DE197855C - - Google Patents

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DE197855C
DE197855C DENDAT197855D DE197855DA DE197855C DE 197855 C DE197855 C DE 197855C DE NDAT197855 D DENDAT197855 D DE NDAT197855D DE 197855D A DE197855D A DE 197855DA DE 197855 C DE197855 C DE 197855C
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DENDAT197855D
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    • D—TEXTILES; PAPER
    • D03—WEAVING
    • D03C—SHEDDING MECHANISMS; PATTERN CARDS OR CHAINS; PUNCHING OF CARDS; DESIGNING PATTERNS
    • D03C15/00—Pattern cards or chains

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Knitting Machines (AREA)

Description

Patentschrift;
- .M197855 •KLASSE 86Ji. GRUPPE
' GARL ABR. KRUSE in BARMEN.
• ■ . ■
Patentiert im Deutschen Reiche vom 27. Mai 1906 ab.
Gegenstand der Erfindung ist eine neue, elektrische Patrone für Kartenschlagmaschinen, welche namentlich zur Herstellung der Jacquardkarten zum Weben von Namensbäneiern, Zejchenbändcrn und anderen gemusterten Geweben mit lancierten Mustern Verwendung finden soll.
Zur Herstellung der genannten Gewebe ist es bisher nötig, daß für jedes Muster erst eine
jo Patronenzeichnung angefertigt wird, nach welcher dann die Jacquardkarten auf einer Kartenschlagmaschine gegebenenfalls unter Benutzung einer nach der Zeichnung eigens dafür hergestellten elektrischen Patrone ausgeschlagen werden.
Das Eigentümliche der vorliegenden neuen Patrone besteht nun darin,.daß 'dieselbe der jeweils zu webenden Figur (Namen o. dgl.) entsprechend aus Einzelpatronen der Buch-
ao »stäben, Zahlen oder anderer Zeichen und immer, wieder zu benutzender Teilfiguren zusammengesetzt wird, und daß diese Einzelpatronen derart gestaltet sind und dadurch zu der Gesamtpatrone vereinigt werden, daß sie auf ein
as Bett aus nebeneinander in einer der Kettfaden-., zahl des herzustellenden Gewebes entsprechenden Anzahl angeordneten Schienen oder Drähten aus leitendem Material, welche je mit
, einer die zugehörige Schlagplatine mittels eines Elektromagneten steuernden Stromlei-
; 'tang verbunden sind, '.nebeneinander''aufgesetzt werden und dadurch die leitenden
Flächen der Einzelpatronen mit der dem betreffenden Kettfaden des herzustellenden Gewebes entsprechenden Schiene des Bettes in leitende Verbindung kommen.
Bei dieser Neuerung braucht also nicht für ; jeden Namen ode» jede Figur eine neue Patronenzeichnung und danach eine neue elektrische Patrone hergestellt zu werden, sondern diese wird einfach aus vorhandenen Einzclpatronen zusammengesetzt. Es \vird infolgedessen ganz bedeutend an Zeit und Arbeitslohn gespart, und dies besonders, da das Zusammensetzen der Patronen keine besonders geübten Arbeiter erfordert.
Auf den beiliegenden Zeichnungen ist der ■'.Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel veranschaulicht. Dabei zeigt:
Fig. ι die aus mehreren Teilen zusammengesetzte Patrone in schaubildlicher Ansicht in Verbindung mit den Stromleitungen,
Fig. 2 eine Einzelpatrone in Draufsicht,
Fig. 3 dieselbe im Querschnitt nach Linie A-A und
Fig. 4 im Schnitt nach Linie B-B der Fig. 2.
Fig. 5 veranschaulicht eine aus drei Teilen zusammengesetzte Patrone auf dem Schienenbett im Längsschnitt, ' ■ ■·.■ ' ,
Fig. 6 in Draufsicht und r:
Fig. 7 im Querschnitt, die Einzelpatrone von den Schienen abgehoben.
Die die einzelnen Buchstaben oder "Zeichen tragenden Einzclpatronen sind nach Art der
bekannten Streifenpatronen eingerichtet. Sie bestehen aus einer Platte ι aus nicht leitendem Material (Hartgummi o. dgl.), die aber nicht allein auf der Oberseite, wie bei jenen älteren Patronen, sondern auch auf der Unterseite kammartig geformt ist, d. h. zu beiden Seiten der Länge nach verlaufende Rillen 2 bzw. 3 • besitzt, wobei die auf der Unterseite größere Tiefe haben, wie namentlich aus Fig. 3 und 7 hervorgeht. Die Zahl dieser Rillen ist gleich der Zahl der für die Figurbildung in Betracht kommenden Kettenfäden. Die in Fig. 2 gezeichneten Querteilungen entsprechen je einer der zur Bildung des einzelnen Buchstaben erforderlichen und dafür herzustellenden Jacquardkarten. Zur Bildung der leitenden Flächen sind in die oberen Rinnen 2 der Platte die kleinen streifenartigen Kontaktstückchen 4 eingesetzt und beispielsweise durch Verkittung befestigt, so daß sie ein wenig aus der Platte 1 vorstehen, aber durch die zwischen ihnen befindlichen Rippen der letzteren voneinander isoliert sind. Diese Kontaktstückchen 4 erstrecken sich über ein, zwei oder auch mehrere
as der Ouerf ekler der Platte 1, je nachdem an der betreffenden Stelle in einer oder in mehreren aufeinanderfolgenden Jaccjuardkarten ein Loch zu schlagen ist. Diese Kontaktstücke 4 könnten sich anstatt dessen auch über die ganze Länge der Einzeipatroncn erstrecken und dann je dem Muster entsprechend teilweise mit einer Isoliermasse überdeckt sein, wie bei den bereits genannten Streifenpatronen.
