DE1925584B2 - Vorrichtung zum foerdern von hohlzylindrischen gegenstaenden - Google Patents
Vorrichtung zum foerdern von hohlzylindrischen gegenstaendenInfo
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Description
40
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Fördern von hohlzylindrischen Gegenständen mit offenen
Enden in koaxialer Reihenfolge entlang einer von einer endlosen über Kettenräder geführten Kette gebildeten
Hahn, wobei die Kette mit Förderdaiimen
versehen ist.
Bei derartigen Vorrichtungen ist es erforderlich, daß
sie die darauf beförderten Gegenstände, z. B. Doscnliimpfe.
welche durch eine Lötaiiftragsstellc geführt werden, in stabiler Lage geradlinig und sieher be-WCSCIl.
Es ist eine Vorrichtung bekannt, in welcher hohe zylindrische Gegenstände in koaxialer Reihenfolge
entlang einet bestimmten Bahn befördert werden. Eine solche Vorrichtung besteht aus einer endlosen
Förderkette mit in Absländen voneinander liegaulcn
Fördeniliedeni. in denen Förderdaumen mit Ansätzen befestigt sind, welche mit den hinteren Kanten
von Dosenrümpfen im Eingriff stehen. Dadurch wer- Go den die Dosenrümpfe entlang V-förmi»er Führungen
durch eine Eötauftragsstelle und anschließend durch eine sich bewegende, die Lappnähtc zusainmendrükkendc
Förderkette mil Fördcrdaumcn zum AusHaehen
tier gelöteten Nähte geschoben. 6,-j
Bei einer Fördervorrichtung gemäß der USA.-l'atcnlschrift
I 534 67d werden an einer Kette angebrachte Förderdaumen mit nach rückwärts gcrichtelen
Nasen verwendet, die zu fördernde Holilzylmdei an deren vorderen Rändern erl'as'en. Dabei werden
die llohlzylinder lediglich hinier der beirelfenden
Nase eingehängt. Die Fördcrdaiimeii behalten ihre
Lage relativ zu tier Kelle während deren Umlauf stündig bei.
Bei einer Fördervorrichtung gemäß der USA.-Patentschrili
2 3I1J 2Sl weiden zu fördernde llolilzyliiuler
mit Förderdaunien ebenfalls nur an einer Seite erfaßt, und zwar an ihrem hinteren Rand. Die
Förderdaumen ragen dabei ständig in die Förderbahn hinein. Eine Einklemmimg der zu fördernden llohlzylinder
soll dabei dadurch erfolgen, daß auf eine Klemmvorrichtung ein Widerstand der zu fördernden
Hohlzylinder wirkt, wobei die Öffnung der Klemmvorrichtung durch eine Nockenbetätigung erfolgt.
Auch aus der USA.-Patentschrift 2 731 137 sind zur Förderung von Zylindern ständig aus einer Förderkette
herausrufende Förderdaumen bekannt, wobei jedoch eine Einkleniiiiung der Z>
linder nicht vorgesehen ist.
Es ist schließlich aus den USA.-Patentschriften 3 110 391 und 3 225 896 bekannt, an Förderketten
Förderdaumen schwenkbar anzubringen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die eingangs genannte Vorrichtung so zu gestalten, daß bei
der Förderung die hohlzylindrischen Gegenstände so sicher erfaßt werden, daß a'.Ie rr,öglichen unerwünschten
Bewegungen, wie z. B. Kippen, Schaukeln, axiale Verdrehung, Längsverschiebung oder Schrägstellung
mit Sicherheit verhindert werden, wobei der Erfassungsvorgang das Einführen der hohlzylindrischen
Gegenstände in die Förderbahn so wenig wie möglich behindern soll.
Gelöst wird das Problem dadurch, daß die Förderdaumen schwenkbar gelagert sind und Drueknocken
aufweisen, die mit einer parallel zur Förderbahn liegenden Führung zwecks Einschwenken und Erfassen
der Gegenstände in der Förderbahn zusammenwirkt n, wobei an den Drueknocken gegenüberliegende
Ansätze mit vor- und rückwärts weisenden Nasen vorgesehen sind, die in die Förderbahn vorstehen und
in eingeschwenkter Lage mit ihrer vorwärts weisenden Nase jeweils den hinteren Rand eines Gegenstandes
gegen ein Förderglied der Kette spannen.
Durch diese Konstruktion wird eine Halterung der zu fördernden ho'nlzylindrisehcn Gegenstände sowohl
an ihrem vorderen als auch ihrem hinteren Rand erzielt, und zwar durch nur ein einziges Bauteil, nämlich
die mit vor- und rückwärtsweisenden Nasen versehenen Fördcrdaumcn. wobei in der eingeschwenkten
Lage die vorwärts weisende Nase den Gegenstand gegen ein Förderglied der Kette spannt. Für diese
neben der Förderung erzielte Einspaninmg sind also keine zusätzlich 11 Bauteile erforderlich. Damit nun
beim Einführen der zu fördernden Gegenstände in die I örderbahn diese sicher erfaßt werden, wirken die
schwenkbai gelagerten Fördcrdaiimcii über Drueknocken
mit der paiallel zur Förderbahn liegenden Führung zusammen, wodurch dem Fördcrdaumcn eine
Einschwcnkbcwcgung aus einer zurückgezogenen Lage in die Einsehwcnklage gegeben wird. Auf diese
Weise können die vorwärts weisenden Nasen sicher von unten her die hinteren Ränder der zu fördernden
hohl/ylind tischen Gegenstände erfassen.
Ausführungsbcispiclc dir Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden im folgenden
näher beschrieben. Fs /eiüt
I1 ig. I einen Sciienaulriß der Vorrichtung,
Ii g. 2, 3, -1 und 5 stark vergrößerte Ansichten
Kettenrades mit Besehleunigiiiigshebcl,
Ii g. 6 einen Sclinitl entlang Linie Vl-Vl der
Γ ι g. I und
l;iü. 7 eine stark vergrößerte, teilweise im Schnitt
dargestellte Teilansieht der in Hg. I gezeigten Vorrichtung.
Fig. I bis 7 zeigen die Voi richtung in einer bekannten Maschine /um Verlöten der Langsna'hte von
Diiseiiriimpien. Die Maschine umfaßt einen langen,
kanalfürmigen Unterteil 20, der auf niehtgezeigten Beinen ruht. Beide linden des Unterteils 20 tragen je
ein Paar Stülzsäulen. wobei in F i g. 7, tue den Vorderteil
der Maschine darstellt, nur eine dieser Stützsäulen,
mit 22 bezeichnet, gezeigt ist. In Fig. 1, die
das hintere rinde der Maschine darstellt, ist ein Paar dieser Slüi/sauleii mit 24 bezeichnet. Aul diesen
Stützsäulen ist ein Tragstutzen 26 angebracht, in welchem eine Antriebswelle 28 gelagert ist, die von einem
nicht gezeigten Hauptantrieb gedreht wird. Aur der Antriebswelle 28 ist ein Kettenrad 30 befestigt, über
Welches eine Förderkette 32 läuft und welches den !linieren Teil einer horizontalen Förderbahn, der Be-Wegungsbahn
der Dosenrümpfe B entsprechend, bil- «Jet. Dieser Teil ist die Entladestelle, an der die Do-
»enrümpfe B aus der Maschine ausgestoßen werden,
nachdem sie in einem Teii der Förderbahn über eine Kette 33 mit Druekgliede; η zum Pressen und Ausllaehen
der gelöteten Längsniihlc geführt wurden.
In F i g. 7 ist der vordere "feil der Maschine dargestellt.
Fin Tragstutzen 34 mit einem Vorsprung 36, in dem die Stützsäule 22 gelagert ist, ist verstellbar
befestigt. In dem Tragstutzen 34 ist eine Welle 38 gelagert, auf der ein Ausgleichszahnrad 40 befestigt ist. j5
Über dieses Ausglcichszahnrad 40 läuft die Förderkette 32. Dieser Teii der Maschi.ie bildet die Aufliahmestelle
der darunterliegenden Förderbahn. Über tlie Länge dieser Förderbahn wird die Förderkette
von einer Führung 42 gehalten, in welcher die Gliedbolzen 44 (Fig. 6) laufen. Die Führung 42 ist an
einem Halter 46 befestigt.
Wie in F i g. 2 bis 5 gezeigt, hat die Förderkette in
Abständen voneinander liegende Fördcrglieder 60, in denen Förderdaumen 62 schwenkbar gelagert sind. -15
I)ie Ln.derdaumen 62 sind mit T-förmigen An izen
f>4 und Drucknocken 66 ausgebildet. Nachdem die
»ich bewegende Förderkette in das Ausglcichszahnrad 40 (F i g. 7) eingreift, werden dij Ansätze 64 der Förtlciclai;men
62 eingezogen, indem sie auf eine Daninenführungfi",
die mit dem Tragstiilzrn 34 veibunllen
i:-t. stoßen und werden in dieser Stellung gehalten. zujiM von der DaumenlülmmL'68 und später
\on der Führiingsfedcr 70. während sie über den Nest
j'v.1«. Ausgleichszahnrades 40 laufen. Die Dmcknocken
f>6 liegen dabei in Ausnehmungen 69 im Ausgleiclisirahmad
40. Bei weiterer Bewegung der Förderkette werden die Drucknocken 66 liegen den oberen Teil
der Führung 42, welche der Führungsfeder 70 gegenüberliegt,
gedrückt und dadurch in Arbeitsstellung r">
geschwenkt, wobei die Ausätze 64 in die hinteren Kanten von Dosenriimpi'e.i B eingreifen. In normaler
Arbeit'weise der Maschine werden von der Aussloßvmikhtung
einer bekannten l'umpfherstellungsmaschine die Dosenrümpfe B in zeitlicher Abstim- 6S
mmig mit der Förderkette angeliefert, so daß jeweils
ein Ansatz 64 der Förderkette in die hintere Kante eines Dosenrumpfes />' eingreift, sobald der Ansatz 64
vom oberen Teil der Führung 42 in Arbeiissiellun
geschwenkt wurde.
F i g. 2 bis 5 zeigen das von der Antriebswelle nc wegte Kettenrad 30, welches die Ausslolislelle· bilde
einer Reihenfolge nach in seinen verschiedenen Siel Jungen. Ls ist hier auch deutlich die Ausbildung de
Förderdaumen 62 zum Stabilisieren der Dose·; rümpfe B in ihrer Bewegung /wischen Aufnahme
und AusstolisieUe ersichtlich. Jeder Förderdaumen is
mit einer von seinem Ansatz 64 in Arbeitssiellniv
waagerecht nach rückwärts liegenden Nase 80 ver sehen. In dieser Stellung liegt die Nase 80 in einen
Abstand zu ihrem Förderglied 60 und ist mit eine Lichten Abschrägung 82 ausgebildet, um ihr Lin
greifen in die vordere Kante eines Dosenrumples / zu ermöglichen. Auf diese Weise verhindern dl·
Nasen 80, daß die Dosen rümpfe B auf ihrem We; durch die Vorrichtung kippen.
Die Ansät/.c 64 der Förderdaumen 62 sind mit zu sätzlichen, nach vorne gerichteten Na.vn 84 versehen
welche in die hinteren Kanten der Dosenrümpfe / eingreifen und diese dadurch gegen Axialverdrehuni
sichern. Ebenso sichern sie. zusammen mit den nacl hinten gerichteten Nasen 80, die Dosenrümpfc I
gegen Verschiebung.
Durch dar. Andrücken der Dmcknocken 66 an dei
vorderen Teil 72 der Führung 42 und dem dadurcl verursachten Schwenken der Förderdau-nen 62 in Ar
beitsposition werden die Dosenrümpfe an ihren hin freu Kanten zwischen den Fördergliedern und dei
vorwärts gerichteten Nasen 84 eingespannt. Diesi Spannung wird durch das Zusammenwirken von Füh
rung 42 und Drucknocken 66 von der Förderketti auf den Weg von der AufnahmcstcHe bis zur Aus
stoßstelle beibehalten. An der Ausstoßslclie wird di< Spannung gelöst, indem die Bewegung dfr Dosen
rümpfe beschleunigt wird, nachdem die Förderdau men aus eier Führung ausgetreten sind.
Zu e'iesem Zweck sind mehrere Paare von Be schleunigungshcbcln 90; 90' (Fig. 6) am Ketlennu
30 befestigt, vvoDci jeweils Beschleunigungshebel 91 auf der einen und Beschleunigungshebel 90' auf de
anderen Seite des Kettenrades 30 liegen. Diese Be !•chleunigungshebcl 90; 90' sind auf Bolzen 9.
