DE19535013A1 - Schubkastenführungen für ausziehbare Möbelteile - Google Patents
Schubkastenführungen für ausziehbare MöbelteileInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich aufeine Schubkastenführung für ausziehbare Möbelteile, die
auf jeder Seite des ausziehbaren Möbelteiles eine an der Innenseite eines Möbels festleg
bare Korpusschiene von im wesentlichen C-förmigem Querschnitt und eine zweite, den
ausziehbaren Möbelteil tragende Ladenschiene, sowie eine zwischen diesen beiden Schie
nen angeordnete Mittelschiene mit im wesentlichen S-förmigem Querschnitt mit drei
übereinander liegenden horizontalen, als Laufbahnen für die Rollen dienenden Flanschen
aufweist, wobei an den Schienen frei drehbare Rollen angeordnet sind, und eine solche
Rolle am in Auszugrichtung vorderen Ende der Mittelschiene, und zwar an deren unterem
Vertikalsteg angeordnet ist, und oberhalb dieser Rolle eine Ausnehmung am vorderen En
de der Mittelschiene ausgespart ist und zumindest zwischen der Ladenschiene und der Mit
telschiene ein den Auszugweg zwischen diesen beiden Schienen begrenzender Anschlag
vorgesehen ist, wobei der Anschlag für die am hinteren Ende der Ladenschiene vorgese
hene Rolle am unteren, als Laufbahn dienenden Flansch der Mittelschiene angeordnet ist.
Schubkastenführungen dieser Art sind bekannt (AT-PS 372 829). Für schwer belastete
Schubkästen haben sich solche Führungen als außerordentlich zweckmäßig erwiesen. Ein
besonderes Problem bei einer Schubkastenführung dieser Art liegt jedoch in der Gestal
tung desjenigen Anschlages, der den Auszugweg der Ladenschiene gegenüber der Mittel
schiene begrenzt. Bevor die Ladenschiene in die Führung eingesetzt werden kann, muß sie
am Schubkasten befestigt werden. Das bedingt in der Folge, daß für das Einhängen des
Schubkastens in die am Möbelkorpus bereits befindliche Korpusschiene und Mittelschiene
nur mehr eine einzige Bewegungsebene zur Verfügung steht, nämlich die Vertikalebene.
Nur in dieser Vertikalebene kann die Ladenschiene geschwenkt werden, um sie in die be
reits montierten Führungsteile einhängen zu können. Der hier bei dieser besonderen
Schubkastenführung zur Verfügung stehende Schwenkwinkel ist aber sehr begrenzt, was
weiterhin bedingt, daß ein an der Ladenschiene angeordneter Anschlag zur Begrenzung der
Auszugsbewegung nicht nur nahe am oberen Horizontalflansch der Ladenschiene ange
ordnet werden muß, sondern ein solcher Anschlag auch noch zusätzlich nur eine geringe
Bauhöhe besitzen darf, widrigenfalls die Ladenschiene nicht eingehängt werden kann, so
fern nicht ein lösbarer und zeitweise entfernbarer Anschlag vorhanden ist, dessen Ausge
staltung und Ausbildung jedoch die Konstruktion nicht unerheblich verteuert. Die bezogen
auf die Ladenschiene hohe Anordnung des Anschlages und darüber hinaus seine geringe
Bauhöhe haben nun zur Folge, daß der Anschlag allzu leicht die vordere Laufrolle oder
Stützrolle der Mittelschiene überfährt, vor allem, wenn der Schubkasten eine schwere Last
trägt und wenn der Auszug sozusagen "mit Schwung" betätigt wird. Anstatt an der als
Stützrolle dienenden vorderen Rolle der Mittelschiene anzustoßen und damit die Ausfahr
bewegung der Ladenschiene zu beenden, springt der Anschlag aufgrund seiner besonderen
