DE191108C - - Google Patents
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- DE191108C DE191108C DENDAT191108D DE191108DA DE191108C DE 191108 C DE191108 C DE 191108C DE NDAT191108 D DENDAT191108 D DE NDAT191108D DE 191108D A DE191108D A DE 191108DA DE 191108 C DE191108 C DE 191108C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01K—STEAM ENGINE PLANTS; STEAM ACCUMULATORS; ENGINE PLANTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; ENGINES USING SPECIAL WORKING FLUIDS OR CYCLES
- F01K7/00—Steam engine plants characterised by the use of specific types of engine; Plants or engines characterised by their use of special steam systems, cycles or processes; Control means specially adapted for such systems, cycles or processes; Use of withdrawn or exhaust steam for feed-water heating
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- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Engine Equipment That Uses Special Cycles (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 14 Ä. GRUPPE
JACOB MISZONG in HÖCHST a. M.
von Wärniemotoren.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren und "eine Vorrichtung zur Erhöhung des thermischen
Wirkungsgrades der Wärmemotoren, bei welchen nur Überhitzungswärme oder
außer dieser nur ein Teil der latenten Wärme in Arbeit umgesetzt wird und der wärmetragende
Stoff (Dampf usw.) nach einer Periode positiver Arbeit ganz oder teilweise unter Wärmeentziehung auf die Anfangsspannung
komprimiert wird.
Fig. ι stellt das Entropiediagramm einer
Wasserdampfmaschine, welche mit 30 Atm. Überdruck und 4050 C. Überhitzung" arbeitet,
dar. Gesättigter Wasserdampf von 30 Atm.
Überdruck hat eine Temperatur von 2350 C.
Der senkrecht schraffierte Teil dieses Diagrammes stellt die Flüssigkeitswärme, welche
dem Wasser zugeführt werden muß, um dasselbe von 40° auf 2350 zu erwärmen, dar. Der
wagerecht schraffierte Teil stellt die latente Wärme des gesättigten Wasserdampfes von
2350 dar; die schräg schraffierte Fläche stellt
die Überhitzungswärme, welche der von 2350 auf 4050 überhitzte Wasserdampf enthält, dar.
Läßt man diesen Dampf bis auf 400 expandieren, so stellt die Fläche b c e g ib die
Wärmemenge, welche von ι kg Wasserdampf in Arbeit verwandelt wird, dar. Die theoretische
Wärmeausnutzung der normalen Dampfmaschine ergibt sich somit aus dem
b c e gib
Verhältnis der Flächen
Aus
ab c e gh a
dem Entropiediagramm Fig. τ ergibt sich, daß die Überhitzungswärme am günstigsten
in demselben liegt, denn das Verhältnis der
Flächen k e g i k
ist ganz erheblich größer,
feghf
als das der gesamten Wärmemengen (Flüssigkeitsverdampfungs-
und Überhitzungswärme) der normalen Dampfmaschine. Läßt - man Luft, welche auf 4050 überhitzt ist bis auf
400 expandieren und komprimiert dieselbe alsdann isothermisch bis auf die Anfangsspannung,
so fällt der Punkt e mit dem auf der Senkrechten f e des Wärmediagrammes für
Wasserdampf Fig. 1 liegenden Punkte k des Wärmediagrammes für Luft zusammen, woraus
sich ergibt, daß die Wärmeausnutzung der Luft bei isothermischer Kompression erheblich
kleiner ist als bei Dampf, welcher adiabatisch bis auf die Anfangsspannung komprimiert
wird.
Ein Weg, die Wärmeausnutzung der Dampfmaschine zu steigern ist der, nur oder doch
in der Hauptsache nur, Überhitzungswärme in Arbeit zu verwandeln und die übrige
Wärme durch Kompression unter Wärmeentziehung in den Anfangszustand (Anfangsspannung) zurückzuführen. Bei diesem Kreisprozeß,
welcher in der Patentschrift 145802 für Wasserdampf ausführlich dargestellt und
beschrieben ist, arbeitet hoch überhitzter Dampf in einem Zylinder wie bei einer normalen
Dampfmaschine, dann wird er unter Ableitung einer' bestimmten Wärmemenge bzw. Abdampfmenge unter Wärmeentziehung
durch Flüssigkeitseinspritzung in dem Kompressionsraum des Zylinders zum annähernd
91108
trockengesättigten Zustande und bis auf die Anfangsspannung komprimiert, hierauf in den
Überhitzer zurückged rückt und nach derÜberhitzung gelangt derselbe zu erneuter Arbeitsleistung
in den Arbeitsraum und das' Spiel wiederholt sich.
