AT36526B - Elektrische Patrone zur Herstellung von Jacquardkarten. - Google Patents

Elektrische Patrone zur Herstellung von Jacquardkarten.

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  Elektrische Patrone zur Herstellung von Jacquardkarten. 
 EMI1.1 
 
Zur Herstellung der genannten Gewebe ist es bisher nötig, dass für jedes Muster erst eine Patronenzeichnung angefertigt wird, nach der dann die Jacquardkarten auf einer Kartenschlagmaschine, gegebenenfalls unter Benutzung einer nach der Zeichnung eigens dafür hergestellten elektrischen Patrone, aufgeschlagen werden. 



   Das Eigentümliche der vorliegenden Patrone besteht nun darin, dass diese der jeweils zu webenden Figur (Namen oder dergl.) entsprechend aus Einzelpatronen der Buchstaben, Zahlen oder anderen Zeichen zusammengesetzt wird, und dass diese Einzelpatronen dadurch zu der Gesamtpatrone vereinigt werden, dass sie auf ein Bett aus nebeneinander in einer der Kettenfadenzahl des herzustellenden Gewebes entsprechenden Anzahl angeordneten Schienen oder Drähten 
 EMI1.2 
 steuernden Stromleitung verbunden sind,   nebeneinander aufgesetzt werden. Die Einzelpatronen   können dabei selbst wieder als elektrische Patronen ausgebildet und so gestaltet sein,   dass   die leitenden Flächen beim Aufsetzen auf das erwähnte Bett mit der dem betreffenden Kettfaden des herzustellenden Gewebes entsprechenden Schiene des Bettes in leitende Verbindung kommen.

   Es können aber auch bei Verwendung aus nicht leitendem Material bestehender Einzelpatronen 
 EMI1.3 
 



   Bei Anwendung des Erfindungsgegenstandes braucht also nicht für jeden Namen oder jede Figur eine neue Patronenzeichnung und danach eine neue elektrische Patrone hergestellt zu werden, sondern diese wird einfach aus vorrätig gehaltenen Einzelpatronen zusammengesetzt.
Es wird infolgedessen ganz bedeutend an Zeit und Arbeitslohn gespart, (la das Zusammensetzen der Patrone keine besonders geübten Arbeiter erfordert. 



   Auf der beiliegenden Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in zwei Ausführungsbeispielen veranschaulicht. Es zeigt : Fig. 1 die aus mehreren Teilen   zusammengesetzte P & trone gemäss   der ersten Ausführung in schaubildlicher Ansicht in Verbindung mit den Stromleitungen, Fig. 3 eine Einzelpatrone in Draufsicht, Fig. 3 diese im Querschnitt nach   Linie J-. 4 und   Fig.   4   im Schnitt nach Linie B--B der Fig. 2. Fig. 5 veranschaulicht eine aus drei Teilen zusammengesetzte
Patrone auf dem   Schienenbett   im Längsschnitt, Fig. 6 in Draufsicht und Fig. 7 im Querschnitt, die Einzelpatrone von den Schienen abgehoben. Fig. 8 zeigt eine zweite Ausführung in Draufsicht und Fig. 9 im Querschnitt. 



   Bei dem ersten Ausführungsbeispiel sind die die einzelnen Buchstaben oder Zeichen tragenden Einzelpatronen nach Art der bekannten Streifenpatronen eingerichtet. Sie bestehen aus einer   Platte 1 aus nicht leitendem Material (Hartgummi oder dergl. ), die aber nicht allein auf der   Oberseite, wie bei jenen älteren Patronen, sondern auch auf der Unterseite kammartig geformt   ist, d. h. zu beiden Seiten der   Länge nach verlaufende Rillen 2   hezw.   3 besitzt, wobei die auf der 
 EMI1.4 
 

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 entsprechen je einer der zur Bildung des einzelnen Buchstabens erforderlichen und dafür herzustellenden Jacquardkarten.