konstruktiven Eigenheiten bei einer solchen Schubkastenführung über diese Rolle hinüber,
die Ladenschiene läuft ungebremst weiter und fällt anschließend zu Boden, falls ihrer Be
wegung nicht auf andere Weise Einhalt geboten werden sollte. Schubkasten und Schubka
steninhalt können dadurch beschädigt werden. Verletzungsgefahren für die bedienenden
Personen bestehen darüber hinaus. Um dieser Schwierigkeit zu begegnen, wurde am unte
ren Flansch der Mittelschiene der oben genannten Schubkastenführung (AT-PS 372 829)
der Anschlag so ausgebildet, daß er seitlich ausschwenkbar ist. Zu diesem Zweck wurde
der Anschlag um eine zur Ebene des Flansches vertikal stehende Achse schwenkbar gela
gert. Für diese schwenkbare Lagerung, die die Anordnung einer Schwenkachse vorsieht,
ist ein nicht unerheblicher Montageaufwand erforderlich. Damit der Anschlag ferner seit
lich ausgeschwenkt werden kann, muß der an den ihn tragenden Flansch anschließende
Vertikalsteg ausgeschnitten werden, und zwar in einem Ausmaß, das den freien und unge
hinderten Durchtritt des Anschlages ermöglicht, wodurch der einen erheblichen Teil der
Belastung aufnehmende Steg geschwächt wird.
Um dem oben aufgezeigten Problem zu begegnen, wurde auch schon vorgesehen (AT-PS
386 734), im Stirnbereich der Mittelschiene einen Riegel anzuordnen. Dieser Riegel ver
jüngt den Spalt, der von der Unterseite des mittleren horizontalen Flansches der Mittel
schiene und der Oberseite des oberen horizontalen Flansches der Ladenschiene begrenzt
ist. Auf diese Weise wird vermieden, daß die Ladenschiene bei der Betätigung der Füh
rung von der Stützrolle der Mittelschiene abgehoben wird, wenn der den Auszugweg der
Ladenschiene begrenzende Anschlag an dieser Rolle anläuft, so daß dieser Anschlag die
Stützrolle nicht mehr überfahren kann. Dieser hier vorgesehene, aufsteckbare Riegel bildet
einen eigenen Bauteil, der nach dem Einhängen der Ladenschiene an der Mittelschiene an
dieser festgelegt werden muß. Darüberhinaus kann die Ladenschiene bzw. der Schubkasten
erst dann wieder ausgehängt und aus der Führung herausgenommen werden, wenn dieser
Riegel entfernt wird. Dieser Teil kann allzu leicht verlorengehen. Jeder eigene Teil, der
auf Lager gehalten werden muß, sei es beim Hersteller oder beim Händler, stellt einen zu
sätzlichen Aufwand dar.
In einer weiteren Entwicklung (AT-PS 393 781 - US-PS 4 938 609) wurde daher vorge
schlagen, oberhalb des Anschlages in einem Schlitz des horizontalen Flansches der Laden
schiene einen Schieber vorzusehen, der das Abheben der Ladenschiene von der Tragrolle
verhindert, da auch dieser Schieber den Spalt verjüngt, der von der Unterseite des mittle
ren horizontalen Flansches der Mittelschiene und der Oberseite des oberen horizontalen
Flansches der Ladenschiene begrenzt ist. Randstege des Schlitzes ragen in seitliche Nuten
des Schiebers, der so am horizontalen Flansch in Achsrichtung der Schiene verschiebbar
ist. Dieser Schieber erfüllt zwar die ihm zugedachte Funktion, er ist jedoch zum Teil
schwer, zum Teil überhaupt nicht zugänglich, letzteres vor allem bei Büromöbeln, bei
welchen die Schubkastenführungen durch seitliche Schürzen überdeckt sind.
