DE196359C - - Google Patents

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DE196359C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B3/00Blasting cartridges, i.e. case and explosive
    • F42B3/10Initiators therefor
    • F42B3/117Initiators therefor activated by friction

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Air Bags (AREA)

Description

3(a'i>eii\cY]VYi cfak&n[amti
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Vr 196359 KLASSE 7Be. GRUPPE
RHEINISCHE DYNAMITFABRIK in COLN.
Sicherheitsfriktionszünder. Patentiert im Deutschen Reiche vom 6. Juni 1907 ab.
Die Erfindung bezweckt eine Verbesserung an Hebelzündern zum Entzünden von Zündschnüren.
In der Patentschrift 163499 ist ein derartiger Hebelzünder beschrieben, der dadurch gekennzeichnet ist, daß ein bügelartiger, mit den reibenden Teilen in den Zündsatz eingebetteter Reibungsdraht, der im Ruhezustande mit dem Bügel an der Zündhülse anliegt, durch Herumlegen eine reibende Wirkung auf den Zündsatz ausübt.
Es wurde nun gefunden, daß statt eines solchen, um seine Achse drehbaren Bügels in einfacherer Weise ein eckig gebogener Draht angeordnet werden kann, dessen eines Ende in der Hülse federnd festsitzt, während das andere umgebogene Ende mit diesem beim Aufdrücken auf den Draht den Zündsatz hart streift.
In Fig. ι der beiliegenden Zeichnung ist
• ein derartiger Zünder im Schnitt dargestellt, während Fig. 2 eine für Fernzündung eingerichtete Ausführungsform dieses Zünders darstellt.
Z ist der in der Hülse befindliche Zündsatz, H ein in die Hülse gegen das Hütchen eingetriebener Holzpfropfen, an welchem der Reibungsdraht mit einem Ende befestigt ist, während das zweimal umgebogene Ende durch ein Loch in der Hülse frei beweglich ist und den Zündsatz berührt. Wird nun durch Fingerdruck der Hebel bewegt, so entzündet sich durch die reibende Wirkung- des Drahtendes der Zündsatz und bringt eine in die Hülse eingeschobene Zündschnur zur Entzündung.
In dieser Ausführung ist der Zünder zwar für gewöhnliche Zündungen brauchbar, jedoch für Schlagwettergruben untauglich, weil die Gefahr vorliegt, daß durch das durch die Hülse hindurchgehende Loch für den Draht Feuer austritt. Um daher ein Austreten der Flamme zu verhindern, muß das Loch feuersicher abgedichtet werden. Dies erfolgt zweckmäßig dadurch, daß eine elastische, beim Aufdrücken auf den Draht nicht abbröckelnde Masse, z. B. Hektographenmasse, das Loch gegen den Draht hermetisch abschließt. Durch die bei der Zündung sich entwickelnde Hitze gerät die Hektographenmasse indessen leicht ins Schmelzen und es ist, wenn auch nur in geringem Grade, immerhin noch die Gefahr vorhanden, daß durch die schmelzende Masse hindurch die Flamme austritt. Um auch dies zu vermeiden, kann die Hektographenmasse mit einer Spur von Formaldehyd nachträglich noch unschmelzbar und gleichzeitig gegen Feuchtigkeit unempfindlich gemacht werden.
Die Vorteile dieses Sicherheitszünders gegenüber dem durch Patent 163499 geschützten bestehen also in der einfacheren Hebelanordnung und in der durch die elastische Hektographenmasse bewirkten Feuersicherheit.
Die in vorstehendem beschriebene Hebelanordnung gestattet ferner die Verwendung
des Zünders als Fernzünder, in welchem Falle die durch den Fingerdruck hervorgebrachte Zündung durch eine rein mechanische Zündung ersetzt werden kann.
Wird nämlich über den Hebel eine Metallhülse K geschoben (vgl. Fig. 2), so wird beim Abziehen der Metallhülse über den Hebel die reibende Wirkung durch den nasenförmigen Ansatz der Metallhülse bewirkt. Bringt man die Metallhülse mit einer Schnur in Verbindung, so kann die Zündung aus beliebig weiter Entfernung erfolgen. Zum Schütze gegen Eintritt von Feuchtigkeit bei längerer Lagerung wird die Hülse am oberen Ende mit einem Stöpsel versehen und der ganze Zünder paraffiniert. Derartig hergestellte Zünder können beliebig lange Zeit selbst unter Wasser liegen, ohne daß ihre.Zündfähigkeit beeinträchtigt wird.
Damit die Zündkapsel beim Abziehen der Metallhülse K sich aus ihrer Lage nicht verrückt, wird dieselbe mittels einer öse D an einem Baum oder an einem beliebig anderen feststehenden Gegenstande befestigt. Die Zündschnur wird, wie bei anderen Zündern üblich, um das Herausfallen zu verhindern, mit einer Zange festgekniffen.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Sicherheitsfriktionszünder, gekennzeichnet durch einen eckig gebogenen Drahtbügel, dessen eines Ende in einem in die Zünderhülse eingetriebenen Holzpfropfen o. dgl. federnd befestigt ist, während das andere Ende durch eine in der Hülse angeordnete, nach außen hermetisch abgedichtete öffnung hindurchgeführt und in den Zündsatz eingebettet ist, derart, daß ein Druck auf den Drahtbügel die Zündung des Zündsatzes bewirkt.
2. Ausführungsform des Sicherheitszünders nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Verwendung desselben als Fernzünder die Zündvorrichtung von einer an dem einen Ende konisch geformten beweglichen Metallhülse umgeben ist, derart, daß beim Abziehen dieser Hülse von der Zünderhülse der Draht niedergedrückt und dadurch die Zündung hervorgerufen wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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