Der thermische Wirkungsgrad der Dampfmaschine nach der Patentschrift 145802 ergibt
sich für die in Fig. 1 zugrunde gelegten Verhältnisse unter der Voraussetzung, daß
nur die unter der Kondensatortemperatur (400) liegende Wärmemenge der Fläche kihf
in den Kondensator abgeführt wird, aus der Gleichung:
5 — 4O) + o,5 (4O5 — 235)
273 + 235 + o,5 (405—235)
= 0,47 = 47 Prozent.
Eine weitere sehr bedeutende Steigerung des theoretischen thermischen Wirkungsgrades
wird nach dem vorliegenden neuen Verfahren dadurch erzielt, daß der Dampf, welcher bei
dem Verfahren nach dem D. R. P. 145802 nur bis zum annähernd trockengesättigten
Zustande komprimiert wird, bis zum überhitzten Zustande, und zwar im Maximum bis
zur Temperatur im Überhitzer komprimiert wird. Die Kompression des Dampfes bis zum überhitzten Zustande hat die im folgenden
nachgewiesenen Vorteile zur Folge, welche aber praktisch nur mittels der im folgenden
erläuterten eigenartigen Regulierung erfolgen kann, die auch bei dem älteren Verfahren
nach dem D. R. P. 145802 verwendbar ist.
Der theoretische thermische Wirkungsgrad wird um so kleiner, je größer, und um so
größer, je kleiner die vor der Kompression herausgelassene Dampfmenge ist, also am
kleinsten, wenn die Auslaßorgane so wie bei den heutigen Dampfmaschinen nahezu während
des ganzen Kolbenrückganges offen sind und am größten, wenn gar kein Dampf vor der
Kompression herausgelassen wird, also die geleistete Arbeit Null ist.
Bei einer Überhitzungstemperatur von 4050 bzw. 5000 und einem angehängten Kaltdampfzylinder
beträgt der höchste theoretische thermische Wirkungsgrad, wenn der Dampf statt bis zum trockengesättigten bzw. schwach gesättigten
Zustande, wie in der Patentschrift 145802 angegeben, bis zur Überhitzungstemperaitur
von 4050 bzw. 5000 komprimiert wird:
bzw. — = 58,2s Prozent bzw. 63,38 Prozent.
405 + 273 500 + 273 ° ' Ö!i
Fig. 2 zeigt ein Wärmediagramm, bei welchem
die Dampfanfangsspannung 60 Atm.
und die' höchste Überhitzungstemperatur 5000
beträgt und bei welchem, nur Wasser in den
Überhitzer eingespritzt wird und dje Arbeitsleistung so klein ist, daß der Dampf während
der oberen isothermischen Kompression auf 4000 überhitzt ist. Der theoretische thermische
Wirkungsgrad beträgt dabei bei io° unterer Temperatur der Kaltdampfmaschine:
400 + 500
—10
400 + 500
0,60 = 60 Prozent.
273
Und bei 400 unterer Temperatur beträgt derselbe
0,567 = 0,56 Prozent. Dieses bedeutet gegenüber den heutigen Dampfmaschinen, bei
welchen der theoretisch thermische Wirkungsgrad bei 12 Atm. Überdruck und 3000 Überhitzung
nur 25 Prozent beträgt, einen ganz bedeutenden technischen Fortschritt.
Wird nur die durch die Fläche k e g i (Fig. i) dargestellte Wärme in Arbeit verwandelt
und dabei nur Wasser in den Zylinder eingespritzt, so muß der bis auf die
Anfangsspannung komprimierte Dampf während der oberen isothermischen Kompression
gerade trockengesättigt sein; wird aber dabei auch Wasser in den Überhitzer und die mit
demselben verbundenen Rohrleitungen und •Dampfsammler usw.,- eingespritzt, so muß die
in den Zylinder eingespritzte Wassermenge um die in den Überhitzer usw. eingespritzte
Wassermenge kleiner sein, und der Dampf ist dann während der oberen isothermischen
Kompression um so viel überhitzt, daß seine Überhitzungswärme das in den Überhitzer
usw. eingespritzte Wasser gerade in trockengesättigten Dampf verwandelt.