Ausgehend von diesem Stand der Technik, insbesondere von der aus der AT-PS 372 829
vorbekannten Schubkastenführung, zielt die Erfindung nun darauf ab, eine Lösung vorzu
schlagen, bei der zur Anschlagbegrenzung ein hinreichend großer Anschlag vorgesehen
werden kann, bei dessen Verwendung keine Gefahr mehr besteht, daß er von der Rolle der
Ladenschiene überfahren wird, und zwar auch dann nicht, wenn die Ladenschiene bzw. der
daran festgelegte Schubkasten besonders schwungvoll ausgezogen werden sollte und der
vor allem einfach montierbar ist und für welchen der vertikale Steg der Schiene nicht
durch eine Aussparung geschwächt werden muß. Zur Lösung dieses Problems schlägt die
Erfindung vor, daß der Anschlag gegenüber der Ebene des Flansches absenkbar gelagert
ist und durch eine im Flansch vorgesehene Aussparung ragt und an einem aus elastisch
verformbarem Material gefertigten, sich in Längsrichtung der Schienen erstreckenden
Holm festgelegt ist, der mit seinem einen Ende am Flansch angeordnet ist.
Ist nach einem weiteren Merkmal der Erfindung vorgesehen, daß die dem vorderen Ab
schnitt der Mittelschiene zugewandte Seite des Anschlages als keilartige Auflauffläche
ausgebildet ist und die mit der Rolle als Anschlagfläche zusammenwirkende Seite des An
schlages korrespondierend zur Umfangskontur dieser Rolle ausgebildet ist, so wird beim
Einsetzen der Ladenschiene von der gegen die keilartige Auflauffläche anfahrenden Lauf
rolle der Anschlag selbsttätig nach unten gedrückt und kann von der Laufrolle somit über
fahren werden, ohne daß es dazu eines manuellen Eingriffes bedarf. Andererseits verhin
dert die Ausbildung der als Anschlagfläche dienenden Seite des Anschlages, daß er von
der Laufrolle weggedrückt werden kann. Um letztere Funktion sicherzustellen, entspricht
die Höhe des Anschlages annähernd dem Radius der Rolle.
Soll der Anschlag hinsichtlich seiner Lage mechanisch gesichert werden, so ist es zweck
mäßig, daß der Anschlag eine hakenartige, den Rand der von ihm durchsetzten Aussparung
hintergreifende Form aufweist und der den Anschlag tragende Holm in Längsrichtung der
Schiene verschiebbar gelagert ist. Durch die Verschiebung des Anschlages bzw. des Hol
mes und die dadurch erreichte formschlüssige Festlegung am Flansch ist verhindert, daß
der Anschlag ausweichen kann.
Besonders einfach läßt sich der Anschlag dann montieren, wenn der Holm an seinem dem
Anschlag abgewandten Ende einen pilzartigen, nach oben gerichteten Ansatz trägt, der in
eine schlitzartige Ausnehmung des unteren Flansches der Mittelschiene ragt, dessen axiale
Länge zumindest dem Verschiebeweg des Anschlages entspricht. Der Ansatz wird dann in
die schlitzartige Ausnehmung gedrückt, wobei seine pilzartige Form ihn in der Folge fest
hält. Dieser Montagevorgang kann ohne besonderen Kraftaufwand sogar manuell durchge
führt werden.
Ist die schlitzartige Aussparung zur Aufnahme des pilzartigen Ansatzes im Mittelteil zur
Bildung einer Raste verjüngt, so sind dadurch die beiden Endlagen des Verschiebeweges
definiert und darüberhinaus ist der Holm in seinen beiden Endlagen formschlüssig gehal
ten.
Damit der Ansatz mit seinem den Flansch nach oben überragenden Teil den von der Lauf
rolle der Ladenschiene beim Ein- und Ausfahren der Lade überrollten Weg nicht blockiert,
ist des weiteren vorgesehen, daß die schlitzartige Ausnehmung in Einschubrichtung gese
hen vor der Aussparung für den Anschlag liegt.
