DE191981C - - Google Patents
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- DE191981C DE191981C DENDAT191981D DE191981DA DE191981C DE 191981 C DE191981 C DE 191981C DE NDAT191981 D DENDAT191981 D DE NDAT191981D DE 191981D A DE191981D A DE 191981DA DE 191981 C DE191981 C DE 191981C
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G02—OPTICS
- G02B—OPTICAL ELEMENTS, SYSTEMS OR APPARATUS
- G02B27/00—Optical systems or apparatus not provided for by any of the groups G02B1/00 - G02B26/00, G02B30/00
- G02B27/02—Viewing or reading apparatus
- G02B27/08—Kaleidoscopes
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
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- Joining Of Glass To Other Materials (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
— ■Μ 191981 KLASSE 42 Λ. GRUPPE
Dr. FRITZ FASZBENDER in ZÜRICH.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 22. Mai 1906 ab.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Apparat zur Zusammenstellung farbiger
Flächenmuster durch Einwirken des polarisierten Lichtes an Mustern, wie sie z. B. bei
Steinboden, Mosaikarbeiten, Linearzeichnungen,
Dekorationsmalereien, Tapeten, Erzeugnissen der Buntweberei, Färberei usw. verwendet
werden. Er bildet auch ein einfaches Demonstrationsmittel für die Polarisations-ίο
erscheinungen des Lichtes.
Von dem bekannten Polarisationsapparat von Nörrenberg .unterscheidet sich vorliegender
Apparat durch zwischen Polarisator und Analisator geschaltete Zwischenlagen.
Auf beiliegender Zeichnung ist eine Ausführungsforrn des Apparates dargestellt.
Auf beiliegender Zeichnung ist eine Ausführungsforrn des Apparates dargestellt.
Die Fig. ι und 2 zeigen zwei zueinander senkrechte Vertikalschnitte der einen Ausführungsform.
Fig. 3 stellt eine Ansicht von oben dar nach Abnahme des oberhalb III-IV (Fig. 1)
angeordneten Teiles.
Fig. 4 bis 8 stellen Details dar.
Auf dem mit Schublade m versehenen, zum Aufbewahren des Mustervorrats bestimmten Behälter η steht das Kästchen s, dessen Boden α durch einen ebenen Spiegel gebildet ist, und dessen hintere Wand s1 ein aus Mattglas bestehendes Türchen bildet, während die übrigen drei Seitenwände aus undurchsichtigem, innen mit mattschwarzem Belag versehenen Material bestehen. Über dem Spiegelboden α steht in dem Kästchen s eine Glasplatte b, die gegen den Boden um 6o° geneigt ist. Das Kästchen 5 ist oben durch drei übereinander angeordnete Glasscheiben c, d und e abgeschlossen, die durch undurchsichtige Randzwischenlagen voneinander getrennt, zwei Zwischenräume bilden, von denen der untere zum Einschieben einer zur Hervorbringung einer Farbenänderung geeigneten Scheibe dient, während im oberen eine Scheibe f aus doppeltbrechendem Material (zwei Zelluloidringe, die in der Mitte eine Mikascheibe aufnehmen) drehbar angeordnet ist, die so weit über zwei gegenüberliegende Kastenseitenwände hervorsteht, daß sie mit der Hand in Drehung versetzt werden kann (Fig. 2). Auf der oberen Glasplatte e ist ein zweites Kästchen h angebracht, dessen vordere Wand zum größeren Teil offen ist, während die übrigen drei Seitenwände innen mit mattschwarzem Belag versehen sind. In diesem Kästchen ist ein Plattensatz in einer Neigung von 60° gegen den Boden aufgestellt, bestehend· aus einer Anzahl sehr dünner Plättchen aus homogenem, durchsichtigem Material (Gelatine, Zelluloid usw.), welche zwischen durchsichtigen Schutzplatten liegen. Das als Polariskop dienende Kästchen h ist oben offen. Es muß hier eingeschaltet werden, daß, obschon tadelloses Zelluloid an sich nicht doppeltbrechend ist, doch Zelluloidplättchen, die einen gewissen Fabrikationsmangel (ungleichmäßige Mischung) an sich haben, doppeltbrechend sind. Der durch die ■ Glasplatte e gebildete Boden dient als Objektträger. Das Kästchen h ist von einem Mantel i umgeben, an dessen Hinterwand ein Behälter angeschlossen ist, worin die zwischen die Glasplatten c und d einzuschiebenden Scheiben aufbewahrt werden. Oben läßt der Mantel die Sehöffnung frei, vor welcher ein Schutzdeckel / zum Abblenden des Lichtes ange-
