DE19718797A1 - Vorrichtung zur Beschickung und Entleerung einer Kurztakt- bzw. Beschichtungspresse - Google Patents

Vorrichtung zur Beschickung und Entleerung einer Kurztakt- bzw. Beschichtungspresse

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Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Beschicken und Entleeren von Kurztaktpressen gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Der Hauptanmeldung lag die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren anzugeben, mit dem die Beschick- und Entleerkinematik für das Preßgut und der fertigen Platte in Koordination zum Schließvorgang der Presse so verbessert werden kann, daß merklich eine störungsfreie Reduzierung der drucklosen Liegezeiten und der Preßzeiten erreicht wird und durch diese Kinematik eine Vorrichtung zu schaffen, bei der die zu bewegenden Massen verringert und somit die mechanischen Beschick- und Entleerzeiten, d. h. insgesamt die Produktionszeiten, reduziert werden können. Die Lösung für die Vorrichtung bestand darin, daß die Klemm- und Saugeinrichtungen aus linear beweglichen Beschick- und Entleerteleskoparmen mit daran angebrachten modularen Manipulierwerkzeugen bestehen, die jeweils unabhängig voneinander mittels einer NC-geregelten zentralen Antriebswelle reversierend antreibbar sind, wobei die Beschick- und Entleerteleskoparme mit einem oder mehreren ineinander verschiebbaren, modular aufgebauten Teleskopschlitten ausgebildet sind.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung nach dem Hauptpatent DE 196 06 132.6 arbeitet entsprechend der gestellten Aufgabe zufriedenstellend. Nachteilig bei dieser Vorrichtung ist, daß das gesamte Antriebssystem und insbesondere die in den Preßraum ein- und ausfahrenden Trag- und Klemmelemente eine zu hohe Bauhöhe aufweisen, das heißt die Fallhöhe des Preßgutes auf die Preßfläche der unteren Preß-/Heizplatte ist zwangsweise durch die Vorrichtungen in der Presse zu hoch.
Nachstehende Schutzrechte zum Beschicken und Entleeren einer Kurztaktpresse sind betreffend die Probleme "zu hohe Fallhöhe des Preßgutes beim Ablegen auf die untere Preß-/Heizplatte und schleifender Durchhang des Preßgutes auf die Preßfläche der unteren Preß-/Heizplatte" bekannt geworden.
Aus der DE 19 11 764 A1 und DE 23 63 795 A1 sind Vorrichtungen zum Beschicken und Entleeren einer Kurztaktpresse mit geschichtetem Preßgut bekannt. Danach werden für die Transversalbewegungen zum Beschicken der Presse und Ablegen des Preßgutes dieses am äußeren Rand durch Klemmelemente erfaßt und in den Pressenraum hineingefahren sowie zum Einfahren der Entleereinrichtungen in die Presse für das Aufnehmen der fertig gepreßten Platte unterschiedliche mechanische Kinematikelemente verwendet, wodurch aufgrund separater Steuerfunktionen der mechanische Aufbau eine größere Anzahl unterschiedlicher Funktionsteile aufweist und somit nicht nur kompliziert, sondern durch die Störanfälligkeit auch wartungsaufwendig und insgesamt kostenaufwendig ist. Unterschiedliche Breiten B1 und B2 werden durch unterschiedliches Heranfahren der Klemm- und Tragelemente ausgeglichen, allerdings mit dem Nachteil, daß bei dünnem breiten Preßgut durch das Eigengewicht des Preßgutes der Durchhang so groß wird, daß das Preßgut mit der unteren Fläche oder der Folie auf dem Preßblech der unteren Preß-/Heiz­ platte schleift und dadurch das Produkt geschädigt wird. Das Problem wird zum Teil dadurch gelöst, daß man den Abstand zur Preß-/Heizplatte höher einstellt, welches wiederum nachteilig beim Ablegen des Preßgutes aufgrund größer werdender Fall-(Ablege-)höhen und der damit verbundenen Gefahr einer Preßgut- und oder Folienverschiebung auf der Trägerplatte ist. In der Praxis wird zur Behebung dieses Problems nunmehr der Angriffspunkt der oberen Klemmrolle gegenüber den Tragelementen soweit nach außen verschoben, daß das Preßgut entsprechend der Biegelinie verformt wird, um ein Schleifen des Preßgutes zu verhindern. Nachteilig wirkt sich bei dieser Klemmung besonders bei dünnem Preßgut mit empfindlichen Folien die Gefahr von Klemmarkierungen aus. Das heißt, das Produkt ist in der Oberflächenqualität geschädigt.