Sind der Anschlag, der pilzartige Ansatz und der Holm einstückig aus einem elastisch ver
formbaren Material gefertigt, so kann dieses Material die beim Absenken des Anschlages
auftretenden Verformungen ohne weiteres aufnehmen.
Da der pilzartige Ansatz den als Laufbahn dienenden Flansch etwas nach oben überragt, ist
es zweckmäßig, daß oberhalb der schlitzartigen Ausnehmung im horizontalen, mittleren
Flansch der Mittelschiene eine Aussparung zur teilweisen und vorübergehenden Aufnahme
der am rückseitigen Ende der Ladenschiene angeordneten Rolle vorgesehen ist, wenn diese
den pilzartigen Ansatz überfährt.
Um die Erfindung zu veranschaulichen, wird sie anhand von zwei Ausführungsbeispielen
näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 die Seitensicht einer Mittelschiene eines dreiteiligen Schubkastenauszuges, dessen
Ansicht Fig. 2 darstellt; Fig. 3 eine Seitensicht des Schubkastenauszuges nach Fig. 2, wo
bei die Ladenschiene gegenüber der Mittelschiene bis zum Anschlag vorgezogen ist; die
Fig. 4 und 5 sind Darstellungen, die im wesentlichen jener nach Fig. 3 entsprechen, die je
doch das Einsetzen der Ladenschiene in die Mittelschiene veranschaulichen; die Fig. 6, 7,
8 und 9 zeigen den Anschlag in einem gegenüber den anderen Figuren vergrößerten Maß
stab, und zwar von der Seite (Fig. 6), im Schnitt nach der Linie VII-VII (Fig. 7) und im
Schnitt nach der Linie VIII-VIII (Fig. 8) und in Draufsicht (Fig. 9); Fig. 10 ist ein Detail-
Schnitt nach der Linie X-X in Fig. 1 und Fig. 11 ist ein Detail schnitt zu einer zweiten
Ausführungsform der Erfindung.
Fig. 1 zeigt in Seitensicht den vorderen Abschnitt der Mittelschiene 1, einer drei Schienen
umfassenden Schubkastenführung, wobei die Korpusschiene 2 einen im wesentlichen C-
förmigen Querschnitt aufweist und die Ladenschiene 3 zur Aufnahme des ausziehbaren
Schubkastens dient. Die im Querschnitt S-förmige Mittelschiene 1 besitzt einen oberen
horizontalen Flansch 4, einen mittleren horizontalen Flansch 5 und einen unteren horizon
talen Flansch 6. Im vorderen Teil der Mittelschiene 1 ist am unteren vertikalen Steg 25
derselben eine frei drehbare Stützrolle 7 vorgesehen, auf der der horizontale Flansch 8 der
Ladenschiene 3 aufliegt. Oberhalb dieser Stützrolle 7 ist eine Aussparung 9 vorgesehen,
die hier umfangsgeschlossen ausgebildet ist. Es gibt auch Schubkastenführungen dieser
Art, bei denen diese Aussparung 9 der Mittelschiene 1 nach vorne hin offen ist. Die hori
zontalen Flansche 4, 5 und 6 der Mittelschiene 1 dienen als Laufbahnen für die Lauf- bzw.
Stützrollen 15 und 24.
Wie aus Fig. 1 erkennbar und in Fig. 10 in Draufsicht dargestellt, sind im horizontalen
unteren Flansch 6, und zwar im Bereich hinter der Stützrolle 7 eine Aussparung 10 von im
wesentlichen rechteckiger Form sowie eine schlitzartige Ausnehmung 12 vorgesehen,
letztere ist in ihrem Mittelteil zur Bildung einer Raste 13 verjüngt.
