DE19300C - Photometer - Google Patents
PhotometerInfo
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01J—MEASUREMENT OF INTENSITY, VELOCITY, SPECTRAL CONTENT, POLARISATION, PHASE OR PULSE CHARACTERISTICS OF INFRARED, VISIBLE OR ULTRAVIOLET LIGHT; COLORIMETRY; RADIATION PYROMETRY
- G01J1/00—Photometry, e.g. photographic exposure meter
- G01J1/38—Photometry, e.g. photographic exposure meter using wholly visual means
- G01J1/40—Photometry, e.g. photographic exposure meter using wholly visual means using limit or visibility or extinction effect
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
CHRISTIAN OTTO in FRANKFURT a. M. Photometer.
Patentirt im Deutschen Reiche vom i. Januar 1882 ab.
Das Photometer hat den Zweck, die Beleuchtung einer bestimmten Stelle in Graden
einer Lichteinheit zu bestimmen. Aus dieser Angabe und der zu ermittelnden Entfernung
jener Stelle von der Lichtquelle können dann die Lichteinheitsgrade der letzteren durch Berechnung
gefunden werden.
Fig. ι zeigt das Photometer in der Vorder-, Fig. 2 in der Seitenansicht, Fig. 3 giebt eine
vergröfserte Ansicht der Controlvorrichtung.
Den wesentlichsten Theil des Photometers bildet die Scheibe A der Zeichnung. Dieselbe
kann ganz aus transparentem Material oder aus Glas mit transparentem Belag hergestellt werden.
Zunächst soll die letztere Form beschrieben werden.
Eine kreisrunde Glasscheibe wird, abgesehen von einer freibleibenden Stelle, dem Nullpunkt,
radial in so viele gleiche Theile abgetheilt, als das Instrument Lichtgrade angeben soll. Jeder
hierdurch gebildete Kreisausschnitt erhält auf seiner oberen Hälfte einen transparenten, Licht
absorbirenden Belag, der bei jedem, dem ersten folgenden Ausschnitt an Stärke und somit an
Licht absorbirender Kraft zunimmt. Der Belag, welcher nur auf der einen, dem Beobachter zugekehrten
Seite der Scheibe angebracht wird, kann entweder durch über einander geklebte Papierblätter oder durch Auftrag von Collodium
hergestellt werden, welches stufenweise eine dunklere Färbung erhält. Die Zunahme an Absorptionsvermögen
des Belages bei den auf einander folgenden Ausschnitten soll immer der um eine Lichteinheit in der Einheitsentfernung
vermehrten Beleuchtung der Scheibe A entsprechen. Welcher Belag der zweckmäfsigste
ist, mufs die Erfahrung ergeben. Anstatt der Glasscheibe mit Belag kann auch eine Scheibe
aus transparentem Material (Porcellan) von stufenweise zunehmender Dicke verwendet werden.
Die Scheibe erhält central um ihre Achse eine Holzfassung F.
Den zweiten Theil des Instrumentes bildet die Dunkelkammer B der Zeichnung. Dieselbe
ist von Eisenblech oder Holz gefertigt, flachcylindrisch geformt und im Innern geschwärzt.
Die Dunkelkammer ist zur Aufnahme der Scheibe A bestimmt. Letztere läfst sich in
ersterer vermittelst einer an der nach aufsen führenden Achse angebrachten Kurbel drehen.
Der Grad der1 Drehung mufs auf einem äufserlich angebrachten Zifferblatt genau festzustellen
sein. Das Zifferblatt wird entsprechend der Anzahl der Theilungen der Scheibe A in Grade
getheilt und letztere wiederum in Zehntelgrade. Die Dunkelkammer mufs gegen das Licht durchaus
undurchdringlich sein. Nur an zwei gegenüberliegenden Punkten der beiden Seitenflächen,
und zwar in der Nähe der Peripherie der Scheibe A, erhält dieselbe zwei gleiche Ausschnitte,
welche in ihrer Form und Gröfse (Breite) dem oberen Theil der Abtheilungen auf der Scheibe A entsprechen, also etwa die
Gestalt eines Ringausschnittes haben.
Zu diesen Oeffnungeri führen die beiden Röhren C und Cb; erstere ist für die Aufnahme
des Lichtes, letztere für die Beobachtung bestimmt. Die Röhre Ca ist gleichgeformt mit
dem Ausschnitt in der Dunkelkammer und führt innerhalb derselben bis an die Scheibe A1 woselbst
sie mit einem schwarzen, weichen Wulst von Gespinnst (Chenille) abschliefst, durch wel-
chen eine Verbreitung des Lichtes im Innern der Kammer verhütet werden soll. Die Röhre C6
hat an der Seite, welche der Scheibe A, die jedoch von ihr nicht berührt wird, zugekehrt
ist, gleichfalls die Form der Röhre C, nimmt aber nach dem Beobachter zu allmälig eine
cylindrische Form an. Da, wo die Cylinderform beginnt, wird ein mattirtes, weifses Glasplättchen
p eingefügt, welches, senkrecht zur Achse der Röhre, innerhalb der letzteren eine
abschliefsende Scheidewand bildet. Hinter diesem Glasplättchen wird die Röhre noch
etwa 20 cm fortgeführt und verengt sich dann bis zu einer feinen Oeffhung für das Auge des
Beobachters. Diese Oeffnung mufs nicht erheblich gröfser sein wie die Augenpupille, und
derart durch Blenden umgeben sein, dafs ein Eindringen von Licht durch diese Oeffnung und
eine Irritation des Auges durch die Lichtquelle vermieden wird.
