DE48296C - Elektrische Batterie - Google Patents
Elektrische BatterieInfo
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
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- H01M6/00—Primary cells; Manufacture thereof
- H01M6/24—Cells comprising two different electrolytes
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung betrifft eine neue galvanische Batterie von hoher Leistungsfähigkeit und für
zwei Flüssigkeiten, welche im allgemeinen gesäuertes Wasser als Erregungsflüssigkeit und
eine Lösung von Kaliumbichromat oder Natriumbichromat als Depolarisationsfiüssigkeit sind.
Die Speisung der Batterie ist eine leichte, das Niveau ist stets das gleiche und das Abziehen
der erschöpften Flüssigkeit erfolgt in einfachster und sicherster Weise.
Die neue elektrische Batterie ist auf beiliegender Zeichnung zur Darstellung gebracht.
Fig. ι zeigt die Gesammtanordnung der Batterie, bei welcher einzelne Theile abgebrochen
dargestellt sind, um das Innere derselben besser zu veranschaulichen.
Fig. 2 zeigt das äufsere Gefäfs, in dessen Inneres die poröse Zelle eingesetzt wird, sowie
die Röhren zum Abziehen der erschöpften Flüssigkeiten.
Fig. 3 zeigt die Art und Weise, wie die negativen Kohlenelektroden eingesetzt werden.
Fig. 4 und 5 zeigen die Details der Abziehröhren für die erschöpfte Flüssigkeit, und zwar
Fig. 4 diejenige für die poröse Zelle und Fig. 5 diejenige des äufseren Behälters.
Fig. 6 veranschaulicht die Befestigungsweise dieser Röhre mit dem Boden des Gefäfses
bezw. der porösen Zelle.
Fig. 7 stellt eine Kohlenelektrode dar.
Fig. 8 zeigt die Gestalt und Einrichtung einer Zinkelektrode.
Fig. 9 stellt einen Querschnitt durch Fig. 8 dar und
Fig. 10 zeigt einen Querschnitt durch die poröse Zelle.
Die Fig. 11 bis 13 geben speciell die Einrichtung
der Zinkelektrode an.
Fig. 11 zeigt die Zusammensetzung der Zinkelektrode aus einzelnen Platten,
Fig. 12 den zugehörigen Rahmen und
Fig. 13 die Art und Weise des Einsetzens
der Platten in den Rahmen.
Das äufsere Gefäfs der vorliegenden elektrischen Batterie wird aus Material aller Art hergestellt,
welches die Eigenschaft besitzt, den Säuren zu widerstehen. Es besitzt eine rechteckige
Form und geringe Höhe. Eine seiner Seitenwände 2 ist in der Mitte ausgebaucht, so
dafs das Rohr zum Ablassen der erschöpften Flüssigkeit Platz findet. Fig. 3 zeigt die Art
und Weise der inneren Auskleidung des äufsereri Gefäfses ι mit den Kohlentafeln.
Eine Platte 4 ist eingeschoben dargestellt, während die gegenüberliegende Platte in Richtung
des eingezeichneten Pfeiles nach abwärts geschoben werden müfs, um die Batterie in
Gang zu setzen. Die Platten für die Seitenwände 6 und 7 werden zuletzt eingeschoben.
Die Platten 4 und 5 sind bei 8 mit Rinnen versehen, um Querwände aus Kohlen, welche
die negativen Elektroden bilden, aufzunehmen. Wie Fig. ι und 3 angeben, sind diese transversalen
Kohlenplatten abwechselnd auf den Seiten 4 und 5 angeordnet, wodurch die Flüssigkeit
im äufseren Gefäfs, welche sich in der Nähe der Platte 6 befindet, veranlafst wird, im
Zickzackweg . die Kohlenelektroden zu bespülen, bevor sie nach der Ablaufstelle 2 gelangt.
