DE192514C - - Google Patents
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 192514 -KLASSE 6 b. GRUPPE
HERMANN BREKER in CÖLN.
Durch vorliegende Erfindung sollen die im Brauereibetriebe mit dem bisher üblichen Abläuterverfahren
unter Verwendung der bekannten Läuterbotticheinrichtung verbundenen Nachteile vermieden und ein rationelleres
Arbeiten bei der Würzebereitung ermöglicht werden.
Die Nachteile des bisher üblichen Abläuterverfahrens sind bedingt durch die gebräuchliehe
Einrichtung des Läuterbottichs mit sehr nahe über dem eigentlichen Bottichboden liegendem Läuterboden, dem sog. Senkboden,
und bestehen darin, daß:
ι. beim Abmaischen und beim Anzapfen Treberteile durch die Senkbodenlöcher durchgeschlagen
oder durchgerissen werden, wodurch die Würze verunreinigt wird, so daß man genötigt ist, diese ·— die sog. Trubwürze
— in den Läuterbottich zurückzupumpen, also Zeit und Arbeit unnötig aufzuwenden,
2. beim Abläutern der Senkboden nur in minimaler Weise ausgenutzt und so die Ab-
v läuterung unnötigerweise verlängert, also zu
viel Zeit dafür in Anspruch genommen wird, während zugleich durch die längere Dauer der
Abläuterung auch der G.eschmack der Biere verschlechtert wird,
3. im letzten Zeitabschnitt einer-Abläuterungspliase
zwischen Senkboden und Bottichboden ein mehr oder weniger großes Vakuum entsteht, durch dessen Einwirkung ein größeres
oder geringeres Zusammenpressen der Treber herbeigeführt wird, so daß, um weiter
abläutern zu können, eine besondere Auflockerung der Treber nötig wird, was eine be-40
sondere Maschine und den Aufwand besonderer Kraft und längerer Arbeitszeit erfordert.
Diese Nachteile werden nach dem vorliegenden neuen Verfahren dadurch vermieden, daß
während des Abläuterns zwischen Bottichboden und Senkboden eine ziemlich hohe Flüssigkeitssäule
steht, von welcher der Ablauf in die Abzugsrohre in gewisser Höhe über dem Bottichboden erfolgt und welche in steter Verbindung
durch die Löcher des Senkbodens hindurch mit der Flüssigkeitssäule oberhalb des Senkbodens im Bottich erhalten wird,
während die unmittelbar ' über den Abzugslöchern imBotticliboden niedergehenden feinen
Treberteilchen am Eindringen in die Abzugslöcher gehindert werden, den Verunreinigungen
Gelegenheit gegeben wird, sich in einer stagnierenden Flüssigkeits-(Trubwürz-) schicht am Bottichboden zu sammeln und abzulagern,
und, sobald der Flüssigkeitsspiegel unterhalb des Senkbodens anfängt zu sinken, wodurch die Verbindung zwischen der unterhalb
und oberhalb des Senkbodens stehenden Flüssigkeit unterbrochen und die Gefahr eines
Vakuums mit seinen schädlichen Folgen eintreten würde, ein weiteres Abfließen der ·
Würze aus den Abzugslöchern ■ sofort selbsttätig verhindert wird.
Diese Erfindung beruht auf praktischen Erfahrungen und Versuchen mit dem bisherigen
Abläuterverfahren bei, der üblichen Botticheinrichtung.
Bei den bisherigen Läuterbottichen, beträgt der Abstand zwischen dem Senkboden · und
dem Bottichboden 4 bis 22 mm. Eine weitere Vergrößerung dieses Abstandes erschien bis-
55
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her den Brauereitechnikern unzulässig und unmöglich, weil alsdann sofort das sog. Reißen
und Zusammenziehen der Maische eintrat.
Je nach der Temperatur der Maische im Läuterbottich, dem Feinheitsgrad des verwendeten
Malzschrotes und der Konstruktion des Senkbodens läuft die Bierwürze langsamer oder rascher durch diesen ab. Die Weiterbeförderung
der ablaufenden und sich zwisehen Senkboden und Bottichboden ansammelnden
Würze erfolgt durch die im Bottichboden angebrachten Rohranstiche, die mit den Läuterrohren verbunden sind.
Während man früher auf einen Quadratmeter und mehr Läuterfläche nur einen Rohranstich
anordnete, ist man in neuerer Zeit, und zwar beim sog. S c h m i t ζ sehen Verfahren,
dazu übergegangen, für 1 qm Läuterfläche zwei Rohranstiche anzuordnen, wodurch in
Verbindung mit der hohen Temperatur schon eine wesentliche Verkürzung der Abläuterzeit
erzielt worden ist. Aber abgesehen davon, daß die Bottichbodenkonstruktion, insbesondere
bei Dampfböden, der Anzahl der Rohranstiche ein Ziel setzt, genügt die ganze Einrichtung
nicht, um den Senkboden in genügender Weise auszunutzen.
