DE19747418C1 - Inhibitor-Protein des wnt-Signalwegs - Google Patents
Inhibitor-Protein des wnt-SignalwegsInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Inhibitor-Protein des wnt-Signalwegs, eine
ein solches Protein kodierende DNA und ein Verfahren zur Herstellung eines
solchen Proteins. Ferner betrifft die Erfindung die Verwendung der DNA und des
Proteins sowie gegen das Protein gerichtete Antikörper.
Der wnt-Signalweg spielt eine wichtige Rolle in der Regulation der Zellprolifera
tion und -Differenzierung während der Embryonal-Entwicklung von Drosophila,
Xenopus laevis und der Maus. Der wnt-Signalweg umfaßt die Kombination von
sekretorischen Glykoproteinen, die durch wnt-Gene, z. B. Xwnt-8, kodiert sind,
und wnt-Rezeptoren, an die die Glykoproteine binden. Ferner ist der wnt-Signal
weg beim Menschen kausal im Colon- und Mammakarzinom sowie dem Mela
nom impliziert (vgl. Peifer, M., Science 275, (1997), 1752-17531. Inhibitoren
des wnt-Signalwegs könnten daher eine Möglichkeit darstellen, therapeutisch bei
Tumorerkrankungen eingreifen zu können.
Der vorliegenden Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, ein Mittel bereitzu
stellen, mit dem der wnt-Signalweg inhibiert werden kann.
Erfindungsgemäß wird dies durch die Gegenstände in den Patentansprüchen
erreicht.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist somit ein Inhibitor-Protein des wnt-
Signalwegs, wobei das Protein zumindest eine der in Fig. 1 angegebenen Amino
säure-Konsensus-Sequenzen I und II umfaßt.
Die vorliegende Erfindung beruht auf der Erkenntnis des Anmelders, daß in
Tieren, besonders Säugetieren, ganz besonders dem Menschen, ein Protein
existiert, das den wnt-Signalweg inhibiert. Der Anmelder hat gefunden, daß die
Expression des wnt-Gens, Xwnt-8, in Xenopus laevis zur Ausbildung von Siame
sischen Zwillingen führt. Diese Mißbildung wird verhindert, wenn gleichzeitig das
vorstehende Protein exprimiert wird. Dieses Protein ist ein sekretorisches Protein
von etwa 40 kD. Es weist zumindest eine der in Fig. 1 angegebenen Cystein
reichen Aminosäure-Konsensus-Sequenzen I und II auf.
In der vorliegenden Erfindung wird vorstehendes Protein mit "wnt-Inhibitor"
(wnt-I) bezeichnet.
In bevorzugter Ausführungsform weist (wnt-I) die in Fig. 1 angegebenen Amino
säure-Konsenus-Sequenzen I und II auf.
Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine für (wnt-I) kodieren
de Nukleinsäure. Diese kann eine RNA oder eine DNA sein. Letztere kann z. B.
eine genomische DNA oder eine cDNA sein. Bevorzugt ist eine DNA, die folgen
des umfaßt:
- a) die DNA von Fig. 2 oder eine hiervon durch ein oder mehrere Basenpaare unterschiedliche DNA,
- b) eine mit der DNA von (a) hybridisierende DNA, oder
- c) eine mit der DNA von (a) oder (b) über den degenerierten genetischen Code verwandte DNA.
Der Ausdruck "hybridisierende DNA" weist auf eine DNA hin, die unter üblichen
Bedingungen, insbesondere bei 20°C unter dem Schmelzpunkt der DNA, mit
einer DNA von (a) hybridisiert.
Die DNA von Fig. 2 umfaßt sieben DNAs, die aus Xenopus laevis, Maus,
Mensch oder Huhn stammen und für (wnt-I) kodieren. Sechs dieser DNAs
wurden bei der DSMZ (Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zell
kulturen) am 19. Sept. 1997 wie folgt hinterlegt:
Fig. 2.1 (DNA aus Mensch) als phdkk-3 unter DSM 11762,
Fig. 2.2 (DNA aus Huhn) trägt die Bezeichnung pcdkk-3,
Fig. 2.3 (DNA aus Maus) als pmdkk-2 unter DSM 11759,
Fig. 2.4 (DNA aus Mensch) als phdkk-2 unter DSM 11761,
Fig. 2.5 (DNA aus Maus) als pmdkk-1 unter DMS 11758,
Fig. 2.6 (DNA aus Mensch) als phdkk-1 unter DSM 11760,
Fig. 2.7 (DNA aus Xenopus laevis) als pRNdkk-1 unter DSM 11757.
