DE1958643B - Verfahren zur Hydrierung von Cyclohexylhydroperoxyd - Google Patents
Verfahren zur Hydrierung von CyclohexylhydroperoxydInfo
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Description
tion enthalten, die eine vollständige Hydrierung io duziert
ermöglicht, und dann über ein weiteres Bett aus Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren beginnt
Festsubstanz leitet, das nur aus dem Träger be- man die Hydrierungsreaktion, indem man das Resteht,
der kein aktives Metall oder das aktive aktionsgefäß mit neuem Katalysator und dann mit
Metall in einer wesentlich geringeren Menge als einer Menge an Trägermaterial, das kein Palladium
derjenigen des Katalysatorbetts enthält, und daß 15 enthält, beschickt. Der Katalysator wird am Eintrittsman
eine Umgruppierung der verschiedenen ende für die Reagenzien angeordnet und der niefit
Betten des Reaktionsgefäßes vornimmt, wenn die mit aktivem Metall beladene Träger am Ausgangsersten
Schichten des Katalysatorbetts an aktivem ende des Reaktionsgefäßes.
Metall stark verarmt sind. Nach einem betrieb von mehreren tausend Siun
20 den ist die Verteilung des Palladiums so, daß in der
Mitte des Reaktionsgefäßes eine maximale Konzen
traiion vorhanden ist, wobei das Bett, das Ursprung lieh kein Palladium enthielt, an Metall angereichen
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren, ist. Man nimmt dann eine Umgruppierung des Katadas
es ermöglicht, die katalytische Aktivität von Kata- 25 lysators vor, indem man entweder das Reaktionsgefäß
lysatoren für die Hydrierung von Cyclohexylhydro- in verschiedene Abschnitte, die die gleiche Katalyperoxyd
aufrechtzuerhalten. satormenge enthalten, unterteilt oder indem man das
Die Hydrierung von Cyclohexylhydxoperoxyd kann Reaktionsgefäß in verschiedene Zonen unter Benach
der französischen Patentschrift 1 505 363 durch rücksichtigung der Verteilung des Palladiums untereine
kontinuierliche Berieselung in einem Reaktions- 30 teilt.
gefäß vorgenommen werden, das einen Katalysator Falls man das Reaktionsgefäß in Abschnitte gleienthält,
der aus auf einem inerten Träger aufge- eher Kapazitäten unterteilt, kann man beispielsweise
brachtem Palladium besteht. Man stellt jedoch nach ein Reaktionsgefäß mit drei Abschnitten verwenden,
einem Betrieb von etwa 5000 Stunden fest, dsß der wobei die beiden ersten Zonen zu Beginn 500 Teile
Katalysator seine Aktivität teilweise verloren hat und 35 je Million enthalten und die dritte 0 Teile je Million
an Palladium verarmt ist. Um die Überführung des enthält, und einen cyclischen Austausch vornehmen,
Hydroperoxyds in ein Gemisch von Cyclohexanol der darin besteht, am Eingang des Reaktionsgefäßes
und Cyclohexanon in quantitativer Weise fortzuset- das Bett 2, das an Palladium am reichsten ist, anzuzen,
ist es erforderlich, in das Reakiionsgefäß einen ordnen und die Reihenfolge der Betten 2, 3, 1 zu
neuen Katalysator einzubringen. 40 wählen. Es existiert dann eine minimale Palladium-Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren, konzentration, die im allgemeinen am Eingang des
das es ermöglicht, den Verlust des Metalls, das für letzten Katalysatorbetts liegt. Wenn man die Hydriedie
katalytische Aktivität verantwortlich ist, zu ver- rung mit den umgruppierten Betten vornimmt, beobmeiden.
Das erfindungsgemäße Verfahren führt zu achtet man eine fortschreitende Abschwächung dieses
einer fast unbegrenzten Aufrechterhaltung der kata- 45 Minimums sowie eine Verarmung des am Eingang
lytischen Aktivität. Die Erfindung betrifft ein Ver- des Reaktionsgefäßes befindlichen Betts. Wenn das
fahren zur Hydrierung von Cyclohexylhydroperoxyd, erste Bett erschöpft ist, nimmt man dann einen erneugelöst
in Cyclohexan, in Gegenwart von auf einem ten cyclischen Austausch vor.