Als Controlvorrichtung wird hinter dem Glasscheibchen/ ein aus zwei massiven, dünnen
Eisenstäben ί und s1 gebildetes verstellbares
Kreuz angebracht. Das Eisenstäbchen ί steht fest und läuft vertical durch die Mitte des
Sehfeldes; das Eisenstäbchen s1 ist um die mit dem ersteren gemeinsame Mittelachse drehbar.
Die Drehung wird mittelst einer nach aufsen führenden Schraube vom Beobachter selbst vorgenommen.
Die Dunkelkammer steht in Verbindung mit einem Stativ D, welches einerseits dem ganzen
Instrumente Halt giebt und andererseits sowohl eine horizontale wie verticale Verschiebung
bezw. Neigung desselben gestattet. Die Construction dieses Stativs, sowie' das dafür in Anwendung
kommende Material sind nebensächlich.
Bei Anwendung zum Zwecke der Lichtmessung wird nun das Instrument derart gerichtet, dafs
die Strahlen der zu beobachtenden Lichtquelle bei dem Röhrentheil Ca senkrecht auf die
Scheibe A fallen. Es wird diese Stellung leicht durch allmäliges horizontales Drehen und verticales
Neigen der Dunkelkammer gefunden werden. Darauf sieht der Beobachter durch
die Röhre C6 nach dem mattirten Glasscheibchen/,
nachdem vorher die Scheibe A auf den Nullpunkt, d. i. eine dem ersten Belag vorhergehende,
vollständig durchsichtige Stelle, eingestellt ist. Der Beobachter dreht sodann, das
Auge unausgesetzt an der Röhre haltend, mittelst der Kurbel die Scheibe A so lange, bis das
Stäbchenkreuz ί s1 eben verschwindet, bis also
die Stellung der beiden Stäbchen zu einander nicht mehr wahrgenommen' werden kann. Zur
Controle, dafs eine Täuschung nicht vorliegt, wird nun das drehbare Stäbchen s mittelst der
Schraube in Bewegung gesetzt. Ist noch irgend welche Beleuchtung vorhanden, so wird diese
Bewegung wahrgenommen werden, und es müfste die Scheibe A noch- etwas weiter gedreht werden.
Bei dem Eintritt des Momentes, bei welchem keine Spur von Bewegung mehr gesehen wird, wird die Angabe des Zeigers auf
dem Zifferblatt notirt. Wird darauf dieselbe Manipulation in umgekehrter Richtung ausgeführt,
bis das Stäbchenkreuz eben zur Erscheinung kommt, und wiederum der Grad auf dem Zifferblatt vermerkt, so wird das arithmetische
Mittel beider Gradangaben mit grofser Sicherheit diejenige Stelle der Scheibe bezeichnen
bezw. denjenigen Grad der Beleuchtung angeben, welcher einer gleichen Anzahl von Lichteinheiten
in der Einheitsentfernung entspricht, und es ist dann die wirkliche Lichtstärke der
zu untersuchenden Lichtquelle aus der zu messenden Entfernung der letzteren von dem Instrument
nach dem bekannten Gesetze der Abnahme der Lichtstärke im umgekehrten quadratischen
Verhältnifs der Entfernung nach Lichteinheiten zu ermitteln.
Claims (5)
- Patent-Anspruch:Das dargestellte Photometer, im wesentlichen bestehend:ι. . aus der das Durchfallen des Lichtes stufenweise abschwächenden transparenten Scheibe A;
- 2. aus der Dunkelkammer B mit zwei Ausschnitten, welche dem oberen Theil der Abtheilungen von A entsprechen;
- 3. aus den Röhren Ca und Cb für Beobachtung des Lichtes, in welcher letzteren eine Glasscheidewand / sich befindet;
- 4. aus der Controlvorrichtung, als welche ein von den Eisenstäbchen ί und s1 gebildetes verstellbares Kreuz angebracht ist;
- 5. aus dem Zifferblatt E und dem Stativ D.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19300T | 1882-01-01 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19300C true DE19300C (de) | 1882-09-30 |
Family
ID=34624606
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE188219300D Expired DE19300C (de) | 1882-01-01 | 1882-01-01 | Photometer |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19300C (de) |
-
1882
- 1882-01-01 DE DE188219300D patent/DE19300C/de not_active Expired
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