In den Darstellungen nach den Fig. 3, 4 und 5 ist der jeweilige hintere Teil der Laden
schiene 3 abgerissen und der abgerissene Teil ist durch eine strichpunktierte Linie 14 dar
gestellt, damit die erfindungswesentlichen Merkmale klar und übersichtlich veranschau
licht werden können. An diesem rückseitigen Teil der Ladenschiene 3 ist die eine Lauf
rolle 15 angeordnet, die bei der Betätigung der Schubkastenführung an den horizontalen
Flanschen 5 bzw. 6 der Mittelschiene 1 abrollt. Der Anschlag 16, der mit der Laufrolle 15
der Ladenschiene 3 zusammenwirkt und der den Auszugweg der Ladenschiene 3 gegen
über der Mittelschiene 1 begrenzt, zeigt in Seitensicht eine hakenartige Form (Fig. 6). Die
ser Anschlag 16 ist Teil eines Holmes 17, der an seinem einen Ende einen pilzartigen An
satz 18 trägt. An der Unterseite des Holmes 17 ist eine kleine Griffleiste 19 angeformt.
Alle letzterwähnten Teile 16 bis 19 sind einstückig aus einem elastisch verformbaren Ma
terial hergestellt.
Die Anordnung dieses einstückigen, aus elastischem Material hergestellten Bauteiles an
der Mittelschiene 1 zeigt Fig. 3. Der pilzartige Ansatz 18 ist von der schlitzartigen Aus
nehmung 12 aufgenommen und liegt in jenem Abschnitt dieser Ausnehmung 12, der der
Stützrolle 7 benachbart ist. Der Holm 17 liegt an der Unterseite des horizontalen Flansches
6 der Mittelschiene 1 an und der hakenartig gestaltete Anschlag 16 hintergreift den einen
Rand der Aussparung 10, durch den dieser Anschlag 16 ragt. Wie aus dieser Darstellung
nach Fig. 3 ersichtlich, ist der Anschlag 16 relativ groß bemessen, so daß selbst bei einem
schwungvollen Vorziehen der Lade oder des Schubkastens dieser Anschlag 16 von der
Laufrolle 15 nicht überfahren werden kann. Oberhalb der schlitzartigen Ausnehmung 12
ist im mittleren horizontalen Flansch 5 der Mittelschiene 1 eine weitere Aussparung 11
vorgesehen.
Fig. 3 zeigt die Lage des Anschlages 16 in der Aussparung 10 beim normalen betriebsmä
ßigen Einsatz der Schubkastenführung. Bei der Montage des Schubkastens bzw. der vor
stehend beschriebenen Schubkastenführung wird zuerst die Korpusschiene 2 an der Möbel
innenseite festgelegt, dann wird die Mittelschiene 1 eingefügt und nun muß von vorne der
Schubkasten mit der Ladenschiene 3 eingesetzt werden. Diesen Vorgang veranschaulichen
die Fig. 4 und 5, wobei hier gezeigt ist, daß die Laufrolle 15 der Ladenschiene 3 bereits
hinter der Stützrolle 7 der Mittelschiene 1 liegt. Bei diesem Montagevorgang wird der An
schlag 16 mittels der Griffleiste 19 nach hinten (Pfeil 20) geschoben, so daß er die aus Fig.
4 ersichtliche Lage einnimmt, in der der hakenartig geformte Anschlag 16 den Rand der
ihn aufnehmenden Aussparung 10 nicht mehr hintergreift. Die einlaufende Rolle 15 über
fährt vorerst den nach innen vorstehenden Teil des pilzartigen Ansatzes 18, wobei sie dank
der Aussparung 11 etwas nach oben ausweichen kann und dann stößt sie in der Folge an
den zurückgeschobenen Anschlag 16 an, der nun aufgrund seiner Elastizität nach unten
weggedrückt wird (Fig. 5). Sobald der nach unten ausgewichene Anschlag 16 von der nach
hinten (Pfeil 21) fahrenden Rolle 15 freigegeben ist, schwenkt er wieder nach oben, wo
nach mittels der Griffleiste 19 der Anschlag 16 gegen die Stützrolle 7 vorgezogen wird, bis
er seine aus Fig. 3 ersichtliche Lage wieder einnimmt und dabei den Rand der ihn aufneh
menden Aussparung 10 formschlüssig übergreift, so daß er in der Folge für die Laufrolle
15 der Ladenschiene 3 ein unüberwindbares Hindernis darstellt.