Da bei dem vorliegenden Wärmekreisprozeß, wie bereits erwähnt, der theoretische thermische
Wirkungsgrad am kleinsten ist, wenn die Auslaßorgane so lange offen sind, daß der Dampf vor dem Kolben erst am Ende
des Kolbenhubes bis zur Anfangsspannung komprimiert wird und mit kleiner werdendem
Dampf vorauslaß stetig zunimmt, wenn das Gewicht des vor der Kompression heraus-
gelassenen Dampfes und des durch Undichtigkeiten entweichenden Dampfes mit dem Gewicht
der Einspritzwassermenge genau übereinstimmt, so ist eine äußerst exakte Steuerung
und Regulierung der Maschine erforderlich, damit dieselbe richtig arbeitet und der
höchste thermische Wirkungsgrad erreicht wird. Zweckmäßig wird man auch die Dampfanfangsspannung möglichst hoch wählen
ίο — 20 bis 6o Atm. — und die Zylinderabmessungen
und Kolbengeschwindigkeit so wählen, daß die Verlangte normale Arbeitsleistung
der Maschine nur durch Überhitzungswärme geleistet wird, weil der theoretische
thermische Wirkungsgrad in dem Überhitzungsgebiet mit abnehmender Leistung ganz
erheblich schneller zunimmt, als in dem Gebiet des gesättigten Dampfes. Wenn jedoch
das Brennmaterial billig oder die Wärme des Abdampfes vollständig für Heiz- oder Kochzwecke
ausgenutzt werden kann, so wird man mit Rücksicht auf die Anlagekosten nicht nur
Überhitzungswärme, sondern auch einen Teil der Wärme des gesättigten Dampfes bzw.
einen Teil der in dem Sättigungsgebiet liegenden Wärme in Arbeit verwandeln, weil
dabei der mittlere Diagrammdruck größer und dadurch die Zylinderdimensionen kleiner werden
und mithin die Anlagekosten niedriger werden.
Die neue Dampfmaschine besitzt bezüglich der Ausnutzung ihrer Abwärme folgende drei
ganz wesentliche Vorzüge:
1. Die Abwärmemenge ist in demselben Verhältnis kleiner als die in Arbeit umgesetzte
Wärmemenge größer ist, also ist die Möglichkeit, dieselbe vollständig auszunutzen,
in demselben Verhältnis größer.
2. Da kein Dampfkessel erforderlich ist, ,so kann die Dampfanfangsspannung 20 bis
: KX) Atm. betragen und der Abdampf kann
mit 3_Jbis 15 Atm. Spannung entweichen, so
daß man denselben für Kochzwecke ■ und Fernheizungen, von sehr großer Ausdehnung
verwenden kann.
3. Da die in dem Überhitzer usw. eingespritzte Wassermenge in sehr weiten Grenzen
variabel ist, so ist die Abwärmemenge ebenfalls in sehr weiten Grenzen variabel.
Die exakte Steuerung und Regulierung der Maschine, auf welche die Dampfanfangsspannung,
die Admission des hochgespannten Dampfes, die Ausnutzung der Abwärme für Heiz- und Kochzwecke, das Ende der unteren
und der Beginn der oberen isothermischen Kompression, die durch Undichtigkeiten entstehenden
Dampf Verluste, die Menge und Temperatur der in den Hochdruckzylinder • und in den Überhitzer und den mit dem Überhitzer
verbundenen Rohrleitungen und Dampfsammler eingespritzten Wassermenge, der Be-
ginn und das Ende der Wassereinspritzung in den Hochdruckzylinder und ganz besonders
die geringe Menge der aufgespeicherten Wärme infolge des weggefallenen Dampfkessels von
«Einfluß sind, erscheint sehr verwickelt und sehr schwierig.
Wenn die positive Arbeitsleistung nur in dem Überhitzungsgebiet liegt, also nur Überhitzungswärme
in Arbeit verwandelt wird, so ist der thermische Wirkungsgrad um so größer, je höher die Temperatur bei Beginn
der oberen isothermischen Kompression ist, und diese ist um so höher, je größer das
Volumen des während der Admission eintretenden Dampfes ist.
