DE19535239C1 - Parksperre für Fahrzeuge - Google Patents
Parksperre für FahrzeugeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Parksperre für Fahrzeuge nach dem
Oberbegriff von Anspruch 1, wie sie beispielsweise aus der DE
36 36 978 A1 als bekannt hervorgeht.
Aus der DE 36 09 377 A1 ist es bekannt, bei einer
Fliehkraftkupplung die auf die Eingriffsglieder einwirkenden
Lastspitzen dadurch zu mindern, daß die Eingriffsglieder in der
Eingriffsstellung elastisch abgestützt sind. Die Fliehkraft
kupplung stellt bei stillstehendem Fahrzeugmotor eine starre
Verbindung zwischen Pumpenrad und Turbinenrad einer hydro
dynamischen Kupplung (Wandler) her. Zweck der Anordnung dieser
Fliehkraftkupplung ist es, bei Fahrzeugen ein sicheres
Feststellen zu ermöglichen.
Des weiteren ist aus der nicht vorveröffentlichten Patentanmel
dung DE 195 33 141.9 eine Parksperre bekannt, bei der eine
schlupfende Verbindung zwischen einem Eingriffsrad und
Antriebswelle besteht, wobei die Verbindung zwischen Ein
griffsrad und Antriebswelle bis zu einer festgelegten Maximal
kraft kraftschlüssig ist. Der Schlupf zwischen Eingriffsrad und
Antriebswelle dient dazu, eventuell noch vorhandene Rotations
energie der Antriebswelle durch die Reibung zwischen Eingriffs
rad und Antriebswelle zu reduzieren.
Aufgabe der Erfindung ist es, bei einer drehfesten Verbindung
zwischen Eingriffsrad und Antriebswelle einen formschlüssigen
Eingriff der Sperrklinke zu ermöglichen obwohl die
Antriebswelle noch eine Rotationsenergie hat.
Die formschlüssige Verbindung zwischen dem Eingriffsrad und der
Sperrklinke hat den Vorteil, daß unter allen Bedingungen das
Fahrzeug sicher festgestellt wird, ein Wegrollen des Fahrzeugs
also unmöglich ist. Andererseits besteht dabei das Problem,
daß, wenn die Sperrklinke bei noch rollendem Fahrzeug in das
Eingriffsrad eingreift, die gesamte Rotationsenergie der
Antriebswelle in die Sperrklinke eingeleitet wird, was zu einer
Zerstörung der Parksperre führen kann. Verstärkt wird dieses
Problem bei Fahrzeugen mit in festem Drehzahlverhältnis zu den
Rädern stehenden elektrischen Antriebsmotoren, da hier die
große Maße des Rotors des Elektromotors ebenfalls auf die
Sperrklinke einwirkt. Um diesem Problem zu entgehen, müßte die
Antriebswelle so ausgelegt werden, daß diese die entstehenden
Momente abfangen kann. Dazu darf die Antriebswelle nur eine
geringe Eigensteifigkeit aufweisen, eine Eigenschaft die zwecks
der entstehenden Schwingungen bei der Übertragung der
Antriebskraft an die Antriebsräder nicht erwünscht ist.
Diese Aufgabe wird bei einer gattungsgemäßen Parksperre erfin
dungsgemäß mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1
gelöst, wobei die Merkmale der Unteransprüche vorteilhafte Aus-
und Weiterbildungen kennzeichnen.
Das Eingriffsrad wird fest mit der Antriebswelle verbunden und
die Sperrklinke greift formschlüssig in das Eingriffsrad ein.
Dadurch wird das stehende Fahrzeug sicher an dem Wegrollen ge
hindert. Damit beim Eingriff der Sperrklinke in das Eingriffs
rad bei noch rotierender Antriebswelle (mit bis zu 4 km/h)
keine Schäden auftreten, wird die Rotationsenergie wenigstens
durch elastische Verformung am Eingriffsrad abgebaut.
Gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung wird dazu zusätzlich an
der Befestigungsstelle der Sperrklinke, einem Schwenklager,
zwischen der Lagerschale und der Sperrklinke ein elastischer
Dämpfer angeordnet.
Das Eingriffsrad kann dazu als Rad mit einem äußeren
Eingriffsring und einer Nabe ausgestaltet werden, wobei in
radialer Richtung elastisch verformbare Speichen zwischen
Eingriffsring und Nabe angeordnet sind.
Weitere zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung können den
Unteransprüchen entnommen werden; im übrigen ist die Erfindung
an Hand eines in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispieles nachfolgend noch erläutert; dabei zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen
Parksperre,
Fig. 2a, 2b zwei Ausführungsbeispiele für die Befestigung des
Schwenklagers mit elastischen Dämpfern,
Fig. 3a eine Schematische Schnittdarstellung eines Außenläufermo
tors mit seiner Antriebswelle und dem am Motor befestig
ten Eingriffsrad und
Fig. 3b einen Querschnitt durch ein Eingriffsrad.
