DE19643259C1 - Anfahrkopf für Bandgießanlage - Google Patents

Anfahrkopf für Bandgießanlage

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Klaus Bienert
Paul Freier
Thomas Von Hinrichs
Joachim Dr Kroos
Klaus Prof Schwerdtfeger
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Mannesmann AG
Preussag Stahl AG
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D11/00Continuous casting of metals, i.e. casting in indefinite lengths
    • B22D11/08Accessories for starting the casting procedure
    • B22D11/081Starter bars
    • B22D11/083Starter bar head; Means for connecting or detaching starter bars and ingots

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metal Rolling (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft einen Anfahrkopf für eine Bandgießanlage zum Vergießen von Stahlbändern.
Zum Anfahren der Gießanlage ist es notwendig, einen Kaltstrang in die Kokille bzw. in oder an die Öffnung der Gießdüse bei Bandgießanlagen einzubringen, damit das Angießen kontrolliert erfolgen kann und der vergossene Strang bzw. das Band (Gießstrang) durch die in Förderrichtung angeordneten Fördereinrichtungen transportiert werden kann. Dazu wird der Kaltstrang in eine Positionen gebracht, in der bei laufendem Gießbetrieb das vergossene Band geführt wird. Der Kaltstrang reicht mit seinem Kopf bis in/an die Gießform. Sobald das Gießen beginnt, wird der Kaltstrang mit den für die Förderung des Gießstranges vorgesehenen Fördereinrichtungen aus dem Bereich der Gießmaschine herausgefördert. Um den Kaltstrang von dem erstarren Gießstrang oder Band zu trennen, ist es zweckmäßig, einen Anfahrkopf vorzusehen, der mechanisch vom Kaltstrang getrennt werden kann und andererseits mindestens teilweise in den vergossenen Strang eingegossen ist.
Nach DE 44 01 625 C2 ist ein Anfahrkopf bekannt, der aus zwei Abschnitten besteht, die miteinander lösbar verbunden sind. Die lösbare Verbindung erfolgt hier durch Nuten, die in dem Abschnitt angeordnet sind, der am Kaltstrang befestigt ist. Die Nutgegenstücke sind an dem zweiten Abschnitt des Anfahrkopfes befestigt. Der zweite Abschnitt wird teilweise von vergossenem Stahl umgeben. Die Trennung der beiden Abschnitte erfolgt durch das Herausziehen der Nuten im ersten Abschnitt aus den Nutgegenstücken des zweiten Abschnittes. Dazu ist eine Bewegung des Kaltstrangkopfes senkrecht zur Strangoberfläche, also parallel zu den Nuten, notwendig.
Aus DE-PS 19 21 312 ist ein Anfahrkopf für Stranggießanlagen bekannt mit wenigstens zwei Abschnitten, die lösbar verbunden sind, wobei die Abschnitte formschlüssig ineinandergreifen und durch Kippen lösbar sind. Bei Stranggießanlagen wird der Anfahrkopf durch den Rollengang beidseitig (quer zur Längsrichtung) geführt. Bei Bandgießanlagen fehlt eine derartige Führung.
Aufgabe der Erfindung war es, eine leicht lösbare Verbindung zwischen den beiden Abschnitten des Anfahrkopfes zu schaffen.
Bei einem Anfahrkopf für Bandgießanlagen mit wenigstens zwei lösbar verbundenen Abschnitten, einem Angießabschnitt, der mit dem erstarrten Stahl Verbindung findet, und einem Verbindungsabschnitt zum Kaltstrang, die in Förderrichtung formschlüssig verbunden sind, ist erfindungsgemäß vorgesehen, zwischen den zwei Abschnitten ein im wesentlichen nur parallel zur Förderrichtung federndes Element form- und kraftschlüssig anzuordnen.
Durch den Kraft- und Formschluß im wesentlichen nur parallel zur Transportrichtung des Bandes bzw. Kaltstranges wird sichergestellt, daß durch eine Kippbewegung senkrecht zur Transportrichtung des Kaltstranges bzw. Bandes ein Ausklinken der zwei Abschnitte ermöglicht wird. Hierdurch kann ohne weitere besondere mechanische Stelleinrichtungen die kraft- und formschlüssige Verbindung zwischen dem Angießabschnitt und dem Verbindungsabschnitt zum Kaltstrang gelöst werden.
Es ist insbesondere vorgesehen, als formschlüssige Verbindung der beiden Abschnitte an einem Abschnitt eine Ausnehmung mit in der Draufsicht auf die Bandoberfläche C-förmiger Umrandung und an dem anderen Abschnitt ein in die C-förmige Umrandung eingreifendes, in der Draufsicht T-förmiges Ansatzstück anzuordnen, wobei der Steg des T-förmigen Ansatzstückes im offenen Abschnitt der C-förmigen Umrandung liegt.
Durch diese Formgebung wird es ermöglicht, die beiden Abschnitte bzw. deren kraft- und formschlüssige Verbindung vollständig im relativ kleinen Dickenbereich des Bandes unterzubringen. Übliche Dicken von Stranggußbrammen oder -knüppeln mit den dazugehörigen Dicken der Kaltstrangköpfe liegen im Bereich von 10 cm bis zu einigen 10 cm. Demgegenüber geht es beim Bandgießen um Dicken, die deutlich unter 10 cm liegen. Die Unterbringung der Verbindung der beiden Abschnitte in dieser relativ geringen Dicke ist ein wesentlicher Vorteil der erfindungsgemäßen Formgebung.
Nach einer weiter bevorzugten Ausführung ist vorgesehen, auf der dem Steg des T-förmigen Abschnittes gegenüberliegenden Seite das federnde Element anzuordnen. Hierdurch kann das federnde Element vorteilhaft in den freien Raum zwischen der C-förmigen Umrandung und dem Kopf des T- förmigen Abschnittes eingebracht werden. Es vereinfacht sich der Aufbau der form- und kraftschlüssigen Verbindung.
Es ist ist insbesondere vorgesehen, als federndes Element ein im wesentlichen nur in einer Ebene gebogenes (flaches) Biegeteil anzuordnen. Hierdurch wird erreicht, daß das federnde Element vollständig in der relativ geringen zur Verfügung stehenden Dicke des Kaltstrangs angebracht werden kann. Das federnde Element ist also insbesondere in einem Schnitt parallel zur Ebene des vergossenen Bandes im wesentlichen plan.
Als weiter bevorzugte Ausführung ist vorgesehen, als Biegeteil eine C- förmige Feder mit ihren Endstücken drehbar in den am Steg anschließenden Abschnitt des T-förmigen Ansatzstückes anzuordnen. Drehbar in diesem Sinne meint eine Kippbewegung um eine Achse, die in der Ebene des vergossenen Bandes und senkrecht zur Transportrichtung liegt. Hierdurch wird erreicht, daß in Blickrichtung auf die Schmalseite des vergossenen Bandes der Kaltstrang nach oben oder unten weggefahren werden kann.
Der erfindungsgemäße Anfahrkopf wird anhand der beigefügten schematischen Darstellungen näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Draufsicht auf den Anfahrkopf in der Ebene des vergossenen Bandes;
Fig. 2 eine Seitenansicht des Anfahrkopfes in Richtung auf die Schmalseite des vergossenen Bandes.
Wie in Fig. 1 dargestellt, besteht der Anfahrkopf aus einem Angießabschnitt 1, einem Verbindungsabschnitt 2 zum Kaltstrang und einem parallel zur Förderrichtung federnden Element 3. Im unteren Teilbild der Fig. 1 ist gestrichelt die Lage von Verbindungsabschnitt und federndem Element in der Ausnehmung C mit C-förmiger Umrandung 11 des Abschnittes 1 dargestellt. Das T-förmige Ansatzstück 21 am Verbindungsabschnitt 2 weist im Bereich des T-Kopfes 22 Bohrungen 23 auf, in die das federnde Element 3 drehbar eingehakt ist.
Fig. 2 sind die beiden Abschnitte seitlich versetzt zueinander dargestellt. Das federnde Element 3 liegt vollständig in der Dicke der beiden Abschnitte (eine typische Banddicke des vergossenen Stahles ist 2 cm). Wenn der Verbindungsabschnitt 2 in Richtung des Pfeiles 4 geklappt wird, ergibt sich in Verbindung mit der Weiterförderung des vergossenen Stranges in Richtung des Pfeiles 5 eine senkrecht dazu wirkende Kraftkomponente, so daß der Kopf 22 des T-förmigen Abschnittes 21 unter Verformung des federnden Elementes 3 aus der formschlüssigen Verbindung zur Fläche 12 des Angießabschnittes 1 herausgezogen wird. Die Fläche 12 ist, insbesondere halbkreisförmig, an die Form des T-Kopfes 22 im Bereich der Bohrung 23 angepaßt. Auf diese Weise wird erreicht, daß das Ausklinken erst bei Vorliegen einer definierten Kraftkomponente normal zur Bandoberfläche erfolgt. Anstelle eines T-förmigen Kopfes 22 können andere Ausführungen, insbesondere z. B. zwei L-förmige Abschnitte, vorgesehen sein. Das federnde Element 3 kann z. B. auch 2-teilig an der Rückseite des T-Kopfes 22 zu den offenen Enden der C-förmigen Umrandung 11 hin angeordnet sein.

