DE19633074B4 - Automatisch verschließbares Leitungsventil - Google Patents

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Abstract

Leitungsventil mit einem Ventilkörper (10, 100), in welchem über Haltearme (22, 24, 26; 110, 112, 114) ein Steuermechanismus (108) für eine Klappe (18, 104) montiert ist, wobei dieser Mechanismus einen Zentralkörper (34; 124) umfaßt, der mit einer zylindrischen Kammer (32; 122) ausgestattet ist, in welcher ein Steuerkolben (30; 120) zwischen einer einem Zustand der vollständigen Öffnung des Ventils entsprechenden ersten Stellung und einer einem Zustand der vollständigen Schließung des Ventils entsprechenden zweiten Stellung gleiten kann, wobei das Festhalten des Steuerkolbens in der einen oder der anderen der zwei Stellungen durch einen Verriegelungsmechanismus sichergestellt wird, der wenigstens eine Zylindervorrichtung (66, 68; 146) umfaßt, die durch Einwirkung auf einen zylindrischen Kragen (50; 140) die Freigabe der Verriegelungskugeln (44, 46; 130, 132) bewirkt, die durch einen Ring (48, 134) festgehalten werden, der Aufnahmen (54, 56; 136, 138) für die Kugeln umfaßt, und eine axiale Blockierung einer Welle (38, 126) sicherstellt, die mit dem...

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft Leitungsventile mit integrierter Ansteuerung, die sich für alle Fluidtypen und alle Verfahrenstypen eignen und insbesondere zur Versorgung mit Treibstoff oder Oxidationsmittel für Flüssigraketenmotoren dienen, ob kryotechnisch oder nicht.
  • Solche Leitungsventile, deren erster Zweck es ist, die Druckverluste des Fluids bei dem Kreislauf zu minimieren, sind meist in ihrer Ruhestellung geschlossen und umfassen eine integrierte pneumatische Steuerung. Wenn man gleichzeitig den dynamischen Effekt des Fluids bei der Bewegung und die Möglichkeit des Energieverlusts der Steuerung, die beide für sich zu einem Schließen des Ventils führen, berücksichtigt, ist es notwendig zur Gewährleistung der offenen Position dieses Ventil mit einer Verriegelungsvorrichtung zu versehen, die einfach (Verriegelung in der offenen Stellung) oder doppelt (Verriegelung in der offenen und (eschlcssenen Stellung) wirksam sein kann. 3 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines kryotechnischen Leitungsventils nach Stand der Technik mit einem Kolben 84, dessen Betätigungshebel 86 mit der Klappe 88 des Ventils verbunden ist und durch dessen Bewegung diese Klappe geöffnet oder geschlossen wird. Das Festhalten in dieser geöffneten oder geschlossenen Stellung wird durch ein Verriegelungssystem sichergestellt, das üblicherweise eine pneumatische Einheit 90 umfaßt, die das Verstellen eines mechanischen Stiftes 92 abwechselnd in zwei abseits der Bahn des Kolbens und in dem Betätigungshebel 86 angebrachten Einkerbungen 94, 96 veranlaßt. Dieses Verriegelungssystem erfordert jedoch zahlreiche Bearbeitungsschritte, wodurch es besonders komplex wird. Im übrigen kann der Verlust der Verriegelungssteuerung beim Veranlassen einer Entriegelung des mechanischen Stiftes 92 zur Folge haben, daß unter Einwirkung einer Rückholfeder 98 der Klappe ein unerwünschtes Schließen des Ventils erfolgt.
  • Aus der Druckschrift FR-1531598 ist ein Leitungsventil bekannt, bei dem ein Steuermechanismus mit einem Zentralkörper und einem Steuerkolben das Ventil zwischen einem geöffneten und geschlossenen Zustand hin und her bewegt.
  • Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Leitungsventil vorzuschlagen, das sowohl einfach in der Ausführung als auch zuverlässig bei der Verwendung ist. Ein Ziel der Erfindung ist es, ein Ventil vorzuschlagen, bei dem die Stellung der Klappe konserviert wird, wenn die Energie zur Steuerung der Verriegelung ausfällt und dessen Herstellung gleichzeitig besonders ökonomisch ist.
