DE1919086U - Vorrichtung zum foerdern landwirtschaftlicher massengueter. - Google Patents

Vorrichtung zum foerdern landwirtschaftlicher massengueter.

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DE1919086U DE1965ST018628 DEST018628U DE1919086U DE 1919086 U DE1919086 U DE 1919086U DE 1965ST018628 DE1965ST018628 DE 1965ST018628 DE ST018628 U DEST018628 U DE ST018628U DE 1919086 U DE1919086 U DE 1919086U
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Description

P.A. 221684-3.5.65
PATENTANWALT dipl ing. dr. iur. V. BUSSE Osnabrück, möserstr. 20-24 J ,
Osnabrück, den ^O. April I965 III/4
Firma Bernhard Strautmann & SöhneOHG. Laer, Bezirk Osnabrück
Vorrichtung zum Fördern landwirtschaftlicher Massengüter.
Die Neuerung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Fördern landwirtschaftlicher Massengüter, z.B. Heu, Stroh, BIa-UgUt und dgl., bestehend aus einem mit Mitnehmern besetzten, in seiner Schrägstellung einstellbaren Steilförderband, das in einem Gestell gelagert ist und einen eigenen Antrieb aufweist.
Der Neuerung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Fördervorrichtung zu schaffen, mit der das von eine7n^I^_ej^agen_gesammelte Gut unmittelbar vom Laderaum des Wagens zu einer Lagerstelle gefördert oder einem Gebläse, einem Häcksler od. dgl. zugeführt werden kann. Zu diesem Zweck ist die Neuerung dadurch gekennzeichnet, daß das Band eine im wesentlichen der Breite eines :. Ladewagens entsprechende Breite aufweist und daß dem oberen Bandende eine an ihrem Einlaufende am Gestell angelenkte, in ihrer Neigung verstellbare Leitschurre nachgeordnet ist, die sich in Förderrichtung verjüngt. Nach einem weiteren Merkmal der Neuerung ist im Gestell ein Kurbelarm drehbar gelagert, dessen Antrieb vom Antrieb des Förderbandes abgeleitet ist,
und ein am Kurbelarm angreifendes Zugglied, z.B. eine Kette, vorgesehen, dessen anderes Ende mit einem als Schrittschaltwerk ausgebildeten Vorschub für einen Roll- bzw. Kratzboden des Ladewagens verbindbar ist.
Die Neuerung ist ferner dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb des Förderbandes ,.. eine sich quer über die Bandbreite erstrekkende Reihe von im Abstand nebeneinander angeordneten Zinken vorgesehen ist, die sich im wesentlichen vertikal erstrecken und im Abstand oberhalb des Bandes enden. Die Zinkenreihe, vor der parallel eine zweite Reihe Zinken im Abstand angeordnet sein kann, deren Zinken in größerem Abstand über dem Band enden, dient als Abstreifer für in Haufen, Ballen od. dgl. gegebenenfalls auf dem Förderband hochgeförderten Gutes, speichert dieses vor sich und gibt es nach und'nach an das Band zur Weiterförderung ab, das das vor-den Zinken gestaute Gut mit den Mitnehmern auseinanderreißt.
Die Fördervorrichtung nach der Neuerung ermöglicht eine unmittelbare Übergabe von Fördergut auf dem Ladewagen an das Steilförderband, wobei das auf dem Ladewagen befindliche, in der Regel stark verfilzte und gegebenenfalls gepreßte Gut vom Förderband mit Mitnehmern auseinandergerissen und gelockert wird. Das Förderband kann dabei je nach Eigengeschwindigkeit als Fräse wirken. Die nachgeordnete Leitschurre, auf der sich das lockere und auseinandergerissene Gut wieder hinabbewegt,
bewirkt eine Zusammenführung bzw. Bündelung des Gutes, das auf diese Weise unmittelbar einem Gebläseeinlauf od. dgl. zugeführt werden kann. Die Kupplung des Antriebs des das Gut dem Förderband zuführenden R#ll- bzw, Kratzbodens mit dem Antrieb für das Förderband ermöglicht es, die Entladegeschwindigkeit des Ladewagens auf die Vorschubgeschwindigkeit des FcL derbandes abzustimmen und auf diese Weise sicherzustellen, daß die auf das Förderband vom Ladewagen übergehende Gutmenge pro Zeiteinheit dem Fördervermögen des Bandes entspricht und ohne Bildung von Haufen übernommen una weitergefördert werden kann.
Weitere Merkmale und Vorteile ergeben sich aus den Ansprüchen und der Beschreibung in Verbindung mit der Zeichnung, in der ein Ausführungsbeispiel des Gegenstands der Neuerung dargestellt ist, es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Seitenansicht der Fördervorrichtung nach der Neuerung, im Aufriß,
Fig. 2 eine Ansicht der Fördervorrichtung nach Fig. 1 in Richtung des Pfeiles II,
Fig. 3 eine Ansicht des Förderershach Fig. 1 in Richtung des Pfeiles III,
Fig. 4 eine Ansicht ähnlich"Fig. 1 mit einem der Fördervorrichtung vorgeschalteten Entladetrog,
Fig. 5 Teilansichten ähnlich Fig. 1 und 2 der Vorrichtung am und 6
oberen Bandende.