Claims (5)

1. Anfahrkopf für Bandgießanlagen mit wenigstens zwei lösbar verbundenen Abschnitten ,einem Angießabschnitt, der mit dem erstarrten Stahl verbindbar ist, und einem Verbindungsabschnitt zum Kaltstrang, die in Förderrichtung formschlüssig verbunden sind, wobei die Verbindung durch Kippen lösbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Abschnitten ein parallel zur Förderrichtung federndes Element form- und kraftschlüssig angeordnet ist.
2. Anfahrkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als formschlüssige Verbindung der beiden Abschnitte an einem der Abschnitte eine Ausnehmung mit C-förmiger Umrandung und am anderen Abschnitt ein in die C-förmige Umrandung eingreifendes T- förmiges Ansatzstück angeordnet sind, wobei der Steg des T-förmigen Ansatzstückes im offenen Abschnitt der C-förmigen Umrandung liegt.
3. Anfahrkopf nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf der dem Steg des T-förmigen Abschnittes gegenüberliegenden Seite das federnde Element angeordnet ist.
4. Anfahrkopf nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß als federndes Element ein im wesentlichen nur in einer Ebene gebogenes, insbesondere flaches Biegeteil angeordnet ist.
5. Anfahrkopf nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß als Biegeteil eine C-förmige Feder mit ihren Endstücken drehbar in den am Steg anschließenden Abschnitt des T-förmigen Ansatzstückes angeordnet ist.
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