DE19343C - Säe- und Düngerstreumaschine - Google Patents
Säe- und DüngerstreumaschineInfo
- Publication number
- DE19343C DE19343C DENDAT19343D DE19343DA DE19343C DE 19343 C DE19343 C DE 19343C DE NDAT19343 D DENDAT19343 D DE NDAT19343D DE 19343D A DE19343D A DE 19343DA DE 19343 C DE19343 C DE 19343C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- seed
- fertilizer
- sowing
- trough
- wheels
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 239000003337 fertilizer Substances 0.000 title claims description 24
- 238000009331 sowing Methods 0.000 claims description 23
- 238000010276 construction Methods 0.000 claims 1
- 238000003756 stirring Methods 0.000 claims 1
- 210000003608 fece Anatomy 0.000 description 11
- 239000010871 livestock manure Substances 0.000 description 11
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 description 6
- 239000000463 material Substances 0.000 description 4
- 238000006748 scratching Methods 0.000 description 2
- 230000002393 scratching effect Effects 0.000 description 2
- 238000000926 separation method Methods 0.000 description 2
- 239000002689 soil Substances 0.000 description 2
- 244000188595 Brassica sinapistrum Species 0.000 description 1
- 235000004977 Brassica sinapistrum Nutrition 0.000 description 1
- 230000005540 biological transmission Effects 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 239000002184 metal Substances 0.000 description 1
- 239000000203 mixture Substances 0.000 description 1
- 239000003921 oil Substances 0.000 description 1
- 238000005192 partition Methods 0.000 description 1
- 230000001681 protective effect Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01C—PLANTING; SOWING; FERTILISING
- A01C7/00—Sowing
- A01C7/06—Seeders combined with fertilising apparatus
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Soil Sciences (AREA)
- Environmental Sciences (AREA)
- Sowing (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung betrifft eine Säe- und Düngerstreu-Maschine, welche Saat jeder Gattung
und pulverförmigen Dünger jeder Art ausstreut, und zwar Dünger und Saat zusammen
oder jedes für sich, und sowohl mit einander gemischt, als auch getrennt. Diese Säe-Maschine
ist sowohl für Reihensaat als auch Dibbelsaat bestimmt, sei es unter Mischung des
Samens mit dem Dünger in der Furche oder unter Trennung derselben durch eine Erdschicht,
oder auch unter Ausstreuung der beiden Materialien neben einander. Aus diesem
Grunde dürfte sie sich besonders für die Aussaat von Rübsamen eignen.
Auf beiliegender Zeichnung ist Fig. 1 ein Längsschnitt des Apparates; Fig. 2 zum Theil
die Hinteransicht und zum Theil der Querdurchschnitt. Fig. 3 stellt Planansichten dar,
die in verschiedener Höhe aufgenommen sind.
Fig. 4 und 5 zeigen in gröfserem Mafsstabe die Säeräder dieses Systems. Fig. 6 und 7
zeigen ebenfalls in gröfserem Mafsstabe die Schare, welche die Furchen ziehen, die zur
Aufnahme des Samens und Düngers bestimmt sind, sowie die Anordnungen, welche dazu
dienen, die Stellung dieser Schare in Bezug auf einander zu reguliren.
Der Dünger und der Samen sind in einem Doppeltrichter mit schrägem Boden enthalten,
welcher Trichter quer in dem oberen Theil der Maschine angebracht ist; die vordere Abtheilung
α ist für den Dünger und die hintere Abtheilung b für den Samen bestimmt. Durch
Oeffnungen in dem Boden beider Abtheilungen fällt deren Inhalt in einen Trog c mit abgerundetem
Boden. Der Trog ist unter dem Trichter angeordnet und besitzt ein Rührwerk mit schraubenförmig gestalteten Zinken.
Die Menge des in den Trog c aus der Abtheilung α gelangenden Düngers wird vermittelst
einer Reihe von Klappen d regulirt, die. an einer gemeinschaftlichen Metallstange d1 befestigt
sind und die Oeffnungen im Boden des Trichters mehr oder weniger bedecken; ihre
Handhabung erfolgt von der Seite der Maschine aus durch einen Handgriff e.