Soll die Lade aus der Führung genommen werden, so wird in umgekehrter Weise verfah
ren. Der Anschlag 16 wird nach hinten und nach unten geschoben und dann kann die Lade
ausgefahren werden.
Eine vereinfachte Ausführungsform der Erfindung veranschaulicht Fig. 11. Diese Darstel
lung entspricht im wesentlichen jener nach Fig. 3. Hier ist der Anschlag 16 nicht horizon
tal verschiebbare gelagert, sondern nur gegenüber dem horizontalen Flansch 6 der Mittel
schiene 1 absenkbar. Der Anschlag 16 ist sehr hoch bemessen und die mit der Laufrolle 15
zusammenwirkende, als Anschlag dienende Seite ist der Umfangskontur der Laufrolle an
gepaßt und die Höhe dieser Seite entspricht zumindest dem halben Durchmesser der Lauf
rolle, so daß die an diese Seite 22 betriebsmäßig anstoßende Laufrolle 15 den Anschlag 16
nicht nach unten wegdrücken kann. Die Seite 23 hingegen, die der Stützrolle 7 und der
Einlaufseite zugewandt ist, ist als keilförmige Auflaufschräge ausgebildet, an der die Lauf
rolle 15 an- und auflaufen kann, wobei dann der Anschlag 16 nach unten durch die Aus
sparung 10 gedrückt wird und so den Weg der Laufrolle 15 freigibt. Dank des elastischen
Materials, aus dem der Anschlag 16 und der Holm 17 gefertigt sind, schwenkt der An
schlag 16, sobald er von der Laufrolle 15 überfahren ist, wieder in die gezeigte Stellung
zurück. Anstelle einer ausgeprägten Griffleiste 19, wie hier im Zusammenhang mit den
Ausführungsbeispielen gezeigt, kann die Unterseite dieses Holmes auch geriffelt ausgebil
det werden.
Durch die Anordnung des Anschlages 16 am unteren horizontalen Flansch 6 der Mittel
schiene 1 ist dieser Anschlag stets und immer zugänglich, selbst dann, wenn, wie bei Bü
romöbeln üblich, die Schubkastenführung durch eine seitliche Blende zur Gänze überdeckt
ist.
Bezugszeichenliste
1 Mittelschiene
2 Korpusschiene
3 Ladenschiene
4 horizontaler Flansch
5 horizontaler Flansch
6 horizontaler Flansch
7 Stützrolle
8 horizontaler Flansch
9 Aussparung
10 Aussparung
11 Aussparung
12 schlitzartige Ausnehmung
13 Raste
14 strichpunktierte Linie
15 Laufrolle
16 Anschlag
17 Holm
18 pilzartiger Ansatz
19 Griffleiste
20 Pfeil
21 Pfeil
22 Seite
23 Seite
24 Stützrolle
25 Vertikalsteg
2 Korpusschiene
3 Ladenschiene
4 horizontaler Flansch
5 horizontaler Flansch
6 horizontaler Flansch
7 Stützrolle
8 horizontaler Flansch
9 Aussparung
10 Aussparung
11 Aussparung
12 schlitzartige Ausnehmung
13 Raste
14 strichpunktierte Linie
15 Laufrolle
16 Anschlag
17 Holm
18 pilzartiger Ansatz
19 Griffleiste
20 Pfeil
21 Pfeil
22 Seite
23 Seite
24 Stützrolle
25 Vertikalsteg
Claims (9)
1. Schubkastenführung für ausziehbare Möbelteile, die auf jeder Seite des ausziehbaren
Möbelteiles eine an der Innenseite eines Möbels festlegbare Korpusschiene (2) von im
wesentlichen C-förmigem Querschnitt und eine zweite, den ausziehbaren Möbelteil
tragende Ladenschiene (3), sowie eine zwischen diesen beiden Schienen angeordnete
Mittelschiene (1) mit im wesentlichen S-förmigem Querschnitt mit drei übereinander
liegenden horizontalen, als Laufbahnen für die Rollen dienenden Flanschen (4, 5, 6)
aufweist, wobei an den Schienen frei drehbare Rollen (7, 15, 24) angeordnet sind, und