Nachstehend wird eine erfindungsgemäße DNA in Form einer cDNA beschrieben.
Diese steht beispielhaft für jede unter die vorliegende Erfindung fallende DNA.
Zur Herstellung einer erfindungsgemäßen cDNA ist es günstig, von einer Xeno
pus laevis-cDNA-Bibliothek auszugehen (vgl. Glinka, A. et al., Mechanisms
Develope 60, (1996), 221-231). Von den einzelnen cDNA-Klonen werden
mittels RNA-Polymerase entsprechende mRNAs synthetisiert. Diese werden
zusammen mit mRNA von wnt-Genen, z. B. Xwnt-8, in Xenopus laevis mikroinji
ziert. Es wird auf die Ausbildung von Siamesischen Zwillingen bei Xenopus
laevis gescreent. Diese werden erhalten, wenn die mRNA des wnt-Gens alleine
oder zusammen mit solcher Xenopus laevis mRNA mikroinjiziert wird, die nicht
für (wnt-I) kodiert. Das Nicht-Auftreten von Siamesischen Zwillingen wird somit
als Nachweis für das Vorliegen einer mRNA gewertet, die für (wnt-I) kodiert.
Solch eine mRNA läßt unmittelbar die entsprechende cDNA erkennen.
Eine erfindungsgemäße cDNA kann in einem Vektor bzw. Expressionsvektor
vorliegen. Beispiele solcher sind dem Fachmann bekannt. Im Falle eines Ex
pressionsvektors für E.coli sind dies z. B. pGEMEX, pUC-Derivate, pGEX-2T,
pET3b und pQE-8. Für die Expression in Hefe sind z. B. pY100 und Ycpad1 zu
nennen, während für die Expression in tierischen Zellen z. B. pKCR, pEFBOS,
cDM8 und pCEV4, anzugeben sind. Für die Expression in Insektenzellen eignet
sich besonders der Baculovirus-Expressionsvektor pAcSGHisNT-A.
Der Fachmann kennt geeignete Zellen, um eine, erfindungsgemäße, in einem
Expressionsvektor vorliegende cDNA zu exprimieren. Beispiele solcher Zellen
umfassen die E.coli-Stämme HB101, DH1, x1776, JM101, JM 109, BL21 und
SG 13009, den Hefe-Stamm Saccharomyces cerevisiae und die tierischen Zellen
L, 3T3, FM3A, CHO, COS, Vero und HeLa sowie die Insektenzellen sf9.
Der Fachmann weiß, in welcher Weise eine erfindungsgemäße cDNA in einen
Expressionsvektor inseriert werden muß. Ihm ist auch bekannt, daß diese cDNA
in Verbindung mit einer für ein anderes Protein bzw. Peptid kodierenden DNA
inseriert werden kann, so daß die erfindungsgemäße cDNA in Form eines Fu
sionsproteins exprimiert werden kann.
Des weiteren kennt der Fachmann Bedingungen, transformierte bzw. trans
fizierte Zellen zu kultivieren. Auch sind ihm Verfahren bekannt, das durch die
erfindungsgemäße cDNA exprimierte Protein zu isolieren und zu reinigen. Ein
solches Protein, das auch ein Fusionsprotein sein kann, ist somit ebenfalls
Gegenstand der vorliegenden Erfindung.
Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein gegen ein vorstehen
des Protein bzw. Fusionsprotein gerichteter Antikörper. Ein solcher Antikörper
kann durch übliche Verfahren hergestellt werden. Er kann polyklonal bzw.
monoklonal sein. Zu seiner Herstellung ist es günstig, Tiere, insbesondere
Kaninchen oder Hühner für einen polyklonalen und Mäuse für einen monoklona
len Antikörper, mit einem vorstehenden (Fusions)protein oder Fragmenten davon
zu immunisieren. Weitere "Booster" der Tiere können mit dem gleichen (Fu
sions)protein oder Fragmenten davon erfolgen. Der polyklonale Antikörper kann
dann aus dem Serum bzw. Eigelb der Tiere erhalten werden. Für den monoklo
nalen Antikörper werden Milzzellen der Tiere mit Myelomzellen fusioniert.
