DE19092C - Verfahren zur Herstellung von Filtersteinen mit einem von der Masse derselben allseitig eingeschlossenen Kanalsystem - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Filtersteinen mit einem von der Masse derselben allseitig eingeschlossenen KanalsystemInfo
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- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
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- B01D29/00—Filters with filtering elements stationary during filtration, e.g. pressure or suction filters, not covered by groups B01D24/00 - B01D27/00; Filtering elements therefor
- B01D29/11—Filters with filtering elements stationary during filtration, e.g. pressure or suction filters, not covered by groups B01D24/00 - B01D27/00; Filtering elements therefor with bag, cage, hose, tube, sleeve or like filtering elements
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- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
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- B01D39/14—Other self-supporting filtering material ; Other filtering material
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- B01D39/2068—Other inorganic materials, e.g. ceramics
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Description
PATENTAMT.
eingeschlossenen Kanalsystem.
Das nachstehend beschriebene Verfahren dient zur Herstellung von Filtersteinen, welche den
Zweck haben, die in einer Flüssigkeit suspendirten festen Körper oder Substanzen auf ihrer
Oberfläche zurückzuhalten, dagegen der Flüssigkeit selbst (dem klaren Filtrat) genügenden
Durchgang zu gewähren.
Diese Filtersteine besitzen im Innern ein von der ganzen Masse des Steines vollständig eingeschlossenes
Kanalsystem.
Ich stelle diese Filtersteine vorzugsweise aus solchen Materialien her, welche durch Glühen
hart und fest werden, als z. B. Koks und Kohlenarten, Thon und Chamotte.
Als Bindemittel für diese Materialien wird Steinkohlen- oder Holztheer, die aus diesem
gewonnenen Peche, Leim, Melasse, Zuckerlösungen oder Mehlkleister mit Vortheil angewendet,
je nach Bedürfnifs.
Zuerst werden die festen Materialien zu Pulver zermahlen und mit einem oder mehreren der
vorstehend genannten Bindemittel innigst gemengt oder gemischt, derart, dafs gleichsam
jedes einzelne Körnchen des aus dem festen Material hergestellten Pulvers mit einer dünnen
Schicht des Bindemittels umhüllt ist.
Hierauf bringt man die so vorbereitete Masse in einen aus Holz oder Metall hergestellten
Rahmen F (s. Fig. 1 im Schnitt, Fig. 2 in der Oberansicht) und drückt die Masse mittelst des
Stempels G am besten unter einer hydraulischen Presse bei einem Druck von 80 bis
100 kg pro ι qcm zu einer Platte A, Fig. 1,
zusammen.
Diese so hergestellten Rohplatten A werden sodann in Sand oder Kohlenstaub eingehüllt
und der Glühhitze ausgesetzt. Dies geschieht am besten in einem Ofen der so eingerichtet
sein mufs, dafs die Feuergase die eingehüllten ·
Platten nicht berühren können; es wird das Glühen derselben so lange fortgesetzt, bis in
den Feuerkanälen brennende, sich aus den Platten entwickelnde Gase nicht mehr sichtbar
sind.
Ist dieser Zustand eingetreten, so läfst man den Ofen bezw. die Platten langsam abkühlen,
und zwar in geschlossenem Ofen.
Sind die Platten kalt geworden, so werden sie auf den beiden gröfsten Flächen eben bearbeitet,
was durch Abhobeln, Schleifen, Fräsen 11. s. w. geschehen kann.
Zwischen je zwei solcher Platten A werden nun Streifen B eingelegt. (In Fig. 3, 4 und 5
ist eine fertige Platte dargestellt, und zwar Fig. 3 im Längsschnitt, Fig. 4 im Schnitt
nach a-b, Fig. 5 im Schnitt nach c-d der Fig. 3).
Diese Streifen B werden ebenso wie die Platten A durch vorheriges Pressen aus demselben
Material wie diese hergestellt, an den Flächen, mit welchen sie auf den Platten A A
liegen sollen, mit dem gleichen Bindemittel bestrichen, welches zur Herstellung der Platten A A
benutzt wurde, und dann das so zusammengesetzte Ganze einem gelinden Druck von etwa
10 kg pro ι qcm ausgesetzt.