Das Problem des Durchhanges bei dünnen und breiten Preßpaketen wurde mit DE 39 14 866 A1 dadurch gelöst, daß die Tragleisten je nach Breite B1 oder B2 und dem Durchhangsverhalten unter das Preßgut gemäß Einfahrweg transversal eingefahren werden und mittels der auf den Tragleisten angeordneten Trag- und Transportbänder in die Presse hineingefahren werden. Nachteilig ist die durch die Tragbänder konzeptionell bedingte größere Ablegehöhe. Weiterhin sind extrem hohe positive und negative Beschleunigungen zur Verkürzung der mechanischen Beschickzeiten nicht möglich, weil sich das Preßgutpaket sich bei Überschreitung der Haftreibung durch die angreifenden Kräfte verschiebt. Beschick- und Entleereinrichtungen von Kurztaktpressen nach den DE 28 47 273 A1 und DE 32 46 720 A1 arbeiten, indem die Greiferklemmleisten und Saugerleistenwerkzeuge jeweils mit dem gleichen Parallelogrammlenkersystem angetrieben werden. Die zumeist pneumatisch ausschwenkbaren Lenkarme folgen einer Sinusbewegung, wodurch die Beschleunigungsabläufe und Abbremsvorgänge mit zum Teil zusätzlichen Dämmungselementen in den Endlagen der Preßgutablage bzw. -aufnahme nicht mehr exakt wiederholbar sind.
Insbesondere trifft dies zu bei unterschiedlichen Formatbreiten mit Auswirkungen auf die Wegstrecken und die Arbeitsgeschwindigkeiten, besonders bei Transversalbewegungen im notwendigen Millisekundenbereich. Nachteilig ist bei diesen Schwenkarmsystemen weiter, daß der Ausgleich größerer Formatbreitenunterschiede größere Hebellängen und somit größere Schwungmassenkräfte zur Folge hat.
Nach einem weiteren Schutzrechte DE 35 03 156 A1 wird das transversale Einfahren der Tragleisten mit unterschiedlichem Durchhangsverhalten des Preßgutpaketes konzeptionell ähnlich vorteilhaft wie nach DE 39 14 866 A1 gelöst, mit dem Unterschied, daß das Preßgutpaket auf dieser Tragleiste in die Presse eingefahren wird, wobei während der Einfahr-(Beschick-)bewegung das Preßgutpaket durch Vakuum-Ansaugdüsen auf der Tragfläche der Tragleisten fixiert bleibt, mit dem Nachteil, daß bei hohen Beschleunigungs- und Bremskräften zur Verkürzung der mechanischen Beschickzeiten nur die untere Folie fixiert bleibt und die darüber liegende Spanplatte mit Oberfolie sich verschieben kann, welches bei einer Doppelfolienbelegung noch kritischer wird.
Ein schnelles Einfahren des Preßgutes in den Pressenraum ohne Ablösen oder Verschieben der oberen Folie wird damit unmöglich.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde eine Vorrichtung zu schaffen, mit der bei unterschiedlichem Durchhangsverhalten des Preßgutpaketes dieses auch bei extrem hohen ± Beschleunigungskräften zur Reduzierung der mechanischen Beschickzeiten ohne Verschiebung des Preßgutpaketes zerstörungsfrei, das heißt ohne Einschränkung der Oberflächenqualität in die Kurztaktpresse eingefahren und bei niedriger Ablegehöhe folienverzugsfrei sicher auf die untere Preßplatte abgelegt werden kann und somit die mechanische Beschick- und Entleerzeiten, also die Produktionszeiten insgesamt, reduziert werden können.