Da man aber (s. Fig. 3) bei abnehmender Arbeitsleistung die Admission bzw. die Füllung
des Hochdruckzylinders nicht vergrößern wird und die Arbeitsleistung nur vom Ende der
unteren und vom Beginn der oberen isothermischen Kompression, also von dem Volumen
des während der unteren isothermischen Kompression herausgelassenen Dampfes und der
in den Zylinder eingespritzten Wassermenge abhängt, so läßt man den Regulator zweckmäßig
nicht auf die Dampfanfangsspannung und die Füllung, sondern nur auf die Dampfauslaßorgane
und die Wassereinspritzvorrichtung einwirken. Hierbei bleibt die Admission bzw. die Einlaßfüllung und die Spannung am
Ende der Expansion konstant und hierdurch wird eine äußerst exakte Steuerung und Regulierung
der Maschine ermöglicht. Sieht man der Enfachheit wegen vorerst von den
Dampfverlusten durch Undichtigkeiten ab, so muß bei einer exakten Steuerung und Regulierung
der Maschine das Gewicht des während der unteren isothermischen Kompression herausgelassenen
Dampfes mit dem Gewicht der Einspritzwassermenge genau übereinstimmen.
Nimmt man auch der Einfachheit wegen vorerst an; daß nur Wasser in den Zylinder
eingespritzt wird oder daß, wenn auch Wasser in den Überhitzer usw. eingespritzt wird, die
gasamte Einspritzwassermenge durch eine Regelungsvorrichtung, als welche beispielsweise
die des Dieselmotors verwendet werden kann, zugeführt wird, so wird eine
äußerst exakte Steuerung und Regulierung erzielt, wenn die Verhältnisse der von dem
Regulatormuff beeinflußten Steuerungshebel usw. der Dampfauslaßorgane und der Einspritzvorrichtung
so ausgeführt werden, daß die für eine bestimmte Leistung ermittelten
Verhältnisse der Hebel bzw. der Hubhöhen, Wege oder Durchgangsquerschnitte der Steuerorgane
bei allen Arbeitsleistungen dieselben sind.
Fig. 4 zeigt beispielsweise das Schema einer Ausführungsform der Hebelanordnung und
des Gestänges der Regulierung des Dampf-
1108
vorauslasses und der Einspritzpumpe mit. reguliertem
Saugventil, wie es beim.Dieselmotor verwendet wird, α ist der feste Drehpunkt
des von dem Regulatormuff g betätigten Hebels h, b der Drehpunkt bzw. das Scharnier/1
der das Gestänge der Einspritzpumpe mit v. reguliertem Saugventil betätigenden Stange e,
ν das Scharnier der die Dampfvorauslaßvorrichtung
betätigenden Stange d und f die
to Regulatorspindel.
Es ist zweckmäßig, die auf dem von dem Regulatormuff g beeinflußten Hebel h liegen-"
den Angriffspunkte c und b (Zapfen oder Scharnierbolzen), welche die Vorrichtungen
zum Dampfauslaß (Auslaßorgane) und zur Wassereinspritzung (Regelungsvorrichtung des
Dieselmotors usw.) betätigen, verstellbar zu machen oder andere geeignete Stellvorrichtungen
einzuschalten. Der durch Undichtigkeiten entstehende Dampfverlust, welcher eine
allmähliche Abnahme der Dampfanfangsspannung bis zum vollständigen Stillstand der
Maschine zur Folge haben würde, wird dadurch ersetzt, daß man beispielsweise den auf
dem von dem Regulatormuff betätigten Hebel liegenden, die Bewegung der Einspritzvorrichtung
einleitenden Angriffspunkt b verstellbar macht und die Entfernung desselben von
dem Drehpunkt α des Hebels h um so viel größer macht, daß die Dampfanfangsspannung
annähernd konstant bleibt.
Diesj:J3ampfverluste können auch dadurch
ersetzt werden, daß man einen kleinen Dampfkessel mit dem Überhitzer verbindet, oder
indem man dem Überhitzer durch eine Einspritzdüse Wasser zuführt, dessen Adenge
durch einen hydraulischen Druck, welcher durch einen Akkumulator o. dgl. auf der
richtigen Höhe gehalten wird, reguliert wird.