Die vorliegende Erfindung ermöglicht es, den wnt-Signalweg besser zu unter
suchen und zu verstehen. Mit einem erfindungsgemäßen Antikörper kann (wnt-
I) in Organismen nachgewiesen werden. Ferner kann mit einem erfindungs
gemäßen (wnt-I) ein gegen dieses Protein gerichteter Autoantikörper nachgewie
sen werden. Beide Nachweise können durch übliche Verfahren, insbesondere
einen Western Blot, einen ELISA, eine Immunpräzipitation oder durch Immun
fluoreszenz, erfolgen. Desweiteren kann mit einer erfindungsgemäßen Nuklein
säure, insbesondere einer DNA und hiervon abgeleiteten Primern, die Expression
des für (wnt-I) kodierenden Gens nachgewiesen werden. Dieser Nachweis kann
in üblicher Weise, insbesondere in einem Southern Blot, erfolgen.
Somit können mit der vorliegenden Erfindung auch Prozesse besser untersucht,
d. h. diagnostiziert, und verstanden werden, die mit dem wnt-Signalweg zusam
menhängen. Dies sind z. B. Zellproliferation und -Differenzierung sowie Erkran
kungen verschiedenster Art. Beispiele von letzteren sind Erkrankungen des
Auges und der Knochen sowie Tumorerkrankungen, insbesondere Colon- und
Mammakarzinom sowie Melanom.
Desweiteren eignet sich die vorliegende Erfindung, Maßnahmen für und gegen
das Vorliegen von (wnt-I) in Organismen zu ergreifen. Mit einem erfindungs
gemäßen Antikörper kann (wnt-I) in Organismen inhibiert werden. Andererseits
kann mit einem erfindungsgemäßen (wnt-I), insbesondere nach Kopplung an ein
vom Körper nicht als fremd angesehenes Protein, z. B. Transferrin oder BSA, die
Menge von (wnt-I) in Organismen erhöht werden. Entsprechendes kann auch mit
einer erfindungsgemäßen Nukleinsäure, insbesondere einer DNA, erreicht wer
den, die unter die Kontrolle eines in bestimmten Geweben induzierbaren Promo
tors gestellt wird und nach ihrer Expression zur Bereitstellung von (wnt-I) in
diesen Geweben führt. Darüberhinaus kann eine erfindungsgemäße Nuklein
säure, insbesondere eine DNA, auch zur Inhibierung von (wnt-I) genutzt werden.
Hierzu wird die Nukleinsäure, z. B. als Basis für die Erstellung von Anti-Sinn-
Oligonukleotiden zur Expressions-Inhibierung des für (wnt-I) kodierenden Gens
verwendet.
Somit stellt die vorliegende Erfindung auch die Möglichkeit bereit, in den wnt-
Signalweg aktivierend bzw. inhibierend einzugreifen. Erstes könnte z. B durch
Verabreichung eines erfindungsgemäßen Antikörpers gegen (wnt-I) erfolgen. Für
letzteres bietet sich an, erfindungsgemäßes (wnt-I) zu verabreichen. Die Aktivie
rung des wnt-Signalwegs könnte sinnvoll sein, wenn daran gedacht wird,
Organismen für Organspende zu züchten. Die Inhibierung des wnt-Signalwegs
bietet sich allerdings an, um therapeutisch bei Erkrankungen von Knochen und
des Auges sowie bei Tumorerkrankungen, insbesondere Colon- und Mammakar
zinomen sowie Melanom, eingreifen zu können.
Fig. 1 zeigt die Aminosäure-Konsensus-Sequenzen I und II eines erfin
dungsgemäßen (wnt-I). Die Angabe "-" bedeutet eine Aminosäure,
wobei die Zahl der Aminosäuren variabel ist, wenn sie einen Stern
aufweisen,
Fig. 2 zeigt die Basensequenz von sieben (wnt-I) kodierenden DNAs mit
Angabe der Basen, die zu den Aminosäure-Konsensus-Sequenzen
von (wnt-I) beitragen.
Die vorliegende Erfindung wird durch die nachstehenden Beispiele erläutert.