Die Lösung dieser Aufgabe besteht darin, daß die Beschick- und Entleerteleskoparme für die Klemm- und Saugeinrichtungen mit seinen Grundkörpern, Teleskoparmen und Teleskopschlitten auf den Antriebswellen der Transportwagen spiegelverkehrt um 180° gedreht so angebracht sind, daß sie mit ihrem Innenraum nach oben weisen, daß die Klemmeinrichtungen aus mehreren Teleskoparmen und daran an ihren Enden parallel zur Längsmittenachse der Presse je Längsseite angebrachten und die Preßflächenlänge aufweisenden Tragleisten bestehen, auf die mehrere Klemmechanismen von oben auf das Preßgut wirken und daß die an den Tragleisten formschlüssig befestigten Klemmelemente aus mehreren jeweils an den Tragleisten aus dem Pressenraum weisenden flachen Verbindungsstreben mit daran wieder nach innen in den Pressenraum weisenden, mittels daran befestigtem Stellantrieb, zangenförmig auf- und abbewegbaren Bügeln sowie an deren Enden angebrachten Klemmrollen bestehen, wobei das Preßgut mit den Auflageflächen der Tragelemente 1/3 bis 2/3 der halben Preßgutbreite unterfassend durchbiegungsfrei in den Pressenraum eintragbar ist.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung hat den Vorteil, daß das Preßgut von auf beiden Längsseiten durchgehend unterfassenden Tragleisten mit einer Unterstützung von 1/3 bis 2/3 der halben Preßgutbreite getragen wird und so eine weitgehendst durchbiegungsfreie Auflage für die Einfahrt findet, wobei die das Preßgut von oben klemmend fixierenden Klemmelemente mit den in den Preßraum verschieden weit ragenden bzw. in den Preßraum verschieden weit ein- und ausfahrbaren Tragelementen gemeinsam bewegbar sind, so daß mit der großflächigen Aufnahme und guten Fixierung des Preßgutes eine schnelle Einfahrt in den Pressenraum möglich ist.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung weist gegenüber dem Stand der Technik weitere Vorteile auf:
Durch die großflächige Unterstützung des Preßgutpaketes mit den Auflageflächen der äußeren Teleskoparme, der Tragleisten und der Verbindungsstreben, sowie den tief in den Preßraum reichenden, das Preßgutpaket unterfassenden, Tragleisten, und der zusätzlichen Klemmung von oben können sehr breite und dünne (zum Beispiel nur 3 mm dicke) Preßgutpakete schonend, ohne nennenswerten Durchhang in die Kurztaktpresse hineintransportiert und durch die niedrige Fallhöhe y auch mit extrem dünnen Leichtgewichtfolien faltenfrei abgelegt werden. Im Vergleich zum Stand der Technik, wo das Klemmsystem durch größere Klemmkräfte ein Durchrutschen des Preßgutpaketes durch das Eigengewicht auf die Preßheizplatte durch Biegeverformung einen zu großen Durchhang verhindern muß, braucht der Klemmechanismus gemäß der Erfindung lediglich die dynamischen, horizontal auf das Preßgut wirkenden Kräfte bei extrem steilen Beschleunigungs- und Bremsrampen der Fahrbewegung der Beschickeinrichtung aufbringen, da das Preßgutpaketgewicht vollständig flächig durch die Auflageflächen aufgenommen wird.