Da die positive Arbeitsleistung nur von der Einwirkung des Regulators auf den Dampfvorauslaß und die Einspritzvorrichtung abhängt,
so hat die Einwirkung desselben oder eine Einwirkung von Hand auf die Dampf-
*5 anfangsspannung oder die Dampfeinlaßorgane
bzw. die positive Füllung nur dann einen Zweck, wenn man das Gewicht der expandierenden
und der vor der adiabatischen Kompression hinausgelassenen Dampfmenge aus
ίο irgend einem Grunde ändern will. Durch
eine Einwirkung des Regulators auf die Dampfanfangsspannung oder die Dampfeinlaßorgane
entstehen bei der Steuerung und Regulierung Unregelmäßigkeiten, welche durch
Änderung der Verhältnisse der Hebellängen bzw. Hubhöhen, Wege oder Durchgangsquerschnitte
der Steuerorgane oder in derselben Weise, wie die Dampfverlust.e durch Undichtigkeiten,
ausgeglichen werden.
ίο Bei direkter Wassereinspritzung in den
Überhitzer behufs Schonung desselben gegen Verbrennung oder' bei wechselnder Entnahme
von Abdampfwärme für Heiz- oder Kochzwecke usw. entstehen ebenfalls Unregelmäßigkeiten
bei der Steuerung und Regulierung, welche in gleicher Weise, wie bei den vorstehend
angegebenen Unregelmäßigkeiten, ausgeglichen werden.
Wenn man bei Kolbenmaschinen oder Kapselmaschinen während des ganzen Kolbenrückganges
bzw. während der ganzen Kompression (unterer und oberer isothermischer und dazwischen
erfolgender adiabatischer Kompression) Wasser, einspritzt, so muß die Menge
desselben durch Veränderung ihrer Durchgangsquerschnitte reguliert werden. Bei Turbinen
kann sowohl die Flüssigkeitseinspritzung als der Dampfauslaß vor der Kompression
durch Veränderung der Durchgangsquerschnitte reguliert werden.
Da die Widerstände bei der Kompression von Dampf in einem Turbekompressor um
so kleiner sind, je trockener der Dampf ist, so spritzt man die Flüssigkeit zweckmäßig
kontinuierlich an mehreren Stellen, ■ an welchen verschiedene Drücke herrschen, ein. Wenn
man den vor der Kompression herausgelassenen Dampf in einem Niederdruckzylinder Arbeit-verrichten
läßt, so wird man die Bohrung desselben zweckmäßig so groß wählen, daß die Füllung desselben mit der negativen
(Auslaß) Füllung übereinstimmt und die Einlaßorgane ebenfalls durch den Regulator beeinflussen.
Statt Wasserdampf können auch andere geeignete Dämpfe verwendet werden.
Claims (3)
1. Verfahren zur Erhöhung des thermischen Wirkungsgrades von Wärmemotoren
in der in der Patentschrift 145802 beschriebenen Weise, dadurch gekennzeichnet,
daß der Auslaß des Dampfes und die Einspritzung der Flüssigkeit in den Kompressionsraum
und den Überhitzer so geregelt wird, daß die Kompressionstemperatur zunächst in dem Sättigungsgebiet
annähernd gleich der Sättigungstemperatur bleibt, darauf aber diese übersteigt und vorzugsweise möglichst nahe der
Überhitzungskurve (e g) bleibt.
2. Regelung der Dampfmaschine (Kolbenmaschine, Kapselmaschine, Dampfturbine)
mit dem im Anspruch 1, angegebenen Kreislauf, dadurch gekennzeichnet,
daß die grundsätzliche Regelung durch den Dampfauslaß und die Wassereinspritzung
in dem Kompressionsraum erfolgt und nur die dabei nicht vermeidbaren Unregelmsßigkeiten durch Einspritzung
in den Überhitzer oder Dampfeinlaß aus einem besonderen Dampfkessel
ausgeglichen werden und bei Verwendung des Abdampfes für Heiz- oder Kochzwecke
auch der Dampfeinlaß oder die Dampfanfangsspannung oder beides zugleich geregelt
wird.
3. Vorrichtung zur Regelung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß von
einem Regulatormuff (g) aus ein Steuerungsgestänge bewegt wird, dessen auf
den Dampfauslaß und die Flüssigkeitseinspritzung wirkenden Teile bei allen Arbeitsleistungen dasselbe Verhältnis der
auf die Steuerung einwirkenden Bewegungsgrößen haben.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
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