DE197918C - - Google Patents
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- DE197918C DE197918C DENDAT197918D DE197918DA DE197918C DE 197918 C DE197918 C DE 197918C DE NDAT197918 D DENDAT197918 D DE NDAT197918D DE 197918D A DE197918D A DE 197918DA DE 197918 C DE197918 C DE 197918C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60G—VEHICLE SUSPENSION ARRANGEMENTS
- B60G21/00—Interconnection systems for two or more resiliently-suspended wheels, e.g. for stabilising a vehicle body with respect to acceleration, deceleration or centrifugal forces
- B60G21/02—Interconnection systems for two or more resiliently-suspended wheels, e.g. for stabilising a vehicle body with respect to acceleration, deceleration or centrifugal forces permanently interconnected
- B60G21/06—Interconnection systems for two or more resiliently-suspended wheels, e.g. for stabilising a vehicle body with respect to acceleration, deceleration or centrifugal forces permanently interconnected fluid
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Vehicle Body Suspensions (AREA)
Description
| bet |
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 63\^GRUPPE-J-§.
HENRI GENDEBIEN in BRÜSSEL.
eingeschlossener Druckluft.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 12. März 1907 ab.
Die Erfindung betrifft eine Luftfederung für Kraftwagen und andere Fahrzeuge mittels in Zylindern eingeschlossener Druckluft.
' Die bekannten ähnlichen Einrichtungen, bestehend aus mit Luft gefüllten Zylindern,
welche für jede Achse besonders vorgesehen und vollkommen voneinander unabhängig
sind, bedürfen zu ihrer Versorgung mit Druckluft einer besonderen Kompressionspumpe
und eines Druckluftbehälters.
Die vorliegende Anordnung vereinfacht die Einrichtung dadurch ganz bedeutend, daß
eine besondere Luftpumpe oder ein Druckluftbehälter überflüssig wird. Das Wesen der
Erfindung besteht darin, daß durch die Verbindung sämtlicher Luftzylinder aller Achsen
untereinander ein Schrägstellen des Wagenuntergestelles möglichst vermieden wird; andererseits
gestattet die vorliegende Anordnung, infolge eines weiteren quer zu den übrigen gelagerten Zylinders den Vorteil der stets
gleich hohen Lagerung des Rahmens auch beim Befahren von Kurven zu erreichen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch dargestellt,
und zwar zeigt
Fig. ι eine Ansicht eines Kraftwagens der Länge nach, in welcher die Vorrichtung ersichtlich
ist.
Fig. 2 ist eine Draufsicht der Fig. 1, vereinigt mit einer am Wagenuntergestell angeordneten
Ausgleichvorrichtung zur Aufhebung der Wirkung der Zentrifugalkraft.
Fig. 3 ist ein Querschnitt, aus welchem die selbsttätige Ausgleichvorrichtung des Wagen-Untergestells
ersichtlich ist, bei einer Drehung . nach rechts, wie dies Fig. 4 zeigt.
Zwischen dem Wagenuntergestell α und den Radachsen ρ sind Gelenkvierecke b angeordnet,
deren wagerechte Gelenkpunkte c, d durch Stangen an die Kolben e, f gegliedert
sind, welche sich in den wagerechten Zylindern g, h verschieben, die an jeder Seite des
Wagenuntergestells angeordnet sind und an derselben Seite durch Leitungen i miteinander
in Verbindung stehen, während die Verbindung mit den Zylindern der anderen Seite
durch die Leitungen j, k und den Kompensationszylinder / bewerkstelligt wird.
In diesem letzteren, parallel zur Radachse angebrachten Zylinder ist'ein Kolben m verschiebbar,
dessen Schaft η an jedem Ende des Zylinders austritt und durch Drähte, ο
verlängert ist, welche an der Achse ρ bei q
und r befestigt sind.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende: .
Der Wagen fährt beispielsweise in gerader Richtung. Die Zylinder sind mit komprimierter
Luft gefüllt, welche unterhalb des Manometers t durch die Klappe 5 o. dgl. mit
erforderlichem Druck eingepreßt wird. Wenn das Vorderrad und demzufolge auch seine
Achse beim Passieren eines Hindernisses o. dgl. in erhöhte Stellung kommt, so wird das betreffende
gegliederte Viereck seine Gestalt
verändern und die mit demselben zusammenhängenden Kolben werden die Luft in den
Zylindern zusammenpressen , während der vordere Teil des Wagenuntergestells die crhöhte
Stellung einnimmt.
