DE197295C - - Google Patents

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DE197295C
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sulfur dioxide
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A62LIFE-SAVING; FIRE-FIGHTING
    • A62CFIRE-FIGHTING
    • A62C99/00Subject matter not provided for in other groups of this subclass
    • A62C99/0009Methods of extinguishing or preventing the spread of fire by cooling down or suffocating the flames
    • A62C99/0018Methods of extinguishing or preventing the spread of fire by cooling down or suffocating the flames using gases or vapours that do not support combustion, e.g. steam, carbon dioxide
    • A62C99/0027Carbon dioxide extinguishers

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Business, Economics & Management (AREA)
  • Emergency Management (AREA)
  • Fire-Extinguishing By Fire Departments, And Fire-Extinguishing Equipment And Control Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JH 197295--KLASSE 61 a. GRUPPE iTfif
Dr. GREGOR PFEIFFER in BUKAREST.
Anwendung von flüssigem Schwefelbioxyd.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 19. August 1906 ab.
Gegenstand der Erfindung ist eine Feuerlöschvorrichtung, welche bei Ausbruch eines Feuers in geschlossenen Räumen, z. B. solchen mit feuergefährlicher Flüssigkeit, wie Petroleumbehältern, die Aufgabe hat, das Feuer zu ersticken. Zu diesem Zwecke ist gemäß der Erfindung ein mit flüssigem, unter Druck stehendem Schwefelbioxyd gefüllter Behälter mit einer fein zerteilenden Streudüse, z. B. der bekannten Körtingschen Streudüse, versehen, derart, daß bei Ausbruch des Feuers das in den brennenden Raum tretende Schwefelbioxyd zerstäubt wird und dadurch in den gasförmigen Zustand übergeht, wodurch eine große Wärmebindung und gleichzeitig eine erstickende Atmosphäre gebildet wird. . ,
Die Vorrichtung kann so ausgebildet sein, daß sie im Bedarfsfalle von Hand in Tätigkeit gesetzt werden kann, oder auch so, daß sie selbsttätig in Gang tritt.
In der Zeichnung ist die letzte Ausführuhgsform beispielsweise dargestellt. Diese Ausführungsform der Vorrichtung besteht aus einem zwei bis vier Liter unter Druck stehendes, flüssiges Schwefelbioxyd fassenden Zylinder α, welcher mit einer Körtingschen Streudüse b versehen ist, deren öffnung durch eine leichtflüssige Legierung c verschlossen ist. Der Hals der Düse ist von einer bei Entzündung ins Glühen geratenden Masse d umgeben, welche durch eine Zündschnur e mit der brennbaren Flüssigkeit in Verbindung steht. Eine oder mehrere solche Vorrichtungen, je nach der Größe des zu schützenden Raumes, werden innen an der Decke frei aufgehängt, so daß die Zündschnüre in die feuergefährliche Flüssigkeit tauchen. .
Bei Ausbruch von Feuer im Räume übertragen die Zündschnüre die Flamme auf die Glühmasse d, welche ihrerseits die leichtflüssige Legierung c, die die Öffnung der Streudüse b abschließt, zum Schmelzen bringt. Die Vorrichtung tritt dann sofort in Tätigkeit, indem das verflüssigte, unter Druck stehende Schwefelbioxyd durch die Düse zerstäubt wird und dadurch augenblicklich in gasförmigen Zustand übergeht, so daß durch die eintretende starke Wärmebindung und Entwicklung einer erstickenden Atmosphäre das Feuer alsbald gelöscht wird.
Wenn die Vorrichtung im Bedarfsfalle von Hand in Tätigkeit gesetzt werden soll, so kann die Ausführung in der Weise erfolgen, daß an einen außerhalb der zu schützenden Räume aufgestellten Behälter mit dem komprimierten, flüssigen Schwefelbioxyd eine genügend lange Rohrleitung angeschlossen ist, an welcher innerhalb des zu schützenden Raumes die nötige Anzahl von Körtingschen Streudüsen angeordnet sind. In diesem Falle haben diese keinen Legierungsverschluß, sondern sind offen, während in die Rohrleitung vor dem Behälter an geeigneter Stelle ein Handschieber oder Handventil eingeschaltet ist, welches bei Ausbruch
MT
eines Feuers von dem mit der Aufsicht Betrauten geöffnet wird. Auch in diesem Falle durchfließt das unter Druck stehende Schwefelbioxyd die Rohrleitung und wird durch die Streudüsen fein zerstäubt, um in derselben Weise wie bei der selbsttätig wirkenden Anordnung dieses zu ersticken.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    ίο Vorrichtung zum Löschen von Feuer
    in geschlossenen Räumen, insbesondere solchen, die der Aufbewahrung von feuergefährlicher Flüssigkeit (z. B. Petroleum) dienen, unter Anwendung von flüssigem Schwefelbioxyd, dadurch gekennzeichnet, daß an den Stellen, wo das Schwefelbioxyd in den Raum ausströmt, fein zerteilende, z. B. Körtingsche Streudüsen angeordnet sind, die durch die Zerstäubung den Übergang des Bioxyds aus dem flüssigen Zustand in den gasförmigen beschleunigen.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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