DE1916826C - Stethoskopkopf mit lösbarer biegsamer Membran - Google Patents
Stethoskopkopf mit lösbarer biegsamer MembranInfo
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Description
1 916 S26
1 2
Die Erfindung betrifft einen Stethoskopkopf mit außerdem an der einen Seite der Membran ein
einem Stethoskopkörper und einer biegsamen Mem- Selbstklebematerial befestigt, mit dem die Membran
bran, die die kreisrunde Öffnung des Stethoskop- an einem menschlichen Körper befestigt werden
körpers abdeckt und an ihrer Peripherie mit dem kann.
Körper lösbar durch einen wesentlich dickeren 5 Die Erfindung wird nunmehr ausführlich beelastischen
Befestigungsring verbunden ist, der eine schrieben. In der Zeichnung ist die
radial verlaufende Schulter am Rand der Öffnung F i g, 1 eine Draufsicht auf eine bevorzugte Ausumgreift, führung eines Stethoskopkopfes nach der Erfindung
radial verlaufende Schulter am Rand der Öffnung F i g, 1 eine Draufsicht auf eine bevorzugte Ausumgreift, führung eines Stethoskopkopfes nach der Erfindung
Die der vorliegenden Erfindung nächstliegende und die
bekannte Konstruktion (französische Patentschrift io F i g. 2 ein vergrößert gezeichneter senkrechter
1 164 669) befaßt sich mit der optimalen Gestaltung Schnitt durch den Stethoskopkopf nach der Linie 2-2
des Stethoskopkopfes bzw. -körpers zur Erzielung in der Fig. 1.
des besten Hörergebnisses. Die Membran wird am Der in den Figuren dargestellte Stethoskopkopf
Stethoskopkörper mittels eines gesonderten Be- besteht im wesentlichen aus einem Körper 1 und
festigungsringes festgehalten, der eine radial ver- 15 einer Membran 2, wobei die Gesamthöhe des Stethc-
laufende Schulter am Rand der Stethoskopöffnung skopkopfes vorzugsweise ungefähr 5 mm beträgt. Bei
hintergreift. der bevorzugten Ausführungsform werden beide ge-
Bei der bekannten Konstruktion ist es als Nachteil nannten Teile im Druckgußverfahren aus einem geanzusehen,
daß ein rasches Auswechseln der Mem- eigneten Kunststoff hergestellt,
bran erschwert wird durch die Notwendigkeit zur ao Die Membran 2 besteht aus einem Membran-Handhabung von zwei Teilen, die zueinander in körper 3 mit einer Lippe 4 am Rand. Die Gesamtrichtige Stellung gebracht werden müssen, bevor sie abmessungen der Membran betragen ungefähr 1,5 auf den Stethoskopkopf aufgebracht werden können. bis 4 cm bei Stethoskopen für Kinder und unjgefähr Danach wird das Aufbringen der beiden Teile zu- 4 bis 6 cm bei Stethoskopen, die zum Untersuchen sammen dann noch dadurch erschwert, daß der 35 von erwachsenen Patienten verwendet werden. Der Stethoskopkopf der vorbekannten Art nicht für einen Membrankörper 3 besteht vorzugsweise aus einem häufigen Wechsel der Membran gebaut ist. Der Be- kreisrunden, dünnen und elastischen Glied. Die festigungsring muß kräftig gedehnt werden, um über Dicke des Membrankörpers 3 kann je nach dem bedie Schulter an der Öffnung des Stethoskopes über- sonderen Verwendungszweck und je nach dem Hergeführt werden zu können. 30 Stellungsmaterial veränderlich sein. Damit die Mem-
bran erschwert wird durch die Notwendigkeit zur ao Die Membran 2 besteht aus einem Membran-Handhabung von zwei Teilen, die zueinander in körper 3 mit einer Lippe 4 am Rand. Die Gesamtrichtige Stellung gebracht werden müssen, bevor sie abmessungen der Membran betragen ungefähr 1,5 auf den Stethoskopkopf aufgebracht werden können. bis 4 cm bei Stethoskopen für Kinder und unjgefähr Danach wird das Aufbringen der beiden Teile zu- 4 bis 6 cm bei Stethoskopen, die zum Untersuchen sammen dann noch dadurch erschwert, daß der 35 von erwachsenen Patienten verwendet werden. Der Stethoskopkopf der vorbekannten Art nicht für einen Membrankörper 3 besteht vorzugsweise aus einem häufigen Wechsel der Membran gebaut ist. Der Be- kreisrunden, dünnen und elastischen Glied. Die festigungsring muß kräftig gedehnt werden, um über Dicke des Membrankörpers 3 kann je nach dem bedie Schulter an der Öffnung des Stethoskopes über- sonderen Verwendungszweck und je nach dem Hergeführt werden zu können. 30 Stellungsmaterial veränderlich sein. Damit die Mem-
