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ist man in neuerer Zeit, u. zw. beim sogenannten Schmitzschen Verfahren, dazu übergegangen, für 1 m2 Läuterfläche zwei rohranstiche anzuordnen, wodurch in Verbindung mit der hohen Temperatur schon eine wesentliche Verkürzung der Abläuterzeit erzielt worden ist. Aber abgesehen davon, dass die Bottichbodenkonstruktion, insbesondere bei Dampfböden, der Anzahl der Rohranstiche ein Ziel setzt, genügt dis ganze Einrichtung nicht, um den Senkboden in geniigender Weise auszunutzen.
Es ist erklärlich, dass bei normaler Abläuterung die Rohranstiche bis unter den Senkboden voll Würze stehen und sich diese Würzemenge mit der zwischen Senkboden und Bottichboden stehenden Würze ausgleicht, wobei die Menge der durch die Rohranstiche abziehenden Würze geringer sein muss, als die Würzemenge, welche durch den Senkboden fliessen würde, wenn ihr die zwischen Senkboden und Bottichboden stehende Würze keinen Widerstand entgegensetzte.
Vergrössert man die Geschwindigkeit der durch die Rohranstiche ablaufenden Würze durch Aufreiben der Läuterhähne derart, dass die abfliessende Menge grösser wird, als die der durch den Senkboden fliessenden Würze, so tritt zunächst über den Rohranstichen Vakuum ein, es werden an dieser Stelle durch den Druck der Atmosphäre die Treber durch den Senkboden gepresst und es tritt das sogenannte Reissen und Zusammenziehen der Maische ein, das sich schnell fortpflanzt, wenn man nicht entgegenwirkt.
Da die zwischen Senk-und Bottichboden stehende Würze nur nach einer Richtung hin, u. zw. nach dem Rohranstich ausweichen kann, so ist es klar, dass :
1. die gerade über dem Rohranstich durch den Senkboden gehende und unmittelbar in das Anstichloch herabfliessende Würze die höchste Geschwindigkeit hat, letztere aber mit zunehmender Entfernung seitlich vom Rohranstich abnimmt und schliesslich gleich Null wird
2. an bestimmten Stellen zwischen Senkboden und Bottichboden die Würze unbeweglich ist ;
3. der Senkboden ganz ungleichmässig und schlecht ausgenutzt wird ;
4. die Flüssigkeitsbewegung in der Maische oberhalb des Senkbodens, einmal des Ullgleichmässigen Ablaufens wegen, dann aber auch wegen der fortgesetzten Ausgleichung in der Flüsaigkeitssäuie, eine ungleichmässige ist, was nachteilig auf die Auslaugung einwirkt.
Ein geschlitzter Senkboden bietet bei 1 m2 = 10.000 cm2 Läuterfläche, etwa 500 cm freie
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Beim Hchmitz8chen Verfahren bewegt sich beim Beginn der Abläuterung die Würze in einem Rohranstich von 7'1 cm, Querschnitt mit einer Geschwindigkeit von etwa 12-20 cm in der Sekunde, ohne dass Reissen eintritt. Fm den Rohranstich von 7'1 cm2 Querschnitt mit Würze
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des Spnkbodens zulässt.
Der Wirkungskreis der einem Rohranstich zuströmenden Würze ist zwar grösser wie] 42 cm2 gleich 6-7 CM Radius, dafür nimmt aber auch infolge des Widerstandes der abfliessenden Würze die Geschwindigkeit der durch den Senkboden fliegenden Würze immer mehr ab, je weiter man sich vom Rohranstich entfernt und wird schliesslich gleich Null, d. h. die Würze steht still.
Diese Verhältnisse sind bei vorliegender Erfindung vollständig geändert ; sie ermöglicht einen ganz anderen Gang des Abläuterverfahrens und eine bedeutend schnellere Durchführung des Abläuterns, womit die oben aufgeführten Nachteile des bisherigen Verfahrens in Wegfall kommen.