Die poröse Zelle bildet einen langen Behälter von geringer Höhe, dessen beide Parallel-
seitenwände 9 und 10 schlangenartig gebogen sind (s. Fig. 2 und 3).
Die parallelen Seitenwände sind ungefähr 25 mm von einander entfernt; die poröse Zelle
bildet so einen langen, an beiden Enden abgeschlossenen Kanal, der durch eine Bodenplatte
11 aus dem gleichen Material abgeschlossen ist. Letztere ist an einem Ende durchbohrt,
um das Ablaufrohr R1, Fig. 1 und 5, aufzunehmen.
Die poröse Zelle 9, 1.0 wird in das äufsere
Gefäfs gestellt, und werden dadurch parallele Abtheilungen gebildet, welche abwechselnd dem
äufseren Gefäfs und der porösen Zelle angehören, und zwar liegt eine negative Zelle immer
zwischen zwei positiven.
Alle porösen Abtheilungen communiciren mit einander und ebenso communiciren sämmtliche
Zellen des äufseren Gefäfses mit einander.
Hierdurch wird bei geringerer Gröfse der Batterie eine sehr grofse Oberfläche erreicht,
so dafs z. B. eine Batterie von 40 cm Länge und 16 cm Höhe ungefähr 1 5 qdcm wirksame
Oberfläche darbietet. Ferner wird erreicht, dafs sämmtliche wirksame, und depolarisirende
Flächen, welche einander direct gegenüberliegen, einander parallel kufen, dafs dieselben einander
auf das möglichste Mafs genähert werden, indem zwischen ihnen eine Schicht Flüssigkeit von.
grofsem Querschnitt und geringer Stärke liegt, und endlich wird erreicht, dafs alle Tröge
der gleichnamigen Pole mit einander communiciren und dafs in denselben die Flüssigkeit
circulirt.
Die auflösbare Elektrode wird durch eine Anzahl Zinkpole gebildet, von denen so viel
angeordnet sind, als poröse Einzelzellen die Zelle besitzt.
Diese Zinkplatten tauchen ganz in die erregende Flüssigkeit, so dafs sie vollkommen
und gleichmäfsig abgenutzt werden. Die Zinkelemente haben die in Fig. 11 bis 13 dargestellte
Einrichtung, nur statt aus starken Massen werden dieselben aus Zinkblech von den handelsüblichen Dimensionen und Stärken
hergestellt. Sie werden nach der Gröfse der Elektroden zugeschnitten, hierauf einzeln amalgamirt
und dann zu einer fertigen Elektrode zusammengestellt. Sie bieten so nur ihre Aufsenfläche der Flüssigkeit dar. Hierbei sind
diese Elektroden sehr widerstandsfähig und brauchen nicht so häufig amalgamirt zu werden
wie massive Elektroden..
Die einzelnen Zinkplatten mnpq werden in
einem mit zwei Seitentheilen s t und einem Boden r versehenen Rahmen (Fig. 12) gehalten;
der Bodentheil r liegt auf dem Boden 11 der porösen Zelle und die beiden Seitentheile s und t
tauchen in die Flüssigkeit.
Der Rahmen ist ausgehöhlt, um die einzelnen Zinkplatten aufzunehmen; er wird vortheilhaft
aus amalgamirtem Kupfer hergestellt, damit die Flüssigkeit dieses Metall nicht angreife und auf
seiner ganzen Ausdehnung einen guten Leiter für die Elektricität bilde.
Die Rinne am Bodentheil r des Rahmens dient gleichzeitig zum Sammeln des Quecksilbers,
welches von den amalgamirten Platten abtropft. Statt des Kupferrahmens (Fig. 12)
kann auch jeder andere Rahmen in Anwendung kommen.
Die Seite t des Rahmens ist verlängert und mit Klemmbügeln ν oder Klemmschrauben
versehen, welche den elektrischen Strom nach einer gemeinschaftlichen Polstange übertragen.
