DE1936747C3 - 1,2-Diphenyl-4-n-butyl-4-hydroxymethyl-S.S-dioxopyrazolidin-halbsuccinat - Google Patents

1,2-Diphenyl-4-n-butyl-4-hydroxymethyl-S.S-dioxopyrazolidin-halbsuccinat

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DE1936747C3
DE1936747C3 DE1936747A DE1936747A DE1936747C3 DE 1936747 C3 DE1936747 C3 DE 1936747C3 DE 1936747 A DE1936747 A DE 1936747A DE 1936747 A DE1936747 A DE 1936747A DE 1936747 C3 DE1936747 C3 DE 1936747C3
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D231/00Heterocyclic compounds containing 1,2-diazole or hydrogenated 1,2-diazole rings
    • C07D231/02Heterocyclic compounds containing 1,2-diazole or hydrogenated 1,2-diazole rings not condensed with other rings
    • C07D231/10Heterocyclic compounds containing 1,2-diazole or hydrogenated 1,2-diazole rings not condensed with other rings having two or three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D231/14Heterocyclic compounds containing 1,2-diazole or hydrogenated 1,2-diazole rings not condensed with other rings having two or three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals, directly attached to ring carbon atoms
    • C07D231/28Two oxygen or sulfur atoms
    • C07D231/30Two oxygen or sulfur atoms attached in positions 3 and 5
    • C07D231/32Oxygen atoms
    • C07D231/36Oxygen atoms with hydrocarbon radicals, substituted by hetero atoms, attached in position 4

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)
  • Steroid Compounds (AREA)

Description

CH2 — CH2 — CH2 — CH3
/ \
>— N — C CH2 — O — CO · — (CH2J2 — COOH
2. Pharmazeutisches Präparat, dadurch gekennzeichnet, daß es als einzigen Wirkstoff die Verbindung nach Anspruch 1 mit üblichen pharmazeutisch verträglichen Verdünnungs- oder Trägermaterialien enthält
Die Erfindung betrifft die neue^Verbindung l^-Diphenyl-^n-butyM-hydroxymethyl^S-dioxopyrazoIidinhalbsuccinat der folgenden Forme)
\
O
Die Erfindung betrifft ferner ein pharmazeutisches Präparat, das als einzigen Wirkstoff die vorstehend angegebene neue Verbindung mit üblichen pharmazeutisch verträglichen Verdünnungs- oder Trägermaterialien enthält.
Die neue Verbindung der vorstehend angegebenen Formel besitzt eine ausgezeichnete therapeutische Wirksamkeit, d. h., sie weist eine große therapeutische Aktivität auf bei gleichzeitig sehr geringer Toxizitäl. Sie eignet sich für die Behandlung von solchen Krankheiten, die von Entzündungssymptomen begleitet sind, insbesondere allen Arten von Rheumatismus.
Geeignete Präparate für die orale Verabreichung sind beispielsweise Kapseln, Dragees und Tabletten, die den Wirkstoff in einer Dosis von etwa 150 bis 300 mg enthalten.
Geeignete Präparate für die rektale Verabreichung sind beispielsweise Suppositorien, die den Wirkstoff in einer Dosis von 250 bis 500 mg enthalten.
Geeignete Präparate für die parenterale Verabreichung sind beispielsweise injizierbare Lösungen, dir den Wirkstoff in einer Dosis von 250 bis 500 mg enthalten.
Die erfindungsgemäße Verbindung hat die Besonderheit, daß die freie Carbonsäuregruppe durch eine Base neutralisiert werden kann, so daß sie in der Lage ist, Lösungen zu bilden, deren pH-Wert in der Nähe des Neutralpunktes liegt.