Die Hauptänderung am Läuterbottich gegenüber den bisher üblichen Einrichtungen besteht @darin, dass der Senkboden ganz bedeutend höher über dem Bottichbogen gelegt wird, u. zw. statt des bisherigen Zwischenraums zwischen beiden von etwa 10, 12 bis höchstens 22 wm, mit einem
Zwischenraum von mindestens 3 cm und mehr, bis etwa zehnmal so hoch, als bisher üblich, so dass die Wurzc innerhalb der Flüssigkeitss & ule abgezogen werden kann, wodurch ein bedeutend rascherer Ausgleich stattfindet, als bisher. Eine weitere Änderung besteht darin, dass die Zahl
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unterstützt sind (Fig. 3).
In gleicher Weise erfolgt die Unterstützung der radialen Stösse zwischen den inneren Quadrantstücken 3 durch diese Flacheisen 7, die am inneren Ende auf-einem Ring 9 an der Büchse 10 für den Durchgang der Achse oder Königsstange des üblichen Maischapparats aufliegen. Ähnlich ist auch der Ringstoss zwischen den Quadranten 3 und den äusseren Ring- stücken 4 durch untergelegte Flacheisen 11, die auf einzelnen Stützen 8 ruhen, getragen.
Bei dem gezeichneten Beispiel sind im Bottichboden 1 nur vier Rohranstiche 12 vorgesehen, wovon je ein Läuterrohr 13 unter dem Bottich her nach aussen führt. Die Läuterrohre 13 sind je mit einem Läuterhahn 14 in üblicher Weise versehen, um den Ablauf aus den einzelnen Läuter- rohren nach Belieben mehr oder weniger freigeben und versperren, also regeln zu können.
Bei jedem Rohranstich 12 ist eine Vorrichtung 15 (Fig. i) innen am Bottichboden an- gebracht, welche das Eindringen etwa durch die Löcher des Senkbodens 2 hindurch gelangter feiner Treberteilchen und sogenannter Treberwürze verhindern.
Diese Vorrichtung kann natürlich sehr verschiedenartig ausgeführt sein. Bei dem gezeichneten
Beispiel besteht sie, wie Fig. 3 zeigt, in einer Art Rohrkopf, der mit seinem unteren, kleineren
Ende 16 in das Abzugeben eingesetzt und in dem oberen Ende des Krümmers 17, womit das
Läut, errohr an den Anstichboden und das Abstichloch anschliesst, durch Einstecken, Ein- schrauben oder dgl. befestigt ist. Der obere, weitere Teil 18 dieses Rohrkopfes besitzt eine Anzahl seitlicher Öffnungen 19 über einem etwas erhöhten Randring 20 am Boden und dieser Rand- ring bewirkt demnach, dass bis zu seinem Oberrand die Flüssigkeit während des Abläuterns stets über dem Bottichboden 1 stehen bleibt.
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Und nun, nachdem auf solche Weise durch den Rohrkopf 18 sämtliche klare Flüssigkeit tbgeläutert ist, auch die auf dem Bottichboden 1 bis zur Oberkante des unteren Randringes 20 des Kopfes 18 noch stehende trübere Flüssigkeit zum Schluss wenigstens grösstenteils noch abziehen und ausnutzen zu können, sei es, dass sie der nächsten Maische zugesetzt, oder dass sie von neuem auf die Treber gebracht wird, können im Bodenteil 28 des Rohrkopfes 18 eine Anzahl radialer Kanäle 29 vorgesehen sein. Bei dem gezeichneten Beispiel ist deren Einmündung 30 etwas höher gelegt, so dass der über den Bottichboden 1 vortretende dickere untere Rand 31 der Bodenwandung wenigstens den ganz dicken Bodensatz zurückhält und am Abfliessen durch die Mündungen 30 und Kanäle 29 verhindert.
Natürlich können aber die Kanäle 29 und ihre Mündungen 30 auch auf gleicher Höhe, eventuell ganz unten am Bottichboden liegen, wenn alles Dicke hier abgezogen und neu mitgekocht werden soll.