inerten Träger aufgebrachten Palladium bei etwa Man kann auch die Zonen des Reaktionsgefäßes
1100C. Das erfindungsgemäße Verfahren ist dadurch 50 umgruppieren, die unter Berücksichtigung der Vergekennzeichnet,
daß man die Hydroperoxydlösung in teilung des Palladiums gewählt werden. Vom Eindem
Reaktionsgefäß zunächst über Katalysatorbetten, gang zum Ausgang des Reaktionsgefäßes verteilen
die das Palladium in einer Konzentration enthalten, sich diese Zonen z. B. wie folgt:
die eine vollständige Hydrierung ermöglicht, und
dann über ein weiteres Bett aus Festsubstanz leitet, 55
das nur aus dem Träger besteht, der kein aktives
Metall oder das aktive Metall in einer wesentlich geringeren Menge als derjenigen des Katalysatorbetts
enthält, und daß man eine Umgruppierung der ver
die eine vollständige Hydrierung ermöglicht, und
dann über ein weiteres Bett aus Festsubstanz leitet, 55
das nur aus dem Träger besteht, der kein aktives
Metall oder das aktive Metall in einer wesentlich geringeren Menge als derjenigen des Katalysatorbetts
enthält, und daß man eine Umgruppierung der ver
Zonen
Palladiumgehalt in Teilen
.. je Million
.. je Million
0 bis 200
200 bis 400
200 bis 400
schiedenen Betten des Reaktionsgefäßes vornimmt, 60 ,,
wenn die ersten Schichten des Katalysatorbetts an .
aktivem Metall stark verarmt sind. Es wurde gefun- - 200 bis 0
den, daß das Palladium, das aus dem Katalysator
entfernt wurde, sich auf Trägern, die nur wenig oder
kein Palladium enthalten, wieder abscheidet. Die 65 Die relative Größe jeder Zone hängt von zahl-Umgruppierung der Betten ermöglicht, an den Ein- reichen Faktoren ab, insbesondere von dem Anfangsgang des Reaktionsgefäßes erneut ein mit Palladium gehalt an Palladium, der Dauer und den Bedingunbeladenes Bett anzuordnen. gen des Arbeitsgangs, sowie dem Verhältnis zwischen
entfernt wurde, sich auf Trägern, die nur wenig oder
kein Palladium enthalten, wieder abscheidet. Die 65 Die relative Größe jeder Zone hängt von zahl-Umgruppierung der Betten ermöglicht, an den Ein- reichen Faktoren ab, insbesondere von dem Anfangsgang des Reaktionsgefäßes erneut ein mit Palladium gehalt an Palladium, der Dauer und den Bedingunbeladenes Bett anzuordnen. gen des Arbeitsgangs, sowie dem Verhältnis zwischen
den Mengen an anfänglichem Katalysator und Träger
ohne Palladium. Man verwendet im allgemeinen eine Menge an nicht beladenem Träger, die ein Viertel bis
ein Drittel der Gesamtbeschickung ausmacht, wobei ein Überschuß an nicht beladenem Träger die Pro- S
duktivität herabsetzt, während ein Unterschuß erfordert,
die Betten häufiger umzugruppieren.
Der kontinuierliche Betrieb und die Wanderung des Palladiums bringen keine Entfernung des Katalysators
mit sich, solange der Gehalt in der Zone 5 unter 200 Teilen je Million bleibt Man nimmt jedoch
eine Umgruppierung der Betten vor, wenn der Gehalt der Zone 5 zwischen 100 und 200 Teilen je
Million beträgt. Man stellt zu diesem Zeitpunkt fest,
daß die Zone 1 stark verarmt ist. Zur Vornahme dieser Umgruppierung ordnet man in der Nähe des Ausgangs
des Reaktionsgefäßes die katalytischen Zonen mit dem geringsten Gehalt an, während man am Eingang
des Reaktionsgefäßes entweder die an Katalysator reichsten Zonen oder die Zonen mit mittlerem so
Gehalt anordnen kann.
Man kann beispielsweise die Katalysatorzonen nach verschiedenen Kombinationen umgruppieren,
wobei die Zahlen in ihrer Reihenfolge den Platz angeben, den die früheren Katalysatorzonen vor der »5
Umgruppierung eingenommen haben.
2, 4, 3, 5, 1
4, 2, 3, 5, 1
2, 3, 4, 5, 1
3, 4, 2, 5, 1
Solche nach einem Betrieb von mehreren tausend Stunden vorgenommenen Umgruppierungen können
wiederholt werden, ohne daß man ein Absinken der katalytischen Aktivität oder ein Verschwinden von
Palladium feststellt.
Das folgende Beispiel erläutert die Erfindung.
Das folgende Beispiel erläutert die Erfindung.
Man hydriert nach der französischen Patentschrift 1505 363 Cyclohexylhydroperoxydlösungen in einer
zylindrischen Kolonne mit einem Durchmesser von 66 mm, die aus drei Abschnitten von 1 m Höhe besteht.