Die Fördervorrichtung besteht im einzelnen aus einem Steilförderband 1 mit Mitnehmern 2, das in seiner Breite im wesentlichen der Breite eines Ladewagens entspricht und endlos über Umlenk- bzw. Antriebsrollen geführt ist. Das Förderband 1 ist als Ganzes in einem Gestell 3 gelagert und in an sich bekannter Weise in seiner Schrägstellung einstellbar. Das Gestell 3 ist als Ganzes auf Stützfüßen 4 in vertikaler Richtung verstellbar angeordnet. Dies ermgölicht zugleich eine Neigungsveränderung für das Band 1. Die Stutzen können auch als Gewindespindeln ausgebildet sein, so daß eine Verstellung erleichtet wird. Zum Antrieb des Förderbandes ist ein Antriebsmotor 5 vorgesehen, der über Keilriemertriebe 6,7 auf die obere Antriebsrolle 8 des Förderbandes 1 einwirkt. Am Gestell 3 ist um eine Schwenkachse 9 schwenkbar beweglich eine in ihrer Neigung mittels einer Stützstrebe 10 verstellbare Leitechurre 11 angelenkt, deren Einlaufende 12 im wesentlichen der Breite des Förderbandes 1 entspricht und an das Abgabeende des Förderbandes 1 angrenzt. Die Leitschurre 11 verjüngt sich in Richtung des sich über die Schurre bewegenden Fördagutes, wie das insbesondere aus Fig. 3 ersichtlich ist, und bildet an ihrem unteim Ende 13 eine verhältnismäßig schmale Mündung, an die sich unmittelbar ein Gebläse, ein Häcksler od. dgl. anschließen kann. Im Gestell 3 ist ferner ein Kurbelarm 14 gelagert, der bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel über einen Keilriementrieb 15 vom Antriebsmotor 5 her angetrieben wird.
Fig. 1 zeigt einen mit seinem Ende vor das Förderband 1 gefahrenen Ladewagen 16, dessen Bodenfläche in üblicher Weise von einem Roll- oder Kratzboden eingenommen wird, für dessen Vorschub ein Schrittschaltwerk 17 mit Schwinghebel 18 vorgesehen ist. Dieser Schwing- oder Schalthebel 18 ist über eine Kette 19 als Zugglied mit dem Kurbelarm 14 verbunden und wird bei Umlaufen des Karbeiarms 14- um seine Achse 20 in hin- und hergehender Bewegung betätigt. Anstelle einer Kette 19 kann auch eine Verbindungsstange od. dgl. vorgesehen sein. Bei Einshalten des Antriebs 5 wird durch diesen sowohl das Förderband 1 wie auch der nicht dargestellte Roll- oder Kratzboden in Bewegung gesetzt und das auf dem Ladewagen befindliche Gut an das Förderband 1 übergeben. Die Kopplung der Antriebe des Förderbandes 1 und des Roll- oder Kratzbodens des Ladewagens stellt sicher, daß jeweils eine dem Fördervermögen des Förderbandes 1 angepaßte Gutmenge je Zeiteinheit aus dem Ladewagen ausgeschoben und an das Förderband 1 übergeben wird. Auf diese V/eise ist vermieden, daß ein zu schnelles Abladen des auf dem Ladewagen befindlichen Gutes zu Bildung von Haufen auf dem Förderband 1 führt und sichergestellt, daß das an das Band übergehende, normalerweise stark verfilzte und gegebenenfalls gepreßte Gut auseinandergerxssen und gelockert wird. Das Verhältnis der Vorschubgeschwindigkeiten zwischen Förderband 1 und Roll- oder Kratzboden i£ durch Veränderung der Exzentrizität der Anlenkung der Kette I9 am Kurbelarm 14 bzw. am Schwingarm 18 einstellbar, die zu diesem Zweck mit in radial unterschiedlichen Abständen angeordneten Bohrungen 21 versehen sind. Durch einfaches Umhängen der Kette
19 kann so die Schrittlänge des Roll- oder Kratzbodens je Umdrehung des Kurbelarms 14 verändert werden.
In Fällen, in denen eine Schnellentladung der Ladewagen erwünscht ist, kann, wie das in Pig. 4 dargestellt ist, dem Förderband 1 ein Entladetrog 22 vorgeordnet sein, dessen Boden von einem Förderband 2j? mit Mitnehmern 24 gebildet ist. Zum Antrieb des Förderbandes 23 ist ebenfalls ein Schrittschaltwerk 17* vorgesehen, dessen Schwingarm 18* mit dem Glied 19 verbindbar ist. In diesen Entladetrog 22 kann der gesamte Ladewageninhalt als Haufen abgesetzt werden und in in Verbindung mit dem Ladewagen vorbeschriebener T,vejs e allmählich an das Förderband 1 abgegeben werden, das bei der Übernahme das Fördergut auseinanderreißt und lockert.
Im Abstand oberhalb des Bandendes des Steilförderbandes 1 ist ein Leitblech 25 angeordnet, das mit dem Bandende und dem Einlaufende 12 der Leitschurre 11 einen Überleitkanal 26 bildet. Dieses Leitblech 25 stellt sicher, daß insbesondere bei hohen Vorschubgeschwindigkeiten des Förderbandes 1 das Fördergut an die Leitschurre übergeben wird. Das Leitblech weist einen sich erweiternden Mündungsbereich 25* auf, der in Fällen von wider Erwarten vom Förderband 1 mitgenommenen Haufen diese zunächst zurückhält, bis das unter ihnen durchlaufende Förderband 1 die Haufen auseinandergerissen und auf eine zum Passieren des Kanals 26 geeignete Größe vermindert hat. Das Leitblech 26 ist mittels Streben 27,28 satte Gestell 3 verstellbar befestigt.
Pig. 5 und 6 veranschaulichen das obere Förderbandende, über dem zwei in Förderrichtung im Abstand parallel hintereinander angeordnete Reihen im wesentlichen vertikaler Zinken 29,30 an gestellfesten Querholmen 31,32 vorgesehen sind. Die Zinken können an den Querholemen einzeln in Zinkenlängsachse, z.B. mittels Stellschrauben verstellbar befestigt sein oder in ihrem Abstand zum Band 1 durch eine verstellbare Befestigung der Querholme an seitlichen Sützen 33j3^· verändert werden.
Die Zinken 30 der vorderen Reihe enden in größerem Abstand über dem Band als die Zinken 29 der nachgeordneten Reihe. Wird vom Band ein größerer Haufen Grünfutter od. dgl. mit hochgefördert, so spießt sich dieser an den starren Zinken auf und fällt anschließend wieder langsam, dem Weitertransport von Gut durch das Band entsprechend, herunter. Die Zinken bilden dabei einen Speicher, v/elcher übergrobe Haufen, Ballen od. dgl. aufspeichert und anschließend wieder abgibt. Dabei staut die vordere Zinkenreihe die höheren Haufen an und die hintere Reihe die niedrigen. Wahlweise können dabei eine Zinkenreihe, zwei oder mehrere Reihen vorgesehen werden, deren Abstände der Zinkenspitzen zum Band in Förderrichtung abnehmen.