Nun müssen die Kanäle 29, solange nur klare Würze durch den Rohrkopf 18 ihren Abzug finden soll, verschlossen gehalten werden. Diesem Zwecke dient ein Ring 32, der an seinem oberen Ende ringsum eine Anzahl Öffnungen 33 aufweist, die mit den inneren Mündungen der Kanäle 29 kommunizieren können, wenn der Ring 32 entsprechend eingestellt ist, während, wenn dieser um ein gewisses kleines Mass um seine Achse gedreht wird, die Zwischenräume 34 zwischen den einzelnen Öffnungen 33 sich vor die innere Ausmündung der Kanäle 29 legen, diese also absperren.
Diese Drehung des Ringes 32 lässt sich sehr einfach in folgender Weise bewirken :
Der Krümmer 17 erhält nach unten hin über sein Knie hinaus noch eine rohrstutzenartige
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nach derjenigen Seite, wo der Krümmer 17 in das eigentliche Läuterrohr 19 übergeht, einen Ausschnitt 37 besitzt, so dass der Abfluss nach 19 hin stets frei ist. Das Rohr 36 greift oben mit Zähnen 38 in das entsprechend gestaltete untere Ende des eben erwähnten Ringes 32, so dass,
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sprechend mitgenommen wird.
Nun ist das drehbare innere Rohr 36 am unteren Ende, zweck- mässig der Krümmerform entsprechend, geschlossen und hier mit einem Zapfen 39 versehen, der durch ein'n aufgeschraubten Deckel 40, welcher das innere Rohr 36 in dem Rohrstutzen 35 des Krümmers 77 festhält und die Fuge zwischen beiden verschliesst, nach unten vortritt. An diesem Zapfen 39 ist ein Hebel 41 angeschlossen, durch welchen der Zapfen und damit das ganze Rohr 36 und der Ring 32 gedreht werden kann.
Die Hebel 41 zweier oder mehrerer von der Mittellinie des Bottichbodens aus nach rechts oder links (von dem bei den Läuterhähnen befindlichen Arbeiter aus gesehen) liegender Ab-
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1111 Boden der Rohrköpfe 18 entsprechend gedreht werden und damit der Durchfluss durch diese Kanäle 29 geöffnet oder geschlossen wird.
Um die Ringe 32 zwecks Reinigung bequem herausnehmen zu können, kann in den Ringen je eine Querstange 46, oder eine sonstige Vorrichtung angebracht sein, die als Handgriff dient.
Bei den bisherigen Läuterbottichen kann man, falls ein sogenanntes Reissen und Zusammenziehen der Maische, also ein Vakuum unter dem Senkboden eintreten sollte, dieses immer erst erkennen. wenn die Würze unklar läuft, der Ausfluss der Würze an den Läuterhähnen ganz aufhört oder mindestens bedeutend nachlässt, und ist alsdann wegen des weiten Weges, den die Würze noch in den Läuterrohren zurückzulegen hatte, das Zusammenziehen und Pressen der Maische wegen des inzwischen schon grösser gewordenen Vakuums bereits sehr weit vorgeschritten,
so dass in der Regel nur durch Inbetriebsetzung der Aufmaischvorrichtung die Maische wieder gelockert und ein neues Nachfliessen von Würze durch den Senkhoden nach vorherigem Absperren der Länterhähne veranlasst werden kann. Um bei der vorliegenden Einrichtung des Bottichs ein etwaiges Unterbrechen der Verbindung zwischen der Flüssigkeitssäule unter dem Senkboden und derjenigen darüber, also ein beginnendes Vakuum, sofort erkennen und dem weiteren Fortschreiten dieses ungünstigen Zustandes Einhalt tun zu können, ist bei dem gezeichneten Beispiel
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steht.
Dieser Stand der Flüssigkeit zeigt an, dass kein Vakuum vorhanden, vielmehr die Flüssigkeit aus dem oberen Teil des Bottichs durch die Treber und den Senkboden hindurch immer in laufender Verbindung mit der Flüssigkeitssäule zwischen Senkboden und Bottichboden ist. Sinkt der Flüssigkeitsspiegel unterhalb des Senkbodens 2 tiefer, so sinkt er auch im Glas 47 entsprechend, und man kann dann sofort die Läuterhähne 14 schliessen, also ein sofortiges Steigen des Flüssigkeitsstandes und Wiederherstellen des normalen Zustandes bewirken.