Gemäß der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird mit relativ geringen Andrückkräften ein Verrutschen des Preßgutpaketes auch bei sehr schnellem Einfahren und sehr kurzen mechanischen Beschickzeiten sicher und ohne Einschränkung der Folienoberflächenqualität verhindert.
Weitere vorteilhafte und zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung gehen aus der folgenden Beschreibung zu der Zeichnung hervor und sind in den Unteransprüchen angegeben.
Es zeigen:
Fig. 1 in schematischer Darstellung die Beschick- und Entleervorrichtung des erfindungsgemäßen Verfahrens in Draufsicht,
Fig. 2 im Schnitt I-I aus Fig. 1 die Klemmeinrichtung mit Transportwagen vor dem Ablegen des Preßgutes auf die untere Preßplatte,
Fig. 3 einen Ausschnitt des Klemm- und Tragmechanismus in Draufsicht auf das Preßgut,
Fig. 4 einen Ausschnitt aus Fig. 2 und Schnitt a-a aus Fig. 3 in größerem Maßstab den Klemmechanismus,
Fig. 5 einen Schnitt eines zweifach wirkenden Teleskopschlittens und
Fig. 6 im Schnitt A-A und Seitenansicht den Teleskopschlitten nach Fig. 5.
In der Zeichnung ist die Presse 9 mit Beschick- und Entleereinrichtungen ausgestattet, die zu Klemm- bzw. als Saugeinrichtungen 5 und 6 ausgebildet sind, um Spanplatten, Faserplatten oder dgl. mit an deren Ober- und Unterseite angebrachten Vergütungsauflagen als Preßgut 4 bzw. Preßgutpaket 4 unter Einwirkung von Druck mittels Preßdruckzylinderkolbenanordnungen 46 und Wärme mittels beheizten Preßplatten 38 und 54 zu vergüteten Platten 49 zu pressen. Für das Beschicken und Entleeren der Presse 9 ist ein zwischen Belegtisch 48, und Presse 9 sowie zwischen Presse 9 und Ablagetisch 50 verfahrbarer, mit Rädern 51 in Fahrschienen 52 geführter Transportwagen 1 vorgesehen, an dem jeweils an beiden Längsseiten Klemm- und Saugeinrichtungen 5 und 6 angeschlossen sind. Während die Klemmeinrichtungen 5 das Preßgut 4 an den beiden Längsrändern am Belegtisch 48 erfassen und in die Presse 9 einfahren und auf der unteren Preßplatte 54 ablegen, befinden sich die Saugeinrichtungen 6 noch beim Ablegen der fertigen, vergüteten Platte 49 aus dem vorhergehenden Preßzyklus im Bereich des Ablagetisches 50.
Fig. 1 zeigt den gemeinsamen Transportwagen 1 für die Beschickung und Entleerung. Für die Beschickung ist ein Teleskoparmsystem mit drei Teleskoparmen 2, 2', 2'' vorgesehen. Fig. 1 zeigt weiter den Transportwagen 1 mit dem Beschick- und Greiferbereich 7 in der eingefahrenen Position innerhalb der Presse 9. Über dem Fahrhub L wird der Transportwagen 1 mittels der NC-Motoren 10 - NC = nummerisch kontrollierte Maschinensteuerung - geregelt verfahren. Die Fig. 2 bis 6 zeigen die Teleskoparme 2, 2' und 2'' im Schnitt I-I aus Fig. 1 ausgefahren in den jeweiligen Arbeitspositionen, entsprechend variierender Formatbreiten B1 oder B2. Der funktionale Aufbau der Teleskoparme 2, 2' und 2'' ist in Fig. 5 dargestellt. Dafür sind die Teleskoparme 2, 2', 2'' zweckmäßig als U-Träger mit nach oben weisendem Innenraum 62 ausgebildet.
Die Teleskoparme 2 und 2' des Beschick- und Greiferbereiches 7 und des Saugerbereiches 8 (nach Fig. 1) werden jeweils unabhängig voneinander mittels einer NC-geregelten zentralen Antriebswelle 14 und 15 reversierend angetrieben.