Auf dem mit Schublade m versehenen, zum Aufbewahren des Mustervorrats bestimmten Behälter η steht das Kästchen s, dessen Boden α durch einen ebenen Spiegel gebildet ist, und dessen hintere Wand s1 ein aus Mattglas bestehendes Türchen bildet, während die übrigen drei Seitenwände aus undurchsichtigem, innen mit mattschwarzem Belag versehenen Material bestehen. Über dem Spiegelboden α steht in dem Kästchen s eine Glasplatte b, die gegen den Boden um 6o° geneigt ist. Das Kästchen 5 ist oben durch drei übereinander angeordnete Glasscheiben c, d und e abgeschlossen, die durch undurchsichtige Randzwischenlagen voneinander getrennt, zwei Zwischenräume bilden, von denen der untere zum Einschieben einer zur Hervorbringung einer Farbenänderung geeigneten Scheibe dient, während im oberen eine Scheibe f aus doppeltbrechendem Material (zwei Zelluloidringe, die in der Mitte eine Mikascheibe aufnehmen) drehbar angeordnet ist, die so weit über zwei gegenüberliegende Kastenseitenwände hervorsteht, daß sie mit der Hand in Drehung versetzt werden kann (Fig. 2). Auf der oberen Glasplatte e ist ein zweites Kästchen h angebracht, dessen vordere Wand zum größeren Teil offen ist, während die übrigen drei Seitenwände innen mit mattschwarzem Belag versehen sind. In diesem Kästchen ist ein Plattensatz in einer Neigung von 60° gegen den Boden aufgestellt, bestehend· aus einer Anzahl sehr dünner Plättchen aus homogenem, durchsichtigem Material (Gelatine, Zelluloid usw.), welche zwischen durchsichtigen Schutzplatten liegen. Das als Polariskop dienende Kästchen h ist oben offen. Es muß hier eingeschaltet werden, daß, obschon tadelloses Zelluloid an sich nicht doppeltbrechend ist, doch Zelluloidplättchen, die einen gewissen Fabrikationsmangel (ungleichmäßige Mischung) an sich haben, doppeltbrechend sind. Der durch die ■ Glasplatte e gebildete Boden dient als Objektträger. Das Kästchen h ist von einem Mantel i umgeben, an dessen Hinterwand ein Behälter angeschlossen ist, worin die zwischen die Glasplatten c und d einzuschiebenden Scheiben aufbewahrt werden. Oben läßt der Mantel die Sehöffnung frei, vor welcher ein Schutzdeckel / zum Abblenden des Lichtes ange-
bracht ist. Die Vorderwand hat eine Öffnung ο zum Einschieben der als Objekte
dienenden auswechselbaren Muster auf die Glasplatte e.
Diese Muster'bestehen aus doppeltbrechendem
Material (natürlich doppeltbrechende Kristallplättchen, Mika, Gips, Quarz usw.,
oder künstlich doppeltbrechend gemachten Medien, wie Zelluloid, Gelatine, Glas usw.).
ίο Die Muster sind aus aufeinandergeschichteten,
verschiedene Figuren bildenden Plättchen vorbenannten Materials gebildet, die aufeinandergeklebt
oder nur aufeinandergelegt sind. Die Fig. 4 und 5 stellen beispielsweise zwei derartige
Muster dar, von denen das nach Fig. 5 aus den aufeinandergeklebten Plättchen y, ν
und w, das nach Fig. 4 aus den ebenfalls aufeinandergeklebten Plättchen r ρ und viermal
q besteht, wobei das letztere Muster in eine durch Glasplatte t mit erhöhten Eckstücken
u gebildeten Matrize eingelegt ist. Durch Einlegen des Musters nach Fig. 5 in
die Matrize auf das Muster nach Fig. 4 kann sowohl das Muster nach Fig. 6 als auch das
Muster nach Fig. 7 gebildet werden. Es können also aus wenigen, ganz einfachen
Mustern durch geeignetes Kombinieren eine ganze Menge verschiedener Muster hergestellt
werden. Dabei können auch Muster mit Zelluloidplatten, in welchen durch eingesetzte
Nieten und Einkerbungen Spannungen hervorgerufen werden, verwendet werden. Die Muster können auch drehbar angeordnet werden.