Claims (10)

RA. 221684*-3.5.65 Schutzansprüche:
1. Vorrichtung zum Fördern landwirtschaftlicher Massengüter,, z.B. Heu, Stroh, Blattgut und dgl., bestehend aus einem mit Mitnehmern besetzten, in seiner Schrägstellung einstellbaren Steilförderband, das in einem Gestell gelagert ist und einen eigenen Antrieb aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß das Band (1) eine im wesentlichen der Breite eines Ladewagens entsprechende Breite aufweist und daß dem oberen Bandende eine an ihrem Einlaufende (12) am Gestell (j5) angelenkte, in ihrer Neigung verstellbare Leitschurre (11) nachgeordnet ist, die sich in Förderrichtung verjüngt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Neigung der ^eitschurre (11) mittels einer am Gestell (jj) und am unteren Schurrenbereich angreifenden Stützstrebe (1O) einstellbar ist«
j). Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß im Abstand oberhalb des Bandendes ein Leitblech (25,25') angeordnet ist, das mit dem Bandende und dem Einlaufende der Leitschurre (11) einen Überleitkanal (26) bildet.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis ~5, dadurch gekennzeichnet, daß das Gestell (3) auf Stützfüßen (4) angeordnet und als Ganzes höhenverstellbar ausgebildet ist.
5· Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß im Gestellte) ein Kurbelarm (H) drehbar gelagert ist, dessen Antrieb vom Antrieb (5) des Förderbandes (1) abgeleitet ist, und daß ein am Kurbelarm (14) angreifendes Zugglied (19), z.B. eine Ketten vorgesehen ist, dessen anderes Ende mit einem als Schrittschaltwerk (17) ausgebildeten Vorschub für einen Roll- bzw. Kratzboden eines Ladewagens verbindbar ist.
6. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß dem Steilförderer ein Abladetrog (22) mit horizontalem Förderband (23) als Boden vorgeordnet ist, das über ein vom Antrieb des Förderers betätigtes Schrittschaltwerk (17*) angetrieben ist.
7. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Gestell (3) auf als Gewindespindeln ausgebildeten, längenveränderlichen Stützen aufgestellt ist.
8. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb des Förderbandes (1) eine sich quer über die Bandbreite erstrekkende Reihe von im Abstand nebeneinander angeordreten Zinken vorgesehen ist, die sich im wesentlichen vertikal erstrecken und im Abstand oberhalb des Bandes enden.
- ίο -
9· Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß eine zur ersten Zinkenreihe parallele Reihe Zinken im Ab stand vor dieser angeordnet ist, deren Zinken in einem größe ren Abstand über dem Band enden.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 und 9> dadurch gekennzeichnet, daß die Zinken an gestellfest angeordneten
Querholmen in Zinkenlängsachse verstellbar befestigt sind.
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