DE1936637U - Schwingsessel. - Google Patents
Schwingsessel.Info
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Classifications
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A47—FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
- A47C—CHAIRS; SOFAS; BEDS
- A47C3/00—Chairs characterised by structural features; Chairs or stools with rotatable or vertically-adjustable seats
- A47C3/02—Rocking chairs
- A47C3/021—Rocking chairs having elastic frames
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Description
»Schwingsessel"
Gegenstand der Neuerung ist ein Sehwingsessel mit einem
vorzugsweise aus Federstahl bestehenden Sitz- und Fußteil, von dem letzterer angenähert die Form eines liegenden, nach
vorne offenen "V" aufweist.
Es sind Ausführungen von Schwingsesseln bekannt, bei denen Rohre, rohrähnliche Teile oder Flachstahlbänder zur Federung
verwendet werden. Sie haben aber den Nachteil, daß die Federwirkung um einen von der Konstruktion abhängigen Drehpunkt
auftritt, wodurch die Sitzfläche bei Belastung anders als im Ruhezustand geneigt ist. Besonders unangenehm ist diese Neigung
nach hinten dann, wenn der Benutzer eines solchen Stuhles Speisen oder Getränke vom Tisch aufnehmen will. Er ist somit
gezwungen, sein Gewicht ganz auf die Vorderkante des Sessels zu verlegen und damit eine äußerst unvorteilhafte und unbequeme
Lage vor dem Tisch einzunehmen.
— 2 —
Die geschilderten Nachteile lassen sich beim neuerungsgemäßen Schwingsessel dadurch vermeiden, daß der Sitzteil
aus zwei zueinander im Winkel stehenden, die Sitzfläche aufnehmenden bzw. der Befestigung der Lehne dienenden Flachstücken
besteht, wobei das freie Ende des Plachstückes für den Sitzteil mit dein oberen im wesentlichen geradlinigen
Bereich des Fußteiles durch Verschraubung, Vernietung, Verschweißung od. dgl. verbunden ist. Durch diese Ausbildung
wird die Neigung infolge der gegeneinander wirkenden Drehbewegungen beider Federelemente ausgeglichen und der im Stuhl
sitzende Benutzer nimmt in jedem Falle eine zum Tische günstige Lage ein, so daß er die elastische Nachgiebigkeit des
Schwingsessels voll genießen kann.
Beim Sitzen wird der obere Teil des Fußteiles nach unten gedrückt und gleichzeitig der Sitzteil gegen den Fußteil
durchgebogen. Durch entsprechende Bemessung der Federstahlquerschnitte bzw. durch die Wahl einer verschiedenen Federwirkung
des Sitzteiles und des Fußteiles läßt sich ein Optimum an Neigungsausgleich erzielen.
Die durch die neuerungsgemäß vorgeschlagene Ausbildung gewährleistete
Sitzbequemlichkeit wirkt sich auch bei Schwing- und Schaukelbewegungen aus, zu denen der Anmeldungsgegenstand
besonders geeignet ist, so daß der Benutzer ein angenehmes Entspannungsgefühl empfindet.
Eine konstruktiv besonders günstige Ausbildung ist dann gegeben, wenn die Federelemente des Sitzteiles und des Fußteiles
aus einzelnen Federstücken hergestellt sind. So kann beispielsweise der Fußteil als solcher aus zwei Teilen bestehen,
und zwar aus einem auf dem Boden aufliegenden Grundteil und einem an diesen angeschlossenen Verbindungsteil
zum Sitzteil, dabei kann dieser Verbindungsteil im wesentlichen die aus Fig. 1 ersichtliche Gestaltung mit Krümmungs-
winkeln aufweisen oder in S-Form hergestellt sein, so
daß er im Fußbereich ähnlich ausgebildet ist wie in seinem Anschluß an den Sitzteil.
Funktionsmäßig ergeben sich durch die mechanische Trennung des Fußteiles und des Sitzteiles keine Änderungen. Sie
werden miteinander in an sich bekannter Weise durch Verschraubung,
Vernietung oder Verschweißung entlang der im unbelasteten Zustand gegebenen Berühungsstrecke verbunden.
Fertigungsmäßig ist die Anordnung getrennter Federelemente äußerst günstig, außerdem erlaubt sie durch Verwendung von
Material unterschiedliehen Querschnittes eine äußerste Anpassung hinsichtlich Erfüllung der Forderung des Neigungsausgleiehes.
Eine besonders günstige Ausbildung eines neuerungsgemäßen Schwingsessels ist dann gegeben, wenn die die Sitzfläche aufnehmenden
bzw. der Befestigung der Lehne dienenden Flachstücke von zwei gegeneinander verstellbaren Einzelteilen
gebildet sind, wobei die jeweilige Lage der Flachstücke zueinander durch ein Verstellzahnsegment odl dgl. fixierbar ist.