Es ist erklärlich, daß bei normaler Abläuterung die Rohranstiche bis unter den Senkboden
voll Würze stehen und sich diese Würzemenge mit der zwischen Senkboden und Bottichboden stehenden Würze ausgleicht,
wobei die Menge der durch die Rohranstiche abziehenden Würze geringer sein muß als die
Würzemenge, welche durch den Senkboden fließen würde, wenn ihr die zwischen Senkboden
und Bottichboden stehende Würze keinen Widerstand entgegensetzte. Vergrößert man die Geschwindigkeit der durch die Rohranstiche
ablaufenden Würze durch Aufreiben der Läuterhähne derart, daß die abfließende
Menge größer wird, als die der durch den Senkboden fließenden Würze, so tritt zunächst
über den Rohranstichen Vakuum ein, es werden an dieser Stelle durch den Druck der
Atmosphäre die Treber durch den Senkboden gepreßt und es tritt das sog. Reißen und Zusammenziehen
der Maische ein, das sich schnell fortpflanzt, wenn man nicht entgegenwirkt.
Da die zwischen Senk- und Bottichboden stehende Würze nur nach einer Richtung hin,
und zwar nach dem Rohranstich ausweichen kann, so ist es klar, daß :
I. die gerade über dem Rohranstich durch den Senkboden gehende und unmittelbar in
das Anstichloch herabfließende Würze die höchste Geschwindigkeit hat, letztere aber mit
zunehmender Entfernung seitlich vom Rohranstich abnimmt und schließlich gleich Null
wird,
2. an bestimmten Stellen zwischen Senkboden und Bottichboden die Würze unbeweglich
ist,
3. der Senkboden ganz ungleichmäßig und schlecht ausgenutzt wird,
4. die Flüssigkeitsbewegung· in der Maische oberhalb des Senkbodens, einmal des ungleichmäßigen
Ablaufens wegen, dann aber auch wegen der fortgesetzten Ausgleichung in der Flüssigkeitssäule, eine ungleichmäßige ist,
\vas ,nachteilig auf- die Auslaugung einwirkt.
Ein geschlitzter Senkboden bietet bei 1 qm = 10 000 qcm Läuterfläche etwa 500 qcm freie
Durchgangsfläche. .
Beim Schmitz sehen Verfahren bewegt
sich beim Beginn der Abläuterung die Würze in einem Rohranstich von 7,1 qcm Querschnitt
mit einer Geschwindigkeit von etwa 12 bis 20 cm in der Sekunde, ohne daß Reißen eintritt.
Um den Rohranstich von 7,1 qcm Querschnitt mit Würze zu füllen, genügt bei gleicher
Geschwindigkeit eine Läuterfläche von 142 qcm, und da zwei Roiiranstiche auf
10 000 qcm Läuterfläche fallen, würde die durch den Senkboden fließende Würze nur
eine Geschwindigkeit von 3 bis 5 mm in der Sekunde haben, was nicht einmal einem
zusammenhängenden Tröpfeln entsprechen würde. Es soll nicht verkannt werden, daß
ein Teil der Senkbodenlöcher verstopft ist, immerhin läßt aber die minimale Geschwindigkeit
erkennen, daß die bisherige Bottichkonstruktion, selbst nicht beim Schmitz sehen
Verfahren, eine volle Ausnutzung des Senkbodens zuläßt.
Der Wirkungskreis der einem Rohranstich zuströmenden Würze ist zwar größer wie
142 qcm, gleich 6,7 cm Radius, dafür nimmt aber atich infolge des Widerstandes der abfließenden
Würze die Gesctrwindigkeit der durch den Senkboden fließenden Würze immer
mehr ab, je weiter man sich vom Rohranstich entfernt und wird schließlich gleich Null, d. ti.
die Würze steht still.
Diese Verhältnisse sind bei vorliegender Erfindung vollständig geändert; sie ermöglicht
einen ganz anderen Gang des Abläuterverfahrens und eine bedeutend schnellere Durchführung des Abläuterns, womit die oben
aufgeführten Nachteile des bisherigen Verfahrens in Wegfall kommen.
Die Hauptänderung am Läuterbottich gegenüber den bisher üblichen Einrichtungen
besteht darin, daß der Senkboden ganz bedeutend höher über den Bottichboden gelegt
wird, und zwar, statt des bisherigen Zwischenraumes zwischen beiden von etwa 10, 12 bis
höchstens 22 mm, mit einem Zwischenraum von mindestens 3 cm und mehr, bis etwa zehnmal
so hoch als bisher üblich , so daß die Würze innerhalb der Flüssigkeitssäule abge- .
zogen werden kann, wodurch ein bedeutend rascherer Ausgleich stattfindet als bisher.
Eine weitere Änderung besteht darin, daß die Zahl der Abzugslöcher im Bottichboden verringert,
aber ihr Durchmesser gegenüber den jetzt üblichen Loch- und Rohrweiten vergrößert
ist.
Die neue Läuterbotticheinrichtung ist auf der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel
ίο veranschaulicht, und zwar zeigt Fig. ι die
linke Hälfte des Bottichs im Grundriß, die Läuterhähne nach vorn, dem Beschauer zugekehrt
gedacht, Fig. 2 einen senkrechten Mittelschnitt hierzu durch den unteren Teil des Bottichs mit den beiden Böden, während
- Fig. 3 bis 5 Einzelheiten in größerem Maßstabe zeigen.