Für gewöhnlich aber wird, so lange noch Flüssigkeit in dem Läuterbottich oberhalb des Senk- bodens steht, auch die Flüssigkeit im Standglas 47 höher stehen, als bei der Linie A-A, u. zw. so
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eingeschlossenen Luft eben gestattet, da ja der Flüssigkeitsspiegel in dem Standglas sich natürlich mit demjenigen im Läuterbottich auszugleichen und auf dieselbe Höhe einzustellen sucht.
Um nun das Flüssigkeitsstandglas nicht so hoch machen zu müssen, wie der ganze Bottich hoch ist, da ja für den vorliegenden Zweck die Höhe des Flüssigkeitsspiegels oberhalb des Senkbodens unwesentlich ist und nicht interessiert, und um gleichzeitig, sobald der Flüasigkuts- spiegel unter die mit der Unterfläche des Senkbodens übereinstimmende Linie A-A zu sinken anfängt, sofort selbsttätig dem weiteren Ablaufen der Flüssigkeit durch die Läuterrohre-und - hähne ein Ende zu machen, kann noch in dem Flüssigkeitsstandglas 47 ein Schwimmer 48 angeordnet sein, der, je nach seiner Stellung und Bewegung, in einem besonderen Raum oberhalb des Flüssigkeitsstandglases einen elektrischen Kontakt geschlossen hält,
öffnet oder wieder schliesst, wodurch das Offenhalten des Abflusses der Läuterflüssigkeit aus den Röhren und Hähnen sowie das selbsttätige Absperren dieses Abflusses und ein Melden durch Läutewerk u. dgl. an die Bedienung des Bottichs bewirkt wird.
Die Einrichtung des Schwimmers ist derart, dass er mit der auf ihm befestigten Führungstange 49 durch die Decke 50 des Flüssigkeitsstandglases hindurch in den oberhalb derselben befindlichen besonderen Raum 51 geht, in welchem der eine Teil 52 einer elektrischen Kontaktvorrichtung fest angebracht ist, während der andere Teil 53 mit der Schwimmerstange 49 verbunden ist und sich bewegt.
Wird nun Flüssigkeit in den Läuterbottich eingefüllt, so tritt sie, nachdem sie durch den Senkboden hindurch den Teil des Bottichs unterhalb des Senkbodens ausgefüllt hat, bei noch abgeschlossenen Läuterhähnen, durch die Rohrverbindung 54 unten zwischen Bottich-
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bei die vorher im Standglas befindliche Luft an der Stange 49 vorbei durch die zu deren leichtem Durchgang dienende Öffnung in der Decke 50 in den oberen Raum 51 geht und hier durch irgend eine geeignete Öffnung, z. B. da, wo die elektrischen Drähte durchgehen, oder auch durch eine besondere Öffnung ins Freie entweicht.
Nun würde selbstredend, wenn nicht für eine schliessliche Absperrung der Durchgangsöffnung um die Stange 49 herum in der Decke 50 gesorgt wäre, die Flüssigkeit in 47 noch höher steigen, in den Raum 51 gelangen und hier ausfliessen. Um dies zu verhüten und die Vorrichtung gangbar und brauchbar zu machen, ist unmittelbar auf den Schwimmer 48 um die Stange 9 herum eine gut wirkende Dichtungsvorrichtung 55, etwa in Form eines oder mehrerer Gummiring oder dgl. von beliebiger geeigneter Gestalt, z.
B. etwa auch konisch nach oben zulaufend angebracht, so dass sie mit ihrem oberen Ende noch etwas
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Schwimmer 48 mit der Dichtungsvorrichtung 55 bis unter die Decke 50 gelangt ist, so wird bei weiterem Ansteigen der Flüssigkeit die Dichtung 55 fest gegen den Boden 50 an der Durchlassstelle für die Stange 49 gepresst und damit ein weiteres Entweichen von Luft aus dem Flüssigkeitsglas 47 und ein Höhersteigen der Flüssigkeit darin unmöglich gemacht. Es bleibt also eine kleine Menge Luft oben in 47 oberhalb des Flüssigkeitsspiegels eingeschlossen und durch den Druck der Flüssigkeit im Läuterbottich etwas zusammengepresst, was aber auf das Funktionieren der Vorrichtung keinen Einfluss ausübt.
