DE1933309C - Indirekt geheizte Glühkathode - Google Patents
Indirekt geheizte GlühkathodeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine indirekt geheizte Glühkathode für eine elektrische Entladungsanordnung
mit einem in einer Höhlung eines metallischen Kathodentrüger isoliert angeordneten elektrischen Heizelement,
wobei die Innenwandung der Höhlung zumindest teilweise mit einem hülsenartigen vorgefertigten
lsolierieiI bedeckt ist.
Glühkathoden bestehen üblicherweise aus einer sogenannten Kathodenhülse aus Metall, die das
1 missionsmaterial trägt und die eine Höhlung aufweist, in welcher ein elektrisch heizbares Heizelement
angeordnet ist. Zwischen dem elektrischen Heizelement und der metallenen Kathodenhülse muli eine
sehr gute elektrische Isolation bestehen, an die infolge der hohen auftretenden Temperaturen große
Anforderungen gestellt werden. Insbesondere bei Vorratskathoden, bei welchem man sehr hohe Betriebstcmper;;'uren,
beispielsweise zwischen 1JO!) und 1200" C, erzielen möchte, sind die bislang erzielten
Isolalionswerte häufig nicht ausreichend.
Außer der üblichen Isolierung des Heizelements selbst, die im allgemeinen durch direkte Beschichtung
des Heizdrahtes mit einem keramischen Überzug vorgenommen wird, ist auch schon vorgeschlagen
worden, die Inneinvandung der Höhlung der Katho- as
denhülse mit einem Isolierüberzug zu versehen. Es zeigte sich, daß bei suchen Anordnungen der
Wärmeübergang von dem Heizelement auf die Kathodenhülse nicht immer befriedigte.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugründe,
eine neuartige Glühkathode anzugeben, die insbesondere hinsichtlich der oistchend aufgeführten
Nachteile verbessert ist.
Gemäß der Erfindung wird vorgeschlagen, daß das hülsenartige Isolierteil aus Rubin, Saphir oder Quarz
besteht.
Durch die Verwendung eines vorgefertigten Isolierröhrchens aus Rubin, Saphir oder Quarz konnten
hervorragende Isolationseigenschaften erzielt werden. Auch bei Anwendung sehr hoher Temperaturen verschlechtem
sich die Isolationseigenschaften solcher Isolierhülsen praktisch nicht. Ein weiterer Vorteil
wird darin gesehen, daß ein verhältnismäßig guter Wärmeübergang auf die Kathodenhülse gewährleistet
ist. Auch ist die Herstellung einer erfindungsgcmäßen Glühkathode verhältnismäßig einfach.
An Hand der in den l·"i μ. I bis 8 dargestellten bevorzugten Ausführungsbeispiele wird die Erfindung
nachfolgend näher erklärt.
Die Fig. 1 bis 7 zeigen verschiedene crfindungsgemäße
Aiisführiingsformen des hülsenartig ausgebildeten
Isolicrtcils. Die Fig. 8 zeigt im Querschnitt eine crfindungsgemäßc Glühkathode.
Der Kathodcnträger der in F i g. 8 dargestellten
Glühkathode besteht aus einer Metallhülsc, deren eines Ende geschlossen ist und derartig eingestülpt
ist, daß noch eine zweite Höhlung entsteht, in welche das Emissionsmaterial 4 eingepreßt ist. Es handelt
sich bei dieser Kathode um eine sogenannte Vorratskathode. Die weitere Höhlung des Kathodenträgers 3
trägt das elektrische Heizelement J, das in an sich bekannter Weise aus einer Mehrfachwendel besteht,
deren Oberlliiche mit einem Isolieriiberzug versehen ist. Der auf dem Heizelement t angeordnete Isolier
überzug besteht im allgemeinen aus Aluminiumoxid.
Die Innenwandung der Höhlung des Kathoden
trägers 3, in welcher sich das elektrische Heizelement befindet, ist gemäß der vorliegenden Erfindung mii
einem hülsenartigen Isolierteil 2 aus Rubin, Saphii oder Quarz bedeckt. Dieses Isolierteil 2 besteht au,
einer einseitig geschlossenen Hülse gemäß Fig. 1.
Weitere bevorzugte Ausführungsformen des in die Höhlung des Kathodenträgers einsetzbaren, hülsenartigen Isolierteils sind in den Fig. 1 bis 7 dargestellt.
Bei dem in Fig. 4 dargestellten Ausführung^ beispiel ist eine ringförmige Verliefung vorgesehen
die dazu dienen kann, eine Verankerung zwischen dem Kathodenträger und der Isolierhülse zu erzielen
Bei den in den Fig. 5 und 6 dargestellten, einseitu;
geschlossenen Isolierhülsen besteht der Boden aueinem zweiten Teil, das die Hülse an ihrem einen
Ende abschließt. Diese Deckelteile 7 und 8 bestehen zweckmäßig aus Saphir, Rubin oder Quarz, können
aber auch aus einem anderen Material hergestellt sein. Eine solche zweiteilige Ausführung der Isolierhülse
kann fertigungsgemäß vorteilhafter sein.
Als besonders zweckmäßiges Material für das er
findungsgcmäße hülsenartige isolierteil hat sich rosa Rubin gezeigt, da dieses Material besonders günstige
Wärmeüberleilungscigenschaften aufweist. Die Verwendung von rosa Rubin stellt daher ein besonders
bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung dar.
Claims (4)
1. Indirekt geheizte Glühkathode für einvj elektrische
Entladungsanordnung mit einem in einei Höhlung eines metallischen Kathodenträgers isoliert
angeordneten elektrischen Heizelement, wobei die Innenwandung der Höhlung zumindest
teilweise mit einem hülsenartigen vorgefertigten Isolierten bedeckt ist, dadurch gekennzeichnet,
daß das hülsenartige Isolierteil aus Rubin, Saphir oder Quarz besteht.
2. Glühkathode nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das hülsenartige Isolierteil auf
einer Seite zumindest teilweise geschlossen ausgebildet ist.
3 Glühkathode nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das hülsenartige Isolierteil
aus rosa Rubin besteht.
4. Glühkathode nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch die
Ausbildung als Vorratskathode.
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