Die Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung einer erfindungs
gemäßen Parksperre. Durch Betätigung des Betätigungsgliedes
mit Übertragungselement 1 und dem Umlenkhebel 2 wird die Sperr
klinke 3 entgegen der Wirkung des Rückstellelements, hier ver
einfacht als Feder 4 dargestellt in Eingriff mit dem Eingriffs
rad 5 gebracht. In der Eingriffsstellung der Sperrklinke 3
greift ein an der Sperrklinke 3 ausgeformter Zapfen 6 in eine
Verzahnung 7 des Eingriffsrades 5 ein. In der Eingriffsstellung
wird die Antriebswelle durch den Formschluß zwischen Zapfen 6
und Verzahnung 7 gegen Drehen gesichert, ein Wegrollen des Fahr
zeugs wird unmöglich. Bezüglich der Ausgestaltung und der Funk
tion des Betätigungsgliedes, das die Sperrklinke in Eingriff mit
dem Eingriffsrad bringt, wird hiermit ausdrücklich auf die nicht
vorveröffentlichte DE 195 33 141.9 (Daim 24 976/4) Bezug genom
men, das in analoger Weise übernommen werden kann. Dies betrifft
insbesondere die Übertotpunktlage des Stellgliedes das die
Sperrklinke entgegen der Wirkung des Rückstellelements in Ein
griff mit dem Eingriffsrad bringt und das Verhindern eines Ein
griffs oberhalb einer Höchstgeschwindigkeit (4 km/h).
Die Fig. 2a und 2b zeigen in schematischer Darstellung die Befe
stigung der Sperrklinke 3 an der Seite ihres Schwenklagers 8. In
der Ausführung gemäß der Fig. 2a ragt der Lagerzapfen 9, auf dem
der Sperrklinke 3 drehbeweglich gelagert ist, von einem Haltearm
10 ab. Am anderen Ende des Haltearms 10 ist ein Befestigungsan
ker 11 angeordnet. Der Befestigungsanker 11 wird durch den Ela
stomerkörper 12 in der Lagerschale 13 gehalten. Wird nun über
die Sperrklinke 3 und den Haltearm 10 eine Zug- oder eine Schub
kraft eingeleitet - dies ist der Fall, wenn beim Einrasten der
Klinke in das Eingriffsrad die Antriebswelle noch dreht , also
das Fahrzeug noch rollt - so verformt sich der Elastomerkörper
12. Der Elastomerkörper 12, der auch aus mehreren Elastomer
schichten gebildet sein kann, nimmt zunächst die Bewegungsener
gie federelastisch auf, wobei ein Teil der eingeleiteten Stoß
energie durch die innere Reibung des Elastomerkörpers abgebaut
wird. Dadurch wird die mechanische Belastung der Sperrklinke 3
und des Schwenklages 8 in verträglichen Grenzen der Materialbe
anspruchung gehalten.
Die Fig. 2b zeigt eine andere Ausbildung der Befestigung, wobei
der Lagerzapfen 9 direkt in einem Elastomerkörper gehalten ist,
der wiederum in der Lagerschale 13 gehalten ist. Auch hier wer
den in die Sperrklinke 3 eingeleitete Kräfte durch die Verfor
mung des Elastomerkörpers aufgenommen und durch innere Reibung
wird Energie abgebaut. Dabei ist der Elastomerkörper insbeson
dere so ausgebildet, daß er vorzugsweise in der Richtung der
Tangente an das Eingriffsrad 5 im Eingriffspunkt der Sperrklinke
3 in das Eingriffsrad 5 verformbar ist.
Die Fig. 3a zeigt in schematischer Darstellung eine Ausführung
des Eingriffsrades 5, das an der Antriebswelle 14 befestigt ist
und das reibschlüssig an dem Außenläufer 15 eines elektrischen
Antriebsmotors 16, der mit fester Übersetzung an der Antriebs
welle 14 eingreift, anliegt. Der Außenläufer weist an der Seite,
an der das Eingriffsrad 5 anliegt, einen geringeren Umfang auf,
so daß der Außenläufer 15 von dem Eingriffsring 17 umgriffen
werden kann, ohne den Außendurchmessers des Motors 16 zu erhö
hen. Der Eingriffsring 17 des Eingriffsrades 5 ist über Speichen
18 mit der Nabe 19 verbunden. Die Nabe 19 ist an einem Flansch
20 der Antriebswelle 14 mit Nieten 21 befestigt. Die Speichen 18
sind in ihrer Rotationsebene elastisch verformtbar und nehmen
Energie auf, wenn die Antriebswelle 14 noch dreht und wenn die
Sperrklinke 3 in die Verzahnung 7 eingreift. In einfacher Weise
ist der Eingriffsring 17 als Lochblech ausgebildet, wobei der
Zapfen 6 der Sperrklinke 3 in die Löcher 22 des Lochbleches ein
greift. Die Hebelwirkung der eingeleiteten Sperrenkräfte auf das
Wälzlager 25 wird dadurch gering gehalten, daß der axiale Ver
satz zwischen Wälzlager 25 und Eingriffsring 17 durch die Topf
bauweise gering gehalten ist.