Der Bottichboden ist mit 1, der Senkboden mit 2 bezeichnet. Letzterer besteht bei dem
gezeichneten Beispiel, wie der Grundriß Fig. 1 zeigt, aus einzelnen, nicht mehr untereinander
verlaschten Stücken, nämlich aus acht äußeren und vier inneren Quadrantstücken (4 und 3),
wobei erstere am äußeren Umfange auf einem ringsumlaufenden und am Bottichmantel 5 befestigten
Ring 6 aus. Flach-, Winkel- oder sonstigem geeignetem Profileisen aufruhen,
während ihre radialen Längsstöße durch untergelegte Flach- oder sonstige Eisen 7, die am
äußeren Ende in den.Ring 6 eingelassen sind, bzw. auf dem Ring und noch an einzelnen
Stellen ihrer Länge auf Stützen 8 ruhen, unterstützt sind (Fig. 5). In gleicher Weise
erfolgt die Unterstützung der radialen Stöße zwischen den inneren Quadrantstücken 3
durch diese Flacheisen 7, die am inneren Ende auf einem Ring 9 an der Büchse 10 für den
Durchgang der Achse oder Königsstange des üblichen Maischapparats aufliegen. Ähnlich
ist auch der Ringstoß zwischen den Quadranten 3 und den äußeren Ringstücken 4 durch
untergelegte Flacheisen 11, die auf einzelnen Stützen 8 ruhen, getragen.
Bei dem gezeichneten Beispiel sind im Bottichboden 1 nur vier Rohranstiche 12 vorgesehen,
wovon je ein Läuterrohr 13 unter dem Bottich her nach außen führt. Die Läuterrohre
13 sind je mit einem Läuterhahn 14 in üblicher Weise versehen, um den Ablauf
aus den einzelnen Läuterrohren nach Belieben mehr oder weniger freigeben rand versperren,
also regeln zu können.
Bei jedem Rohranstich 12 ist eine Vorrichtung 15 (Fig. 1) innen am Bottichboden angebracht,
welche das Eindringen etwa durch die Löcher des Senkbodens 2 hindurch gelangter feiner Treberteilchen und sogenannter
Treberwürze verhindern.
Diese Vorrichtung kann natürlich sehr verschiedenartig ausgeführt sein. Bei dem gezeichneten
Beispiel besteht sie, wie Fig. 3 zeigt, in einer Art Rohrkopf, der mit seinem unteren kleineren Ende 16 in das Abzugsloch
eingesetzt und in dem oberen Ende des Krümmers 17, womit das Läuterrohr an den Anstichboden
und das Abstichloch anschließt, durch Einstecken, Einschrauben o. dgl. befestigt
ist. Der obere, weitere Teil 18 dieses Rohrkopfes besitzt eine' Anzahl seitlicher Öffnungen
19 über einem etwas erhöhten Randring 20 am Boden, und dieser Randring bewirkt
demnach, daß bis zu seinem Oberrande die Flüssigkeit während des Abläuterns stets
über dem Bottichboden 1 stehen bleibt.
Auf den ersten Blick scheint diese Vorrichtung etwas Ähnlichkeit zu besitzen mit der in
Fasbender., Mechanische Technologie der Bierbrauerei und Malzfabrikation, Bd. 3,
S. 349 beschriebenen und dargestellten Kühlschiffablauf
schüssel. Während jedoch bei letzterer der Seiherring mit seinem gelochten unteren Teil bis auf den Kühlschiffboden
reicht, also Flüssigkeit von diesem abziehen · lassen soll, sogar noch etwa mitlaufendes
Kühlgeläger, das dann eben in der Ablaufschüssel selbst durch den über ihren Boden
vortretenden Rand des Würzeventils zurückgehalten wird, und der Seiherring nur mit
seinem oberen, geschlossenen Randteil gröbere Teile, wie Besenreis u. dgl., von dem Ventil
fernhalten soll, soll gerade bei vorliegender Vorrichtung durch den erhöhten geschlossenen
unteren Randteil 20 des Rohrkopfes unterhalb der Öffnungen 19 alle Flüssigkeit über dem
ganzen Bottichboden am Ablaufen verhindert, also zurück- und im Ruhestande gehalten -werden,
so daß sie gleichsam einen mathematischen Boden bildet, über welchen hinweg die ablaufende Läuterflüssigkeit fast ohne Reibung
in seitlicher Richtung den Öffnungen 19 in den Rohrköpfen zufließt. Die untere
stehende Flüssigkeitsschicht bildet die eigentliche Trübwürze, weil in sie alle aus den
Löchern 21 des Senkbodens 2 herabkommenden festen Teilchen und Verunreinigungen
herabsinken und, da diese Flüssigkeitsschicht sich in Ruhe befindet, ungestört bis zum
Bottichboden gelangen und sich hier ablagern und sammeln können.