Jeder Abschnitt ist von dem vorhergehenden mittels einer Trennplatte getrennt. In jedem der beiden
oberen Abschnitte ordnet man 2,72 kg eines Katalysators an, der 500 Teile je Million Palladium,
aufgebracht auf den Träger, enthält Dei aus mit
einem keramischen Glas agglomeriertem elektrolytischem Porzellan bestehende Träger weis>i. eine Dichte
von 0,8 auf und liegt in Form von unregelmäßigen Körnern von 5 bis 8 mm vor. In dem unteren Abschnitt
ordnet man 2,72 kg Träger, der kein Palladium enthält, an.
Man führt von dem oberen Ende des Reaktionsgefäßes gleichzeitig Wasser in einer Menge von 1,1 kg/
Stunde und eine Lösung von Cyclohesylhydroperoxyd tu Cyclohexan mit einem Gehalt von etwa 11%
Hydroperoxyd in einer Menge von 11,2 kg/Stunde
ein. Das auf eine mittlere Temperatur von 110° C gebrachte Reaktionsgefäß wird unter konstantem Wasserstoffdruck
(10 bar) gehalten. Am Ausgang des Reaktionsgefäßes ist das Hydroperoxyd vollständig
hydriert. Während des kontinuierlichen Betriebs entnommene Katalysatorproben zeigen die Wanderung
des Palladiums und dessen fortschreitende Abscheidung auf dem Bett, das zu Beginn ohne Palladium
war.
| Lebensdauer | erstes | Erstes Bett | Palladiumgehalt in Teilen je Millioi | drittes | Zweites Bett | erstes | zweites | drittes | 1 | Drittes Bett | erstes | 645 | 605 | 275 | 170 | 110 | <50 | zweites | drittes |
| des | Drittel | zweites | Drittel | Drittel | Drittel | Drittel | Drittel | 535 | 570 | 460 | 310 | 130 | 60 | Drittel | Drittel | ||||
| Katalysators | 500 | Drittel | 500 | 500 | 500 | 500 | 0 | 200 | 460 | 400 | 380 | 280 | 250 | 0 | 0 | ||||
| Stunden | 237 | 500 | 630 | 500 | 490 | 380 | 50 | 50 | 0 | ||||||||||
| 0 | 100 | 450 | 370 | 680 | 560 | 545 | 170 | 110 | <50 | ||||||||||
| 390 | <50 | 280 | 515 | 645 | 605 | 275 | 170 | 110 | |||||||||||
| 1535 | 110 | Man nimmt dann eine Umgruppierung der Betten in der Reihefolge 2, | 3, 1 vor | ||||||||||||||||
| 2250 | 515 | 110 | 280 | ||||||||||||||||
| 350 | 110 | 280 | |||||||||||||||||
| 2250 | <50 | 280 | 280 | ||||||||||||||||
| 2850 | |||||||||||||||||||
| 4000 | |||||||||||||||||||
Nach 2250 Stunden nimmt man eine Umgruppie- Bett mit Palladium beladen, während sich das am
rung der Betten des Reaktionsgefäßes vor, wobei man Anfang dieses Betts gelegene Minimum an aktivem
diese in der Reihefolge 2, 3, 1 anordnet. Der Ver- 55 Metall abgeschwächt hat. Man kann den Hydrierungs-
such wird 2500 Stunden fortgesetzt. Man stellt dann versuch fortsetzen, indem man eine erneute Umgrup-
fest, daß die katalytische Aktivität ausgezeichnet ge- pierung vornimmt,
blieben ist. Am Ende des Versuchs ist das untere
blieben ist. Am Ende des Versuchs ist das untere
Claims (1)
- _ , Der Katalysator, den man erfindungsgemäß ver-Patentanipruch: wenden kann, kann variable Gehalte an wirksamemVerfahren zur Hydrierung von Cyclohexylhy- Metall aufweisen. Im allgemeinenι verwendet mandroperoxyd, gelöst in Cyclohexan, in Gegenwart einen Gehalt von 50© Teilen je Million, der sich gutvon auf einem inerten Träger aufgebrachten 5 eignet Der Katalysator kann nach jedem bekanntenPalladium bei etwa 110°C,dadurchgekenn- Verfahren erhalten werden. So kann man das Auf-ze ichnet, daß man die Hydroperoxydlösung bringen des Palladiums durch Imprägnieren desin dem Reaktionsgefäß zunächst über Katalysa- Trägers mit einer Lösung von Palladiumchlorid vor-torbetten, die das Palladium in einer Konzentra- nehmen, das man anschließend mit Wasserstoff re-
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