Die Herstellung der erfindungsgemäßen Verbindung kann auf an sich bekannte Weise erfolgen, indem man beispielsweise das l,2-Diphenyl-3,5-dioxopyrazolidin mit Formaldehyd in der 4-StelIung monosubstituiert und das dabei erhaltene hydroxylierte Zwischen^ produkt mit Bernsteinsäureanhydrid oder Bernstein-
^-N-C CH2-CH2-CH2-CH3
/ \
N-C CH2-O-CO-(CH2I2-COOH
säuiechlorid in Gegenwart von Pyridin verestert Die Zugabe des Bernstemsäurechlorids oder -anhydride kann unmittelbar zu der in Pyridin gelösten hydroxymethylierten Verbindung erfolgen, und zwar unter starkem Rühren und Kühlen in einem geeigneten Bad, das beispielsweise durch Eis/Kochsalz auf einer Temperatur von O0C oder darunter gehalten wird. Die Zugabe erfolgt in einer inerten Atmosphäre oder gegebenenfalls in Gegenwart eines Stickstoffstromes. Nach der Zugabe des Bernsteinsäurechlorids oder -anhydrids unter den angegebenen Bedingungen läßt man die Reaktionsmischung 48 Stunden lang stehen. Anschließend wird in üblicher Weise filtriert, das dabei erhaltene Produkt wird umkristallisiert und getrocknet.
Die Herstellung der erfindungsgemäßen Verbindung, die nachfolgend der Einfachheit halber mit »AE-I7« bezeichnet wird, wird in dem folgenden Beispiel näher erläutert.
Beispiel
a) Herstellung von l,2-Diphenyl-4-n-butyl-4-hydroxymethyl-3,5-dioxopyrazolidin
308g (1 Mol) l^-Diphenyl^n-butyl^hydroxymethyl-3,5-dioxopyrazolidin wurden in einem Gemisch aus 900 ml absolutem Alkohol und 100 ml einer wäßrigen 40%igen Formaldehyd-Lösung 2 Stunden lang unter Rückfluß erhitzt. Man ließ abkühlen und über Nacht im Eisschrank stehen. Es wurden Kristalle erhalten, die abfiltriert, mit Alkohol gewaschen und getrocknet wurden. Man erhielt so 305 g des gewünschten Produktes mit einem Schmelzpunkt von 146 bis 147° C. Dies entspricht einer Ausbeute von 90%.
b) Herstellung des Halb-Succinates von
l^-DiphenyM-n-butyl-e-hydioxymethyl-
3,5-diaxopyrazolidin
In einen 2-1-Dreihalskolben, der mit einem mechanischen Rührer and einem Einleitungsrohr, durch das Stickstoff eingeleitet wurde, ausgestattet war, wurden 338 g (1 Mol) des in Stufe a) hergestellten hydroxymethylierten Derivats von Phenylbutazon gegeben. Dieses wurde in einer Mischung aus 200 ml Pyridin und 600 ml Dimethylformamid gelöst Nach dem die Lösung mit einem Eis/Kochsalz-Bad auf 0° C oder darunter abgekühlt worden war, wurden innerhalb eines Zeitraumes von 30 Minuten in kleinen Portionen unter Rühren 100 g (1 MoI) Bernsteinsäureanhydrid zugegeben. Dieses war fein pulverisiert und vor der Zugabe mit einem Stickstoffstrom durchblasen wordea
Nachdem das gesamte Bernsteinsäureanhydrid zu gegeben worden war, wurde noch 2 Stunden gerührt, bis sich das ganze Produkt aufgelöst hatte. Dann ließ man 48 Stunden lang bei Zimmertemperatur stehen. Anschließend wurde in Eiswasser gegossen, das mit Salzsäure (1:1) angesäuert worden war. Man ließ 24 Stunden lang stehen. Anschließend wurde nitriert und mehrere Male mit Wasser und anschließend einmal mit kaltem Alkohol gewaschen. Nach zweimaliger Umkristallisation aus Alkohol erhielt man 300 g des gewünschten weißen kristallinen Produktes mit einem Schmelzpunkt von 126 bis 127° C.
Pharmakologische Eigenschaften der
erfindungsgemäßen Verbindung (AE-17)
Toxizität
a) Akute Toxizität bei Mäusen
Diese Toxizität wurde bei Mäusen nach oraler Verabreichung bestimmt.