Damit nicht aus den gerade oberhalb des Rohrkopfes 18 befindlichen öffnungen 21 des
Senkbodens 2 feste Teilchen und Verunreinigungen direkt in den Kopf 18 und damit in das
Abstichloch gelangen und die klare Würze trüben, ist in einigem Abstande über 18, auf
Stützen 22 ruhend, ein Schutzdach 23 angebracht, welches alle durch die oben befindlichen
Löcher 21 hindurchgehenden festen Teilchen auffängt. Da auch hiermit wegen
der fortwährenden Bewegung der Flüssigkeit ein Mitreißen feiner Treberteilchen unter dem
Schutzdach 23 her in die obere Öffnung des
Rohrkopfes i8, wie auch durch die seitlichen Öffnungen 19 in diesen hinein nicht ausgeschlossen
wäre, so sind noch alle Öffnungen durch Filtertuch verschlossen, etwa in Form eines Beutels 24, der durch einen in den Kopf
18 von oben her gesteckten Ringmantel 25 gestützt und über diesen gespannt ist, so daß
also nur ganz klare Flüssigkeit durch den Kopf 18 in die Abstichlöcher und die Läuterrohre
13 gelangen kann. Der den' Filterbeutel gespannt haltende Ring 25 kann durch
zwei (oder mehr) an seiner Oberseite vorragende und in entsprechende Löcher des Schutzdaches 23 hineingreifende Ansätze 26
zugleich zum Sichern des Schutzdaches gegen Verrutschen dienen. 27 sind zwei Handgriffe,
die gebraucht werden, um den Rohrkopf 18 mit seinem unteren Ende 16 in das Abstichloch
bzw. das obere Krümmerende hinein- oder aus diesem wieder herauszuschrauben.
Selbstredend kann diese Einrichtung auch
• mancherlei Abänderungen erfahren. So kann
z. B. der Ringmantel 25 fortbleiben und der Filterbeutel direkt über den Rohrkopf 18 gezogen
werden, \vie auch einfach dessen einzelne Öffnungen mit einzelnen Filtertüchern
überspannt werden könnten. Ebenso können auch die Handgriffe 27 ersetzt sein durch einen
einzelnen Handgriff innerhalb oder oberhalb des Rohrkopfes, z. B. in Form einer diametral
von einer zur anderen Seite gehenden Stange, Traverse oder eines Bügels.
Um nun, nachdem auf solche Weise durch den Rohrkopf 18 sämtliche klare Flüssigkeit
abgeläutert ist, auch die auf dem Bottichboden ι bis zur Oberkante des unteren Randringes
20 des Kopfes 18 noch stehende trübere Flüssigkeit zum Schluß wenigstens größtenteils
noch abziehen und ausnutzen zu können, sei es, daß sie der nächsten Maische zugesetzt
oder daß sie von neuem auf die Treber gebracht wird, können im Bodenteil 28 des Rohrkopfes
18 eine Anzahl radialer Kanäle 29 vorgesehen sein. Bei dem gezeichneten Beispiel
ist deren Einmündung 30 etwas höher gelegt, so daß der über den Bottichboden 1 vortretende
dickere untere Rand 31 der Boclenwandung wenigstens den ganz dicken Bodensatz
zurückhält und am Abfließen durch die Mündungen 30 und Kanäle 29 \^erhindert.
Natürlich können aber die Kanäle 29 und ihre Mündungen 30 auch auf gleicher Höhe, ev.
ganz unten am Bottichboden liegen, wenn alles Dicke hier abgezogen und neu mitgekocht
werden soll.
Nun müssen die Kanäle 29, solange nur klare Würze durch den Rohrkopf 18 ihren
Abzug finden soll, verschlossen gehalten werden. Diesem Zwecke dient ein Ring 32, der
an seinem oberen Ende ringsum eine Anzahl Öffnungen 33 aufweist, die mit den inneren
Mündungen der Kanäle 29 kommunizieren können, wenn der Ring 32 entsprechend eingestellt
ist, während, wenn dieser um ein gewisses kleines Maß um seine Achse gedreht wird, die Zwischenräume 34 zwischen den einzelnen
Öffnungen 33 sich vor die innere Ausmündung der Kanäle 29 legen, diese also absperren.
Diese Drehung des Ringes 32 läßt sich sehr einfach in folgender Weise bewirken.
Der Krümmer 17 erhält nach unten hin über sein Knie hinaus noch eine rohrstutzenartige
Fortsetzung 35, und in dieses Rohr ist ein inneres Rohr 36 von unten her drehbar eingesetzt,
welches nach derjenigen. Seite, wo der Krümmer 17 in das eigentliche Läuterrohr 19
übergeht, einen Ausschnitt 37 besitzt, so daß der Abfluß nach 19 hin stets frei ist. Das Rohr
36 greift oben mit Zähnen 38 in das entsprechend gestaltete untere Ende des eben erwähnten
Ringes 32, so daß, wenn das Rohr 36 in der einen oder anderen Richtung gedreht wird, auch stets der Ring 32 entsprechend mitgenommen
wird. Nun ist das drehbare innere Rohr 36 am unteren Ende, zweckmäßig der Krümmerform entsprechend, geschlossen und
hier mit einem Zapfen .39 versehen, der durch einen aufgeschraubten Deckel 40, welcher das
innere Rohr 36 in dem Rohrstutzen 35 des Krümmers 17 festhält und die Fuge zwischen
beiden verschließt, nach unten vortritt. An diesem Zapfen 39 ist ein Hebel 41 angeschlossen,
durch welchen der Zapfen und damit das ganze Rohr 36 und der Rhig 32 gedreht
werden kann.
