DE32928C - Neuerung an rotirenden galvanischen B.atterien - Google Patents
Neuerung an rotirenden galvanischen B.atterienInfo
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf Neuerungen an galvanischen Batterien, deren Elektroden,
d. h. die Zink- und Kohlenkörper, die Form von Scheiben haben und sich in irgend
einer Richtung drehen, nm das Haftenbleiben der entwickelten Wasserstoffbläschen auf ihnen,
welche die Ursache der Polarisation bilden, zu vermeiden.
Bei derartig geformten Elektroden bezw. construirten Elementen geben erstere, nachdem sie
mit der Luft in Berührung getreten sind, beim Eintauchen an den Elektrolyt eine bestimmte
Quantität Sauerstoff wieder ab, wodurch die Batterien länger andauern, und dann werden
durch die stattfindende Reibung der Elektroden in der Flüssigkeit Erschütterungen erzeugt, durch
welche ein Mehr an Elektricität erzielt wird.
Die hiernach beschriebenen Neuerungen bezwecken namentlich ein genaues Auffangen
der entwickelten elektrischen Ströme, d. h. ohne Stromverluste, als ob die Contacte feststehende
wären, und bestehen gleichzeitig in Anordnungen , durch welche ein theilweises oder vollständiges
Hochheben der wirksamen und leitenden Theile sowohl, wie auch der die Flüssigkeit
aufnehmenden Behälter ermöglicht wird, Fig. 5, 6 und 7.
Ebenso sind kleinere Neuerungen vorgesehen, welche einzeln keinen besondern Werth zeigen,
in ihrem Zusammenhang aber bewirken, durch die rotirenden galvanischen Batterien bezw. in
der elektrischen Industrie praktische, ausgezeichnete und neue Resultate zu erzielen.
Diese Vervollkommnungen können bei allen rotirenden galvanischen primären oder secundären
Elementen, mit oder ohne poröse Zellen, mit Hülfe besonderer Dispositionen in der
Telegraphie, der Telephonic, der Galvanoplastik, mit einem Wort bei beliebigen Erzeugungsweisen
elektrischer Ströme, und welche auch ihre Anwendung sein möge, angebracht werden.
Auf beiliegender Zeichnung stellt dar:
Fig. ι die Seitenansicht und theilweisen Schnitt
einer rotirenden galvanischen Batterie mit einer Anzahl gleichartig construirter Elemente;
Fig. 2 einen Verticalquerschnitt durch einen der Stromempfänger.
Fig. 3 ist der mit Fig. 2 correspondirende Grundrifs eines einzelnen Elements unter Hinweglassen
der Elektrodenscheiben.
Alle Elemente sind so zusammengestellt, wie dies auf der rechten Seite der Fig. 1 dargestellt
ist.
In einem hölzernen oder Hartgummibehälter a sind die Kohlenscheiben c c angebracht, zwischen
denen sich die Zinkscheibe \ befindet. Alle drei sind fest mit einander durch die
concentrischen Scheiben \ \ und c1 c\ welche
durch die Versteifungen y von einander getrennt gehalten werden, die jedoch gute Leiter
sind, verbunden.
Die Scheiben c c und ^ sitzen mit ihren scheibenförmigen Rundstücken ^1C1C * auf einer
isolirenden Hülse b, Fig. 4, welche um die röhrenförmige Welle d gelegt ist; jede der
Scheiben ist vom nächsten Rundstück durch einen isolirenden Ring e getrennt, Fig. 4.
Diese Ringe e werden durch die auf der am Ende mit Gewinde versehenen Hohlwelle d
befindlichen Muttern g g fest zwischen den Scheiben- und Rundstücken angezogen. Die
•Hohlwelle nimmt an ihren Enden die massiven
Drehzapfen d1 d1 auf, welche in den in den
Ständern s s angebrachten Lagern h ruhen. Zwischen diesen Ständern sind die Elemente
eingesetzt und ruhen mit den ersteren auf der Grundplatte t. In der Mitte oder an
sonst geeigneten Stellen der Hohlwelle d sind Stützen d" angebracht, deren oberes Ende der
Hohlwelle als Lager dient.
Die Lager h sind in verticaler Richtung beweglich und so eingerichtet, dafs man die in
die erregende Flüssigkeit eintauchenden Scheiben herausheben kann, je nachdem man die galvanische
Batterie in Wirksamkeit setzen will oder nicht. Zu diesem Zweck genügt es, die Kurbel χ in Drehung zu versetzen und durch
Vermittelung der Schraubenschnecken k k und der Schneckenräder k1 k\ welche auf die mit
Gewinde versehenen Stangen Ji1Ii1 wie Schraubenmuttern
wirken, den Lagern h h, an denen die Stangen H1Ii1 befestigt sind, eine auf- oder
abwärtsgehende Bewegung zu geben.
Die Ständer s s sind oben durch die Querverbindung j zusammengehalten , in deren Mitte
ein Zwischenlager / zur Aufnahme der Welle k2, auf der die Schraubenschnecke k sitzt, angebracht
ist.
