigmenten
DE2600365C2 (de)
DE558878C (de) Rostschutzfarben
DE2127279A1 (de) Verfahren zur Phasenstabihsierung von Chromgelb und Molybdatrotpigmenten
DE744156C (de) Verfahren zur Herstellung von chromierbaren Farbstoffen der Phthaleinreihe
DE510937C (de) Firnisse und Standoele
DE1168588B (de) Verfahren zur Herstellung von organophilen Oxyd-, Hydroxyd- und Chromatpigmenten
DE585351C (de) Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen
DE223417C (de) Verfahren zur verbesserung der physikalischen eigenschaften von wasserglas bei möglichster beibehaltung des spezifischen gewichtes bzw. der vorhandenen konzentration desselben
DE150765C (de)
AT162229B (de) Verfahren zur Herstellung kupferhaltiger Azofarbstoffe
DE725344C (de) Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen