DE192528C - - Google Patents
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- DE192528C DE192528C DENDAT192528D DE192528DA DE192528C DE 192528 C DE192528 C DE 192528C DE NDAT192528 D DENDAT192528 D DE NDAT192528D DE 192528D A DE192528D A DE 192528DA DE 192528 C DE192528 C DE 192528C
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H29/00—Switches having at least one liquid contact
- H01H29/006—Self interrupters, e.g. with periodic or other repetitive opening and closing of contacts
Landscapes
- Electrolytic Production Of Metals (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 192528-KLASSE 21g. GRUPPE
Elektrolytischer Stromunterbrecher. Patentiert im Deutschen Reiche vom 11. April 1906 ab.
Gegenstand der Erfindung bildet ein Stromunterbrecher,
bei welchem die Elektoden in einen Elektrolyten eintauchen.
Die Erfindung kennzeichnet sich im vyesentliehen
dadurch, daß die Kathode aus Quecksilber besteht, welches sich am Boden in der den bekannten Schwefelsäureelektrolyten enthaltenden
Zelle befindet.
Der Vorteil, der den bekannten Unterbrechern gegenüber mit vorliegender Erfindung
erreicht wird, besteht darin, daß durch" das Quecksilber beim Arbeiten die Anode
fortwährend amalgamiert wird, so daß dieser dadurch eine längere Lebensdauer gesichert
ist. Ferner leiten kleine Teilchen Quecksilber, die beim Durchgang des elektrischen
Stromes durch den Elektrolyten von der Quecksilbermasse abgetrennt und im Elektrolyten herumgeschleudert werden, die Wärme
2ό besser von der heißen Anode ab, so daß eine
äußere Kühlung für. den Unterbrecher nicht angewendet zu werden braucht.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung veranschaulicht.
Fig. 1 zeigt den neuen Unterbrecher und dessen Schaltungsschema und
Fig. 2 verschiedene Formen der Kathodenspitze.
Die Zelle b, welche von einem äußeren Gefäß α zur Kühlung und Geräuschdämpfung
umgeben sein kann, nimmt den gewöhnlich im Verhältnis von 1:8 aus Schwefelsäure
und Wasser zusammengesetzten Elektrolyten i auf. Auf dem Boden der Zelle b ist als
Kathode eine Schicht j Quecksilber angeordnet, welcher der Strom durch den Stift /;
zugeführt wird. Die Anode reicht bis dicht über das Quecksilber, steht jedoch nicht mit
dieser in Berührung. Die Zuführungen zu beiden Elektroden werden von Röhren d
bzw. / aus isolierendem Material umschlossen, die in dem Deckel c der Zelle b befestigt
sind. Die Isolationsröhre / trägt am oberen Ende vorteilhaft ein Ableitungsrohr u, das
den etwa in dem Rohre hochsteigenden Elektrolyten in das Gefäß b zurückleitet.
Die Anode r besitzt in bekannter Weise am oberen Ende eine Schraubenspindel η, die
durch die Mutter α hindurchgeht und durch Drehen derselben das Verstellen der Anodenspitze
r veranlaßt. Eine Klemmschraube s verbindet die Anode mit der Primärspule
eines Induktionsapparates x, der über den Widerstand w mit der positiven Seite der
Stromquelle ν in Verbindung steht. Die negative Seite der Stromquelle ist an die
Klemmschraube f angeschlossen. Um den Gebrauch eines äußeren Widerstandes unnötig
zu machen, trägt die Kathodenzuführung h oben eine Schraubenspindel e, so daß
sie in der Höhe beliebig eingestellt werden kann, und kann unten konisch, konvex oder
konkav geformt sein; je nachdem nun die Spitze in das Quecksilber eingetaucht wird,
wird sich der Übergangswiderstand vergrößern oder verkleinern, so daß damit der
Widerstand des Stromkreises eingestellt werden kann. Beim Durchfließen des Stromes
wird sich die aus Platin bestehende Anode fortwährend neu amalgamieren, wodurch eine
Abnutzung dieser durch die beim Arbeiten des Unterbrechers auftretende chemische Wirkung
bedeutend vermindert wird. Außerdem dienen beim Arbeiten von der Quecksilberschicht
losgelöste Ouecksilberteilchen dazu,
ίο die bei der Anode auftretende Wärme besser
abzuleiten, als der Elektrolyt es kann.
Der Unterbrecher kann so lange arbeiten, bis kein metallisches Quecksilber mehr in der
Zelle b vorhanden ist, da dasselbe beim Durchgange des elektrischen Stromes durch
die dabei auftretende Wärme und chemische Reaktion in Quecksilbersubsulfat verwandelt
wird, das für den Strom undurchlässig ist. Die Zelle b müßte dann wieder mit neuem
Quecksilber und mit einem neuen Elektrolyten aufgefüllt werden.
Claims (2)
1. Elektrolytischer Stromunterbrecher, dadurch gekennzeichnet, daß die Kathode
aus einer am Boden der mit dem Schwefelsäureelektrolyten gefüllten Zelle befindlichen
Quecksilberschicht besteht, zum Zweck, durch die beim Arbeiten in dem Elektrolyten herumgeschleuderten Quecksilberteilchen
die Abnutzung der Anode durch fortwährendes Neuamalgamieren zu vermindern und die Wärme von der Anode
schneller abzuleiten.
2. Elektrolytischer Stromunterbrecher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Zuführung zur Quecksilberkathode verstellbar und am unteren Ende konisch,
konvex oder konkav geformt ist, zum Zweck, je nach dem Eintauchen ins Quecksilber den Übergangswiderstand zu
verändern.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE192528T |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE192528C true DE192528C (de) |
Family
ID=5734483
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT192528D Active DE192528C (de) |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE192528C (de) |
| FR (1) | FR365209A (de) |
-
0
- DE DENDAT192528D patent/DE192528C/de active Active
-
1906
- 1906-04-13 FR FR365209A patent/FR365209A/fr not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR365209A (fr) | 1906-09-05 |
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