Aufgabe der Erfindung ist es demzufolge, einen bran die erwünschte Anschmiegsamkeit besitzt, ist
Stethoskopkopf mit einer Membian vorzusehen, die bei Kinderstethoskopen eine Dicke von 2 bis 3 mm
so gebaut sind, daß das Auswechseln der Membran und bei Erwachsenenstethoskopen eine Dicke von
leicht und schnell vorgenommen werden kann, um 2 bis 4 mm üblich. Die Lippe 4 verläuft ringförmig
diese nach Gebrauch, z. B. bei Patienten mit an- 35 um den Rand des Membrankörpers herum. Diese
steckenden Krankheiten, fortzuwerfen oder um je Lippe 4 ist, vom Punkt 5 bis zum Punkt 6 gernessen,
nach dem besonderen Verwendungszweck eine Mem- wesentlich dicker als der Membrankörper 3. Diese
bran gegen eine andere schnell auswechseln zu Dicke soll vorzugsweise mindt^ns die doppelte
können. Dicke des Membrankörpers 3 betragen. Die Lippe 4
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch ge- 40 wird an der Außenseite vorzugsweise gekrümmt auslöst,
daß in an sich bekannter Weise der Befestigungs- gestaltet, wie bei 6 dargestellt, so daß der Stethoskopring
einstückig mit der Membran ausgebildet ist und kopf keine scharfen Kanten aufweist. Die Lippe 4
aus der dem Stethoskopkörper zugewandten Ober- ist an der Innenseite mit einer Unterschneidung 7
fläche der Membran hervorsteht und daß der Durch- versehen, die mit einer komplementär ausgebildeten
messer der Schulter in Richtung auf den Stethoskop- 45 Schulter 8 am Umfang des Körpers 1 des Stethoskopkörper
zunimmt, so daß die Membran beim Auf- kopfes zusammenwirkt. Der Außenrand des Stethodrücken
auf den Stethoskopkörper über die Schulter skopkopfes 1 verläuft vorzugsweise von der Öffnung
übergespreizt wird. ' 11 und von der Unterseite 10 aus schräg nach oben
Bei der an sich bekannten einstückigen Ausbildung und nach außen. Der Membrankörper 3 ist mit einer
der Membran mit dem Befestigungsring ist der 50 ringförmigen, abgeschrägten Fläche 14 versehen, die
Stethoskopkörper zylindrisch ausgebildet und hält der abgeschrägten Fläche 10 des Stethoskopkörpers 1
den Befestigungsring mit der Membran lediglich entspricht. Diese ringförmige Fläche 14 bildet mit
durch Reibung fest. Diese Befestigungsart ist bei der durch die ringförmige Kante 15 verlaufenden
weitem weniger zuverlässig als die erfindungsgemäße. waagerechten Ebene einen Winkel von 8°. Diese
Um den Membrankörper über der Öffnung des 55 Fläche 14 soll den Membrankörper i über der
Stethoskopkörpers zu spannen, wird vorteilhafter- Öffnung des Stethoskopkörpers 1 spannen. Diese
weise die Membran so ausgebildet, daß sie in dem Fläche 14 sucht ferner die Mitte des Membranauf
der vorderen ringförmigen Fläche des Stethoskop- körpers 3 nach außen zu einer konvexen Form zu
körpers anliegenden ringförmigen Teil mit zu* biegen und verhindert daher, daß der Membrannehmendem Membrandurchmesser in Richtung auf 60 körper 3 in die Öffnung 11 hineinfällt. Der nach
den Stethoskopkörper leicht an Dicke zunimmt, wo* innen vorstehende Teil 17 der Lippe 4 greift in die
bei die ringförmige Fläche entsprechend der Dicken* Oberseite 16 der Schulter 8 ein.