Der Antrieb erfolgt elektrisch über NC-geregelte Motore 16 und 17. Fig. 5 zeigt weiter als Beispiel die zweifach ausgefahrenen Teleskoparme 2 und 2' mit den Teleskopschlitten 19 und 25 während der Teleskoparm 2'' fest mit dem Transportwagen 1 verbunden ist. Sie können für größere Fahrwege darüber hinaus noch mehrfachwirkend ausgebildet sein. Einfachwirkend mit dem Teleskopschlitten 19 nur für kurze Fahrwege, z. B. wenn nur eine Formatbreite B1 generell zum Einsatz kommt. Einfachwirkend ist der Teleskopschlitten 19 so aufgebaut, daß von der zentralen Welle 14 oder 15 der Zahnriemen 18 angetrieben wird. Der erste Teleskopschlitten 19 ist dabei mittels eines Kupplungsstückes 20 fest mit diesem verbunden. Bei zweifachwirkender Ausführung ist im Teleskopschlitten 19 gleichfalls ein Zahnriemen 21 zwischen zwei Umlenkrollen 22 angeordnet, der wiederum über den Festpunkt 23 fix mit dem Grundkörper 24 verbunden ist. Der zweite Teleskopschlitten 25 ist gleichzeitig als äußerster Teleskoparm 2 ausgebildet und mittels eines zweiten Kupplungsstückes 26 mit dem zweiten Zahnriemen 21 fest verbunden, so daß dieser von dem ersten Zahnriemen 18 angetrieben wird. Nach Fig. 6 ist der zweite Teleskopschlitten 25 und der äußere Teleskoparm 2 mit einer Rollführung 27 gegen den ersten Teleskopschlitten 19 und dieser wiederum über die Rollenführung 28 gegen den Grundkörper 24 horizontal abgestützt, so daß die Vertikalbelastung 29 der Trag-, Klemm- und Saugelemente inklusive Preßgutgewichte aufgefangen wird. Durch die Kupplung der Zahnriemen 18 und 21 und des Teleskopschlittens 19 und 25 zueinander erfolgt zwangsläufig eine horizontale Reversierbewegung je nach wechselnder Drehrichtung der Wellen 14 und 15.
Die Fig. 2, 3 und 4 zeigen das Klemm- und Teleskopsystem in transversal ausgefahrener Situation mit unterschiedlich ausgefahrener Position B1 oder B2, je nach Preßgutpaketbreite. Der äußere Teleskoparm 2 ist als extrem flache Tragkonsole mit Auflagefläche 63 ausgebildet, so daß in ausgefahrener Position das Preßgutpaket 4 mit seiner Unterseite flächig auf der Oberseite der Teleskoparme 2 und der Tragleiste 55 liegt. Die Tragleiste 55 ist als Hauptablage mit der Auflagefläche 64 ausgebildet und weiter formschlüssig mit den äußeren Teleskoparmen 2 des Teleskoparmsystems verbunden, welches wiederum auf dem Transportwagen 1 angeordnet ist. Beim Einfahren in den Pressenraum 57 gleiten zwei Tragleisten 55 zusammen mit den Teleskoparmen 2 ganz flach mit einer sehr niedrigen Ablegehöhe y über der unteren Preßheizplatte 54 und genauso beim Herausfahren und Ablegen des Preßgutes 4 und zwar von der äußersten Tragposition zurück in die Außenposition. Geometrisch wird dieses in vorteilhafter Weise