Die Zink - und Kohlenelektroden % und c c
tauchen in die erregende Flüssigkeit in den Behältern α α α und sind so der elektrolytischen
Wirkung der Flüssigkeit, woraus der elektrische Strom resultirt, ausgesetzt.
Die Entnahme bezw. das Auffangen des elektrischen Stromes erfolgt in continuirlicher
Weise, d. h. ohne Stromverluste, wie in folgendem beschrieben.
Jedes der scheibenförmigen Rundstücke C1C1
und ^1 der Kohlen- und Zinkelektroden dreht
sich je in einem der Quecksilberbäder m, welche von einer Querstange, die eine Strebe für die
Querseitenwände der Behälter α bildet, getragen werden. Diese Querstangen sind mit den Contactschrauben
m2 versehen, von welchen die Leitungsdrähte ausgehen, der eine den positiven,
der andere den negativen Pol der Elemente bildend.
Bei einer derartigen Anordnung gelangt die entwickelte Elektricität, weil die Rundstücke c1 c1
und ^1 ständig in elektrischer Verbindung mit
den Scheiben c c und ^ stehen, integral durch die Quecksilbernäpfe m und die Querstangen m1
zu den Contactschrauben.
Jeder der Behälter α ist mit einem Hahn a1
behufs Reinigung derselben versehen.
Die Wirkungsweise dieser rotirenden galvanischen Batterie ist folgende:
Die Drehung der Zink- und Kohlenelektroden zwecks Verhinderung jeder Polarisation
auf diesen Elektroden erfolgt mittelst eines elektrischen Motors M, dessen Bewegung der
Welle d der Elektroden durch die Zahnräder M1 M2 Ma und Af4 übermittelt wird.
Mit den Zink- und Kohlenscheiben drehen sich die Rundstücke C1C1 und % \ welche in
die Quecksilberbäder m eintauchen und ihnen den elektrischen Strom zuführen, und zwar geschieht
dies ohne jeden Stromverlust und in constanter Weise, gerade so, als wenn der Strom von unbeweglichen Elektroden aufgefangen
würde.
Die Ersetzung bezw. Auswechselung solcher Elektroden, aus welchem Grunde dies auch
nothwendig werden dürfte, erfolgt auf die einfachste und rascheste Weise bei dieser Neueinrichtung.
Bei der in Fig. 8 dargestellten Einrichtung kann die Zwischenscheibe c1 und if1, welche
die Elektricität der Kohle c oder des Zinks c dem Quecksilberbad übermitteln soll, nur
mittelst der an ihr in bestimmten Zwischenräumen angebrachten Schaufeln η mit dem
Quecksilberbad in Berührung treten.
Dieses Quecksilberbad kann aus einem isolirten Napf bestehen oder auch durch einen
isolirenden Träger m1 getragen werden; im
einen wie im anderen Falle jedoch wird der Strom von den in das Quecksilber eintauchenden
Leitungsdrähten ff1 weitergeführt.
In den Fig. 9 und 10 ist eine Disposition zur Entnahme der elektrischen Ströme ohne
besondere Quecksilberbäder für jede Scheibe dargestellt. An jeder der Rundstücke C1C1
und ^λ der Scheiben c c und ^ sind die beiden
Leitungsdrähte//1 befestigt, welche so in der ganzen Länge der Hauptwelle zusammengruppirt
sind, um sich am Ende der Hauptwelle mit Sammelscheiben zu verbinden, die in ein Quecksilberbad
tauchen, aus welchem die elektrischen Ströme dann in einer der hier vorbeschriebenen
Weisen aufgenommen werden.
Die in den Fig. 1,2 und 3 dargestellte Anordnung gestattet nicht, die eingetauchte Oberfläche
der Elektroden zu vergröfsern und infolge dessen den Strom zu vermehren, je nachdem
z. B. die zu speisende Lampenzahl vermehrt oder im allgemeinen Elektricität in beliebigen
Quantitäten erzeugt werden soll.
In den Fig. 5, 6 und 7 sind Constructionen dargestellt, welche diesen Zweck zu erfüllen
bestimmt sind. Die Behälter α (s. Fig. 5) sind auf einem Tisch t zusammengestellt, welchen
man mittelst der Kurbel q hoch - und tiefstellen kann, so dafs auch das Niveau der
erregenden Flüssigkeit hoch oder tief zu stehen kommt und infolge dessen die Berührungsfläche
der positiven und negativen Elektroden mit dieser Flüssigkeit vermehrt oder vermindert
wird. Bei dieser Anordnung ruht und dreht sich die Hauptwelle if der Scheiben in festen
unbeweglichen Lagern auf den Ständern s s.
Claims (2)
1. Bei Elementen mit rottenden Elektroden
die Verbindung der letzteren mit Eisenscheiben , welche in Quecksilber tauchen, zum Zweck der Stromabnahme durch diese
Eisenscheiben und das Quecksilber.
2. Die Anordnung der mit den rotirenden
Elektroden verbundenen Eisenscheiben in der Weise, dafs von jeder derselben Drähte
zu zwei Sammelscheiben führen, welche in Quecksilber tauchen.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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- DE DENDAT32928D patent/DE32928C/de not_active Expired - Lifetime
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