In diesem Falle ist ein eigener Sitzrahmen vorgesehen, der mit seinem Vorderrand auf dem Flachstück des Sitzteiles aufliegt
und hinten über ein Scharnier mit diesem Flachstück beweglich verbunden ist. Wird am Sitzrahmen noch ein schwenkbar
mit diesem verbundener Fußteilrahmen angeordnet, der nach vorne aufklappbar ist und durch einen Fuß am Boden abgestützt
wird, entsteht ein einem Liegestuhl ähnliches Möbel, das sich bei entsprechend rüekgebogener Lehne auch zum
Ausruhen in liegender Stellung eignet.
In den Figuren der Zeichnung ist der Neuerungsgegenstand in Ausführungsbeispielen dargestellt, doch soll die Neuerung
nicht darauf beschränkt bleiben.
Pig. 1 zeigt schematise]! den Grundaufbau eines neuerungsgemäßen
Sessels, Fig. 2 eine vorteilhafte weitere Ausführung in unbelastetem und Fig. 3 in belastetem Zustand und Fig. h
ein Detail der Ausführung nach den Fig. 2 und 3 im Schaubild.
Nach Fig. 1 steht der Fußteil 1,5 mit seinen Auflagepunkten
und 3 am Boden. Zwischen den Auflagepunkten 2,3 ist er vom
Boden weggebogen, wobei sein größter Bodenabstand 10 etwa in der Mitte zwischen den beiden Auflagepunkten 2,3 liegt. Durch diet
se Aufbiegung ist eine erweiterte Federwirkung, des Fußteiles 1,5
gegeben.
In an sich bekannter Weise weist dieser Fußteil 1,5 die Form eines liegenden, nach vorne offenen "Vs" auf, wobei die Krümmung
neuerungsgemäß vom Wendepunkt h an immer geringer wird und zuletzt in einen vollkommen geraden Bereich 6 übergeht,
auf dem der Sitzteil 7,8 befestigt wird, und zwar durch die Verschraubung 9.
Im Ausführungsbeispiel wird der Sitzteil 7,8 aus flachem Federstahl gebildet. Der Winkel zwischen dem die Sitzfläche
aufnehmenden Flachstück 7 und dem zur Befestigung der Lehne
diendnden Flachstück 8 des Sitzteiles 7,8 hängt von der gewünschten Form ab.
Nach dem in den Fig. 2 bis 4 dargestellten zweiten Ausführungsbeispiel
ist der Sitzrahmen 7,8 aus zwei einzelnen Flachfedern 7 und 8 gebildet, die durch ein Verstellzahnsegment
12 od. dgl. stufenlos in jedem gewünschten Winkel zueinander fisierbar sind. Hier liegt der - im ersten Ausführungsbeispiel
nicht dargestellte - Sitzpolster 21 auf einem Fußteilrahmen 15, der um die Achse 18 in der mit dem
unterhalb angeordneten Sitzrahmen 13 fest verbundenen Lasche gegen diesen nach vorne verschwenkt werden kann. In Fig. 3
ist dieser Fußteilrahmen ausgeklappt dargestellt, wobei ein
_ κ —
am Fußteilrahnien 15 schwenkbar angeordneter Fuß 19 diesen
am Boden abstützt.
Der Sitzrahmen 13 liegt vorne mit einer an ihm befestigten
Auflagerolle 14 am Flachstück 7 verschiebbar auf und ist hinten mit diesem über das Scharnier 11 drehbar verbunden.
So kann er sich leicht jeder geänderten Lage der Federelemente anpassen und ermöglicht in beschränktem Maße auch ein Vor-
und Eückwärtsschaukeln des Benutzers in horizontaler Richtung.
Zwischen dem Sitzrahmen 13 und dem Fußteilrahmen 15 wird vorteilhaft
eine Polsterung 20 vorgesehen, deren Dicke durch den Abstand dieser beiden Rahmen voneinander begrenzt ist.
Diese Polsterung 20 trägt weiterhin zur Bequemlichkeit des Benutzers bei. Um den Rahmen 15 aach vorne aufzuklappen, muß
der Rückenpolster 22 und der Sitzpolster 21 selbstverständlich vorher abgenommen werden. Der strichlierte Kreis 23 in Fig.
zeigt den Weg der äußersten Kante des Sitzteilrahmens 15 beim
Aufklappen.
Die punktierten Linien 24 in Fig. 3 deuten das fertige Möbel
mit Seitenteilen an; die Strichlierungen 25 die Verstellmöglichkeiten
der Rückenlehne.