eine solche Rolle (7) am in Auszugrichtung vorderen Ende der Mittelschiene (1), und
zwar an deren unterem Vertikalsteg (25) angeordnet ist, und oberhalb dieser Rolle (7)
eine Ausnehmung (9) am vorderen Ende der Mittelschiene (1) ausgespart ist und zu
mindest zwischen der Ladenschiene (3) und der Mittelschiene (1) ein den Auszugweg
zwischen diesen beiden Schienen begrenzender Anschlag (16) vorgesehen ist, wobei
der Anschlag (16) für die am hinteren Ende der Ladenschiene (3) vorgesehene Rolle
(15) am unteren, als Laufbahn dienenden Flansch (6) der Mittelschiene (1) angeordnet
ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlag (16) gegenüber der Ebene des Flan
sches (6) absenkbar gelagert ist und durch eine im Flansch (6) vorgesehene Ausspa
rung (10) ragt und an einem aus elastisch verformbarem Material gefertigten, sich in
Längsrichtung der Schienen (1, 2, 3;) erstreckenden Holm (17) festgelegt ist, der mit
seinem einen Ende am Flansch (6) angeordnet ist.
2. Schubkastenführung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die dem vorderen
Abschnitt der Mittelschiene (1) zugewandte Seite (23) des Anschlages (16) als keilar
tige Auflauffläche ausgebildet ist und die mit der Rolle (15) als Anschlagfläche zu
sammenwirkende Seite (22) des Anschlages (16) korrespondierend zur Umfangskon
tur dieser Rolle (15) ausgebildet ist (Fig. 11).
3. Schubkastenführung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Höhe des An
schlages (16) annähernd dem Radius der Rolle (15) entspricht (Fig. 11).
4. Schubkastenführung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlag
(16) eine hakenartige, den Rand der von ihm durchsetzten Aussparung (10) hintergrei
fende Form aufweist und der den Anschlag (16) tragende Holm (17) in Längsrichtung
der Schiene verschiebbar gelagert ist.
5. Schubkastenführung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Holm (17) an
seinem dem Anschlag (16) abgewandten Ende einen pilzartigen, nach oben gerichte
ten Ansatz (18) trägt, der in eine schlitzartige Ausnehmung (12) des unteren Flansches
(6) der Mittelschiene (1) ragt, deren achsiale Länge zumindest dem Verschiebeweg
des Anschlages (16) entspricht.
6. Schubkastenführung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die schlitzartige
Ausnehmung (12) zur Aufnahme des pilzartigen Ansatzes (18) im Mittelteil zur Bil
dung einer Raste (13) verjüngt ist.
7. Schubkastenführung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
die schlitzartige Ausnehmung (12) in Einschubrichtung gesehen vor der Aussparung
(10) für den Anschlag (16) liegt.
8. Schubkastenführung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß
Anschlag (16), pilzartiger Ansatz (18) und Holm (17) einstückig aus einem elastisch
verformbaren Material gefertigt sind.
9. Schubkastenführung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb der
schlitzartigen Ausnehmung (12) im horizontalen, mittleren Flansch (5) der Mittel
schiene (1) eine Aussparung (11) zur teilweisen und vorübergehenden Aufnahme der
am rückseitigen Ende der Ladenschiene (31 angeordneten Rolle (15) vorgesehen ist,
wenn diese den pilzartigen Ansatz (18) überfährt.
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