Resultat
Kontrollgruppe. Die Dosis wurde tägjicfc auf oralem Wege vecabjre^«, !ede Weehe wurdemm Ulßgung durchgeführt, und für jede Gruppe wurde eine Mittelwertkurve aufgetragen. ' ''*
Die Sterblichkeiten der mit AE-17 und mit Phenylbutazon behandelten Tiere ist nachfolgend zusammengestellt:
Resultat
Produkt
AE-17
Phenylbutazon
Dosis Sterblich
(mg/kg)
7% 0/10
9% 0/10
1991 3/10
2489 5/10
2987 7/10
1000 5/10
DL5,
lo Produkt Dosis
(mg/kg)
Sterol*
J Wochen
AVeit
6 Wochen
AE-17
15
498
249
99
2/10
0/10
0/10
4/10
1/10
0/10
Phenyl
butazon
231
100
4/10
0/10
6/10
1/10
2o Kontrolle 0/10 0/10
Aus diesen Versuchen zur Bestimmung der halbchronischen Toxizität kann entnommen werden, daß die durch AE-17 verursachte Sterblichkeit 2,49 mal geringer ist als die durch Phenylbutazon verursachte Sterblichkeit.
d) Teratogonie
1. Trächtige Mäuse Es wurden 20 Mäuse mit einem Gewicht von 20 bis 22 g ausgewählt. Sie wurden beobachtet, bis ihr Gewicht 24 bis 26 g (nach 1 bis 2 Wochen) betrug. Dann wurden sie gekreuzt, und es wurde mit der Verabreichung des Produktes begonnen. Die Verabreichung auf oralem Wege wurde bis zur Beendigung der Schwangerschaft mit einer Dosis von 99 mg/kg fortgesetzt.
Resultat
± 2489 mg/kg
± 1000 mg/kg
Das Verhältnis zwischen den DL50-Werten beträgt 2489/1000 = 2,49. Dies bedeutet, daß die Toxizität der neuen Verbindung AE-17 2,49 mal geringer ist als diejenige von Phenylbutazon.
b) Akute Toxizität bei Ratten
Wegen der geringen Toxizitäl des Produktes AE-17 konnte ein DL50-Wert an Ratten nicht bestimmt werden.
Maus
Maus
Maus
Maus
Maus
Maus
Maus
Maus
Maus
Maus
Nr. 1
Nr. 2
Nr. 3
Nr. 4
Nr. 5
Nr. 6
Nr. 7
Nr. 8
Nr. 9
Nr. 10
8 normale
11 normale
6 normale
7 normale
3 normale
11 normale
6 normale
8 normale
11 normale
6 normale
Mäuschen
Mäuschen
Mäuschen
Mäuschen
Mäuschen
Mäuschen
Mäuschen
Foeten
j'oeten
hoeten
Mittelwert pro Wurf: 7.7
Mittelwert der Kontrollmäuse: 7.5.
Drei trächtige Weibchen wurden 2 bis 3 Tage vor
der Beendigung der Schwangerschaft geopfert. Es
wurden keine morphologischen Änderungen an den
oeten und keine Rückbildungen festgestellt (Mäuse
Nr. 8. 9 und 10).
2 Trächtige Kaninchen
Vom Beginn der zweiten Woche der Schwangerschaft an wurden den trächtigen Kaninchen 99 mg/kg AE-17 auf oralem Wege verabreicht.
c) Halbchronische Toxizilät
Diese Toxizität wurde an Gruppen von jeweils 10 Ratten bestimmt, denen jeweils verschiedene Dosen von AE-17 und Phenylbutazon verabreicht wurden. Eine Gruppe wurde nicht behandelt und diente als Resultat
Kaninchen Nr. 1 = 7 normal aktive Kaninchen Kaninchen Nr. 2 = 5 normal aktive Kaninchen Kaninchen Nr. 3 = 7 normale Foeten
geaaniiie Kaninchen.-wurde 2Tage $9r äfer'Beendigung-der Schwangerschaft geopfert
f Mittelwert: 63 Kinmehen pro Wur£
Mittelwert der Kontrolltiere: 6 Kaninchen pro WuA
fassung
Zwischen den Mäuschen un& Kaninchen, die von mit dem Produkt behandelten Weibchen geworfen worden, und den nicht behandelten Tieren (Kontrolle) konnte kein Unterschied in den morphologischer» Eigenschaften und in der Zahl der geworfenen Tiere festgestellt werden.