  • Diese Ziele werden erreicht durch ein Leitungsventil mit einem Ventilkörper, in welchem über Haltearme ein Steuermechanismus für eine Klappe montiert ist, wobei dieser Mechanismus einen Zentralkörper umfaßt, der mit einer zylindrischen Kam mer ausgestattet ist, in welcher ein Steuerkolben zwischen einer einem Zustand der vollständigen Öffnung des Ventils entsprechenden ersten Stellung und einer einem Zustand der vollständigen Schließung des Ventils entsprechenden zweiten Stellung gleiten kann, wobei das Festhalten des Steuerkolbens in der einen oder der anderen der zwei Stellungen durch einen Verriegelungsmechanismus sichergestellt wird, der wenigstens eine Zylindervorrichtung umfaßt, die durch Einwirkung auf einen zylindrischen Kragen die Freigabe der Verriegelungskugeln bewirtk, die durch einen Ring festgehalten werden, der Aufnahmen für die Kugeln umfaßt, und eine axiale Blockierung einer Welle sicherstellt, die mit dem Steuerkolben verbunden ist und zwei kreisförmige Auskehlungen aufweist, die voneinander und von dem Weg des Steuerkolbens beabstandet sind und dazu dienen, abwechselnd die Verriegelungskugeln aufzunehmen, so daß das Halten des Ventils in seiner vollständig geöffneten wie geschlossenen Stellung gewährleistet ist.
  • Durch diese Kugelkonfiguration ist es möglich, auf einfache Art mit hoher Zuverlässigkeit gleichzeitig eine Verriegelung in der geschlossenen Stellung und eine Verriegelung in der offenen Stellung des Ventils sicherzustellen, wobei die Risiken eines unerwünschten Schließens, wie sie bei Vorrichtungen nach Stand der Technik bestehen, ausgeschlossen werden. Darüber hinaus läßt die Einfachheit der vorgeschlagenen Struktur hoffen, daß ihre Fertigung besonders ökonomisch vorgenommen werden kann.
  • Bei der angestrebten Ausführungsform kann die Zylindervorrichtung wenigstens zwei Kolben umfassen, deren Betätigungshebel mit einer Verbindungsplatte mit Zylinderkragen verbunden sind, so daß ein simultan auf die Kolben ausgeübter Druck die Verstellung des Kragens bewirkt und daher die Freigabe der Verriegelungskugeln ermöglicht.
  • Vorzugsweise erfolgt das Beaufschlagen der Kolben mit Druck über Versorgungskanäle, die in den Zentralkörper des Steuermechanismus für die Klappe gebohrt sind.
  • Die Bewegungssteuerungen für den Steuerkolben und die Zylindervorrichtungen erfolgen unabhängig voneinander über zwei der Haltearme, wobei wenigstens einer der übrigen disponibel gebliebenen Arme vorteilhafterweise benutzt werden kann, um eine Information über die Stellung, geschlossen oder geöffnet, des Ventils von einem auf dem Zentralkörper angeordneten Fühler zu übertragen.
  • In einer bevorzugten Form werden die Klappe und ihr Steuermechanismus in dem Ventilkörper über drei Haltearme gehalten, die unter 120° angeordnet sind.
  • Es wird sich zeigen, daß die oben beschriebene Ventilstruktur insbesondere ausgelegt ist für den Einsatz in schwieriger Umgebung und insbesondere in kryotechnischer Umgebung zur Versorgung mit Treibstoff oder Oxidationsmittel für Raketenmotoren.
  • Weitere Eigenschaften und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden im Verlauf der folgenden Beschreibung deutlich, die eine prinzipielle Darstellung ohne Beschränkung ist, wobei auf die beigefügten Zeichnungen Bezug genommen wird, bei denen:
  • 1 ein erstes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen doppelt verriegelnden Leitungsventils zeigt,
  • 2 ein zweites Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen einfach verriegelnden Leitungsventils zeigt und
  • 3 ein Leitungsventil nach Stand der Technik zeigt.
  • Entsprechend der Erfindung ist ein Leitungsventil mit einer doppelten Verriegelungsvorrichtung in 1 dargestellt. Dieses Ventil umfaßt einen Ventilkörper 10, der wie üblich über parallele Flansche 12, 14 oberhalb eines (nicht gezeigten) Eingangsrohrstückes und unterhalb eines (nicht gezeigten) Ausgangsrohrstückes angeschlossen wird und bei welchem senkrecht zur Längsachse des Ventilkörpers ein Klappensitz 16 angeordnet ist. Die Klappe 18, ihre Rückholfeder 20 und ihr Steuermechanismus sind in einem konischen Zylindergehäuse 21 untergebracht, das in dem Ventilkörper 10 über mehrere Haltearme zentriert ist, wobei es sich vorzugsweise um drei Arme 22, 24 und (den nicht dargestellten) 26 handelt, die in einem Winkel von 120° zueinander stehen, die leicht abnehmbar sind und über welche die (vorzugsweise hydraulischen oder pneumatischen) Steuervorrichtungen zum Bewegen und zur Verriegelung der Klappe 18 verlaufen.
