DE19643259C1 - Anfahrkopf für Bandgießanlage - Google Patents
Anfahrkopf für BandgießanlageInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B22—CASTING; POWDER METALLURGY
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- B22D11/081—Starter bars
- B22D11/083—Starter bar head; Means for connecting or detaching starter bars and ingots
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Description
Die Erfindung betrifft einen Anfahrkopf für eine Bandgießanlage zum
Vergießen von Stahlbändern.
Zum Anfahren der Gießanlage ist es notwendig, einen Kaltstrang in die
Kokille bzw. in oder an die Öffnung der Gießdüse bei Bandgießanlagen
einzubringen, damit das Angießen kontrolliert erfolgen kann und der
vergossene Strang bzw. das Band (Gießstrang) durch die in Förderrichtung
angeordneten Fördereinrichtungen transportiert werden kann. Dazu wird der
Kaltstrang in eine Positionen gebracht, in der bei laufendem Gießbetrieb das
vergossene Band geführt wird. Der Kaltstrang reicht mit seinem Kopf bis
in/an die Gießform. Sobald das Gießen beginnt, wird der Kaltstrang mit den
für die Förderung des Gießstranges vorgesehenen Fördereinrichtungen aus
dem Bereich der Gießmaschine herausgefördert. Um den Kaltstrang von
dem erstarren Gießstrang oder Band zu trennen, ist es zweckmäßig, einen
Anfahrkopf vorzusehen, der mechanisch vom Kaltstrang getrennt werden
kann und andererseits mindestens teilweise in den vergossenen Strang
eingegossen ist.
Nach DE 44 01 625 C2 ist ein Anfahrkopf bekannt, der aus zwei Abschnitten
besteht, die miteinander lösbar verbunden sind. Die lösbare Verbindung
erfolgt hier durch Nuten, die in dem Abschnitt angeordnet sind, der am
Kaltstrang befestigt ist. Die Nutgegenstücke sind an dem zweiten Abschnitt
des Anfahrkopfes befestigt. Der zweite Abschnitt wird teilweise von
vergossenem Stahl umgeben. Die Trennung der beiden Abschnitte erfolgt
durch das Herausziehen der Nuten im ersten Abschnitt aus den
Nutgegenstücken des zweiten Abschnittes. Dazu ist eine Bewegung des
Kaltstrangkopfes senkrecht zur Strangoberfläche, also parallel zu den Nuten,
notwendig.
Aus DE-PS 19 21 312 ist ein Anfahrkopf für Stranggießanlagen bekannt mit
wenigstens zwei Abschnitten, die lösbar verbunden sind, wobei die
Abschnitte formschlüssig ineinandergreifen und durch Kippen lösbar sind.
Bei Stranggießanlagen wird der Anfahrkopf durch den Rollengang beidseitig
(quer zur Längsrichtung) geführt. Bei Bandgießanlagen fehlt eine derartige
Führung.
Aufgabe der Erfindung war es, eine leicht lösbare Verbindung zwischen den
beiden Abschnitten des Anfahrkopfes zu schaffen.
Bei einem Anfahrkopf für Bandgießanlagen mit wenigstens zwei lösbar
verbundenen Abschnitten, einem Angießabschnitt, der mit dem erstarrten
Stahl Verbindung findet, und einem Verbindungsabschnitt zum Kaltstrang,
die in Förderrichtung formschlüssig verbunden sind, ist erfindungsgemäß
vorgesehen, zwischen den zwei Abschnitten ein im wesentlichen nur parallel
zur Förderrichtung federndes Element form- und kraftschlüssig anzuordnen.
Durch den Kraft- und Formschluß im wesentlichen nur parallel zur
Transportrichtung des Bandes bzw. Kaltstranges wird sichergestellt, daß
durch eine Kippbewegung senkrecht zur Transportrichtung des Kaltstranges
bzw. Bandes ein Ausklinken der zwei Abschnitte ermöglicht wird. Hierdurch
kann ohne weitere besondere mechanische Stelleinrichtungen die kraft- und
formschlüssige Verbindung zwischen dem Angießabschnitt und dem
Verbindungsabschnitt zum Kaltstrang gelöst werden.