   Zur Bildung der leitenden Flächen sind in die oberen Rinnen 2 der Platte die kleinen streifenartigen Kontaktstückchen 4 eingesetzt und beispielsweise durch Verkittung befestigt, so dass sie ein wenig aus der Platte 1 vorstehen, aber durch die zwischen ihnen befindlichen Rippen der letzteren voneinander isoliert sind. Diese   Konta. Hstüokchen 4   erstrecken sich über ein, zwei oder auch mehrere der Querfelder der Platte   1,   je nachdem an der betretenden Stelle in einer oder in mehreren aufeinander folgenden Jacquardkarten ein Loch zu schlagen ist. Diese   Kontaktstüfke   4 könnten sich anstatt dessen auch über die ganze Länge der Einzelpatronen erstrecken und dann je dem Muster entsprechend teilweise mit einer   T soliermasse überdeckt   sein, wie bei den bereits genannten Streifenpatronen. 



   Die   Kontaktstücke   4 stehen nun durch einen in die Platte 1 eingebetteten Draht 5 mit den in   dem Grunde der unteren, mit   den oberen sich deckenden Rinnen 3 liegenden und über deren ganze Länge sich   erstreckenden Drähten   6 in leitender Verbindung. 



   Die so eingerichteten Einzelpatronen besitzen dabei eine solche äussere Gestalt, dass sie sich in beliebiger Folge aneinander reihen bezw. zusammensetzen lassen und dadurch beispielsweise    clip Patrone eines   ganzen Wortes, mehrerer Wörter und dergl. gebildet werden kann. Die Einzelpatronen werden in der erforderlichen Reihenfolge nebeneinander auf einem Bett angeordnet, das aus feinen leitenden Schienen oder Drähten 7 gebildet ist. Diese Schienen sind parallel nebeneinander hochkantig in einer dem Abstand der Rinnen 2 und 3 genau entsprechenden Entfernung voneinander angeordnet ; sie sind in isolierenden Unterlagen 8 gehalten, die wieder auf einer Grundplatte 9 befestigt sind.

   Die Zahl dieser Schienen oder Drähte 7 entspricht der Zahl der   Kettenfäden   des herzustellenden Gewebes bezw. derjenigen der Platinen der betreffenden   Jacquardmaschine,   für die die Karten hergestellt werden sollen. Die Einzelpatronen werden, wie bereits gesagt, auf diese Schienen 7 aufgesetzt, und zwar auf diejenigen, die den zur Figur-   bildung mitwirkenden Kettenfäden   entsprechen und in solcher Weise, dass die Schienen   7   in die unteren Rinnen 3 der Platten 1 eingreifen und dadurch mit den im Grunde dieser Rinnen liegenden Drahtstücken 6 möglichst auf deren ganzen Länge in Berührung sind, so dass dadurch eine leitende Verbindung der   Kontaktstückchen   4 der Patronen mit der zugehörigen Schiene 7 hergestellt wird. 



   Jede dieser Schienen 7 steht durch eine Drahtleitung   10, in   die je ein Elektromagnet 11 eingeschaltet ist, in Verbindung mit dem einen Pol einer elektrischen Stromquelle 12 geeigneter Art, deren anderer Pol durch eine Leitung 13 mit einem Kontaktfühler   14   verbunden ist. Letzterer ist im gezeichneten Beispiele an einem Schieber   15,   der quer zu den Schienen 7 mit Stillstand in den Endlagen durch geeignete, auf der Zeichnung nicht angegebene Mittel hin und her bewegt wird, so angeordnet, dass er bei jeder Bewegung des Schiebers 15 mit seinem freien Ende über eines der   Querfelder   der Patronen   hinstreicht.

   Nach   jeder dieser Bewegungen des Kontakt-   fühlers 14   wird die Patrone durch Verschiebung der die Schienen 7 tragenden Grundplatte 9 um eine Querteilung der Patrone vorgerückt, damit der Kontaktfühler   14   bei seiner nächsten Bewegung über das nächste Feld der Patrone hingleitet. An Stelle die Patrone zu verschieben, kann der gleiche Zweck durch eine entsprechende Bewegung des Schiebers 15 mit dem Kontaktfühler erreicht werden. 