Die Hebel 41 zweier oder mehrerer von der Mittellinie des Bottichbodens aus nach rechts
oder links (von dem bei den Läuterhähnen befindlichen Arbeiter aus gesehen) liegender
Abstichvorrichtungen sind zweckmäßig untereinander, wie in Fig. 1 links gezeichnet, durch
eine Stange 42 verbunden, welche außen vor dem Bottich, also für den Arbeiter gut erreichbar,
mit Gewinde 43 in einer fest gehaltenen Mutter 44 geht und am äußersten Ende einen Handgriff, Handrad o. dgl. 45 trägt, so
daß durch deren Drehung die Hebel 41 gleichzeitig um ein gleiches Maß nach vor- oder
rückwärts herumgelegt und die Schieberringe 32 oben vor den Kanälen 29 im Boden der
Rohrköpfe 18 entsprechend gedreht werden und damit der Durchfluß durch die-se Kanäle
29 geöffnet oder geschlossen wird.
Um die Ringe 32 zAvecks Reinigung bequem herausnehmen zu können, kann in den Ringen
je eine Querstange 46 oder eine sonstige Vorrichtung angebracht sein, die als Handgriff
dient.
Bei den bisherigen Läuterbottichen kann man, falls ein sog. Reißen und Zusammenziehen
der Maische, also ein Vakuum unter dem Senkboden eintreten sollte, dieses immer
erst erkennen, wenn die Würze unklar läuft, der Ausfluß der Würze an den Läuterhähnen
ganz aufhört oder mindestens bedeutend nachläßt, und ist alsdann wegen des weiten Weges,
den die Würze noch in den Läuterrohren zurückzulegen hatte, das Zusammenziehen und
-pressen der Maische wegen des inzwischen schon größer gewordenen Vakuums bereits
sehr weit vorgeschritten, so daß in der Regel
ίο nur durch Inbetriebsetzung der Aufmaischvorrichtung
die Maische wieder gelockert und ein neues Nachfließen von Würze durch den Senkboden nach vorherigem Absperren der
Läuterhähne veranlaßt werden kann. Um bei der vorliegenden Einrichtung des Bottichs
ein etwaiges Unterbrechen der Verbindung zwischen der Flüssigkeitssäule unter dem
Senkboden und derjenigen darüber, also ein beginnendes Vakuum, sofort erkennen und
ao dem weiteren Fortschreiten dieses ungünstigen Zustandes Einhalt tun zu können, ist bei dem
gezeichneten Beispiel an der Seite unten am Bottich ein Flüssigkeitsstandglas 47 angebracht
(Fig. 5), in welchem die Flüssigkeit mindestens bis zu der der Unterkante des Senkbodens entsprechenden Linie A-A steht.
Dieser Stand der Flüssigkeit zeigt an, daß kein Vakuum vorhanden, vielmehr die Flüssigkeit
aus dem oberen Teil des Bottichs durch die Treber und den Senkboden hindurch immer
in laufender Verbindung mit der Flüssigkeitssäule zwischen Senkboden und Bottichboden
ist. Sinkt der Flüssigkeitsspiegel unterhalb des Senkbodens 2 tiefer, so sinkt er auch im
Glas 47 entsprechend und man kann dann sofort die Läuterhähne 14 schließen, also ein ,sofortiges
Steigen des Flüssigkeitsstandes und Wiederherstellen des normalen Zustandes bewirken.
Für gewöhnlich aber wird, solange noch Flüssigkeit in dem Läuterbottich oberhalb des
Senkbodens steht, auch die Flüssigkeit im Standglas 47 höher stehen als bei der Linie
A-A, und zwar so hoch, als es die Höhe des Standglases und die Zusammenpressung der
in seinem oberen Teil etwa eingeschlossenen Luft eben gestattet, da ja der Flüssigkeitsspiegel
in dem Standglas sich- natürlich mit demjenigen im Läuterbottich auszugleichen
und auf dieselbe Höhe einzustellen sucht.
Um nun das Flüssigkeitsstandglas nicht so hoch machen zu müssen, wie der ganze Bottich
hoch ist, da ja für den vorliegenden Zweck die Höhe des Flüssigkeitsspiegels oberhalb des
Senkbodens unwesentlich ist und nicht interessiert, und um gleichzeitig, sobald der
Flüssigkeitsspiegel unter die mit der Unterfläche des Senkbodens übereinstimmende Linie
A-A zu sinken anfängt, sofort selbsttätig dem weiteren Ablaufen der Flüssigkeit durch die
Läuterrohre und -hähne ein Ende zu machen, kann noch in dem Flüssigkeitsstandglas 47 ein
Schwimmer 48 angeordnet sein, der, je nach seiner Stellung" und Bewegung, in einem besonderen
Raum oberhalb des Flüssigkeitsstandglases einen elektrischen Kontakt . geschlossen
hält, öffnet, oder wieder schließt, wodurch das Offenhalten des Abflusses der Läuterflüssigkeit aus den Röhren und Hähnen
sowie das selbsttätige Absperren dieses Abflusses Und ein Melden durch Läutewerk
u. dgl. an die Bedienung des Bottichs bewirkt wird.