schwenkbar befestigt, welche durch das Kettenrad 31 führen, mit Muffen 94 davon in Abstand gehaltei
und mittels Muttern 96 festgehalten werden. Beilag scheiben 98 zwischen Muttern 96 und Bcschleuni
gtmgshebeln 90: 90' erlauben den letzteren, frei zi schwenken. Jedes Flebelpaar 90: 90' ist an seinci
inneren Luden mit Stiften 100 in Bogenschützen UV. miteinander verbunden, wodurch ein gleichmäßige
Schwenken erzielt wird. Jedes Paar der Beschleuni guiigshehel 90; 90' wird von Spiralfedern 110, die mi
dem Kettenrad 30 und den inneren Finden der Be1
schleunigimgshebel 9,/: 90' verbunden sind, in eine
nachgiebige.. Kuhcslellurm gehalten. Diese Stelluiv
wird auch von einer Aiischlagschraubc 104, die durcl
einen Bolzen 106 ragt und in diesem mit einer Vcr schlußmuttcr 108 befestigt ist, beeinflußt. Die äußc
ren Enden 112 der Beschleunigungshebel 90; 9(1 überragen die Peripherie des Kettenrades 30 und sini
an seinem Umfang auf einer Weise verteilt, in de jedes Paar jeweils die hinteren Kanten eines Dosen
rumpfcs B ergreift, wenn das entsprechende Forcier glied 60 das Kettenrad 30 erreicht (F i g. 2). Zi
diesem Zeitpunkt ist das Förderglied der Förderkctt 32 aus der Führung 42 getreten, wodurch die von de
Nase 80 ausgeübte Spannung auf den Dosenrumpf B gelöst wird. Die Beschleunigungsbewegung der Bcschleunigungshebel
90; 90' wird durch deren nachgiebiger Verbindung mit dem ortsfesten Stift 114 verursacht,
wobei die äußeren Enden der Bcschleunigungshebel 90; 90' die hinteren Kanten der Dosenrümpfe
B ergreifen und durch Schwenkung deren Bewegung beschleunigen, wobei sie vom Eingriff der
Nasen 84 gelöst werden. Der Stift 114 wird von einem Arm 116, der mit Schrauben 118 an einer Befcstigungsplatte
50 gehalten wird, getragen.
Um die nach rückwärts abstehenden Nasen 80 der Förderdaiimen 62 aus ihrem Eingriff mit den Dosenriimpfen
zu lösen, sind Nockenbuckel 120 rund um die Peripherie des Kettenrades 30 in Abständen befestigt.
Wie am besten in Fig. 5 gesehen werden kann, treffen am Ende der Förderbahn die Drucknocken
66 der Förderdaiimen 62 auf die Nockenbuckcl 120, wodurch die nach rückwärts abstehenden
Nasen 80 nach vorne aus ihrem Eingriff mit den Dosenrümpfen B geschwenkt werden. Die Dosen-
ίο rümpfe Ii werden dann nur noch von der Kette 33
so weit befördert, bis sie von den Bcschlcunigungs· hebeln 90: 90' ausgeworfen werden.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Voi richtung zum Fördern von hohlzyliiidiischen
Gegenständen mil offenen Enden in koaxialer Reihenfolge endang einer von einer endlosen
über Kettenräder geführten Kette gebildeten Hahn, wobei die Kette mit Förderdaumen versehen
ist, d a d υ r c Ii g e k e η η ζ e i c h net, daß
die Förderdaumeii (62) schwenkbar gelagert sind und Drueknocken (66) aufweisen, die mit einer
parallel zur Förderhahn liegenden Führung (42) /weeks Einschwenken und Erfassen der Gegenstände
(B) in der Förderbahn zusammenwirken, wobei an den Diueknocken gegenüberliegende
Ansätze (64) mit vor- und rückwärts weisenden Nasen (80, 84) vorgesehen sind, die in die Förderbahn
\orstclien und in eingeschwenkter Lage mit ihrer vorwärts weisenden Nase (84) jeweils
den hinteren Rand eines Gegenstandes gegen ein Förderglied (60) der KeU^ (32) spannen.
2. Vorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das am Ende der Förderbahn
liegende Kettenrad (30) Nockcnbiickel (120) aufweist,
wobei durch deren Anlage gegen die Drucknocken (66) die Nasen (80) aus ihrem Eingriff
mit den Gegenständen [B) gelöst werden.
3. Vorrichtung gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Kettenrad (30) Beschleunigungshebel
(90: 90') schwenkbar befestigt sind, deren äußere Enden 012) die Peripherie des
Kettenrades überragen und deren innere Enden bei Umdrehung des Kettenrades absatzweise gegen
einen ortsfesten Stift (114) stoßen uiid die äußeren
Enden gegen den hinteren Rand der G.:gcnstände [B) schwenken.
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