Es ist insbesondere vorgesehen, als formschlüssige Verbindung der beiden
Abschnitte an einem Abschnitt eine Ausnehmung mit in der Draufsicht auf
die Bandoberfläche C-förmiger Umrandung und an dem anderen Abschnitt
ein in die C-förmige Umrandung eingreifendes, in der Draufsicht T-förmiges
Ansatzstück anzuordnen, wobei der Steg des T-förmigen Ansatzstückes im
offenen Abschnitt der C-förmigen Umrandung liegt.
Durch diese Formgebung wird es ermöglicht, die beiden Abschnitte bzw.
deren kraft- und formschlüssige Verbindung vollständig im relativ kleinen
Dickenbereich des Bandes unterzubringen. Übliche Dicken von
Stranggußbrammen oder -knüppeln mit den dazugehörigen Dicken der
Kaltstrangköpfe liegen im Bereich von 10 cm bis zu einigen 10 cm.
Demgegenüber geht es beim Bandgießen um Dicken, die deutlich unter
10 cm liegen. Die Unterbringung der Verbindung der beiden Abschnitte in
dieser relativ geringen Dicke ist ein wesentlicher Vorteil der
erfindungsgemäßen Formgebung.
Nach einer weiter bevorzugten Ausführung ist vorgesehen, auf der dem Steg
des T-förmigen Abschnittes gegenüberliegenden Seite das federnde
Element anzuordnen. Hierdurch kann das federnde Element vorteilhaft in
den freien Raum zwischen der C-förmigen Umrandung und dem Kopf des T-
förmigen Abschnittes eingebracht werden. Es vereinfacht sich der Aufbau
der form- und kraftschlüssigen Verbindung.
Es ist ist insbesondere vorgesehen, als federndes Element ein im
wesentlichen nur in einer Ebene gebogenes (flaches) Biegeteil anzuordnen.
Hierdurch wird erreicht, daß das federnde Element vollständig in der relativ
geringen zur Verfügung stehenden Dicke des Kaltstrangs angebracht
werden kann. Das federnde Element ist also insbesondere in einem Schnitt
parallel zur Ebene des vergossenen Bandes im wesentlichen plan.
Als weiter bevorzugte Ausführung ist vorgesehen, als Biegeteil eine C-
förmige Feder mit ihren Endstücken drehbar in den am Steg anschließenden
Abschnitt des T-förmigen Ansatzstückes anzuordnen. Drehbar in diesem
Sinne meint eine Kippbewegung um eine Achse, die in der Ebene des
vergossenen Bandes und senkrecht zur Transportrichtung liegt. Hierdurch
wird erreicht, daß in Blickrichtung auf die Schmalseite des vergossenen
Bandes der Kaltstrang nach oben oder unten weggefahren werden kann.
Der erfindungsgemäße Anfahrkopf wird anhand der beigefügten
schematischen Darstellungen näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Draufsicht auf den Anfahrkopf in der Ebene des
vergossenen Bandes;
Fig. 2 eine Seitenansicht des Anfahrkopfes in Richtung auf die
Schmalseite des vergossenen Bandes.
Wie in Fig. 1 dargestellt, besteht der Anfahrkopf aus einem Angießabschnitt
1, einem Verbindungsabschnitt 2 zum Kaltstrang und einem parallel zur
Förderrichtung federnden Element 3. Im unteren Teilbild der Fig. 1 ist
gestrichelt die Lage von Verbindungsabschnitt und federndem Element in
der Ausnehmung C mit C-förmiger Umrandung 11 des Abschnittes 1
dargestellt. Das T-förmige Ansatzstück 21 am Verbindungsabschnitt 2 weist
im Bereich des T-Kopfes 22 Bohrungen 23 auf, in die das federnde Element
3 drehbar eingehakt ist.