Spiegeln sich im Apparat infolge ungünstiger Plazierung fremde Gegenstände so ab, daß sie das Musterbild stören, so kann
durch Einschieben einer bikonvexen Linse eine Ablenkung der störenden Lichtstrahlen
erzeugt werden. Durch Einsetzen einer oder mehrerer der im Behälter k gelagerten Scheiben
in den Raum zwischen den Glasplatten c und d wird das Farbenspiel geändert.
Der Apparat kann statt mit der, wie bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel, direkt
von Hand drehbaren, über die Kastenwand hervorragenden Scheibe / mit einer vollständig
innerhalb der Kastenwände liegenden Scheibe versehen sein, die mittels einer außen
angebrachten Drehvorrichtung bewegt wird.
Es können auch statt einer drehbaren Scheibe mehrere Scheiben übereinander drehbar angeordnet
sein. Diese Scheiben können statt aus zwischen Zelluloidringen liegendem Mika auch
aus anderem' doppeltbrechenden Material bestehen (z. B. nur .aus Zelluloid, Marienglas
o. dgl.).
Die auswechselbar einschiebbaren Scheiben, die zur Hervorbringung von Farbenänderung
bestimmt sind, können aus Mika, Zelluloid, farbigen Gelatine- oder Glasplatten bestehen.
Endlich kann das obere Kästchen h drehbar auf der Scheibe e angeordnet sein.
Im vorliegenden Apparat können die Muster derart der Einwirkung des polarisierten Lichtes
unterstellt werden, daß durch kombinierte chromatische und zirkuläre Polarisation die
Farben an den Mustern hervortreten und wechseln.
Claims (6)
1. Apparat zur Zusammenstellung farbiger Flächenmuster mit Hilfe polarisierender
Vorrichtungen, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Polarisator und Analysator
Glasplatten angeordnet sind, welche als Unterlagen für wenigstens eine dreh- ■
bare Scheibe aus doppeltbrechendem Material dienen, sowie für auswechselbare Scheiben, die zur Bewirkung von Farbenänderung
zu dienen geeignet sind, und endlich für Muster aus doppeltbrechendem Material (bzw. doppeltbrechend gemachten
Medien oder mit doppeltbrechendem Material belegten Bildern), so daß die Lichtstrahlen
vom Polarisator durch die eingeschobenen, farbenändernden Scheiben, die aus doppeltbrechendem Material bestehende
drehbare Scheibe und endlich das Objekt geleitet werden können.
2. Apparat nach Anspruch 1 in Kastenform, dadurch gekennzeichnet, daß der
obere, den Analysator enthaltende Teil einen abhebbaren Mantel (i) besitzt, an dem
die Öffnungen (0) zum Einschieben der Muster auf den Objektträger, die Sehöffnung
und die aufklappbare Lichtblende (I) angeordnet sind.
3. Apparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der zum Polarisieren
der Lichtstrahlen vorgesehene Plattensatz aus einer Anzahl zwischen Glasplatten liegender, sehr dünner Plättchen aus Gelatine
oder Zelluloid besteht.
4. Apparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere drehbare
Scheiben aus doppeltbrechendem Material hintereinander angeordnet sind.
5. Muster für Apparate nach Anspruch I, gekennzeichnet durch eine Matrize
aus durchsichtigem Material, in welche die einzelnen Musterblättchen in verschiedenen
Lagen eingelegt werden können.
6. Muster für Apparate nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß sie
aus Zelluloidplättchen bestehen, in denen mittels eingesetzter Nieten Spannungen erzeugt
sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE191981C true DE191981C (de) |
Family
ID=455339
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT191981D Active DE191981C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE191981C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1192084B (de) * | 1959-02-28 | 1965-04-29 | Otto Stuerner Dr Ing | Anordnung zur Erzeugung veraenderbarer Farbenpositionen mit Hilfe der chromatischen Polarisation des Lichtes |
-
0
- DE DENDAT191981D patent/DE191981C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1192084B (de) * | 1959-02-28 | 1965-04-29 | Otto Stuerner Dr Ing | Anordnung zur Erzeugung veraenderbarer Farbenpositionen mit Hilfe der chromatischen Polarisation des Lichtes |
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