Ist der Schwimmer im übrigen richtig eingestellt und belastet, d. h. von vornherein sein Gewicht richtig gewählt und die Länge se ner Stange 49 der Lage und Anordnung der Kontakte 52 und 53 entsprechend gemacht, so kommen bei dieser Hochstellung des Schwimmers 48 die Kontakte miteinander in Berührung, so dass Stromschluss eintritt und bleiben in dieser Stellung so lange, bis der Schwimmer 48 mit dem Flüssigkeitsspiegel in 47 sinkt.
Beim Eintritt der Berührung zwischen den Kontaktteilen 52 und 53, die natürlich gut voneinander isoliert sein müssen, ertönt für die Bedienung des Läuterapparates ein Signal, etwa eine Läutevorrichtung oder dgl., um anzuzeigen, dass die Flüssigkeit den Raum unterhalb des Senkhodens entsprechend gefüllt hat, also alles so weit vorbereitet ist, dass mit dem Ablaufenlassen der Flüssigkeit begonnen werden kann, worauf der Bedienende die Läuterhähne öffnet.
Bei der gezeichneten Ausführung münden die Läuterhähne 14 mit den besonderen Krümmern 56 dicht anschliessend in ein besonderes Rohr 5i, welches in die Läutermulde 58 (beim Schmitzschen Verfahren meist zugleich die sogenannte Kühlmulde bildend) mündet. In diesem Rohr 57 ist ein Absperrorgan 59, z. B. wie gezeichnet, ein Schieber, oder auch ein Ventil, Hahn oder dgl., angeordnet, welches Organ, entweder durch sein Eigengewicht oder durch besondere Gewichts-oder Federbelastung abwärts gedrückt, den Ablauf aus 57 nach der Läutermulde 58 hin absperren kann.
Der den Apparat Bedienende öffnet zu Beginn der Abläuterung, nachdem ihm das vorher erwähnte Signal durch den Schwimmer 48 gegeben ist, diese Absperrvorrichtung durch Hochheben oder-Ziehen entgegen dem Gewichts-oder Federdruck und stellt sie in dieser geöffneten Stellung durch eine Arretiervorrichtung fest, z. B. durch Einhängen in oder Auflegen auf einen Stift 60. Dieser ist an einem beweglichen Magneten oder Magnetanker 61, etwa in einem besonderen Gehäuse 62, befestigt, welcher, so lange der Strom geschlossen ist, gegen einen zweiten Elektromagneten 63 bzw. den Anker zu ersterem, anliegt.
In dieser Stellung tritt der Stift 60
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so weit aus seiner Führung oder aus dem Gehäuse ? heraus, dass er geeignet ist, das Absperrorgan 59 hoch bzw. geöffnet zu halten. Der Stromkreis, der die Elektromagneten bzw. Anker 61 und 63 in dieser Lage erhält, wird ebenfalls durch die Kontakte 52 und 53 geschlossen.
Sobald aber eine Unterbrechung der Verbindung der Flüssigkeitssäule unterhalb des Senkbodens mit derjenigen oberhalb desselben, also das ungünstige und vom Brauer befürchtete sogenannte Reissen eintreten sollte, sinkt natürlich auch die Flüssigkeit in 47 und der Schwimmer 48 etwa bis zur Linie A-A und wird damit sofort, noch ehe dieser Stand ganz erreicht ist, der Stromkreis durch Entfernung der beiden Kontakte. 52 und 53 voneinander unterbrochen.
Damit tritt auf dem Magnet oder Anker 61 und den daran befestigten Stift 60 die Wirkung einer Feder 64 in Tätigkeit, wodurch der Stift 60 so weit zurückbewegt wird, dass er das Absperrorgan 59 freigibt und dieses nun unter der Einwirkung seines Eigengewichtes oder seiner besonderen Gewichts-oder Federbelastung sich schliesst und das Weiterabfliessen von Flüssigkeit aus dem Rohr 57 nach der Läutermulde M hin sofort selbsttätig absperrt.