zunähme leicht abgeschrägt ist. Zur Versteifung des Der Stethoikopkörpeif 1 wird aus einem Kunststoff
Stethoskopkopfes ist vorgesehen, daß die Wandung mit einer verhältnismäßig dünnen Windung 10 herde» Stethoskopkörpers auf der der Membran ab- «s gestellt, deren Dicke ungefähr das Doppelte oder
gewandten Seite mit einer Anzahl von Rippen ver* Dreifache der Dicke des Membrankörpers 3 beträgt,
neben ist, die von einem gemeinsamen Punkt aus Der Stethoskopkörper Il ist an der Außenseite 18
radial nach außen verlaufen. Vorteilhafterweise ist zusätzlich mit mehreren Rippen 19 versehen, die von
einem Mittelteil 20 an der Außenseite des Körpers 1 aus radial nach außen verlaufen. Der Mittelteil 20
ist vorzugsweise von der Mitte des Körpers 1 entfernt und nahe an dessen Rand gelegen, wie in der
F i g, 1 dargestellt. Die Höhe dieser Rippen 19 ist ungefähr gleich der Dicke der Wandung 10, wie in
der F i g. 2 dargestellt.
Der Körper 1 ist mit einem rohrförmigen Ansatz 22 ausgestaltet, dessen Durchlaß 23 mit der öffnung
Il in Verbindung steht. Das andere Ende des rohrförmigen Ansatzes 22 kann in ein herkömmliches
biegsames, aus Gummi oder einem gummiartigen Material bestehendes Rohr 24 eingesetzt werden, das
einen Teil eines binauralen oder eines anderen Mittels zum Weiterleiten von Schallwellen bildet.
Der Membrankörper 3 kann vom Stethoskopkörper 1 leicht entfernt und durch eine andere Membran in der Weise ersetzt werden, daß die ringförmige
Lippe 4 von der Schulter 8 weggedrückt wird, wonach eine neue Membran in der umgekehrten Weise ao
aufgesetzt wird. Auf diese Weise kann ein Arzt auf den Stethoskopkopf Membranen mit verschiedener
Dicke und in verschiedenen Ausführungen aufsetzen. Der gesamte Stethoskopkopf kann ferner aus dem
Rohr 24 mühelos entfernt werden, da er im Rohr as
lediglich durch Reibung festgehalten wird.
Es ist zuweilen erwünscht, einen Stethoskopkopf an dem Körper eines Patienten zu befestigen, um
während einer Operation die apikalen Herztöne überwachen zu können. Die für nur einmaligen Gebrauch bestimmte und mit einem Rand ausgestaltete
Membran nach der Erfindung ermöglicht die Befestigung des Stethoskopkopfes am Körper des
Patienten mittels eines doppelseitig klebenden Klebebandes, das an der Außenseite des Meinbrankörpers 3
angebracht wird. Nach dem Gebrauch kann die klebende Membran beseitigt und mühelos durch eine
neue Membran ersetzt werden.
Claims (4)
1. Stethoskopkopf mit einem Stethoskopkörper und einer biegsamen Membran, die die kreisrunde öffnung des Stethoskopknrpers abdeckt
und an ihrem Rand mit dem Körper losbar durch einen wesentlich dickeren elastischen Befestigungsring verbunden ist, der eine radhl verlaufende Schulter am Rand der öffnung umgreif.,
dadurchgekennzeichnet.daßinan sich
bekannter Weise der Befestigungsring (4) einstückig (2) mit der Membran (3) ausgebildet ist
■und aus der dem Stethoskopkörper (1) zugewandten Oberfläche der Membran hervorsteht
und daß der Durchmesser der Schulter (8) in Richtung auf den Stethoskopkörper zunimmt, so
daß die Membran beim Aufdrücken auf den Stethoskopkörper über die Schulter übergespreizt
wird.
2. Stethoskopkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dr„ Membran in dem auf
der vorderen ringförmigen Fläche (14) des Stethoskopkörpers anliegenden ringförmigen Teil
mit zunehmendem Membrandurchmesser in Richtung auf den Stethoskopkörper an Dicke leicht
zunimmt, wobei die ringförmige Fläche entsprechend der Dickenzunahme leicht abgeschrägt
ausgeführt ist.
3. Stethoskopkopf nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandung des
Stethoskopkörpers auf der der Membran abgewandten Seite mit einer Anzahl von Rippen (19)
versehen ist, die von einem gemeinsamen Punkt aus radial nach außen verlaufen.
4. Stethoskopkopf nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß an der einen
Seite der Membran ein Selbstklebematerial befestigt ist, mit dem die Membran an einem
menschlichen Körper befestigt werden kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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