Die Einrichtung des Schwimmers ist derart, daß er mit der auf ihm befestigten Führungsstange
49 durch die Decke 50 des Flüssigkeitsstandglases hindurch in den oberhalb derselben befindlichen besonderen Raum
51 geht, in welchem der eine Teil 52 einer elektrischen Kontaktvorrichtung fest angebracht
ist, während der andere Teil 53 mit der Schwimmerstange 49 verbunden ist und sich
bewegt. Wird nun Flüssigkeit in den Läuterbottich eingefüllt, so tritt sie, nachdem sie
durch den Senkboden hindurch den Teil des Bottichs unterhalb des Senkbodens ausgefüllt
hat — bei noch abgeschlossenen Läuterhähnen — durch die Rohrverbindung 54 unten
zwischen Bottichboden 1 und Flüssigkeitsstandglas 47, nach Öffnung einer in ihr vorgesehenen
Absperrvorrichtung, in das Standglas ein, steigt darin hoch und hebt den Schwimmer
48 bis unter die Decke 50, wobei die vorher im Standglas befindliche Luft an der
Stange 49 vorbei durch die zu deren leichtem Durchgang dienende Öffnung in der Decke 50
in den oberen Raum 51 geht und hier durch irgendeine geeignete Öffnung, z. B. da, wo die
elektrischen Drähte durchgehen oder auch durch eine besondere Öffnung ins Freie entweicht.
Nun würde selbstredend, wenn nicht für eine schließliche Absperrung der Durchgangsöffnung
um die Stange 49 herum in der Decke 50 gesorgt wäre, die Flüssigkeit in 47 noch höher steigen, in den Raum 51 gelangen
und hier ausfließen. Um dies zu verhüten und die Vorrichtung gangbar und brauchbar zu
machen, ist unmittelbar auf den Schwimmer 48 um die Stange 49 herum eine gut wirkende
Dichtungsvorrichtung 55, etwa in Form eines oder mehrerer Gummiringe o. dgl. von beliebiger,
geeigneter Gestalt, z. B. etwa auch konisch nach oben zulaufend, angebracht, so
daß sie mit ihrem oberen Ende noch etwas in die Öffnung um 49 herum eintreten können.
Ist die Flüssigkeit also so hoch gestiegen, daß der Schwimmer 48 mit der Dichtungsvorrichtung
55 bis unter die Decke 50 gelangt ist, so wird bei weiterem Ansteigen der Flüssigkeit
die Dichtung 55 fest gegen den Boden 50 an der Durchlaßstelle für die Stange 49 gepreßt
und damit ein weiteres Entweichen von
Luft aus dem Flüssigkeitsglas 47 und ein Höhersteigen der Flüssigkeit darin unmöglich
gemacht. Es bleibt also eine kleine Menge Luft oben in 47 oberhalb des Flüssigkeitsspiegeis
eingeschlossen und durch den Druck der Flüssigkeit im Läuterbottich etwas zusammengepreßt,
was aber auf das Funktionieren der Vorrichtung keinen Einfluß ausübt. Ist der Schwimmer im übrigen richtig eingestellt
und belastet, d. h. von vornherein sein Gewicht richtig gewählt und die Länge seiner
Stange 49 der Lage und Anordnung der Kontakte 52 und 53 entsprechend gemacht, so
kommen bei dieser Hochstellung des Schwimmers 48 die Kontakte miteinander in Berührung,
so daß Strom Schluß eintritt, und bleiben in dieser Stellung so lange, bis der Schwimmer
48 mit dem Flüssigkeitsspiegel in 47 sinkt.
Beim Eintritt der Berührung zwischen den Kontaktteilen 52 und 53, die natürlich gut
voneinander isoliert sein müssen, ertönt für die Bedienung des Läuterapparats ein Signal,
etwa eine Läutevorrichtung o. dgl., um anzuzeigen, daß die Flüssigkeit den Raum unterhalb
des Senkbodens entsprechend gefüllt hat, also alles so weit vorbereitet ist, daß mit dem
Ablaufenlassen der Flüssigkeit begonnen werden kann, worauf der Bedienende die Läuterhähne
öffnet.
Bei der gezeichneten Ausführung münden die Läuterhähne 14 mit den besonderen Krümmern
56 dicht anschließend in ein besonderes Rohr 57, welches in die Läutermulde 58 (beim
Schmitz sehen Verfahren meist zugleich
die sogenannte Kühlmulde bildend) mündet. In diesem Rohr 57 ist ein Absperrorgan 59,
z. B., wie gezeichnet, ein Schieber, oder auch ein Ventil, Hahn o. dgl., angeordnet, welches
Organ, entweder durch sein Eigengewicht oder durch besondere Gewichts- oder Federbelastung
abwärts gedrückt, den Ablauf aus 57 nach der Läutermulde 58 hin absperren kann. Der den Apparat Bedienende öffnet zu
Beginn der Abläuterung, nachdem ihm das vorher erwähnte Signal durch den Schwimmer
48 gegeben ist, diese Absperrvorrichtung durch Hochheben oder -ziehen entgegen dem
Gewichts- oder Federdruck und stellt sie in dieser geöffneten Stellung durch eine Arretiervorrichtung
fest, z. B. durch Einhängen in oder Auflegen auf einen Stift 60. Dieser ist an einem beweglichen Magneten oder Magnetanker
61, etwa in einem besonderen Gehäuse 62, befestigt, welcher, solange der Strom geschlossen
ist, gegen einen zweiten Elektromagneten 63 bzw. den Anker zu ersterem, anliegt.