Es muss also, da das weitere Ablaufen von Flüssigkeit aus dem Läuterbottich sofort aufhört, sehr bald durch den Senkboden und die Treber hindurch soviel Flüssigkeit nachgeflossen sein, dass die Verbindung zwischen der Flüssigkeitssäule unterhalb des Senkbodens und derjenigen darüber durch die Senkbodenlöcher hindurch wieder hergestellt wird, also kein grösseres und länger dauerndes Vakuum und Reissen vorkommen kann.
Zugleich steigt dann auch wieder in 47 die Flüssigkeit und der Schwimmer 48 auf die alte Höhe, es tritt wieder die luft-und flüssigkeitsdichte Absperrung des Raumes 47 nach oben hin durch die Dichtungsvorrichtung 55 und damit erneuter Schluss des Kontaktes 52 und 53 ein, worauf ein erneutes Signal dem Bedienenden anzeigt, dass er nun die Absperrvorrichtung wieder
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geschlossen bleibt, das Läutewerk oder sonstige Signal fortwährend ertönen. Aber dies kann natürlich durch eine selbsttätige Umschaltung nach einmaligem Ertönen des Signals beim ersten Intätigkeittreten des Kontakts oder auch durch Abstellen des Läute-oder sonstigen Sigllalapparats von Hand seitens des Bedienenden verhütet werden.
Es liesse sich auch dieser Signalapparat in derartige Verbindung mit dem Absperrorgan 59 oder dem Stift 60 bringen, dass bei Öffnung des Absperrorgans bzw. geöffneter Feststellung desselben jedesmal sofort selbsttätig das Läute- uder sonstige Signalwerk ausgeschaltet und bei der Bewegung des Stiftes 6CJ aus der Arretierstellung oder beim Bewegen des Absperrorgans 59 in die Verschlussstellung selbsttätig wieder eingeschaltet wird.
Um den Inhalt des Flüssigkeitsstandglases 47 ganz ablaufen lassen und das Glas und die
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sto ! 3hahn 65 angeordnet sein.
Der Läuterbottich mit vorstehend beschriebener Einrichtung bietet für den Brauer auch noch ganz besondere Vorteile und Erleichterungen, wenn es sich darum handelt. das sogenannt'' Schmitzsche Verfahren bei schon bestehenden Brauereien einzuführen. Da das Schmitzsche Verfahren bei kochendheisser Abl uterung ein vorheriges Anwärmen des Läuterbottichs und eventuelle Temperatursteigerung der Maische voraussetzt so ist hiezu an dem Läuterbottich
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hoch bringen zu können. Zu diesem Zwecke erhält dann der Läuterbottich unterhalb des eigent- hchpn Bottichbodens noch einen zweiten Boden, so dass hier ein Dampfheizraum oder Dampf boden unten am Bottich gebildet ist.
Bei neuen Brauereien lässt sich dies auch sehr gut ausführen, bei vorhandenen Brauereien dagegen ergibt sich, um einen neuen Bottich im Dampfboden aufstellen oder an dem vorhandenen Bottich einen Dampfboden nachträglich anbringen zu können, neben sehr hohen Kosten immer eine höchst störende Betriebsunterbrechung von einigen Wochen. Dieser Übelstand kann bei der vorliegenden Einrichtung des Läuterboitichs mit hochgelegtem Senkboden sehr leicht vermieden werden, indem der Raum zwischen Senk-
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eignet, absperrbare Verbindung gesetzt.
Damit diese Heizrohre 66 dem Fliessen der Flüssigkeit zu den Abzugslöchern im Boden hin möglichst wenig Schwierigkeit entgegensetzen und ausserdem an ihrem ganzen Umfange zur Erwärmung der Flüssigkeit ausgesetzt werden können, sind dieselben an einzelnen Stellen etwas über dem Boden erhöht auf besondere Lager, Böckchen, Klötzchen oder dgl. 6i gelegt, während sei oben gleichzeitig nochmal an den Überkreuzungspunkten mit den unter den Stossfugen zwischen den einzelnen Senkbodenteilen liegenden Flacheisen/als Auflager und Unter- stützung für letztere benutzt werden können.
Es kann also die Flüssigkeit sowohl unter den Rohren her, als auch über dieselben, zwischen ihnen und Senkboden vorbei durchfliessen