  • Die Bewegung der Klappe aus einer vollständig offenen Stellung in eine geschlossene Stellung erfolgt axial über einen Betätigungshebel 28, dessen eines seiner zwei Enden mit der Klappe verbunden ist und der in Höhe seines anderen Endes einen Steuerkolben 30 aufweist, unter Einwirkung eines Steuerfluids, das von (nicht dargestellten) externen Bewegungsvorrichtungen ausgegeben wird, der in einer zylindrischen Kammer 32 im Zentralkörper 34 des Steuermechanismus verschiebbar ist. Vorzugsweise erfolgt die Verbindung von Klappe und entsprechendem Ende des Betätigungshebels mittels einer selbstzentrierenden Vorrichtung 36, die es erlaubt, jede leichte Dezentrierung der Klappe bezüglich ihres Sitzes zu korriegieren. Die Vorderfläche des Steuerkolbens 30 ist mit einer Welle 38 verbunden (wodurch so ein Kolben mit Doppelhebel gebildet wird), die mit einer ersten und zweiten ringförmigen Auskehlung zur Verrigelung 40, 42 versehen ist, die sich abseits des Weges des Steuerkolbens befinden und dazu dienen jeweils abwechselnd wenigstens eine Kugel 44, 46 aufzunehmen, so daß mit einem ringförmigen Reif zur Halterung 48, einem zylindrischen Kragen, der ein ringförmiges Futter 50 bildet, und seiner Haltefeder 52 ein Mechanismus für den Betätigungshebel 28 (und daher für die Klappe 18) zur Verriegelung-/Entriegelung in jeder der festgelegten Öffnungs- oder Schließstellungen gebildet wird.
  • Der ringförmige Raum 48, der gleitend auf der Welle 38 angeordnet ist, umfaßt wenigstens ein Aufnahmeloch 5a, 56, in welchem wenigstens eine Verriegelungskugel gehalten wird. Das ringförmige Futter 50, das ebenso (leitend auf dem Ring 48 angeordnet ist, besitzt in dem (röf3eren Teil seiner Länge eine Innenbohrung, die mit dem Aubendurchmesser des Rings zusammenpaßt, und in seinem kleineren Teil der Länge eine Bohrung mit größerem Durchmesser, wodurch ein ringförmiger Hohlraum 58 für die Aufnahme der durch das Gleiten des Futters auf dem Ring unter Einwirken der Verschiebung des Betätigungshebels 28 freigesetzten Kugeln entsteht. Das Futter 50 hat eine Außenschulter, auf welcher sich ein Ende der Haltefeder 52 abstützt, deren anderes Ende sich auf dem Körper 34 des Betätigungsmechanismus abstützt. Das Ende des Futters 50 (egenüber dem ringförmigen Hohlraum ist auf einer Scheibe 60 montiert, die mit den Betätigungsstößeln 62, 64 von wenigstens zwei Kolben 66, 69 befestigt ist, die symmetrisch in bezug auf die Achse des Ventils angeordnet sind in zwei Zylindern 70, 72 gleiten können, die in den Zentralkörper 34 gebohrt wurden. Ein zentraler Versorgungskanal 80, der über ei nen der Haltearme 24 dieses Mechanismus verläuft, kommuniziert mit den Versorgungskanälen 74, 76, 78, die in den Körper in Höhe der Kolbenzylinder 66, 68 gebohrt wurden, um direkt auf eine Fläche vor diesen Kolben ein Steuerfluid von einer (nicht dargestellten) externen Steuereinheit zur Verriegelung/Entriegelung zu bringen.
  • Die Steuerung der Bewegung der Klappe (Steuerung der Öffnung des Ventils) wird sichergestellt über einen dieser Haltearme, z.B. durch den Arm 22, durch einen Versorgungsdruckkanal 82, der direkt in die Kammer 32 des Zentralkörpers 34 mündet, in dessen Innerem sich der Steuerkolben 30 unter Einwirkung der Bewegungsvorrichtungen bewegen kann.