Die Regulirung der aus der Abtheilung b in den Trog c laufenden Saat erfolgt durch eine
Reihe von Schieberklappen f, welche jedoch von einander unabhängig sind, und deren Stellung
von Hand verändert und durch Klemmschrauben fixirt wird.
Diese Trennung des Samens und des Düngers in zwei besondere Abtheilungen mit regulirbaren
Oeffnungen gestattet es, nach Belieben jedes Material besonders oder beide Materialien gleichzeitig und in beliebigen Mengen,
sowie durch eine beliebige Anzahl von Oeffnungen auszustreuen. Der gemeinschaftliche
Trog c, in welchen der Samen und der Dünger hineinfällt, ist in eine bestimmte Anzahl von
Abtheilungen h h h für Aufnahme des Düngers und davon getrennten Abtheilungen i i i für
Aufnahme des Samens emgetheilt, Fig. 2 und 3. Auf jede dieser Abtheilungen kommen vier
Zinken des erwähnten Rührwerkes. Diese Zinken sind schraubenartig gestaltet und auf einer
gemeinsamen AVelle K befestigt, die durch eine passende Transmission von den Fahrrädern aus
in Umdrehung gesetzt wird. Die Zinken sind so gekrümmt, dafs sie bei ihrer Bewegung dicht
über den Boden des Troges c hinwegstreichen,
das in den Trog gelangte Saatgut oder den Dünger nach den im Boden der Abtheilungen
■ angebrachten Querschlitzen befördern und den Boden des Troges gleichzeitig reinigen. Diese
Einrichtung ist besonders bei feuchtem Dünger von grofser Wichtigkeit.
In dem Boden einer jeden der oben - erwähnten
Abtheilungen h i befindet sich ein Querschlitz, in welchen in einer gleichen Höhe
das Säerad / eintritt. Die Oberfläche des Säerades ist gewellt und durch einen kreisförmigen
Vorsprung m in zwei Abtheilungen getheilt, deren beiderseitige Riefen mit einander abwechseln,
d. h. die Vertiefungen der einen Abtheilung stehen den Erhabenheiten der anderen
Abtheilung gegenüber, wie Fig. 4 veranschaulicht, durch welche unsymmetrische Anordnung
eine Erleichterung des Mitnehmens des Materials erzielt wird.
Diese Säeräder befördern Saatgut und Dünger in die teleskopartigen Ausstreuröhren xy.
Selbstverständlich kann der kreisförmige Vorsprung der Säeräder auch fortbleiben und die
Füllung verbreitet sich dann über die ganze Oberfläche des Säerades.
Alle Säeräder sind auf einer gemeinsamen Welle η befestigt, auf welcher ein Zahnrad 0
angebracht ist, das mit einem auf der Achse des Fahrrades N sitzenden Zahnrad / in Eingriff steht. Die Gröfse der Trogschlitze, durch
welche die Säeräder eintreten, wird durch die Schieber q, Fig. 4 und 5, regulirt, die einzeln
auf Gleitschienen mit Theilung verschiebbar sind und mittelst Flügelmuttern festgestellt
werden.
Zu beiden Seiten jedes Säerades sind die Schutzbleche r angeordnet, Fig. 4 und 5, welche
einem Verstreuen des Samens vorbeugen, während hinter den Säerädern und in derselben
Ebene mit deren Vorsprung m sich Scheideblätter r1 befinden, welche ein bestimmtes Stück
des Säerades umfassen und die Vermischung der von einem Säerade gefafsten Partien des
Saatgutes oder Düngers getrennt erhalten.
Auf der anderen Seite der Säeräder sind die Schaber s, Fig. 1, angeordnet, deren Lage mittelst
Flügelmuttern s1 regulirt wird und welche die Oberfläche der Säeräder rein halten.
Die Anwendung dieser Säeräder mit wellenförmigem Umfang und mittlerem Vorsprung ermöglicht
eine regelmäfsige Function der Maschine, wie auch immer die Gestaltung der zu
besäenden Bodenoberfläche beschaffen sein möge.