Für einen neuerungsgemäßen Sehwingsessel wird man vorzugsweise
seitlich angeordnete Tragteile vorsehen, die je einen Fuß- und Sitzteil umfassen. Bs ist jeoch eine Ausführung
möglich, die nur einen in der Mitte des Schwingsessels angeordneten Tragteil vorsieht. Es ist, z. B. bei Sitzbänken,
aber auch möglich, mehrere Tragteile nebeneinander vorzusehen.
Mit dem neuerungsgemäßen Sehwingsessel kann man sowohl vor- und rückwärtsschaukeln, als auch lotrecht auf- und abschaukeln
wie die Pfeil I und II in Fig. 3 anzeigen. Letzteres insbesondere dann, wenn der Benutzer auf der vorderen Sitzkante
oder nahe von dieser ruht.
Die dargestellten Ausführungsbeispiele zeigen nur Möglichkeiten wie die !©uerung verwirklicht werden kann, sie soll
jedoch nicht darauf beschränkt bleiben. Beispielsweise wäre es möglich, statt Federstahl Schichtholz oder Kunststoffe
oder eine Kombination von diesen mit Federstahl zu verwenden,ohne den Rahmen der Neuerung zu verlassen.
— 7 — Schutzansprüche
Claims (8)
1. Schwingsessel mit einem vorzugsweise aus Federstahl bestehenden
Sitz- und Pußteil, von dem letzterer angenähert die Form eines liegenden, nach vorne offenen 51V" aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß der Sitzteil aus zwei zueinander im Winkel stehenden, die Sitzfläche aufnehmenden bzw. der
Befestigung der Lehne dienenden Flachstücken (7,8) besteht, wobei das freie Ende des Flachstückes (?) mit dem oberen
im wesentlichen geradlinigen Bereich (6) des Fußteiles (5) durch Verschraubung (9), Vernietung, Verschweißung od. dgl.
verbunden ist.
2. Schwingsessel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der von den Flachstücken (7>8) gebildete Sitzteil eine vom Fußteil (5) unterschiedliche Stärke der Federwirkung aufweist.
3. Sehwingsessel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Fußteil (5) von seinem oberen im wesentlichen geradlinigen Bereich (6) bis zum Wendepunkt (4) in einem stetig
kleiner werdenden Radius gekrümmt ist und der untere Ast (l) des Fußteiles eine vom Boden wegweisende Y/ölbung aufweist,
deren größter Abstand (iO) etwa in der Mitte zwischen äeu beiden Auflagepunkten (2,3) liegt.
4. Sehwingsessel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Flachstücke (7>8) von zwei gegeneinander verstellbaren Einzelteilen gebildet sind, wobei die jeweilige Lage der
Flachstücke (7,8) zueinander durch ein Verstellzahnsegment (12) od. dgl. fixierbar ist.
5. Sehwingsessel nach den Ansprüchen 1 und k, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Sitzrahmen (l3) vorgesehen ist, der mit seinem Vorderrand auf dem Flachstüek (7) mit einer Rolle (14)
aufliegt und hinten über ein Scharnier (ll) mit dem Flachstück
(7) beweglich verbunden ist.
6. Schwingsessel nach Anspruch 5» dadurch gekennzeichnet, daß
auf dem Sitzrahmen (13) ein mit diesem.an der Sitzkante
schwenkbar verbundener Fußteilrahmen (15) aufliegt.
schwenkbar verbundener Fußteilrahmen (15) aufliegt.
7. Schwingsessel nach den Ansprüchen 5 «nd 6, dadurch gekennzeichnet,
daß auf der Vorderseite des Sitzrahmens (13) eine aufrecht stehende Lasche (i6) angeordnet ist, die an ihrem
oberen Ende eine Achse (l8) trägt, um die der Fußteilrahmen (15) schwenkbar ist, wobei an der der Achse (l8) abgekehrten
Kante des Rahmens (15) Qi^ ausschwenkbarer Fuß (l9) diesen
CW
in Gebrauöhsstellung am Boden abstützt.
in Gebrauöhsstellung am Boden abstützt.
8. Sfehwingsessel nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
am Fußteilrahmen (i5) ein Fußpolster (20) angeordnet ist, der in eingeschwenktem Zustand des Rahmens (15) zwischen diesem
und dem Sitzrahmen (l3) liegt, wobei die mögliche Höhe
dieses Polsters (20) vom Abstand der beiden Rahmen (l3,i5) voneinander bestimmt wird.
dieses Polsters (20) vom Abstand der beiden Rahmen (l3,i5) voneinander bestimmt wird.
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