Auf solche Weise ist erreicht, dafs in leichter Weise die Zinkelektroden ausgewechselt werden
können, ohne den inneren Zusammenhang der Batterie zu stören.. Die den positiven Pol
bildenden negativen Elektroden bestehen aus Retortenkohle und stehen in dem durch die
Windungen der porösen Zelle freigelassenen Raum. Zur negativen Elektrode gehören auch
die vier aus Kohlen gebildeten Platten, welche die Innenbekleidungen des äufseren Gefäfses 1
bilden. Jede der Kohlenplatten ist mit einem metallischen Leiter verbunden, der ebenso wie
die Leitungsbügel der Zinkelektroden gebogen ist und mit einer gemeinschaftlichen Abtheilung
verbunden wird. Sie ragen einige Centimeter über das Niveau der Flüssigkeit hinaus und
sind besonders stark ausgeführt. Die Leiter zum Abnehmen des elektrischen Stromes sind
aus einem zweifachen Grunde vermehrt worden:
ι. um Kohlenstücke von gebräuchlichen Dimensionen verwenden zu können,
2. um der schlechten Leitungsfähigkeit der Kohlen Rechnung zu tragen.
Es hat sich nämlich gezeigt, dafs bei Anordnung von wenig Ableitern an verhältnifsmäfsig
grofser Oberfläche der Kohlenelektrode eine Erhitzung der letzteren eintritt, so dafs
ein grofser Theil der Energie verloren geht.
Die Ablafsrohre R R1 wirken in folgender Weise: Das Rohr R, welches zum Ablassen
der depolarisirenden Flüssigkeit aus dem äufseren Gefäfs ι dient, ist in der Ausbiegung 2 zwischen
der Wand des Gefäfses und der Kohlenplatte 7 angeordnet. Letztere ist an ihrem unteren
Theile mit einer kleinen Oeffhung versehen.
Die erschöpfte Flüssigkeit, welche durch ihre Schwere sich am Boden des Behälters 1 ansammelt,
geht so in die Abtheilung 2 über und wird in dem Mafse, wie man frische Flüssigkeit
in das Gefäfs 1 eingiefst, in die Kammer 2 getrieben, in welcher sie sich auf das Niveau
der Flüssigkeit in dem Aufsengefäfs 1 ansammelt, da das äufsere Gefäfs und die Abtheilung 2 mit
einander communiciren. Infolge dessen ist die Abtheilung 2 immer mit erschöpfter Flüssigkeit
angefüllt. Das auf dem Boden des Gefäfses 1 befestigte Rohr 12 ist so von der erschöpften
Claims (2)
1. Eine galvanische Batterie, gekennzeichnet
durch die aus parallelen Plattenwänden mit gemeinschaftlichem Boden gebildete schlangenartig
gewundene poröse Zelle 9, 10, in deren Einbiegungen die Kohlenelektroden, eingreifen,
welche aus einzelnen Platten ge-
. bildet sind, die mit der aus Kohlen bestehenden Innenverkleidung des äufseren
Gefäfses 1 zusammenhängen und bei welcher Batterie die Zinkelektroden in dem
Zwischenräume zwischen den parallelen Wänden der porösen Kammer angeordnet
sind.
2. Die Anordnung der Ablaufrohre R R1 an den Enden der schlangenartig gebildeten
porösen Zelle bezw. in dem Raum 2 des äufseren Gefäfses 1 aus hohlen Rohren 12
bezw. 20 mit Ueberlauföffnungen 14 bestehend, welche in Vereinigung mit der
Wandung 2 oder dem concentrischen Rohr 21 das Abziehen der erschöpften
Flüssigkeiten im Mafs des Zugebens frischer Flüssigkeiten ermöglichen.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE48296C true DE48296C (de) |
Family
ID=323282
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT48296D Expired - Lifetime DE48296C (de) | Elektrische Batterie |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE48296C (de) |
-
0
- DE DENDAT48296D patent/DE48296C/de not_active Expired - Lifetime
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