Fig. 2 sind die beiden Abschnitte seitlich versetzt zueinander dargestellt. Das
federnde Element 3 liegt vollständig in der Dicke der beiden Abschnitte (eine
typische Banddicke des vergossenen Stahles ist 2 cm). Wenn der
Verbindungsabschnitt 2 in Richtung des Pfeiles 4 geklappt wird, ergibt sich in
Verbindung mit der Weiterförderung des vergossenen Stranges in Richtung
des Pfeiles 5 eine senkrecht dazu wirkende Kraftkomponente, so daß der
Kopf 22 des T-förmigen Abschnittes 21 unter Verformung des federnden
Elementes 3 aus der formschlüssigen Verbindung zur Fläche 12 des
Angießabschnittes 1 herausgezogen wird. Die Fläche 12 ist, insbesondere
halbkreisförmig, an die Form des T-Kopfes 22 im Bereich der Bohrung 23
angepaßt. Auf diese Weise wird erreicht, daß das Ausklinken erst bei
Vorliegen einer definierten Kraftkomponente normal zur Bandoberfläche
erfolgt. Anstelle eines T-förmigen Kopfes 22 können andere Ausführungen,
insbesondere z. B. zwei L-förmige Abschnitte, vorgesehen sein. Das
federnde Element 3 kann z. B. auch 2-teilig an der Rückseite des T-Kopfes
22 zu den offenen Enden der C-förmigen Umrandung 11 hin angeordnet
sein.
Claims (5)
1. Anfahrkopf für Bandgießanlagen mit wenigstens zwei lösbar
verbundenen Abschnitten ,einem Angießabschnitt, der mit dem
erstarrten Stahl verbindbar ist, und einem Verbindungsabschnitt zum
Kaltstrang, die in Förderrichtung formschlüssig verbunden sind, wobei
die Verbindung durch Kippen lösbar ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
zwischen den Abschnitten ein parallel zur Förderrichtung federndes
Element form- und kraftschlüssig angeordnet ist.
2. Anfahrkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
als formschlüssige Verbindung der beiden Abschnitte an einem der
Abschnitte eine Ausnehmung mit C-förmiger Umrandung und am
anderen Abschnitt ein in die C-förmige Umrandung eingreifendes T-
förmiges Ansatzstück angeordnet sind, wobei der Steg des T-förmigen
Ansatzstückes im offenen Abschnitt der C-förmigen Umrandung liegt.
3. Anfahrkopf nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
auf der dem Steg des T-förmigen Abschnittes gegenüberliegenden
Seite das federnde Element angeordnet ist.
4. Anfahrkopf nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
als federndes Element ein im wesentlichen nur in einer Ebene
gebogenes, insbesondere flaches Biegeteil angeordnet ist.
5. Anfahrkopf nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß
als Biegeteil eine C-förmige Feder mit ihren Endstücken drehbar in den
am Steg anschließenden Abschnitt des T-förmigen Ansatzstückes
angeordnet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996143259 DE19643259C1 (de) | 1996-10-19 | 1996-10-19 | Anfahrkopf für Bandgießanlage |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996143259 DE19643259C1 (de) | 1996-10-19 | 1996-10-19 | Anfahrkopf für Bandgießanlage |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19643259C1 true DE19643259C1 (de) | 1998-04-09 |
Family
ID=7809246
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1996143259 Expired - Fee Related DE19643259C1 (de) | 1996-10-19 | 1996-10-19 | Anfahrkopf für Bandgießanlage |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19643259C1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1249287A1 (de) * | 2001-04-11 | 2002-10-16 | SMS Demag AG | Verfahren und Vorrichtung zum Anfahren einer Stranggiessanlage |
| WO2012000830A1 (de) * | 2010-06-30 | 2012-01-05 | Siemens Vai Metals Technologies Gmbh | Angiessteil, kaltstrangkopf und kaltstrang für eine stranggiessmaschine zum giessen von vorprofilen |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1921312C (de) * | 1971-11-04 | Concast AG, Zürich (Schweiz); Schloemann AG, 4000 Düsseldorf | Anfahrkopf für einen Anfahrstrang beim Stranggießen von Stahl | |
| DE4401825C2 (de) * | 1993-02-12 | 1995-12-14 | Voest Alpine Ind Anlagen | Anfahrkopf für eine Stranggießanlage |
-
1996
- 1996-10-19 DE DE1996143259 patent/DE19643259C1/de not_active Expired - Fee Related
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| CN103038000A (zh) * | 2010-06-30 | 2013-04-10 | 西门子Vai金属科技有限责任公司 | 用于相应的用于浇铸型材坯的连铸机的开浇件、引锭杆头和引锭杆 |
| CN103038000B (zh) * | 2010-06-30 | 2016-06-15 | 首要金属科技奥地利有限责任公司 | 用于相应的用于浇铸型材坯的连铸机的开浇件、引锭杆头和引锭杆 |
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