durch die kaskadenmäßige Zuordnung des mittleren Teleskoparmes 2' oberhalb des äußeren Teleskoparmes 2 ermöglicht. Die Konstruktion und Funktion des Klemmechanismus 60 zeigen die Fig. 2, 3 und 4. Ein Klemmechanismus 60 besteht aus zwei mittels Verstellstangen 61 eines Stellantriebes 41 auf- und abbewegbaren Bügeln 59 und einer Klemmrolle 56. Der ganze Klemmechanismus 60 ist dabei an einer Tragkonsole 66 fixiert, die wieder mit einer an der Tragleiste 55 formschlüssig verbundenen und aus dem Pressenraum 57 weisenden flachen Verbindungsstrebe 58 verbunden ist. Die Verbindungsstreben 58 sind wieder großflächig zu einer weiteren Auflagefläche 65 für das Preßgut 4 ausgebildet. Durch die großflächige Unterstützung des Preßgutpaketes 4 in den Stützbereichen der Auflageflächen 63, 64 und 65 mit einer gemeinsamen Ebene können sehr breite und dünne Preßgutpakete 4 schonend, ohne nennenswerten Durchhang in eine Presse 9 hineintransportiert und durch die niedrige Fallhöhe y auch mit extrem dünnen Leichtgewichtfolien faltenfrei abgelegt werden. Wie in den Fig. 2, 3 und 4 dargestellt, braucht der Klemmechanismus 60 im Vergleich zum Stand der Technik lediglich die dynamischen, horizontal auf das Preßgut 4 wirkenden Kräfte bei extrem steilen Beschleunigungs- und Bremsrampen der Fahrbewegung des Beschicksystems aufbringen, da das Preßgutpaketgewicht komplett flächig durch die Stützflächen 63, 64 und 65 aufgenommen wird. Die Klemmhaltekraftlinie des Klemmechanis­ mus 60 wirkt dabei mittig auf die Stützflächen 64 der Tragleisten 55. Der Stellantrieb 41 des Klemmechanismus 60 ist zweckmäßigerweise außerhalb der maximalen Preßgutpaketbreite B2 angeordnet.
Das Einfahren eine schmaleren Preßgutbreite B1 ist in Fig. 2 mit den Bügeln 59 und der Tragleiste 55 angedeutet.
Die Anwendungspraxis für die erfindungsgemäße Vorrichtung hat in Verbindung mit den numerisch geregelten Bewegungsachsen gezeigt, daß bei Preßgutlängen von zum Beispiel 5,2 m eine Beschick- und Entleerzeit von circa 8 Sekunden im Bewegungs- und Ablegelauf stoßfrei und sicher sowohl bei dicken als auch bei extrem dünnen Preßgutpaketen gefahren werden kann.
Bezugszeichenliste
1
Transportwagen
2
Teleskoparm
3
4
Preßgut/Preßgutpaket
5
Klemmeinrichtungen
6
Sauger
7
Beschick- und Greiferbereich
8
Saugerbereich
9
Presse
10
Motoren (NC)
11
12
13
14
Antriebswelle
15
Antriebswelle
16
NC-Motor
17
NC-Motor
18
Zahnriemen
19
Teleskopschlitten
20
Kupplungsstück
21
Zahnriemen
22
Umlenkrollen
23
Festpunkt
24
Grundkörper
25
Teleskopschlitten
26
Kupplungsstück
27
Rollführung
19
,
25
28
Rollführung
19
,
25
29
Vertikalbelastung
30
31
32
33
34
35
36
37
38
obere Preßplatte
39
40
41
Stellantrieb
42
43
44
45
46
Preßdruckzylinderkolbenanordn.