  • Selbstverständlich umfaßt das Ventil außerdem einen oder mehrere Stellungsfühler (wie in 2 mit der Bezugsziffer 158 dargestellt) in Form von Elektromagneten oder Induktionsspulen, um feststellen zu können, ob die Stellung des Ventils offen oder geschlossen ist. Die Information über die Stellung kann vorteilhafterweise über einen der Haltearme übertragen werden, insbesondere über jenen, der weder für die Steuerung der Öffnung des Ventils noch für die Steuerung der Verriegelung/Entriegelung benutzt wird. Desgleichen wird wenn nötig der Arm gleichermaßen mit einem zentralen Kanal versehen, der in der Zylinderkammer 32 des Zentralkörpers 34 endet und dazu dient, Luftaustausch mit dieser Kammer sicherzustellen.
  • Die außerordentlich einfache Funktion des oben beschriebenen Ventils ist die folgende. In einem ersten stabilen Zustand, der als Ruhezustand bezeichnet werden kann, in welchem sich das Ventil in einer vollständig geöffneten Stellung befindet, ist die Rückholfeder 20 der Klappe zusammengedrückt und der Kolben 30 am unteren Anschlag. Die Verriegelungskugel 44, 46 ist in ihrer Aufnahme 54, 56 in Höhe der ersten ringförmigen Aushöhlung 40 fixiert und verriegelt die Welle 38, die Haltefeder 52 ist entspannt und die Betätigungskolben für die Verriegelung 66, 68 sind ihrer Ruheposition oben am Anschlag auf dem Grund ihres jeweiligen Hohlraums 70, 72. Das Schließen des Ventils wird mittels Varriegelungs-/Entriegelungsmechanismus gesteuert, der ein Steuerfluid in den Hauptversorgungskanal 74 injiziert, welches Fluid nachfolgend durch die Zusatzversorgungskanäle 76, 78 ströme und in die Zylinder der Kolben gelangt, so daß diese an ihren unteren Anschlag gedrückt werden. Diese simultane Bewegung der Kolben verursacht eine entsprechende Bewegung der Scheibe 60 und daher des Futters 50, an weichem sie befestigt ist. Die Haltefeder 52 wird zusammengedrückt und die freigesetzten Verriegelungskugeln weichen in den ringförmigen Hohlraum 58 aus, so daß die Welle 42 freigesetzt und nach hinten zurückgestoßen wird, wobei sie bei ihrer Bewegung den Betätigungshebel 28 und unter der Einwirkung der Klappenrückholfeder 20 die Klappe 18 mitnimmt, mit der sie über eine Selbstzentrierungsvorrichtung 36 verbunden ist. Diese Rückstoßbewegung ergibt sich, wenn der Steuerkolben 30 den oberen Anschlag erreicht, wobei die Klappe 18 somit in ihrem Sitz 16 positioniert wird. Die Verriegelung dieser geschlossenen Stellung wird durch die Rückkehr der Kugeln 44, 46 in ihre jeweilige Aufnahme in Kontakt mit der zweiten ringförmigen Auskehlung 42 der Welle sichergestellt. Mit dem freigegebenen ringförmigen Hohlraum 58 kann das Futter 50 (und die Scheibe 60 sowie die Kolben, die mit dieser verbunden sind) in ihre ursprüngliche Stellung unter Einwirkung der Haltefeder 52 zurückkehren. Das Ventil befindet sich in einem neuen stabilen Zustand, welchen die Dyanamik des Fluids wie der Verlust jeder Steuerenergie (Versorgung mit Stuerfluid zur Verriegelung kann im übrigen von der Freigabe der Verriegelungskugeln an unterbrochen sein) in keiner Weise beeinflussen.Desgleichen wird die Druckbeaufschlagung des Versorgungsdruckkanals 82 ohne Effekt auf das Ventil bleiben, da die Verriegelungskugeln 44, 46 (über das Futter 50) in einer festen Position gehalten werden. Die Rückkehr der Klappe in ihre ursprüngliche geöffnete Stellung erfordert daher vorher eine neue Injektion von Steuerfluid (via Kanäle 74, 76, 78), um eine Freisetzung der Kugeln zu bewirken, wobei die Bewegung der Klappe nachfolgend sehr einfach realisiert wird, indem über den Versorgungsdruckkanal 82 auf den Steuerkolben 30 eingewirkt wird. Der ursprüngliche Ruhezustand, der der vollständigen Öffnung des Ventils entspricht, ergibt sich, wenn der Steuerkolben 30 an den unteren Anschlag gelangt und die erste ringförmige Auskehlung 40 über den Aufnahmen für die Kugeln 54, 56 positioniert und somit deren erneute Blockierung bewirkt.