Experimentelle Aktivität
I. Antiphlogistische Aktivität
Die antiphlogistische Aktivität des neuen Produktes AE-17 wurde durch Messung der Veränderung der Größe der Pfote einer Ratte bestimmt, die lokal mit verschiedenen Entzündungen hervorrufenden Präparaten behandelt worden war. Die Messung erfolgte mittels des Pletismograph von HiIlebrecht vor und nach der Verabreichung des untersuchten Produktes.
Material und Methoden
Es werden Albino-Ratten mit einem Gewicht zwischen 100 und 150 g verwendet. Auf einer der Hinterpfoten der Ratte wurde eine Entzündungsreaktion experimentell hervorgerufen, und zwar durch eine subplantare Injektion von verschiedenen Entzündungen hervorrufenden Präparaten.
In verschiedenen Versuchen, die an einer wec&seln-. den Anzahl vonTlerfin vorgenommen wurden, worden die einen mit $Ε«-ί7 aod die anderen mit Phenylbutazon behandelt, das als typisches Antiphlogisticum betrachtet and als Vergleichssubstanz verwendet wird Die Versuche wurden gleichzeitig durchgeführt. B-ä jedem dieser Versuche wurde eine Gruppe von Tieren als Kontrollgruppe nicht mit einem Antiphlogisticum behandelt
Die Verhinderung der experimentellen Entzündung, die die antiphlogistische Aktivität des Präparates wiedergibt, drückt sich in Prozent des Weites aus, der bei der Kontrollgruppe erhalten wird. Sowohl das AE-17 als auch das Phenylbutazon werden auf oralem Weg (Sonde) verabreicht.
a) Entzündungsbildendes Mittel
*o 15%ige Eiweißlösung
Es werden 0,1 ml 15%ige Eiweiülösung subplantar verabreicht.
Die Medikamente AE-17 und Phenylbutazon (letzteres dient als Vergleichssubstanz) werden jeweils den einzelnen Gruppen von Ratten auf oralem Wege (Sonde) 2 Stunden vor der subplantaren Injektion der entzündungsbildenden Lösung von Eiweiß verabreicht. Die Messung der Größen der Pfoten der Ratten wird 30, 90 und 150 Minuten nach der entzündungsbildenden Injektion durchgeführt.
Es werden folgende Dosen an Phenylbutazon und AE-17 angewandt: Die Dosen betragen bei Phenylbutazon 46 bzw. 92 und bei AE-17 66 bzw. 132 mg/kg (orale Verabreichung).
Zeit
30 Minuten
60 Minuten
150 Minuten
Resultat
66 mg/kg Dosen 132 mg/kg
18% (2) 42% (2)
AE-17 26% (2) 51% (2)
32% (2) 55% (2)
Phenylbutazon
46 mg/kg
21% (2)
23% (2)
26% (2)
92 mg/kg
41% (2)
48% (2)
51% (2)
Die in Klammern angegebenen Ziffern bezeichnen die Anzahl von Versuchen, die mit jedem Produkt und jeder Dosis durchgeführt wurden.
b) Entzündungsbildendes Mittel
0,05 ml einer 10%igen Suspension von Kaolin
Die Medikamente werden 1 Stunde vor der Hervorrufung der experimentellen Entzündung verabreicht. Die Messung der Größe der Pfoten bei dieser Art des entzündungsbildenden Mittels wird 5, 24 und 48 Stunden nach der subplantaren Injektion durchgeführt.
Resultat
55
Zeit AE-17
66 mg/kg
Phenylbutazon
46 mg/kg
5 Stunden
24 Stunden
48 Stunden
55% (2)
53% (2)
42% (2)
57% (2)
55% (2)
42% (2)
Die in Klammern genannten Zahlen bezeichnen die Anzahl der durchgeführten Experimente.
c) Entzündungsbildendes Mittel
0,1 ml einer l%igen Lösung Carraghenin
Die Medikamente werden 1 Stunde vor der entzündungsbildenden Injektion verabreicht. Die Messungen werden 3,5 und 24 Stunden nach der entzündungsbildenden Injektion durchgeführt.