Diese Kontaktstücke 4 stehen nun durch einen in die Platte 1 eingebetteten Draht 5 mit den in dem Grund der unteren mit den oberen sich deckenden Rinnen 3 liegenden und über deren ganze. Länge sich erstreckenden Drähten 6 in leitender Verbindung.
Die' so eingerichteten Einzelpatronen be-. sitzen dabei eine solche äußere Gestalt, daß sie sich in beliebiger Folge aneinanderreihen bzw. zusammensetzen lassen und dadurch beispielsweise die Patrone eines ganzen Wortes, mehrerer Wörter u. dgl. gebildet werden kann. Zu dem Zweck werden die Einzelpatronen in der erforderlichen Reihenfolge nebeneinander auf « einem Bett angeordnet, das aus feinen leitenden Schienen oder Drähten 7 gebildet ist.
Diese Schienen sind parallel nebeneinander hochkant angeordnet in dem Abstand der Rinnen 2 und 3 genau entsprechender Entfernung voneinander, wobei sie in isolierenden Unterlagen 8 gehalten sind, die wieder auf einer Grundplatte 9 befestigt sind. Die Zahl dieser Schienen oder Drähte 7 entspricht der Zahl der Kettenfäden des herzustellenden Gewebes bzw. derjenigen der Platinen der betreffenden Jacquardmaschine, für die die Karten hergestellt werden sollen. Die Einzelpatronen'werden nun, wie bereits gesagt, auf J diese Schienen 7 aufgesetzt, und zwar auf diejcnigcn, die den zur Figurbildung mitwirkenden Kettenfäden entsprechen, Und in solcher Weise, daß die Schienen 7 in die unteren Rinnen 3 der Platten 1 eingreifen und dadurch mit den im Grunde dieser Rinnen liegenden Drahtstücken 6 möglichst auf deren ganzer Länge in Berührung sind, so daß dadurch eine leitende Verbindung der Kontaktstückchen 4 der Patronen mit der zugehörigen Schiene 7 hergestellt wird.
Jede dieser Schienen 7 steht durch eine Drahtleitung 10, in welche je ein Elektromagnet 11 eingeschaltet ist, in Verbindung mit dem einen Pol einer elektrischen Strom-, quelle 12 geeigneter Art, deren anderer Pol durch eine Leitung 13 mit einem Kontaktfühler 14 verbunden ist. Letzterer ist im gezeichneten Beispiel an einem Schieber 15, weleher quer zu den Schienen 7 mit Stillstand in den Endlagen durch geeignete, auf Zeichnung nicht angegebene Mittel hin und her bewegt wird, so angeordnet, daß sie bei jeder Bewegung des Schiebers 15 mit ihrem freien Ende über eines der Querfelder der Patronen hinstreicht. Nach jeder dieser Bewegungen der Kontaktfeder 14 wird die Patrone durch Verschiebung der die Schienen 7 tragenden Grundplatte 9 um eine Querteilung der Patrone vorgerückt, damit der Kontaktfühler 14 bei seiner nächsten Bewegung ebenfalls über das nächste Feld der Patronen hingleitet, oder es wird dasselbe durch eine entsprechende Bewegung des Schiebers 15 mit dem Kontaktfühler erreicht.
So oft nun det* Kontaktfühler 14 bei seiner Bewegung über die Patrone hin eines der Kontaktstückchen 4 trifft, findet Strpmschluß in. der zugehörigen Leitung statt und infolgedessen eine Erregung des in der zugehörigen Leitung befindlichen Elektromagneten 11, wodurch dann die Einstellung des Nadelwerkes einer an sich bekannten Kartenschlagmaschine verursacht wird.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Elektrische Patrone zur Herstellung von Jacquardkarten, insbesondere zum Weben von Namensbändern, Zeichenbän-
    ■:'v-' dem und anderen gemusterten Lanciergeweben, dadurch gekennzeichnet, daß dieselbe der jeweils zu webenden Figur (Namen, Spruch o. dgl.) entsprechend aus
    ν Einzelpatronen der Buchstaben, Zahlen oder anderer Teilfiguren zusammengesetzt ist, welche Einzelpatronen (1) derart gestaltet sind und dadurch zu einem Ganzen vereinigt sind, daß sie auf ein Bett aus nebeneinander in einer der Platinenzahl der Jacquardmaschine entsprechenden Anzahl iao angeordneten feinen Schienen oder Drähten
    : (7) aus leitendem Material derart neben-
    einander aufgesteckt sind, daß letztere mit den Kontaktstücken (4) der Einzelpatronen in leitende Verbindung treten.
  2. 2. Elektrische Patrone nach Anspruch 1, bei welcher die Einzelpatrone aus einer Platte aus nicht leitendem Material mit in Rillen der Oberseite eingesetzten, streifenartigen Kontaktstücken bestehen, dadurch gekennzeichnet, daß in diesen die Platte (1) der Einzelpatronen auch an der Unterseite den Rillen (2) der Oberseite entsprechende Längsrillen (3) aufweist,, in welche die Schienen oder Drähte (7) der Gesamtpatrone eingreifen und mittels zweier im Grunde der Rinnen (3, 2) in der Platte (1) eingebetteten Leitungsdrähte (6, 5) die leitende Verbindung mit den Kontaktstücken (4) herstellen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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