  • 2 zeigt eine andere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Ventils mit einer einfach wirkenden Verriegelungsvorrichtung. Die unterschiedlichen Elemente, die dieses Ventil bilden, sind im wesentlichen dieselben mit einem Ventilkörper 100 mit Klappensitz 102. Die Klappe 104, ihre Rückholfeder 106 und ihr Steuermechanismus 108 werden in dem Ventilkörper von drei Haltearmen 110, 112 und (nicht dargestellt) 114 gehalten, die vorteilhafterweise in einem Winkel von 120° zueinander angeordnet sind. Die axiale Bewegung der Klappe 104 wird durch einen Betätigungshebel 116 bewirkt, dessen eines Ende mit der Klappe über eine Selbstzentrierungsvorrichtung 118 verbunden ist, und dessen anderes Ende die Form eines Steuerkolbens 120 hat, der sich in einer Zylinderkammer 122 in dem Zentralkörper 124 des Steuermechanismus der Klappe bewegen kann. Die Vorderfläche dieses Steuerkolbens ist mit der Welle 126 verbunden, die eine ringförmige Auskehlung zur Verriegelung 128 hat, die dazu dient wenigstens eine Verriegelungskugel 130, 132 aufzunehmen, wodurch eine Sperre für diese Welle entsteht. Jede Kugel wird in Position gehalten durch einen Ring 134, der gleitend auf der Welle 126 angeordnet ist und der die Aufnahmen 136, 138 für diese Kugeln umfaßt. Die Freigabe der Verriegelungskugeln wird sichergestellt durch einen inneren ringförmigen Hohlraum 142 eines zylindrischen Kragens 140, der auf diesem Ring gleiten kann. Dieser Kragen 140 ist an einem Ende befestigt und steht über die Innenfläche seiner Basis mit dem Ende eines Betätigungshebels 144 für einen Kolben 146 in Kontakt, der in einem Zylinder 148, der mit dem Zentralkörper 124 verbunden ist, unter Einwirkung eines hydraulischen oder pneumatischen Druckes, der über einen Versorgungskanal 150 ausgeübt wird, bewegbar ist. Die Verbindung zwischen diesem Versorgungskanal und der externen Steuereinheit zur Verriegelung/Entriegelung kann über einen der Haltearme durch einen Versorgungskanal 152 oder eventuell über eine flexible Leitung 154 erfolgen. Eine Haltefeder 156, die auf einer Außenschulter des zylindrischen Kragens 140 ruht, erlaubt die Mitnahme des Kragens in seine Ruheposition ohne Einwirkung der Zylindereinheit 144, 146, 148. Eine Anzeige der Stellung des Kolbens 120 erfolgt durch einen Fühler 158, der vorteilhafterweise in dem Körper 124 über der einen oder der anderen der Extremstellungen dieses Steuerkolbens angebracht ist, wobei die Meldung dieser Stellung über einen der Haltearme übertragen werden kann.
  • Wie in der vorigen Ausführungsform wird die Steuerung zur Öffnung des Ventils über einen der Haltearme 110 über einen Versorgungsdruckkanal 160 sichergestellt, der direkt in die Kammer 122 des Zentralkörpers 124 mündet, in dessen Innerem sich der Steuerkolben 120 unter Einfluß der hydraulischen oder pneumatischen Bewegungsvorrichtungen bewegen kann.