Jedes Säerad nimmt zwei Füllungen oder eine Doppelfüllung, sei es Dünger oder Samen,
Tnit. Diese doppelte Füllung kann zwei verschiedenen Säeröliren zugeführt oder in ein
und dasselbe Säerohr geleitet werden.
Im ersteren Falle läfst man die Scheideblätter r1, die, wie angegeben, sich in der
Mitteiebene der Säeräder befinden, an ihrem Platz, im zweiten Falle ersetzt man sie durch
schräge Platten u, Fig. 2, welche das von den Säerädern beförderte Saatgut oder den Dünger
aufnehmen und sie in ein einziges Säerohr leiten.
Will man schliefslich Dünger und Samen mit einander vermischt in der Furche ausstreuen,
so überdeckt man abwechselnd die Oeffnungen zweier benachbarter Säerohre, die durch dasselbe
Säerad gespeist werden, mit den Klappen v, Fig. 2. Durch einen Steg w werden
die neben einander befindlichen Klappen υ zusammengehalten, so dafs ihr Scheitel in der
Achse des Säerades zu liegen kommt. Je zwei benachbarte Säeräder schütten alsdann mit.den
einander zugekehrten Hälften Saat und Dünger in ein einziges Rohr, so dafs Saat und Dünger
mit einander vermischt auf den Boden gelangen.
Der Dünger kann nun nach Belieben vor oder hinter dem Samen, darauf oder darunter
ausgestreut werden, je nachdem man α oder b mit Saat oder Dünger füllt und die Scheideblätter
r\ Führungen 11 und Klappen ν anordnet
oder auswechselt.
In der auf der Zeichnung dargestellten Maschine sind die Saatröhren χ für den Dünger
vor den Kornröhren y angeordnet, und ihre Trichter werden von Haltern ζ getragen, an
denen die Schare A befestigt sind, welche die Furchen zur Aufnahme des Düngers ziehen.
Die Pflugtiefe der Schare wird durch einen einfachen Hebel B mit Riegel regulirt, den
man in die verschiedenen Einschnitte eines für diesen Zweck angeordneten Sectors C einrücken
kann. Ist die Pflugtiefe regulirt, so wird sie durch die gebogenen Federn D unverändert
aufrecht erhalten; diese 'Federn sind hinten am Halter ζ befestigt und ihre Spannung kann beliebig
regulirt werden.
Die Federn ersetzen vortheilhaft die schweren und im allgemeinen zu schwachen Gegengewichte,
welche für denselben Zweck bisher allgemein Anwendung fanden, um ein gleichmäfsiges
Einscharren des Samens und des Düngers zu erzielen.
Hinter den Düngerröhren kann man Eggenzähne E anordnen, welche die Form von
Streichbrettern erhalten können, die etwas hervortreten und den Zweck haben, den am Boden
der Furche hingestreuten Dünger zu überdecken. Man kann diese Eggenzähne ersetzen durch
eine Walze mit oder ohne Rippen, welch letztere dazu bestimmt ist, die Erde, welche den Dünger
bedecken und den Samen empfangen soll, niederzudrücken.
Die Saatröhren sind ebenfalls mit Pflugscharen F ausgestattet, die mit dem Halter ζ
der Düngerpflugschar vermittelst stellbarer Arme /, Fig. i, 6 und 7, verbunden sind; die Stellung
des letzteren kann man in horizontaler und verticaler Richtung derart verändern, dafs man
die Saat nicht auf den Dünger, sondern neben denselben fallen läfst, wenn man eine zu energische
Wirkung des Düngers befürchtet; gleichzeitig gestattet diese Anordnung, das Einscharren
der Saat genau zu reguliren.
Hinter den Pflugscharen der Saatröhren kann man ebenfalls Eggenzähne J anbringen, welche
die durch das Schar geöffnete Furche anfüllen. Wenn man das Feld verlassen will, so hebt
man alle Pflugschare gleichzeitig in die Höhe, indem man entweder mit der Hand oder mit
Hülfe eines passend angebrachten Hebels die Querschienen K", an welchen alle Halter ζ angehakt
sind, in die Höhe hebt.