In dieser Stellung tritt der Stift 60 so weit aus seiner Führung oder aus dem Gehäuse
62 heraus, daß er geeignet ist, das Absperrorgan 59 hoch bzw. geöffnet zu halten.
Der Stromkreis, der die Elektromagneten bzw. Anker 61 und 63 in dieser Lage erhält.,
wird ebenfalls durch die Kontakte 52 und 53
geschlossen. Sobald aber eine Unterbrechung der Verbindung der Flüssigkeitssäule unterhalb
des Senkbodens mit derjenigen oberhalb desselben, also das ungünstige und vom Brauer befürchtete sogenannte Reißen eintreten
sollte, sinkt natürlich auch die Flüssigkeit in 47 und der Schwimmer 48 etwa bis zur
Linie A-A und wird damit sofort, noch ehe dieser Stand ganz erreicht ist, der Stromkreis
durch Entfernung der beiden Kontakte 52 und 53 voneinander unterbrochen. Damit tritt
auf den Magneten oder Anker 61 und den daran befestigten Stift 60 die Wirkung einer
Feder 64 in Tätigkeit, wodurch der Stift 60 so weit zurückbewegt wird, daß er das Absperrorgan
59 freigibt und dieses nun unter der Wirkung seines Eigengewichtes oder
seiner besonderen Gewichts- oder Federbelastung sich schließt und das Weiterabfließen
von Flüssigkeit aus dem Rohr 57 nach der Läutermulde 58 hin sofort selbsttätig absperrt.
Es muß also, da das weitere Ablaufen von Flüssigkeit aus dem Läuterbottich sofort
aufhört, sehr bald durch den Senkboden und die Treber hindurch so viel Flüssigkeit nachgeflossen
sein, daß die Verbindung zwischen der Flüssigkeitssäule unterhalb des Senkbodens
und derjenigen darüber durch die Senkbodenlöcher hindurch wieder hergestellt wird,
also kein größeres und länger dauerndes Vakuum und Reißen vorkommen kann. Zugleich
steigt dann auch wieder in 47 die Flüssigkeit und der Schwimmer 48 auf die alte Höhe, es
tritt wieder die luft- und flüssigkeitsdichte Absperrung des Raumes 47 nach oben hin
durch die Dichtungsvorrichtung 55 und damit erneuter Schluß des Kontakts 52 und 53 ein,
worauf ein erneutes Signal dem Bedienenden anzeigt, daß er nun die Absperrvorrichtung
\vieder in der alten Weise zu öffnen und mittels des Stiftes 60 in geöffneter Stellung festzustellen
hat. So kann sich dieses Spiel verschiedene Mal wiederholen.
Allerdings würde hierbei, solange überhaupt die Flüssigkeit richtig läuft und der Kontakt
52, 53 geschlossen bleibt, das Läutewerk oder sonstige Signal fortwährend ertönen. Aber
dies kann natürlich durch eine selbsttätige Umschaltung nach einmaligem Ertönen des
Signals beim ersten Intätigkeittreten des Kontakts oder auch durch Abstellen des Läute-
oder sonstigen Signalapparats von Hand seitens des Bedienenden verhütet werden. Es
ließe sich auch dieser Signalapparat in derartige Verbindung mit dem Absperrorgan 59
oder dem Stift 60 bringen, daß bei Öffnung des Absperrorgans bzw. geöffneter Feststellung
desselben jedesmal sofort selbsttätig das
Läute- oder sonstige Signalwerk ausgeschaltet und bei der Bewegung des Stifts 60 aus der
Arretierstellung oder beim Bewegen des Absperrorgans 59 in die Verschlußstellung selbsttätig
wieder eingeschaltet wird.
Um den Inhalt des Flüssigkeitsstandglases ganz ablaufen lassen und das Glas und die
Verbindungsleitung 54 zum Bottich reinigen zu können, kann unten an 47 ein Ablauf- und
to Durchstoßhahn 65 angeordnet sein.
Claims (8)
1. Abläuterverfahren^ dadurch gekennzeichnet,
daß die Flüssigkeit aus den mittleren Schichten einer zwischen Bottichboden
und Senkboden stehenden, durch die Öffnungen in letzterem hindurch mit der Flüssigkeit* darüber im Bottich in ständiger
Verbindung bleibenden Flüssigkeitssäule nur seitlich abgezogen und den Lochanstichen
im Boden zugeführt wird, und zwar nicht schneller und nie mehr, als in derselben Zeiteinheit durch die Öffnungen
des Senkbodens hindurch von oben her unter deni natürlichen Druck der oberen Flüssigkeitssäule ersetzt wird.
2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß in dem Flüssigkeitsraum unter dem Senkboden Vorrichtungen angebracht sind,
welche die mit Treberteilchen vermengte Würze verhindern, direkt in die Abzugslöcher zu fließen, sie vielmehr zwingen,
ihre festen Bestandteile am Bottichboden abzuscheiden und ein getrenntes Abziehen
der festen Bestandteile und der klaren Würze ermöglichen.