  • Die Funktion dieses Einfachverriegelungsventils gleicht in ihrem Prinzip der oben beschriebenen. Ebenso wird das Schließen des Ventils über die Injektion eines Steuerfluids in Höhe des Zylinders 148 des Kolbens 146 aus dem zentralen Versor gungskanal 152 über die Leitungen 154, 150 bewirkt. Seine Beaufschlagung mit Druck bewirkt durch die Bewegung des Kolbens eine Bewegung des Betätigungshebels 144 und gleichzeitig des zylindrischen Kragens 140, auf welchem jene sich abstützt. Die Haltefeder 156 wird zusammengedrückt und die so freigesetzten Verriegelungskugeln 130, 132 bewegen sich in den ringförmigen Hohlraum 142, so daß die Welle 126 ebenfalls freigesetzt und unter Einwirkung der Rückholfeder der Klappe 106 nach hinten zurückgestoßen wird. Diese Rückstoßbewegung erfolgt, wenn der Steuerkolben 120 an den oberen Anschlag gelangt, wodurch die Klappe 104 in ihrem Sitz 102 positioniert wird. In dieser extremen Stellung des Steuerkolbens werden die Verriegelungskugeln in dem ringförmigen Hohlraum gehalten und die Haltefeder bleibt zusammengedrückt. Die Öffnung des Ventils kann danach erfolgen, indem einfach über den Versorgungsdruckkanal 160 auf den Kolben 120 eingewirkt wird. Der ursprüngliche Ruhezustand, der der vollständigen Öffnung des Ventils entspricht, ergibt sich, wenn dieser Kolben zum unteren Anschlag zurückkehrt, wodurch aufs Neue die kreisförmige Auskehlung 128 über den Verriegelungskugeln 130, 132 positioniert wird. Jene erlauben durch das Absinken in diese Auskehlung 128 eine Rückkehr des zylindrischen Kragens unter Einwirkung der Feder 156 in seine Ursprungsposition und die Blockierung der Welle 126.

Claims (6)

  1. Leitungsventil mit einem Ventilkörper (10, 100), in welchem über Haltearme (22, 24, 26; 110, 112, 114) ein Steuermechanismus (108) für eine Klappe (18, 104) montiert ist, wobei dieser Mechanismus einen Zentralkörper (34; 124) umfaßt, der mit einer zylindrischen Kammer (32; 122) ausgestattet ist, in welcher ein Steuerkolben (30; 120) zwischen einer einem Zustand der vollständigen Öffnung des Ventils entsprechenden ersten Stellung und einer einem Zustand der vollständigen Schließung des Ventils entsprechenden zweiten Stellung gleiten kann, wobei das Festhalten des Steuerkolbens in der einen oder der anderen der zwei Stellungen durch einen Verriegelungsmechanismus sichergestellt wird, der wenigstens eine Zylindervorrichtung (66, 68; 146) umfaßt, die durch Einwirkung auf einen zylindrischen Kragen (50; 140) die Freigabe der Verriegelungskugeln (44, 46; 130, 132) bewirkt, die durch einen Ring (48, 134) festgehalten werden, der Aufnahmen (54, 56; 136, 138) für die Kugeln umfaßt, und eine axiale Blockierung einer Welle (38, 126) sicherstellt, die mit dem Steuerkolben verbunden ist und zwei kreisförmige Auskehlungen (40, 42; 128) aufweist, die voneinander und von dem Weg des Steuerkolbens beabstandet sind und dazu dienen, abwechselnd die Verriegelungskugeln aufzunehmen, so daß das Halten des Ventils in seiner vollständig geöffneten wie geschlossenen Stellung gewährleistet ist.
  2. Leitungsventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die besagte Zylindervorrichtung wenigstens zwei Kolben (66, 68) umfaßt, deren Betätigungsstößel (52, 64) mit einer Scheibe (60) verbunden sind, die mit einem zylindrischen Kragen (50) zusammenhängt, so daß ein auf die Kolben gleichzeitig ausgeübter Druck die Bewegung des Kragens bewirkt und damit die Freigabe der Verriegelungskugeln (44, 46) ermöglicht.
  3. Leitungsventil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckbeaufschlagung der Kolben sichergestellt wird über Versorgungskanäle (74, 76, 78), die in den Zentralkörper (34) des Steuermechanismus für die Klappe gebohrt sind.
  4. Leitungsventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerung der Bewegung des Steuerkolbens (30; 120) und der Zylindervorrichtungen (66, 68; 146) unabhängig voneinander über zwei der Haltearme (22, 24; 110, 112) erfolgen, wobei wenigstens einer der Arme verfügbar bleibt, so daß er vorzugsweise verwendet werden kann, um eine Information über die Stellung, offen oder geschlossen, des Ventils von einem Fühler (158) auf dem Zentralkörper (34, 124) zu übertragen.
  5. Leitungsventil nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Klappe und ihr Steuermechanismus in dem Ventilkörper (10, 100) mittels dreier Haltearme (22, 24, 26; 110, 112, 114) gehalten wird, die um 120° versetzt angeordnet sind.
  6. Leitungsventil nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß es verwendet wird für die Versorgung von Raketenmotoren mit Treibstoff oder Oxidationsmittel.
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