Die Zusammenpressung der.Luft bewirkt, daß die entsprechenden Kolben am Hinterteil.
des Wagenuntergestells in umgekehrter Richtung zurückgedrängt werden, wodurch das
ίο Hinterteil des Wagenuntergestells von der
Achse abstreben wird.
Demnach wird sowohl der vordere wie auch der hintere Teil des Wagenuntergestells
eine erhöhte und der W7agen eine zur Straße parallele Stellung einnehmen.
Wenn beide Seiten des Wagenuntergestells in Betracht gezogen werden (Fig. 2 und 3),
so ist es ersichtlich, daß der auf der einen Seite erzeugte Luftdruck durch die Leitungen
j, k, I auch auf die andere Seite hinübergeleitet wird, derart, daß die Ste.llungsveränderung
sich dem ganzen Wagenuntergestell mitteilt und auf das Ganze verteilt wird. Wenn man das Wagenuntergestell im
Augenblick einer Wendung nach rechts (Fig. 4) betrachtet, so wird die Zentrifugalkraft bekanntlich
bewirken, daß das Wagenuntergestell in diesem Augenblick sich nach links
neigt (Fig. 3), während die Achse in wagerechter Stellung verbleibt. Infolge der Verbindung
des Kolbens m mit der Achse ρ wird die Verschiebung dieses Schaftes in den linken
Zylindern g, h den Luftdruck erhöhen und gleichzeitig in den rechten vermindern, was
bewirkt, daß das Wagenuntergestell in die wagerechte Stellung zurückgeführt wird.
Es ist, aus Fig. 3 ohne weiteres ersichtlich, daß das Wagenuntergestell und seine ganze
Last dadurch in die wagerechte Stellung selbsttätig zurückgebracht wird und daß ein
übermäßiges Schrägstellen des Wagens bei beliebiger Fahrgeschwindigkeit und selbst bei
der-schärfsten Kurve vermieden wird. Überdies ist es ohne weiteres ersichtlich, daß die
Standfähigkeit des Wagens durch das vorliegende System wesentlich erhöht wird. Das
System muß derart ausgeführt werden, daß jede Luftentweichung vermieden wird.
Claims (2)
1. Luftfederung für Kraftwagen und ■ andere Fahrzeuge mittels in Zylindern
eingeschlossener Druckluft, gekennzeichnet durch wagerecht angeordnete, untereinander
. in Verbindung stehende Luftzylinder (g, h) mit durch Stangen an Gelenkvierecke,
die zwischen Wagenuntergestell und Radachse angebracht sind, angelenkten verschiebbaren Kolben, zu dem Zweck,
ein Schrägstellen des Wagenuntergestells durch den Druckausgleich in den miteinander
verbundenen Luftzylindern möglichst zu vermeiden.
2. Luftfederung nach Anspruch I, gekennzeichnet durch einen parallel zur Radachse
angeordneten, durch Rohrleitungen (k,j) mit den Zylindern (h, h) verbundenen
Hilfszylinder (I) mit verschiebbarem Kolben (m), durch den der Zylinder (I) in
zwei ihrer Größe nach veränderliche Kammern geteilt wird, und der unter Vermittlung
der beiderseitigen Kolbenstangen (n) und der über Rollen geführten Seile (0)
derart mit der Radachse verbunden ist, daß beim Schrägstellen des Wagenuntergestells
infolge der beim Befahren von Kurven auftretenden Zentrifugalkraft die Luft in die an der tieferen Seite des
Wagengestells befindlichen Luftzylinder gedrückt wird, wodurch diese Seite gehoben
und die Wirkung der Zentrifugalkraft unschädlich gemacht wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| BE387074X | 1907-02-27 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE197918C true DE197918C (de) |
Family
ID=8895799
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT197918D Active DE197918C (de) | 1907-02-27 |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE197918C (de) |
| FR (1) | FR387074A (de) |
-
0
- DE DENDAT197918D patent/DE197918C/de active Active
-
1908
- 1908-02-10 FR FR387074A patent/FR387074A/fr not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR387074A (fr) | 1908-06-30 |
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