Endlich glüht man die nun im Innern mit Kanälen versehenen Platten auf dieselbe Weise,
wie Eingangs beschrieben, und werden infolge
dessen die Platten A mit den Streifen B so fest vereinigt, dafs sie als aus einem Stück bestehend
zu betrachten sind und auch ebenso wirken. . . .
Nach sorgfältiger Abkühlung dieser an zwei Seiten offenen Doppelplatten werden dieselben
behufs gründlicher Reinigung mit dem entsprechenden Reagens und Wasser ausgewaschen.
Die hiernach getrockneten Platten enthalten nun ein System von Kanälen, welche jedoch
nach zwei Seiten offen sind. Um diese Schlitze C zu schliefsen (s. Fig. 3 und 4) werden dieselben
nach aufsen konisch erweitert, was man durch Aushobeln oder Ausfräsen des Schlitzes
bewirken kann.
Hierauf bringt man besonders geformte Streifen D D, welche eine genau passende Gestalt
haben und aus der gleichen Masse wie die Platten A und Streifen B bestehen, in die
konisch erweiterten Schlitze C C, nachdem man dieselben natürlich vorher an den Berührungsflächen
mit dem gleichen Bindemittel bestrichen hat, welches bei Herstellung der übrigen Theile
der Filterplatte benutzt wurde.
Diese Streifen D D werden gleichfalls mittelst eines gelinden Druckes eingeprefst und
durch Glühen auf die beschriebene Weise haltbar mit den übrigen Theilen der Filterplatte
so vereinigt, dafs das innen liegende Kanalsystem vollständig von der Masse des Filtersteines
eingeschlossen ist.
Die für die Abführung des Filtrats nöthigen Oeffnungen werden zuletzt eingebohrt.
Diese so hergestellten Filtersteine haben eine Reinheit der Poren und Oberflächen und demnach
eine Filtrationsfähigkeit, wie sie bis jetzt noch bei keinem Filterstein erreicht worden ist.
Für gewisse Zwecke wird es genügen, die Streifen B und D gleichzeitig zwischen die
Platten A zu bringen und anzubrennen, wobei dann nur ein zweimaliges Glühen derselben
nöthig ist.
Ebenso kann man unter Umständen die Strei-, fen B und D mit einer der Platten A direct
aus einem Stück pressen, indem man eine geeignete Form aus Metall oder Holz anwendet,
und nur eine der Platten A anbrennen.
Es wird bei diesen letztbeschriebenen Methoden der Herstellung zwar an Arbeit und Zeit
gespart, aber auch nie ein so vollkommenes Resultat erzielt, wie bei der zuerst beschriebenen
Methode, bei welcher die Filtersteine dreimal geglüht werden.
Wie leicht einzusehen, kann man durch passende Wahl der Körnergröfse des Pulvers
und der Menge und Consistenz des Bindemittels die Porosität des Steines beliebig variiren,
d. h. Filtersteine herstellen, die den verschiedensten Zwecken der Industrie dienen können.
Claims (2)
1. Die Methode der Zusammensetzung der Filtersteine derart, dafs man zuerst zwei
aus einer der oben genannten Massen bestehende flache Platten A herstellt, diese
auf passende Weise eben bearbeitet und hierauf zwischen diese beiden Platten auf
gleiche Weise hergestellte Streifen B und D einlegt, nachdem dieselben an den Auflageflächen
mit einem der oben genannten Bindemittel bestrichen sind, um endlich durch Glühen unter Luftabschlufs einen
Filterstein zu erhalten, dessen Kanalsystem von dem Material desselben vollständig eingeschlosen
ist, und wobei gleichzeitig durch das Glühen der Filterstein in ein untheilbares
Ganzes verwandelt wird.
2. Die Art und Weise, die konisch erweiterten Schlitze C durch Streifen D, die mit einem
der oben genannten Bindemittel bestrichen sind, so zu schliefsen, dafs der Filterstein
als aus einem Stück, wie unter 1. gesagt, bestehend betrachtet werden kann und
ebenso wirkt.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19092C true DE19092C (de) |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DENDAT19092D Active DE19092C (de) | Verfahren zur Herstellung von Filtersteinen mit einem von der Masse derselben allseitig eingeschlossenen Kanalsystem |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19092C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5205019A (en) * | 1990-09-17 | 1993-04-27 | Trutzschler Gmbh & Co. Kg | Apparatus for separating metal bodies from a textile fiber stream |
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