Zur Herstellung eines erfindungsgemäßen (wtn-I) wurde die DNA von Fig. 2.6,
phdkk-1 mit Bam HI-Linkern versehen, anschließend mit Bam HI gespalten und
in den mit Bam HI gespaltenen Expressionsvektors pQE-8 (Qiagen) inseriert. Es
wurde das Expressionsplasmid pQ/wnt-I erhalten. Ein solches kodiert für ein
Fusionsprotein aus 6 Histidin-Resten (N-Terminuspartner) und einem erfindungs
gemäßen (wnt-I) (C-Terminuspartner). pQ/wnt-I wurde zur Transformation von
E.coli SG 13009 (vgl. Gottesman, S. et al., J. Bacteriol. 148, (1981), 265-273)
verwendet. Die Bakterien wurden in einem LB-Medium mit 100 µg/ml Ampicillin
und 25 µg/ml Kanamycin kultiviert und 4 h mit 60 µM Isopropyl-β-D-Thiogalacto
pyranosid (IPTG) induziert. Durch Zugabe von 6 M Guanidinhydrochlorid wurde
eine Lyse der Bakterien erreicht, anschließend wurde mit dem Lysat eine Chro
matographie (Ni-NTA-Resin) in Gegenwart von 8 M Harnstoff entsprechend der
Angaben des Herstellers (Diagen) des Chromatographie-Materials durchgeführt.
Das gebundene Fusionsprotein wurde in einem Puffer mit pH 3,5 eluiert. Nach
seiner Neutralisierung wurde das Fusionsprotein einer 18% SDS-Polyacrylamid-
Gelelektrophorese unterworfen und mit Coomassie-Blau angefärbt (vgl. Thomas,
J. O. und Kornberg, R. D., J. Mol. Biol. 149 (1975), 709-733).
Es zeigte sich, daß ein erfindungsgemäßes (Fusions)protein in hochreiner Form
hergestellt werden kann.
Ein erfindungsgemäßes Fusionsprotein von Beispiel 1 wurde einer 18% SDS-
Polyacrylamid-Gelelektrophorese unterzogen. Nach Anfärbung des Gels mit 4 M
Natriumacetat wurde eine ca. 40 kD Bande aus dem Gel herausgeschnitten und
in Phosphat gepufferter Kochsalzlösung inkubiert. Gel-Stücke wurden sedimen
tiert, bevor die Proteinkonzentration des Überstandes durch eine SDS-Poly
acrylamid-Gelelektrophorese, der eine Coomassie-Blau-Färbung folgte, bestimmt
wurde. Mit dem Gel-gereinigten Fusionsprotein wurden Tiere wie folgt immuni
siert:
Pro Immunisierung wurden 35 µg Gel-gereinigtes Fusionsprotein in 0,7 ml PBS
und 0,7 ml komplettem bzw. inkomplettem Freund's Adjuvans eingesetzt.
Tag 0: 1. Immunisierung (komplettes Freund's Adjuvans)
Tag 14: 2. Immunisierung (inkomplettes Freund's Adjuvans; icFA)
Tag 28: 3. Immunisierung (icFA)
Tag 56: 4. Immunisierung (icFA)
Tag 80: Ausbluten
Tag 0: 1. Immunisierung (komplettes Freund's Adjuvans)
Tag 14: 2. Immunisierung (inkomplettes Freund's Adjuvans; icFA)
Tag 28: 3. Immunisierung (icFA)
Tag 56: 4. Immunisierung (icFA)
Tag 80: Ausbluten
Das Serum des Kaninchens wurde im Immunoblot getestet. Hierzu wurde ein
erfindungsgemäßes Fusionsprotein von Beispiel 1 einer SDS-Polyacrylamid-
Gelelektrophorese unterzogen und auf ein Nitrocellulosefilter übertragen (vgl.
Khyse-Andersen, J., J. Biochem. Biophys. Meth. 10, (1984), 203-209). Die
Western Blot-Analyse wurde wie in Bock, C.-T. et al., Virus Genes 8, (1994),
215-229, beschrieben, durchgeführt. Hierzu wurde das Nitrocellulosefilter eine
Stunde bei 37°C mit einem ersten Antikörper inkubiert. Dieser Antikörper war
das Serum des Kaninchens (1 : 10000 in PBS). Nach mehreren Waschschritten
mit PBS wurde das Nitrocellulosefilter mit einem zweiten Antikörper inkubiert.