Resultat
AE-17 66 mg/kg 33 mg/kg Dosen 46 mg/kg Phenylbutazon 23 mg/kg
Zeit 93% (2) 80% (2) 98% (2) .71% (2)
73% (2) 73% (2) 86% (2) 64% (2)
3 Stunden 92% (2) 85% (2) 92% (2) 87% (2)
5 Stunden
24 Stunden
II. Antipyretische Aktivität
Diese Aktivität wurde an männlichen Ratten mit einem Gewicht von 100 bis 250 g durchgeführt. Den Tieren wird in einer Dosis von 1 ml/100 g eine fiebertreibende Lösung (entwässerte Bierhefe, 15%; Gummiarabikum 2%; Natriumchlorid 0,9%) injiziert. Nach 15 Stunden wird die Temperatur rektal gemessen, und zwar in Abständen von 1 Stunde. Nach 3 Stunden wird den Tieren das Medikament auf oralem Wege (Sonde) verabreicht. Nach der Verabreichung des Medikaments wird die Temperatur wiederum nach 1, 2 und 3 Stunden gemessen. Als Vergleichssubstanz wird Aspirin (Dosis 500Mikromol) verwendet. Die Dosen von AE-17 und Phenylbutazon, die verwendet werden, um das Experiment zum Guten zu führen, sind die Hälfte der Dosis der Vergleichssubstanz, d. h. 250 Mikromol.
Resultat
Aspirin
AE-17
Phenylbutazon..
111. Schmerzlindernde Wirkung
Diese Wirkung wurde ebemalls mit Phenylbutazon als Vergleichssubstanz durchgeführt, wobei die durch Eckhardt und Coil modifizierte Methode von Van der W e η d e angewandt wurde.
Diese Methode besteht darin, daß ein schmerzhaftes Syndrom erzeugt wird mit intermittierenden Kontorsionen des Tierkörpers auf den Boden des Käfigs und einer Extension der Hinterpfoten durch intraperitoneale Injektion von verdünnter HCl.
Die Convulsionen werden durch die verabreichten Medikamente verhindert.
Exteasionsmittel: HQ in lQ%iger wäßriger Lösung io efoer !Dosis von Q425 tnl pro Maus von 20 g, intraperitoneal verabreicht
Der Effekt tritt unmittelbar nach der Injektion ein. Das Medikament wird 2 Stunden vorher auf oralem Weg verabreicht. Der normale Zeitraum zur Feststellung der Gegenwart oder Abwesenheit der Extension beträgt 10 Minuten. Die Extension, die durch die Kontrollgruppe erlitten wird, wird als Bezugsgröße mit 100% festgesetzt.
Ergebnisse
Die Ergebnisse sind in Form der Zahl der Tiere gegeben, bei denen der Effekt der Extension durch die Wirkung des untersuchten Medikaments verhindert wird. Die Ergebnisse sind als Prozentsatz der !nhibierung ausgedrückt.
Produkt
Dosis
(mg/kg)
Zahl der
positiven
Tiere
Inhibierung Positive
Tiere/10
AE-17 199 14/40 35 3,5/10
299 16/40 40 4/10
399 28/40 70 7/10
35 Phenyl 100 14/40 35 3,5/10
but 231 2040 50 5/10
azon 400 28/40 70 7/10
Zur Bestimmung der DE50 wird die Methode von Reed—Muench angewandt.
45 Ergebnis
AE-17: DE50 = 299 mg (bei der Maus, oral)
Phenylbutazon: DE50 = 231 mg (bei der Maus,
oral).
Der therapeutische analgetische Index bei Mäusen beträgt für das A E-17 2,489/299 = 8,3, während der analgetische therapeutische Index bei den gleichen Tieren für das Phenylbutazon 1,000/231 = 4,3 ist.
Zusammenfassend kann man den verschiedenen
pharmakologischen Vergleichsversuchen entnehmen, daß AE-17 eine dem Phenylbutazon überlegene Verbindung mit antirheBmatische^antipyretischer^aBail-
getischen sowie antighiogistisehen Wffkaag ist

Claims (1)

-Jn it»
1. Ip^
durch die Formel
WM 741
Patentansprüche:
gekennzeichnet
DE1936747A 1968-07-20 1969-07-18 1,2-Diphenyl-4-n-butyl-4-hydroxymethyl-S.S-dioxopyrazolidin-halbsuccinat Expired DE1936747C3 (de)

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DE1936747A1 DE1936747A1 (de) 1970-03-26
DE1936747B2 DE1936747B2 (de) 1975-01-30
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BE (1) BE732677A (de)
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