Die Fig. 3b zeigt einen Schnitt durch das Eingriffsrad 5. Die
Naben 18 sind dabei in Richtung der Drehachse des Eingriffsrades
vorgespannt, so daß das Eingriffsrad tellerfederförmig ausgebil
det ist. Die Nabe 19 weist also einen axialen Abstand zu dem
Eingriffsring 17 auf, wobei dann, wenn das Eingriffsrad in axia
ler Richtung entgegen diesem Versatz verspannt wird über die
Speichen eine Anpreßkraft erzeugt wird, wodurch eine reibschlüs
sige Verbindung zwischen Eingriffsring 17 und einer Anlagefläche
geschaffen werden kann. Diese reibschlüssige Verbindung dient
dem Abbau von Schwingungen an der Antriebsachse, die entstehen
können, wenn durch den Eingriff der Sperrklinke 3 ein Moment
über die elastisch verformbaren Speichen 18 übertragen wird.
Eine entsprechende reibschlüssige Verbindung zwischen dem Ein
griffsring 17 und der Zylindermantelfläche des Rotors kann durch
gezielte Unrundheiten des Eingriffsrings 17 erzielt werden, so
daß zumindest Bereichsweise der Eingriffsring an einer Anlage
fläche kraftbeaufschlagt federnd anliegt. Dabei muß beachtet
werden, daß der Eingriffsring nicht fest mit der Anlagefläche
verbunden sein soll, damit eine elastische Verformung der Spei
chen möglich ist.
Claims (10)
1. Parksperre für Kraftfahrzeuge - insbesondere für elektrisch
angetriebene Fahrzeuge, die ein festes Übersetzungsverhältnis
zwischen Rotor und Antriebsachse aufweisen -,
mit einem wenigstens mittelbar mit der Antriebswelle starr
verbundenen Eingriffsrad und einer fahrzeugfest angeordneten
Sperrklinke, die entgegen der Wirkung eines Rückstellelements
mit dem Eingriffsrad in formschlüssigen Eingriff bringbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß in der Eingriffsstellung der Sperrklinke (3) in das
Eingriffsrad (5) eventuell noch vorhandene Rotationsenergie
wenigstens durch elastische Verformung des Eingriffsrads (5)
abgebaut wird.
2. Parksperre für Kraftfahrzeuge nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Sperrklinke (3) in einem Ende in einem Schwenklager (8)
drehbar gehalten ist wobei das Schwenklager (8) in einer
Lagerschale (13) angeordnet ist und wobei zwischen Lagerschale
(13) und Schwenklager (8) ein elastischer Dämpfer (12)
angeordnet ist.
3. Parksperre nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der elastische Dämpfer (12) translatorisch in Richtung der
Tangente an das Eingriffsrad im Eingriffspunkt der Sperrklinke
(3) an das Eingriffsrad (5) verformbar ist.
4. Parksperre nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der elastische Dämpfer (12) aus einem Verbund von
Elastomerelementen und anderen Dämpfungselementen gebildet wird.
5. Parksperre nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Eingriffsrad (5) eine Nabe (19) aufweist, die über
elastisch verformbare Elemente (18) mit dem Eingriffsring (17)
verbunden ist, der in periodischen Abständen Eingriffsstellen
(7, 22) zum formschlüssigen Eingriff der Sperrklinke (3)
aufweist.
6. Parksperre nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Elemente (18) Speichen sind und die Speichen in axialer
Richtung eine federnde Vorspannung zwischen der Nabe (19) und
dem Eingriffsring (17) aufweisen, wodurch dann, wenn der
Eingriffsring (17) an einem mit der Antriebswelle (14)
verbundenen Bauteil anliegt eine reibschlüssige Verbindung
zwischen dem Eingriffsrings (17) und dem Bauteil (15) besteht.
7. Parksperre nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Bauteil, an dem der Eingriffsring (17) des
Eingriffsrades (5) unter Vorspannung anliegt der Rotor (14)
eines Elektromotors ist.
8. Parksperre nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Rotor an dem Ende, an dem der Eingriffsring anliegt,
eine Durchmesserverringerung aufweist, die der Wandstärke des
Eingriffsrings entspricht, so daß der Rotordurchmesser nicht
vergrößert wird.
9. Parksperre nach einem der Anspruch 5 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Eingriffsring (17) regelmäßig beabstandete
Verringerungen des lichten Innendurchmessers aufweist, wodurch
in radialer Richtung ein federnder Kraftschluß zwischen dem
Bauteil (15) und dem an dem Bauteil anliegenden, einen
Abschnitt des Bauteils umgreifenden Eingriffsring (17) gebildet
wird, so daß eine Reibungsdämpfung in Drehrichtung beim
Klinkeneingriff entsteht.
10. Parksperre nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Eingriffsring (17) zum Drehlager (25) des Rotors
lediglich einen geringen axialen Versatz aufweist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995135239 DE19535239C1 (de) | 1995-09-22 | 1995-09-22 | Parksperre für Fahrzeuge |
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