47
48
Belegtisch
49
verpreßte Platte
50
Ablagetisch
51
Räder
52
Fahrschienen
53
54
untere Preßplatte
55
Tragleisten
56
Klemmrolle
57
Pressenraum
58
Verbindungsstreben
59
Bügel
60
Klemmechanismus
61
Verstellstange für
59
62
Innenraum von
2
,
2
' und
2
''
63
Auflagefläche für
4
an
2
64
Auflagefläche für
4
an
55
65
Auflagefläche für
4
an
58
66
Tragkonsole
B1 kleinste Preßgutbreite
B2 größte Preßgutbreite
L Fahrhub
y Fallhöhe des Preßgutes

Claims (4)

1. Vorrichtung zum Beschicken und Entleeren von Kurztaktpressen mit geschichtetem Preßgut, bestehend aus einem zwischen Belegtisch, Presse und Ablagetisch verfahrbaren Transportwagen an dem je Längsseite Klemmeinrichtungen und Saugeinrichtungen zur Handhabung des Preßgutes und der fertigen Platte angeordnet sind, wobei die Klemm- und Saugeinrichtungen aus linear beweglichen Beschick- und Entleerteleskoparmen mit daran angebrachten modularen Manipulierwerkzeugen bestehen, die jeweils unabhängig voneinander mittels einer NC-geregelten zentralen Antriebswelle reversierend antreibbar sind und die Beschick- und Entleerteleskoparme mit einem oder mehreren Teleskopschlitten ausgebildet sind, insbesondere nach dem Hauptpatent DE-P 196 06 132.6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Beschick- und Entleerteleskoparme (2, 2' und 2'') für die Klemm- und Saugeinrichtungen (5 und 6) mit seinen Grundkörpern (24), Teleskoparmen (2, 2', 2'') und Teleskopschlitten (19, 25) auf den Antriebswellen (14, 15) der Transportwagen (1) spiegelverkehrt um 180° gedreht so angebracht sind, daß sie mit ihrem Innenraum (62) nach oben weisen,
daß die Klemmeinrichtungen (5) aus mehreren Teleskoparmen (2, 2', 2''') und daran an ihren Enden parallel zur Längsmittenachse der Presse je Längsseite angebrachten und die Preßflächenlänge aufweisenden Tragleisten (55) bestehen, auf die mehrere Klemmechanismen (60) von oben auf das Preßgut (4) wirken und
daß die an den Tragleisten (55) formschlüssig befestigten Klemmelemente (56, 58, 59) aus mehreren jeweils an den Tragleisten (55) aus dem Pressenraum (57) weisenden flachen Verbindungsstreben (58) mit daran wieder nach innen in den Pressenraum (57) weisenden, mittels daran befestigtem Stellantrieb (41), zangenförmig auf- und abbewegbaren Bügeln (59) sowie an deren Enden angebrachten Klemmrollen (56) bestehen, wobei das Preßgut (4) mit den Auflageflächen (63, 64 und 65) der Tragelemente (2, 55 und 58) 1/3 bis 2/3 der halben Preßgutbreite unterfassend durchbiegungsfrei in den Pressenraum (57) eintragbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Teleskoparme (2, 2', 2'') und die Antriebsvorrichtung mit den Teleskopschlitten auf den Antriebswellen (14, 15) des Transportwagens (1) so angebracht sind,
daß durch eine kaskadenmäßige Zuordnung des mittleren Teleskopschlittens (19) oberhalb des äußeren Teleskoparmes (2) dieser mit seiner Rollführung (28) im Teleskopschlitten (19) ganz flach oberhalb der unteren Preßplatte (54) bewegbar ist und dadurch als das Preßgut (4) unterfassende flache Tragkonsole ausgebildet eine niedrige Ablegehöhe (y) auf die untere Preßplatte (54) gewährleistet.
3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeich­ net, daß die transversal ein- und ausfahrbaren äußeren Teleskoparme (2), die quer zur Längsmittenachse (I-I) der Presse (9) ein- und ausfahrbaren Tragleisten (55) und die flachen Verbindungsstreben (58) zwischen den Tragleisten (55) und den außerhalb der maximalen Preßgutbreite angeordneten Stellantriebe (41) für die Klemmechanismen (56, 58, 59) als gemeinsame Ebene für Auflageflächen (63, 64, 65) für das Preßgut (4) ausgebildet sind.
4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Teleskoparme (2, 2', 2'') als U-Träger mit nach oben weisendem Innenraum - Kanal (62) ausgebildet sind.
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