Die Halter sind auf dieser Querschiene sowohl wie auf der hinteren Querschiene L der
Quere nach verschiebbar, derart, dafs man den Abstand der Furchen von einander nach Belieben
verändern kann. Man befestigt sie vermittelst Schraubenmuttern, die in für diesen Zweck
angeordnete Löcher eintreten, oder auf sonstige beliebige Art.
Die Säe-Maschine wird durch vier Transporträder MN getragen, von denen die beiden
hinteren Räder N den Säemechanismus in Thätigkeit setzen.
Claims (3)
1. Die Combination der Behälter α und b
mit den in Abtheilungen zerlegten Trog c und den Schiebern d und f, zum Zweck,
- Saatgut und Dünger getrennt oder gemeinschaftlich ausstreuen zu können.
2. Die Anordnung- der Rührwelle K mit entgegengesetzt
schraubenförmig gekrümmten Zinken j, welche Saatgut und Dünger umrühren und gleichzeitig nach der in der
Mitte des Trogbodens befindlichen Queröffnung befördern.
3. Die Construction der doppelten Säeräder / mit wellenförmiger Oberfläche und mittlerem
Vorsprung ' m in Combination mit den Scheideblättern
Leisten u.
Leisten u.
r1 oder den geneigten
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19343C true DE19343C (de) |
Family
ID=296164
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT19343D Active DE19343C (de) | Säe- und Düngerstreumaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19343C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1075364B (de) * | 1955-12-24 | 1960-02-11 | Amazonen-Werke H. Dreyer, Gaste (Kr. Osnabrück) | Düngerstreuer zum Ausstreuen eines Gemisches verschiedener Düngerarten |
-
0
- DE DENDAT19343D patent/DE19343C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1075364B (de) * | 1955-12-24 | 1960-02-11 | Amazonen-Werke H. Dreyer, Gaste (Kr. Osnabrück) | Düngerstreuer zum Ausstreuen eines Gemisches verschiedener Düngerarten |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE102015110079A1 (de) | Verfahren zur Düngerausbringung im Kartoffelanbau und dafür vorgesehene Einrichtung | |
| DE3529452A1 (de) | Streugeraet | |
| DE2259545C2 (de) | Bodenbearbeitungsmaschine | |
| EP0102557B1 (de) | Sämaschine | |
| DE2807639C2 (de) | Vorrichtung und Verfahren zum Einspritzen von körnigen Materialien in den Erdboden | |
| DE3332352C1 (de) | Saemaschine mit Saescharen | |
| DE1296861B (de) | Bodenbearbeitungsmaschine | |
| DE2555011C3 (de) | Maschine zum Ausbringen von korn- und pulverförmigem Gut | |
| DE19343C (de) | Säe- und Düngerstreumaschine | |
| DE2715732A1 (de) | Drillmaschine | |
| DE3337762A1 (de) | Verfahren zum ausbringen von duengemitteln | |
| DE2044566B2 (de) | Streugerät C. van der LeIy N.V, Maasland (Niederlande) | |
| DE2507025A1 (de) | Saemaschine | |
| EP0171705B1 (de) | Drillmaschine | |
| EP0548890A1 (de) | Direktsaatverfahren und Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens | |
| DE3852605T2 (de) | Pflanzgerät. | |
| DE801180C (de) | Landwirtschaftliche Maschine | |
| DE102020133357A1 (de) | Dosiersystem einer landwirtschaftlichen Sämaschine | |
| DE2114467A1 (de) | Drillmaschine | |
| DE405204C (de) | Untergrundkalk- und Duengepflug | |
| DE43107C (de) | Neuerung an Drillmaschinen für zweierlei Saat oder für Saat und Dünger | |
| EP0214369B1 (de) | Gerätekombination zum Ausbringen von Saatgut | |
| DE16395C (de) | Ausstreuapparat für künstlichen Dünger | |
| DE305291C (de) | ||
| DE1800567A1 (de) | Streuvorrichtung fuer landwirtschaftliche Zwecke |