Dieser Antikörper war ein mit alkalischer Phosphatase gekoppelter monoklonaler
Ziege Anti-Kaninchen-IgG-Antikörper (Dianova) (1 : 5000) in PBS. Nach 30-
minütiger Inkubation bei 37°C folgten mehrere Waschschritte mit PBS und
anschließend die alkalische Phosphatase-Nachweisreaktion mit Entwicklerlösung
(36 µM 5' Bromo-4-chloro-3-indolylphosphat, 400 µM Nitroblau-tetrazolium,
100 mM Tris-HCl, pH 9.5, 100 mM NaCl, 5 mM MgCl2) bei Raumtemperatur, bis
Banden sichtbar waren.
Es zeigte sich, daß erfindungsgemäße, polyklonale Antikörper hergestellt werden
können.
Pro Immunisierung wurden 40 µg Gel-gereinigtes Fusionsprotein in 0,8 ml PBS
und 0,8 ml komplettem bzw. inkomplettem Freund's Adjuvans eingesetzt.
Tag 0. 1. Immunisierung (komplettes Freund's Adjuvans)
Tag 28: 2. Immunisierung (inkomplettes Freund's Adjuvans; icFA)
Tag 50: 3. Immunisierung (icFA)
Tag 0. 1. Immunisierung (komplettes Freund's Adjuvans)
Tag 28: 2. Immunisierung (inkomplettes Freund's Adjuvans; icFA)
Tag 50: 3. Immunisierung (icFA)
Aus Eigelb wurden Antikörper extrahiert und im Western Blot getestet. Es
wurden erfindungsgemäße, polyklonale Antikörper nachgewiesen.
Pro Immunisierung wurden 12 µg Gel-gereinigtes Fusionsprotein in 0,25 ml PBS
und 0,25 ml komplettem bzw. inkomplettem Freunds Adjuvans eingesetzt; bei
der 4. Immunisierung war das Fusionsprotein in 0,5 ml (ohne Adjuvans) gelöst.
Tag 0. 1. Immunisierung (komplettes Freund's Adjuvans)
Tag 28: 2. Immunisierung (inkomplettes Freund's Adjuvans; icFA)
Tag 56: 3. Immunisierung (icFA)
Tag 84: 4. Immunisierung (PBS)
Tag 87: Fusion
Tag 0. 1. Immunisierung (komplettes Freund's Adjuvans)
Tag 28: 2. Immunisierung (inkomplettes Freund's Adjuvans; icFA)
Tag 56: 3. Immunisierung (icFA)
Tag 84: 4. Immunisierung (PBS)
Tag 87: Fusion
Überstände von Hybridomen wurden im Western Blot getestet. Erfindungs
gemäße, monoklonale Antikörper wurden nachgewiesen.
Claims (10)
1. Inhibitor-Protein des wnt-Signalwegs, wobei das Protein zumindest eine
der in Fig. 1, wobei Fig. 1 Bestandteil dieses Anspruchs ist, angegebenen
Aminosäure-Konsensus-Sequenzen I und II umfaßt,
2. DNA, kodierend für das Protein nach Anspruch 1.
3. DNA nach Anspruch 2, wobei die DNA umfaßt:
- a) die DNA von Fig. 2, wobei Fig. 2 Bestandteil dieses Anspruchs ist, oder eine hiervon durch ein oder mehrere Basenpaare unterschiedli che DNA, wobei das durch letztere DNA kodierte Protein in Xeno pus laevis die Ausbildung von Siamesischen Zwillingen verhindert, oder
- b) eine mit der DNA von (a) über den degenerierten genetischen Code verwandte DNA.
4. Expressionsplasmid, umfassend die DNA nach Anspruch 2 oder 3.
5. Transformante, enthaltend das Expressionsplasmid nach Anspruch 4.
6. Verfahren zur Herstellung des Proteins nach Anspruch 1, umfassend die
Kultivierung der Transformante nach Anspruch 5 unter geeigneten Bedin
gungen.
7. Antikörper, gerichtet gegen das Protein nach Anspruch 1.
8. Verwendung des Proteins nach Anspruch 1 bzw. der DNA nach Anspruch
2 oder 3 als Reagens zur Untersuchung des wnt-Signalwegs bzw. zur
Aktivierung bzw. Inhibierung des wnt-Signalwegs.
9. Verwendung des Proteins nach Anspruch 1 bzw. der DNA nach Anspruch
2 oder 3 als Reagens zur Diagnose und/oder Therapie von mit dem wnt-
Signalweg zusammenhängenden Erkrankungen.
10. Verwendung nach Anspruch 9, wobei die Erkrankungen solche des Auges
und der Knochen sowie Tumorerkrankungen umfassen.
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