3. Ausführungsform der Verfahren nach Anspruch 1 und 2, darin bestehend, daß
alle Läuterrohre sofort selbsttätig abgesperrt bzw. das weitere Ausfließen von
Würze aus den Abzugslöchern· verhindert wird, sobald der Flüssigkeitsspiegel in den
Senkbodenlöchern anfängt zu sinken·, und noch bevor er bis an die Unterfläche des Senkbodens herabgegangen ist, zum
Zwecke, die stete Verbindung der Flüssigkeitssäule unter dem Senkboden mit der darüber befindlichen Flüssigkeit durch die
Senkbodenlöcher hindurch zu erhalten und so die Gefahr eines entstehenden Vakuums
unter dem Senkboden mit seinen schädlichen Folgen, dem sogenannten Reißen,
zu vermeiden.
4. Läuterbottich für Brauereien zur Ausübung des in Anspruch 1 gekennzeichneten
Verfahrens, dadurch gekennzeichnet, daß der Senkboden über dem Bottichboden·
höher als bisher üblich, und zwar in mindestens 3 cm Abstand, angebracht ist, um einerseits einen hinreichenden Raum
zur Bildung der Flüssigkeitssäule unter · dem Senkboden, von welcher seitlich abgezogen
wird, zu erhalten, andererseits die Anbringung besonderer Abzugsvorrichtungen oberhalb jedes Abzugsloches im
Bottichboden zu ermöglichen.
5. In dem Läuterbottich nach Anspruch 4, zur Ermöglichung der besonderen
Abart des Verfahrens nach Anspruch 2, die Anordnung besonderer Abzugsvorrichtungen
(15) über jedem Abzugsloch (12) des'Bottichbodens (i), welche die Wrürze
verhindern, sofort in das Abzugsloch zu laufen, und ein Abziehen der Würze in gewisser
Höhe über dem Bottichboden aus der Flüssigkeitssäule, und zwar von allen Seiten her, ermöglichen.
6. Die Ausführung der im Anspruch 2 bezeichneten Vorrichtungen in der Weise,
daß über jedem Abzugsloch (12) ein oben ganz offenes und am Umfang in gewisser
Höhe über seinem Boden (28) mit Durchbrechungen (19) versehenes, eine größere
Weite als die Abzugslöcher (12) besitzendes, mit einer Filtriervorrichtung (24)
versehenes Gefäß (15) angebracht ist, das in gewissem Abstande von einer Platte
(23) überdeckt ist, welche das direkte Zuströmen von Flüssigkeit aus den über dem go
Gefäß (15) befindlichen Senkbodenlöchern in das Gefäß verhindert und zum Ablagern _
der aus diesen Senkbodenlöchern heräbkommenden Treberteilchen dient.
7. Die weitere Ausbildung des im Anspruch 6 bezeichneten Gefäßes (15), darin
bestehend, daß dieses mit Durchlaßöffnungen (29) in Verbindung mit einem alle diese
Öffnungen (29) gleichzeitig absperrenden oder freigebenden Absperrorgan (32) versehen
ist.
8. Läuterbotticheinrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1,
gekennzeichnet durch die Anordnung" eines Flüssigkeitsstandglases (47), welches
von unten bis über die Höhe des Senkbodens reicht vtnd wenigstens die Erkennung
des Flüssigkeitsstandes zwischen Senk- und Bottichboden gestattet, in Verbindung
mit einem in dem Standglas be- no fmdlichen Schwimmer (48), durch dessen Stange (49) beim höchsten Schwimmerstand
das Flüssigkeitsstandglas oben durch eine Dichtungsvorrichtung· (55) luft- und flüssigkeitsdicht abgesperrt und in einem
besonderen Raum oberhalb des Standglases ein elektrischer Kontakt (52,53) geschlossen,
beim Sinken des Schwimmers aber der Kontakt unterbrochen wird und dadurch Signalvorrichtungen in Funktion
treten, sobald die Ablaufleitungen zu öffnen oder zu schließen sind.
9- Eine Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Ausmündungen aller Läuterhähne (14) dicht an ein gemeinschaftliches,
mit der Würzemulde
(58) verbundenes Rohr oder Gefäß (57) angeschlossen sind, dessen Absperrorgan
(59) durch eine Arretiervorrichtung (60). in geöffneter Stellung festgestellt werden
kann, während die Arretiervorrichtung' mit einem Magneten oder Anker (61), welcher
bei Unterbrechung des durch den Schwimmer (48) am Flüssigkeitsstandglas betriebenen
Kontakts (52, 53) bewegt wird, so verbunden ist, daß sie bei der Bewegung des Magneten oder Ankers das Absperrorgan
(59) freigibt, dieses sich also schließt und den weiteren Auslauf von Flüssigkeit aus dem Bottich sofort absperrt,
bis in diesem der normale Zustand und der höchste Schwimmerstand im Standglas (47) wieder hergestellt ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE192514C true DE192514C (de) |
Family
ID=455826
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT192514D Active DE192514C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE192514C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE963952C (de) * | 1953-02-04 | 1957-05-16 | Jacob Carl | Einrichtung zum Ablaeutern mittels Laeuterbottichen |
-
0
- DE DENDAT192514D patent/DE192514C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE963952C (de) * | 1953-02-04 | 1957-05-16 | Jacob Carl | Einrichtung zum Ablaeutern mittels Laeuterbottichen |
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