   So oft nun der Kontaktfühler 14 bei seiner Bewegung eines der Kontaktstückchen 4 trifft, findet Stromschluss in der zugehörigen Leitung statt und infolgedessen eine Erregung des in der zugehörigen Leitung befindlichen Elektromagneten 11, wodurch dann die Einstellung des   Nadelwcrks   einer an sich   bekannten Kaltenschlagmaschine   verursacht wird. 



   Das zweite in den Fig. 8 und 9 veranschaulichte Ausführungsbeispiel unterscheidet sich von dem erstbeschriel) enen nur durch die Beschaffenheit der Einzelpatronen. Diese bestehen hier aus einer einfachen Platte 16 aus nicht leitendem Material, z. B. Karton. Sie besitzen auf der Oberseite eine Quer-und Längsteilung, wobei die durch letztere gebildeten Streifen je einem   Kettenfaden,   die Querteilungen dagegen wieder einem   Schuss,   d.   li.   also je einer der zur Bildung der einzelnen Figuren erforderlichen und dafür herzustellenden Jacquardkarten entsprechen. 



   Anstatt der leitenden Flächen der Einzelpatronen der erstbeschriebenen Ausführung sind hier die betreffenden Felder der Einzelpatronen in bekannter Weise mit einer durchgehenden Lochung 17 versehen, so dass, wenn diese Patronen in entsprechender Anordnung auf das Bett 7,   8,   9 auf- gesetzt werden, durch diese Lochungen 17 hindurch die Drähte oder Schienen 7 für den Kontakt- fühler zugänglich sind, während sie an den anderen Stellen durch die Patrone überdeckt sind. 



   Der zweckmässig griffelartig   ausgebildete Kontaktfübler wird   bei dieser Ausführung von Hand geführt und kann bequem durch die Löcher 17 hindurch mit den Schienen oder Drähten in Be- rührung gebracht werden. Im übrigen bleibt die Wirkungsweise die gleiche, wie bei dem ersten
Beispiele. 



   Um die Patronen 76 in bestimmter Lage auf dem Bett 7, 8, 9 halten zu können, werden sie zweckmässig mit Rippen 18   ausgestattet (Fig. 9),   so dass sie mit diesen zwischen den Drähten 
 EMI2.1 


Claims (1)

  1. EMI3.1 1. Elektrische Patrone zur Herstellung von Jacquardkarten, insbesondere zum Weben von Namenbändern, Zeichenbändern und anderen gemusterten Lanciergeweben, dadurch gekennzeichnet, dass die Patrone der jeweils zu webenden Figur (Namen, Spruch 11. dgl.) ent- sprechend aus Einzelpatronen der Buchstaben, Zahlen oder anderen Teilfiguren zusammengesetzt ist, welche Einzelpatronen dadurch zu einem Ganzen vereinigt werden, dass sie auf ein Bett aus in einer der Platinenzahl der Jacquardmaschine entsprechenden Anzahl nebeneinander angeordneten feinen Schienen oder Drähten aus leitendem Material nebeneinander aufgesetzt sind.
    2. Elektrische Patrone nach Anspruch 1, bei der die Einzelpatronen aus einer Platte aus nicht leitendem Material mit in Rillen der Oberseite eingesetzten, streifenartigen Kontaktstücken bestehen, dadurch gekennzeichnet, dass die Platte (1) der Einzelpatronen auch an der Unterseite den Rillen (2) der Oberseite entsprechende Längsrillen (3) aufweist, in die die Schienen oder Drähte (7) des Bettes eingreifen und mittels zweier in den Rinnen (2, 3) der Platte (1) EMI3.2
AT36526D 1907-12-23 1907-12-23 Elektrische Patrone zur Herstellung von Jacquardkarten. AT36526B (de)

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